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Möglichkeiten und Grenzen der Motivierenden Gesprächsführung in der Suchthilfe

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Motivierenden Gesprächsführung in der Suchthilfe

Term Paper , 2019 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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In dieser Hausarbeit werde ich die theoretischen Aspekte der Motivierenden Gesprächsführung, ausgehend von der wertschätzenden und akzeptierenden Grundhaltung des Beraters beziehungsweise der Beraterin und deren Umgang mit auftretenden Ambivalenzen bis hin zu den Prinzipien dieses Gesprächsstils genauer beleuchten. Dabei lege ich den Fokus auf meine Fragestellung und werde die Möglichkeiten beziehungsweise Vorteile und Grenzen der Motivierenden Gesprächsführung herausarbeiten und ihnen besondere Gewichtung schenken.

Der US-amerikanische Psychologe William R. Miller und der britische Psychologe Stephen Rollnick entwickelten im Jahr 1991 das Konzept der Motivierenden Gesprächsführung für Menschen mit Suchtproblemen. Die Motivierende Gesprächsführung, engl. Motivational Interviewing (MI), ist ein direktiver Beratungsansatz, mit dem übergeordneten Ziel durch das Aufdecken und Lösen von Ambivalenz eine intrinsische Motivation zu erzeugen, die förderlich für eine Verhaltensänderung ist. Dieses Konzept basiert auf der klientenzentrierten Gesprächsführung von Carl Rogers und stellt eine Neuorientierung in der Suchthilfe dar. Die Motivierende Gesprächsführung wurde ständig weiterentwickelt, in seiner Grundstruktur jedoch nicht verändert. Um die Vorteile, dieses Beratungsansatzes, auch in anderen Settings als der Suchtabhängigkeit einsetzen und somit verschiedenste Zielgruppen damit erreichen zu können, wurde dieses Modell in Form der Motivierenden Kurzintervention adaptiert. Die Wirksamkeit der Motivierenden Gesprächsführung wurde in vielen Studien untersucht und bestätigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Status Quo der Suchthilfe

3. Motivierende Gesprächsführung (MI)

3.1 Grundlage der Motivierenden Gesprächsführung

3.2 Ziel und zentrale These der Motivierenden Gesprächsführung

3.3 Grundhaltung der Motivierenden Gesprächsführung

3.4 Prinzipien der Motivierenden Gesprächsführung

4. Möglichkeiten und Grenzen des MI

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Motivierenden Gesprächsführung (MI) in der Suchthilfe, mit dem Ziel, die Möglichkeiten und Grenzen dieses Beratungsansatzes zur Förderung der intrinsischen Veränderungsmotivation bei Klienten herauszuarbeiten.

  • Grundlagen und theoretische Einbettung der Motivierenden Gesprächsführung
  • Die Bedeutung der beraterischen Grundhaltung (Akzeptanz, Empathie, Mitgefühl, Evokation)
  • Die vier Kernprinzipien des MI in der Anwendung
  • Umgang mit Ambivalenz und Widerstand in der Suchthilfe
  • Abgrenzung zwischen korrigierendem Eingreifen und klientenzentrierter Begleitung

Auszug aus dem Buch

3.3 Grundhaltung der Motivierenden Gesprächsführung

In dem Beratungsansatz der Motivierenden Gesprächsführung wird der Fokus nicht auf mögliche Gesprächstechniken, sondern auf die therapeutische Grundhaltung bzw. auf die akzeptierende Grundhaltung des Beraters bzw. der Beraterin gelegt.

Diestelkamp und Thomasius (2017) postulieren, dass diese Grundhaltung „Ausdruck eines Menschenbildes, das darauf beruht, dass jeder Mensch ein Recht auf Respekt und Würde hat“ (Diestelkamp & Thomasius, 2017, S. 20) ist.

Marzinzik und Fiedler (2005) ergänzen, dass eine durch Wertschätzung und Respekt geprägte klientenzentrierte Haltung sowohl positive Auswirkungen auf die Beziehungsmotivation – also auf das Bündnis zwischen Berater bzw. Beraterin und Klient bzw. Klientin – hat, als auch dabei hilft, die auf eine mögliche Verhaltensänderung bezogene innere Diskrepanz des Klienten bzw. der Klientin zu klären und somit diese Ambivalenz zu lösen. Nur so ist der weitere Weg zu einer möglichen Verhaltensänderung geebnet (vgl. Marzinzik & Fiedler, 2005, S. 22ff).

