Wir befinden uns aktuell in einer Wirtschaftswelt, die von etlichen Unternehmen als ungewiss empfunden wird. Unternehmen unterliegen durch den rasanten wirtschaftlichen, politischen und technologischen Wandel einem immensen Wettbewerbsdruck und einer Vielzahl wirtschaftlich bedingter Risiken, die durch die Globalisierung der Weltmärkte weiter angetrieben werden. Lediglich diejenigen Unternehmen, die die Märkte beobachten, scharfe Analysen ausüben und Kunden befragen, können Risiken und Chancen durchforschen, um strategische Anpassungen in allen Unternehmensbereichen vorzunehmen.
Weitere ungewisse Faktoren, mit denen die Unternehmen zurzeit zu kämpfen haben, sind der bevorstehende Brexit, die US-Regierung Trumps, welche mit einhergehenden Strafzöllen auf internationalen Absatzmärkten verbunden ist sowie die derzeitige strategische und wirtschaftliche Vorgehensweise Chinas. Die Unternehmen werden somit täglich mit einem hohen Maße an Unsicherheit konfrontiert.
Da sich die Risikosituation schlagartig ändern oder verschlimmern könnte, ist es für die Unternehmen unentbehrlich, sich genauestens mit den internen, externen, technologischen, leistungswirtschaftlichen als auch mit finanzwirtschaftlichen Risiken auseinanderzusetzen.
Im Regelfall übernimmt diese Aufgabe das Risikomanagement in Verbindung mit dem Risikocontrolling, die als unterstützende Pfeiler unter der Geschäftsführung bei mittleren oder größeren Unternehmen stehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Warum Risikomanagement?
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Risikomanagements
2.1 Begriffserläuterung
2.1.1 Risiko
2.1.2 Management
2.1.3 Risikomanagement
2.1.3.1 Aufgaben des Risikomanagements
2.1.3.2 Ziele des Risikomanagements
2.2 Rahmenbedingungen von Risikomanagement für Unternehmen
2.2.1 Gesetzliche Anforderungen (Gesetz für Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich)
2.2.2 Normen und Standards
2.2.2.1 ISO 31000
2.3 Basel III
3 Zusammenhang Risikomanagement, Unternehmensplanung und Controlling
3.1 Begriff Controlling
3.2 Risikocontrolling als Teil des Risikomanagements
3.3 Risikomanagement im Unternehmen
3.3.1 Strategisches Risikomanagement
3.3.2 Operatives Risikomanagement
4 Risikomanagementprozess
4.1 Risikoidentifikation
4.1.1 Arten der Unternehmensrisiken
4.1.1.1 Finanzrisiken
4.1.1.2 Fallbeispiel
4.1.1.3 Operationelle Risiken
4.1.1.4 Fallbeispiel
4.1.2 Instrumente der Risikoidentifikation
4.2 Risikoanalyse und -bewertung
4.2.1 Instrumente der Risikobewertung
4.3 Risikosteuerung
4.3.1 Risikovermeidung
4.3.2 Risikoverminderung
4.3.3 Risikoüberwälzung
4.3.4 Risikoübernahme
4.4 Risikoüberwachung und Risikodokumentation
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein umfassendes Verständnis über das Risikomanagement zu vermitteln und den Einfluss dieses Managements auf den Unternehmenserfolg zu analysieren und darzustellen.
