Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu verdeutlichen, wieso sich Sportler Risiken des Dopings aussetzen, welche Doping-Methoden heutzutage angewandt werden und wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) versucht gegen die Vielzahl an Dopingverstößen vorzugehen.
Viele Sportler träumen davon, sich am Sport eine goldene Nase zu verdienen und aus ihrem Hobby einen Beruf zu machen. Um das zu schaffen, müssen die Sportler allerdings zu den Besten der Besten gehören und hart an ihren Körpern arbeiten, um den Leistungsanforderungen gerecht zu werden. Dies führt jedoch dazu, dass trotz der vielen Nebenwirkungen, immer mehr Sportler zu illegalen Medikamenten und Schmerzmitteln greifen, um diese Leistungsanforderungen zu erfüllen. Aber nicht nur der Leistungssport, sondern auch der Breitensport ist von solchen Dopingskandalen betroffen, da immer mehr Fitnesssportler den schnellen Weg zum "perfekten Körper" wählen. In den letzten Jahren fand man heraus, dass etwa sieben bis acht Millionen Profi- und Amateursportler jährlich weltweit auf Dopingmittel zurückgreifen. Das Thema Doping befindet sich zurzeit jedoch in einer gefährlichen Situation. Durch immer schlechter nachweisbare Dopingsubstanzen besteht die Gefahr, dass der Sport in Zukunft aus Dopingveranstaltungen besteht und der Stellenwert des Sports in unserer Gesellschaft zum Erliegen gelangt.
Inhaltsverzeichnis
1.Einführung
2.Doping – Entstehung und Definition
2.1.Entstehung des Dopingbegriffes
2.2.Doping – Definition des IOC und der WADA
3.Grundlagen des Dopings
3.1.Gründe und Motive für Doping im Spitzensport
3.2.Gründe und Motive für Doping im Breitensport
4.Dopingsubstanzen und ihre Wirkungsmechanismen
4.1.Anabolika
4.1.1.Testosteron
4.1.2.Nandrolon
4.1.3.Stanozolol
4.2.Stimulanzien
4.3.Narkotika
4.4.Peptidhormone
4.4.1.Erythropoetin
4.5.Kokain
4.6.Diuretika
4.7.Beta-2-Agonisten
4.8.Alkohol
5.Besondere Dopingmethoden zur Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit
5.1.Blutdoping
5.2.Höhentraining
6.Doping der Zukunft
6.1.Gendoping
6.2.Rinderhämoglobin
7.Nationale Doping Agentur Deutschland
8.Doping-Kontroll-System (DKS)
9.Folgen von Doping
10.Dopingprävention
10.Freigabe des Dopings?
11.Die größten Dopingskandale in der Sportgeschichte
11.1.Ben Johnson
11.2.Lance Armstrong
11.3.Russlands Dopingskandal
12.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, Methoden und Folgen von Doping im Leistungs- und Breitensport sowie die Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle durch Organisationen wie die NADA und WADA.
- Wissenschaftliche Definitionen von Doping und seine historische Entwicklung.
- Analyse der Beweggründe für Doping im Profi- und Freizeitsport.
- Wirkungsmechanismen verschiedener Dopinggruppen wie Anabolika, Narkotika und Peptidhormone.
- Evaluation moderner Dopingmethoden und Zukunftsrisiken wie Gendoping.
- Überblick über Kontrollmechanismen und Konsequenzen bei Dopingskandalen.
Auszug aus dem Buch
4.1.Anabolika
Unter Anabolika bezeichnet man meist die abgeleiteten, synthetisch hergestellten anabolen Steroide, welche dem Testosteron sehr ähnlich sind. Anabole Steroide fördern den Aufbaustoffwechsel des Körpers, indem sie die Proteinbiosynthese anregen und gleichzeitig den Abbau von Eiweißen in der Muskulatur verhindern. Aufgrund des verringerten Eiweißabbaus, sorgen Anabolika für eine positivere Stickstoffbilanz. Zu den Hauptursachen für die Leistungssteigerung zählen die verbesserte Motivation, die Verhinderung des Muskelabbaus, Einflussnahme auf den Proteinstoffwechsel sowie die verbesserte Regenerationsfähigkeit. Ausschlaggebend ist hier jedoch die Einflussnahme auf den Proteinstoffwechsel. Bei andauernden intensiven Belastungen, muss der menschliche Körper auf Proteine als Energieträger zurückgreifen. Da Proteine jedoch nur einen 10%igen Anteil der Kalorienbereitstellung erfüllen, geht Arbeitsmuskulatur verloren, die in der Regenerationsphase wiederhergestellt werden muss. Dieser Vorgang wird durch Anabolika jedoch extrem beschleunigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einführung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Leistungsdruck im Sport, der Sportler trotz gesundheitlicher Risiken zum Dopingmittelkonsum im Leistungs- und Breitensport führt.
