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Der Japanisch-Chinesische Krieg (1894-1895) - 'Wie gestalteten sich die Auswirkungen des Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894-95 auf die Stellung Japans in der Welt?'

Titel: Der Japanisch-Chinesische Krieg (1894-1895) - 'Wie gestalteten sich die Auswirkungen des Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894-95 auf die Stellung Japans in der Welt?'

Seminararbeit , 2004 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sabrina Anton (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Japanologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Japanisch-chinesische Krieg von 1894-95 war der erste moderne Krieg Japans (Lone 1994: 1) und brachte somit eine grundlegende Änderung der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Stellung Japans in der Welt mit sich. Daher soll in dieser Arbeit die Frage “Wie gestalteten sich die Auswirkungen des Japanischchinesischen Krieges von 1894-95 auf die Stellung Japans in der Welt?“ behandelt werden.

Der Sieg Japans in diesem Krieg stellte einen bedeutenden Wendepunkt in der Entwicklung Japans zu einer gleichberechtigten Nation in der Welt dar, weshalb hier der japanisch-chinesische Krieg an sich als Fixpunkt für den Vergleich der Situation Japans vor dem Krieg und nach dem Krieg dienen soll. Die Methodik besteht in der Darlegung der Rolle Japans, vor allem seiner außenpolitischen Beziehungen, so wie sie sich vor Kriegsbeginn gestalteten, um anschließend den Vergleich mit der Situation nach Kriegsende, besonders nach dem Friedensvertrag von Shimonoseki, durchführen zu können. Als Quellen werden deskriptive Werke der letzten zwanzig Jahre verwendet, die die wesentlichen Themenschwerpunkte behandeln und auch speziell auf den Sinojapanischen Krieg bezogene, analytisch bewertende Werke werden benutzt. Entsprechende Vergleiche werden durch die Autorin vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die weltpolitische Stellung Japans vor dem Krieg

2.1. Die „Ungleichen Verträge“ als Werkzeug der Unterdrückung

2.2. Die Asienpolitik Japans

2.2.1. Japans Koreapolitik

2.2.2. Japans Beziehungen zu China vor dem Krieg

3. Der Japanisch-Chinesische Krieg 1894-95

4. Die Auswirkungen des Krieges

4.1. Die Auswirkungen des Friedensvertrags von Shimonoseki

4.2. Die Revision der „Ungleichen Verträge“ und ihre Auswirkungen auf Japans Rolle in der Welt

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Japanisch-Chinesischen Krieges (1894-1895) auf die internationale Position Japans. Das Hauptziel besteht darin, die Veränderung Japans von einem durch "Ungleiche Verträge" unterdrückten Land zu einer aufstrebenden Macht zu analysieren, indem die außenpolitische Situation vor und nach dem Krieg in den Vergleich gestellt wird.

  • Modernisierungsprozess Japans während der Meiji-Ära
  • Die Rolle der "Ungleichen Verträge" als außenpolitisches Hindernis
  • Japanische Expansionspolitik in Korea und China
  • Militärische und diplomatische Konsequenzen des Sieges von 1895
  • Die schrittweise Revision der Verträge und der Weg zur souveränen Gleichberechtigung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die „Ungleichen Verträge“ als Werkzeug der Unterdrückung

Ein Jahr nachdem der amerikanische Kommodore Matthew Perry mit seinen Dampfschiffen in der Edobucht vor Anker ging, musste der regierende shôgun den ersten Vertrag mit einem westlichen Land unterzeichnen, den Vertrag von Kanagawa. Dies geschah am 31.3.1854 (Hammitzsch 1990: 334). Daraufhin folgten ähnliche Verträge mit Großbritannien, Russland, Holland und Frankreich, und die Epoche der Selbstisolierung Japans war beendet. Diese Verträge, auch „Ungleiche Verträge“ genannt, enthielten Bestimmungen wie zum Beispiel das Recht von Ausländern, sich in bestimmten Regionen Japans frei zu bewegen, Handel zu treiben, sich niederzulassen und auch extraterritoriale Konsularjurisdiktion in Anspruch zu nehmen. Außerdem wurde Japans souveränes Recht zur Festlegung der Importzölle stark eingeschränkt und viele Häfen mussten für den internationalen Handel geöffnet werden. Um Kriege zu vermeiden, die es – zumindest zu dieser Zeit – nicht gewinnen konnte, nahm Japan die „Ungleichen Verträge“ an (Hammitzsch 1990: 334).