- Grundlagen des Risikomanagements und dessen begriffliche Abgrenzung
- Zusammenhang zwischen Risikomanagement, Unternehmensplanung und Controlling
- Methoden und Instrumente innerhalb des Risikomanagementprozesses
- Analyse gesetzlicher Rahmenbedingungen (KonTraG) und internationaler Standards (ISO 31000)
- Praxisnahe Umsetzung anhand von Fallbeispielen
Auszug aus dem Buch
4.1.1.4 Fallbeispiel
Die Siemens Aktiengesellschaft ist weltweit im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik tätig. Der Konzern hat seinen Doppelsitz in Berlin und München, beschäftigt dort knapp 400.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Jahresumsatz von 83 Mrd. €. Da sich Siemens global aufstellt und die Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung energieeffizienter Technologien in den wesentlichen Geschäftsbereichen der Aktiengesellschaft fallen, sind sie operativen Risiken in Form von Cyberattacken oder schwächen in der Informationssicherheit ausgesetzt. Die fortschreitende Digitalisierung und die damit steigende Cyberkriminalität führt zu erheblichen Risiken im gesamten Umgang der Systeme, Netzwerke und Daten. Dementsprechend lässt der Konzern seine Netzwerke und Informationssysteme durch den Cyber Security Operation Center überwachen, um seine IT-Infrastruktur zu schützen. Siemens schult seine Mitarbeiter und setzt Sicherungs- und Schutzsysteme ein, um potenzielle Risiken zu vermeiden und zu eliminieren. Dennoch ist es Siemens nicht möglich, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit IT-Dienstleistern, sich gänzlich vor Cyberangriffen zu schützen. Externe Angriffe können zu Industriespionage, Verfälschung oder Verlust von Informationen führen und somit negative Folgen auf die Wettbewerbsfähigkeit nach sich ziehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Relevanz des Risikomanagements aufgrund zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten und definiert das Ziel, den Begriff sowie dessen Einfluss auf den Unternehmenserfolg aufzuzeigen.
2 Grundlagen des Risikomanagements: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Risiko, Management und Risikomanagement erläutert sowie die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen wie das KonTraG und die ISO 31000 behandelt.
3 Zusammenhang Risikomanagement, Unternehmensplanung und Controlling: Dieses Kapitel beleuchtet die synergetische Verbindung zwischen Risikomanagement und Controlling als unterstützende Instanzen der Unternehmensführung.
4 Risikomanagementprozess: Das Kernstück der Arbeit beschreibt die methodischen Phasen der Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung sowie der Risikoüberwachung und -dokumentation in der Praxis.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein strukturiertes Risikomanagement essenziell ist, um als Querschnittsfunktion den Unternehmenserfolg, die Liquidität und die Existenzsicherung langfristig zu gewährleisten.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Unternehmensführung, Risikoidentifikation, Risikocontrolling, Risikosteuerung, KonTraG, ISO 31000, Risikokultur, Unternehmensrisiken, Strategisches Management, Operatives Risikomanagement, Schadenerwartungswert, Risikoportfolio, Risikodokumentation, Unternehmenssicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über das Risikomanagement und untersucht dessen wesentliche Aufgaben, Prozesse und den Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Integration in das Controlling sowie die detaillierte Darstellung des Risikomanagementprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser den Begriff und die Zusammensetzung des Risikomanagements sowie dessen Bedeutung für die Sicherung des Unternehmensbestands und künftiger Erfolge näherzubringen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und -analyse, ergänzt durch die Veranschaulichung der Prozesse anhand von praxisnahen Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Schnittstellen zwischen Controlling und Management sowie der detaillierte Risikomanagementprozess von der Identifikation bis zur Dokumentation analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Risikomanagement, Risikocontrolling, KonTraG, Risikosteuerung, ISO 31000 und Unternehmenserfolg.
Welche Rolle spielt das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) für das Risikomanagement?
Das KonTraG bildet den rechtlichen Ursprung für die Verpflichtung zur Implementierung von Überwachungssystemen in Aktiengesellschaften, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Wie unterscheidet sich strategisches von operativem Risikomanagement laut der Arbeit?
Strategisches Risikomanagement bildet die integrative Grundlage und Risikopolitik, während das operative Risikomanagement die systematisierte Risikoanalyse der täglichen Geschäftsprozesse beinhaltet.
Warum ist eine Risikodokumentation für Unternehmen zwingend erforderlich?
Laut KonTraG ist die Dokumentation nicht nur für die Vertrauensbildung gegenüber Stakeholdern maßgebend, sondern eine zwingende Voraussetzung für die ordnungsgemäße Durchführung des Risikomanagements.
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- Anonym (Author), 2019, Risikomanagement. Überblick und Einfluss auf den Unternehmenserfolg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584295