Miller und Rollnick (2015) fassen diese emotionale und mentale Grundhaltung des MI in vier Kernaspekte zusammen: „Partnerschaftlichkeit bzw. Kooperation“, „Akzeptanz“, „Mitgefühl“ und „Evokation“ (vgl. Miller & Rollnick, 2015, S. 30ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entstehung des Konzepts der Motivierenden Gesprächsführung durch Miller und Rollnick sowie Darstellung der Zielsetzung der Hausarbeit.

2. Status Quo der Suchthilfe: Analyse des Wandels in der Suchthilfe hin zu einer akzeptierenden Grundhaltung und der Etablierung des Harm-Reduction-Ansatzes.

3. Motivierende Gesprächsführung (MI): Detaillierte Betrachtung des Konzepts, seiner Ursprünge in der klientenzentrierten Gesprächsführung und seiner theoretischen Fundierung.

3.1 Grundlage der Motivierenden Gesprächsführung: Erläuterung der Hypothese der Ambivalenz bei substanzabhängigen Menschen und des Beratungsansatzes als werteorientierte Grundhaltung.

3.2 Ziel und zentrale These der Motivierenden Gesprächsführung: Darstellung des Ziels der Förderung intrinsischer Motivation und der Unterstützung bei der Auflösung von Ambivalenzen.

3.3 Grundhaltung der Motivierenden Gesprächsführung: Beschreibung der vier Kernaspekte (Partnerschaftlichkeit, Akzeptanz, Mitgefühl, Evokation) als Basis der therapeutischen Arbeit.

3.4 Prinzipien der Motivierenden Gesprächsführung: Erläuterung der vier Grundprinzipien: Empathie ausdrücken, Diskrepanzen entwickeln, Widerstand aufnehmen und Selbstwirksamkeit fördern.

4. Möglichkeiten und Grenzen des MI: Kritische Reflexion der Stärken des Modells sowie der Problematik des Korrekturreflexes bei der Arbeit mit Klienten.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des MI als wertvolle Neuorientierung in der Suchthilfe, die auf partnerschaftlicher Augenhöhe basiert.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Motivierende Gesprächsführung, Motivational Interviewing, Suchthilfe, Ambivalenz, intrinsische Motivation, Verhaltensänderung, Grundhaltung, Akzeptanz, Empathie, Suchtabhängigkeit, Harm-Reduction, Selbstwirksamkeit, Beratung, Korrekturreflex, Klientenzentrierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Beratungsansatz der Motivierenden Gesprächsführung (MI) und dessen Anwendung in der Suchthilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des MI, die essenzielle Haltung des Beraters sowie die praktische Anwendung von Prinzipien zur Motivationsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des MI zu analysieren, insbesondere in Bezug auf die Überwindung von Ambivalenz bei suchterkrankten Menschen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse des Konzepts der Motivierenden Gesprächsführung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition, die Kernaspekte der Grundhaltung, die vier Prinzipien des MI sowie die kritische Reflexion des Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Motivierende Gesprächsführung, Suchthilfe, Ambivalenz, Akzeptanz und intrinsische Motivation.

Was ist mit dem sogenannten „Korrekturreflex“ gemeint?

Der Korrekturreflex beschreibt den Drang des Beraters, den Klienten direkt korrigieren zu wollen, was laut der Arbeit oft kontraproduktiv wirkt.

Warum ist das Konzept des „Mitgefühls“ im MI so wichtig?

Mitgefühl wird hier nicht als Mitleid verstanden, sondern als authentische Ambition, das MI konsequent im besten Interesse des Klienten anzuwenden.

Wie unterscheidet sich das MI von früheren Suchthilfeansätzen?

Frühere Ansätze sahen das Klientel oft als beratungsresistent an, während das MI durch Aktivierung von vorhandenen Ressourcen neue Möglichkeiten der Veränderung schafft.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Motivierenden Gesprächsführung in der Suchthilfe
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
15
Catalog Number
V584074
ISBN (eBook)
9783346159168
ISBN (Book)
9783346159175
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Beratung Motivierende Gesprächsführung Miller & Rollnick Suchthilfe Suchtberatung Drogen Drogenberatung Motivational Interviewing Gesprächsführung Motivation Transtheoretisches Modell Verhaltensänderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Möglichkeiten und Grenzen der Motivierenden Gesprächsführung in der Suchthilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584074
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