Dies verdeutlicht also die unterdrückte Stellung die Japan, seit der Öffnung des Landes, innehatte und macht auch klar, warum Japan in den folgenden Jahren die größten Anstrengungen unternahm, um eine souveräne Stellung gegenüber den Westmächten zu erlangen und die „Ungleichen Verträge“ zu revidieren.

Ein Mittel zu diesem Zweck, dem Gleichziehen mit den Westmächten, war die Modernisierung - die vielseitige innere Umformung des Landes - die mit der Meiji-Reform ab 1869 einsetzte (Hammitzsch 1990: 333).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Japanisch-Chinesischen Krieg als Wendepunkt für Japans Weltstellung und legt die methodische Vorgehensweise sowie den Vergleichsrahmen der Untersuchung fest.

2. Die weltpolitische Stellung Japans vor dem Krieg: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische und politische Abhängigkeit Japans von den Westmächten vor 1894 sowie die Anfänge seiner imperialistischen Interessen in Asien.

3. Der Japanisch-Chinesische Krieg 1894-95: Hier werden die unmittelbaren Kriegsauslöser, wie der Aufstand in Korea, und die strategische Vorbereitung Japans auf den Konflikt kurz skizziert.

4. Die Auswirkungen des Krieges: Dieses Kapitel analysiert sowohl die Bedingungen des Friedensvertrags von Shimonoseki als auch die nachfolgenden diplomatischen Erfolge bei der Revision der Verträge mit den westlichen Großmächten.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass der Krieg zwar die Machtposition Japans signifikant stärkte, die volle völkerrechtliche Gleichberechtigung jedoch erst durch die langfristige Vertragsrevision erreicht wurde.

Schlüsselwörter

Japanisch-Chinesischer Krieg, Meiji-Zeit, Ungleiche Verträge, Außenpolitik, Imperialismus, Koreapolitik, Souveränität, Friedensvertrag von Shimonoseki, Modernisierung, Machtpolitik, Expansion, Ostasien, Diplomatie, Militärgeschichte, Westmächte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894-1895 auf die globale Statusentwicklung Japans am Ende des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Meiji-Modernisierung, die japanische Expansionspolitik in Ostasien, die diplomatischen Spannungen mit den Westmächten und der Prozess der Vertragsrevision.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Japan den militärischen Sieg über China nutzte, um sich von der Unterdrückung durch die "Ungleichen Verträge" zu befreien und als souveräner Akteur auf der Weltbühne anerkannt zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Methodik basiert auf der komparativen Analyse der japanischen Außenpolitik vor und nach dem Kriegsereignis unter Einbeziehung zeitgenössischer fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ausgangslage (unterdrücktes Japan), den Verlauf der Aggressionen gegenüber Korea und China sowie die Analyse der vertraglichen Ergebnisse nach dem Krieg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Souveränität, Expansion, Ungleiche Verträge, Imperialismus und Modernisierung stehen im Zentrum der terminologischen Auseinandersetzung.

Warum war Korea für die japanische Expansionspolitik so wichtig?

Korea diente Japan nicht nur als direkter Nachbar und Pufferzone ("Dolch"), sondern war auch wirtschaftlich aufgrund von Gold- und Reisernten sowie strategisch als Basis für den Einfluss in China von zentraler Bedeutung.

Welche Rolle spielte England bei der Vertragsrevision?

England spielte eine Schlüsselrolle, da es Japan als strategischen Vorposten gegen die russische Expansion betrachtete und somit bereit war, bilaterale Revisionsverhandlungen einzugehen, um die Bindung zu Japan zu stärken.

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Details

Titel
Der Japanisch-Chinesische Krieg (1894-1895) - 'Wie gestalteten sich die Auswirkungen des Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894-95 auf die Stellung Japans in der Welt?'
Hochschule
Freie Universität Berlin
Veranstaltung
Ostasiatisches Seminar
Note
2,3
Autor
Sabrina Anton (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V58420
ISBN (eBook)
9783638526173
ISBN (Buch)
9783656771661
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japanisch-Chinesische Krieg Auswirkungen Japanisch-Chinesischen Krieges Stellung Japans Welt Ostasiatisches Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Anton (Autor:in), 2004, Der Japanisch-Chinesische Krieg (1894-1895) - 'Wie gestalteten sich die Auswirkungen des Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894-95 auf die Stellung Japans in der Welt?', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58420
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Leseprobe aus  14  Seiten
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