2.Doping – Entstehung und Definition: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Herkunft des Dopingbegriffs und führt die aktuellen Definitionen des IOC sowie der WADA ein.
3.Grundlagen des Dopings: Es wird der physiologische Hintergrund der Leistungsreserven dargestellt und zwischen den Motiven im Spitzensport und dem Medikamentenmissbrauch im Breitensport unterschieden.
4.Dopingsubstanzen und ihre Wirkungsmechanismen: Ein detaillierter Überblick über diverse verbotene Wirkstoffgruppen wie Anabolika, Stimulanzien, Narkotika, Peptidhormone und weitere Substanzen sowie deren physiologische Effekte.
5.Besondere Dopingmethoden zur Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit: Das Kapitel analysiert Methoden wie Blutdoping und Höhentraining, die spezifisch die Sauerstofftransportkapazität des Blutes optimieren.
6.Doping der Zukunft: Eine Betrachtung zukünftiger Möglichkeiten, insbesondere im Bereich der genetischen Manipulation durch Gendoping und den Einsatz von Rinderhämoglobin.
7.Nationale Doping Agentur Deutschland: Vorstellung der NADA als zentrale Instanz für Prävention und Dopingbekämpfung im deutschen Raum.
8.Doping-Kontroll-System (DKS): Beschreibung der verschiedenen Testverfahren und Protokolle zur Identifizierung von Dopingverstößen bei Athleten.
9.Folgen von Doping: Darstellung der gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Konsequenzen, die einen positiven Dopingbefund begleiten.
10.Dopingprävention: Fokus auf die Bedeutung der Aufklärungsarbeit und der verschiedenen Programme zur Sensibilisierung von Athleten und Jugendlichen.
10.Freigabe des Dopings?: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten für und gegen eine Legalisierung von Doping im Sport.
11.Die größten Dopingskandale in der Sportgeschichte: Fallbeispiele prominenter Dopingvergehen wie Ben Johnson, Lance Armstrong und der systematische Dopingskandal in Russland.
12.Fazit: Abschließende Betrachtung des Dopings als gesamtgesellschaftliches Problem und das Plädoyer für wissenschaftlich fundierte Trainingsplanung statt medikamentöser Unterstützung.
Schlüsselwörter
Doping, Leistungsfähigkeit, Anabolika, WADA, NADA, Blutdoping, Erythropoetin, Gendoping, Sportethik, Dopingprävention, Wettkampf, Nebenwirkungen, Leistungsdruck, Trainingsplanung, Steroide.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse des Dopings, von seinen historischen Wurzeln über die verschiedenen Substanzen und Methoden bis hin zu den Kontrollsystemen und präventiven Maßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Wirkungsweise illegaler Substanzen, die Unterschiede zwischen Doping im Spitzen- und Breitensport sowie die ethischen und gesellschaftlichen Debatten um Doping.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verdeutlichen, weshalb Sportler Dopingrisiken eingehen, wie aktuelle Dopingmethoden funktionieren und wie Organisationen gegen die Vielzahl an Verstößen vorgehen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse unter Einbeziehung von Fachpublikationen, Internetquellen der Anti-Doping-Agenturen und der Auswertung sportwissenschaftlicher Konzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Doping, die detaillierte Darstellung von Substanzen und deren Wirkung, spezielle Ausdauermethoden, Zukunftsrisiken und die Analyse bekannter Dopingskandale.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Doping, Anabolika, WADA, NADA, Leistungssteigerung, Gendoping und Sportethik sind die prägendsten Begriffe dieser Arbeit.
Wie unterscheidet sich Doping im Breitensport vom Leistungssport?
Im Leistungssport stehen meist Leistungsdruck und Siegeswille im Vordergrund, während im Breitensport laut Autor oft der Wunsch nach einer schnellen Körperoptimierung ("Styling") und der Vermeidung harter Arbeit als Auslöser für Medikamentenmissbrauch dient.
Welche Rolle spielt die NADA bei der Dopingbekämpfung?
Die NADA fungiert als unabhängige Agentur in Deutschland, die für Dopingprävention, die Aufklärung von Athleten und die Koordination der Dopingkontrollen sowohl im Training als auch im Wettkampf zuständig ist.
Warum wird Gendoping als zukünftige Gefahr eingestuft?
Gendoping gilt als hochgefährlich, da es natürliche körpereigene Prozesse manipuliert und die zusätzlich erzeugten Proteine von körpereigenen Produkten kaum zu unterscheiden sind, was den Nachweis massiv erschwert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Doping im Leistungs- und Breitensport. Entstehung, Substanzen und Bekämpfung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584327