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Werteerziehung, Wertevermittlung und moralische Erziehung im schulischen Alltag

Title: Werteerziehung, Wertevermittlung und moralische Erziehung im schulischen Alltag

Bachelor Thesis , 2019 , 41 Pages , Grade: 1

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Ethics
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Werte sind die Grundlage einer Gesellschaft. Sie beeinflussen Menschen in ihrem Handeln und Tun. Aufgrund des anwachsenden Wertepluralismus steigen die Anforderungen an Lehrpersonen und Schulen, Kindern eine umfassende Werteorientierung zu vermitteln. Es stellt sich daher die Frage, welchen Beitrag Schulen und Lehrpersonen zur Werteerziehung, zur Wertevermittlung und zur moralischen Entwicklung leisten können, um Schüler und Schülerinnen zu mündigen Mitbürgern zu erziehen, und welche Bedingungen geschaffen werden müssen, um eine Entwicklung von Moral und Werten zu gewährleisten.

Die Stufentheorie von Lawrence Kohlberg macht ersichtlich, dass Kinder Konstrukteure ihres eigenen Lernprozesses sind. Somit ist es unmöglich Kinder zu einem bestimmten Wert zu erziehen. Werte können nicht erlernt, sondern nur vermittelt werden. Jedes Kind muss deshalb zu einem kritischen Hinterfragen angeregt werden. Nur so können die Heranwachsenden eine moralische Urteilsfähigkeit erlangen. Zentral dafür sind ein wertschätzendes Schulklima, eine liebevolle und konsequente Lehrperson und ein abwechslungsreicher Unterricht, der auf konstruktivistischen Erkenntnissen basiert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Wert, Norm, Tugend und Moral

2.2 Wertetheorie

2.3 Wertebildungsprozess

2.3.1 Werteerziehung

2.3.2 Moralerziehung

2.3.3 Wertekompetenz

2.3.4 Moralkompetenz

2.4 Werte im Wertewandel

2.5 Worauf es in der Werteerziehung ankommt

2.6 Modelle der Wertevermittlung und Werteerziehung

3. Entwicklungspsychologische Ansätze zur Moralerziehung

3.1 Der theoretische Ausgangspunkt

3.2 Die Stufen der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg

3.3 Erkenntnisse aus der Stufentheorie

3.4 Ziele der moralischen Erziehung

4. Sozialisation der Werteorientierung

4.1 Die Schule als Teil gesellschaftlicher Wertebildung

4.2 Bedingungen einer gelingen Werteerziehung

4.3 Formen der schulischen Wertebildung

4.4 Unterrichtsmethode VaKE

4.5 Konkrete Unterrichtsvorschläge zur Wertebildung und Werterziehung

5. Resümee

6. Ausblick und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Schulen und Lehrpersonen zur Wertevermittlung und moralischen Entwicklung von Kindern beitragen können, um sie zu mündigen Bürgern in einer pluralistischen Gesellschaft zu erziehen. Dabei wird analysiert, welche Bedingungen für eine gelingende Werteerziehung notwendig sind und welche methodischen Ansätze den Lernprozess stützen können.

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen der Moralentwicklung (insb. Lawrence Kohlberg).
  • Die Rolle der Schule als Sozialisationsinstanz und Raum für Wertebildung.
  • Der Einfluss von Schulkultur, Lehrperson und Unterricht auf die Werteorientierung.
  • Die konstruktivistische Unterrichtsmethode VaKE (Values and Knowledge Education).
  • Praktische Methoden zur Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit (z. B. Rituale, Rollenspiele).

Auszug aus dem Buch

Die romantische Erziehungsphilosophie

Die romantische Erziehungsphilosophie meint, dass das Gute im Menschen selbst angelegt ist und alles Böse von außen durch Beeinflussung an den Menschen herantritt (Standop, 2010a, S. 105). Die Vertreter und Vertreterinnen dieser Schule, unter anderem Maria Montessori, gehen von der Selbstbildung der moralischen Werte im Prozess des Heranwachsens aus (Hackl, 2011, S. 20). Dabei wird angenommen, dass die Werte schon immer in dem Kind vorhanden sind und nur noch erweckt werden müssen (Schubarth, Gruhne & Zylla, 2017, S. 76). Das Innere des Kindes spielt dabei eine tragende Rolle im Reifungsprozess. Das Kind, seine Rechte und seine Freiheit werden respektiert. Es erfolgt eine behutsame und fördernde Unterstützung natürlicher Reifungsprozesse des Kindes (Standop, 2010a, S. 105–106).

Dieser Ansatz weist jedoch eine Ambiguität auf, da vor allem darauf geachtet wird, was Kinder wollen. Dies muss jedoch nicht unbedingt dasjenige sein, was sie tatsächlich brauchen. Ferner wird aufgrund des Werterelativismus die Selbstverwirklichung wichtiger als die Hierarchie der Werte (Standop, 2010a, S. 106), da die persönlichen den sozialen Werten ebenbürtig sind (Schubarth, Gruhne & Zylla, 2017, S. 77).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Omnipräsenz von Wertefragen und die Notwendigkeit, Kinder zu mündigen Bürgern zu erziehen, wobei die Stufentheorie von Kohlberg und das VaKE-Modell als zentrale Bezugspunkte dienen.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Wert, Norm, Tugend und Moral, analysiert den Wertebildungsprozess und erörtert verschiedene pädagogische Modelle zur Wertevermittlung.

3. Entwicklungspsychologische Ansätze zur Moralerziehung: Hier werden die kognitiven Entwicklungskonzepte von Dewey, Piaget und insbesondere die Stufentheorie von Lawrence Kohlberg auf ihre Bedeutung für die Moralerziehung im schulischen Kontext hin untersucht.

4. Sozialisation der Werteorientierung: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle der Schule als sekundäre Sozialisationsinstanz, diskutiert notwendige Bedingungen für eine erfolgreiche Werteerziehung und stellt konkrete Methoden wie das VaKE-Modell, den Klassenrat und Service Learning vor.

5. Resümee: Die Autorin fasst zusammen, dass Lehrpersonen durch eine wertschätzende Schulkultur und methodische Vielfalt eine Schlüsselrolle bei der Begleitung moralischer Lernprozesse spielen, wobei die Eigenverantwortung des Kindes gewahrt bleiben muss.

6. Ausblick und kritische Würdigung: Das abschließende Kapitel fordert eine stärkere Implementierung konstruktivistischer Ansätze in den Unterricht und weist auf die Notwendigkeit hin, durch Forschung mehr empirische Belege für die schulische Wertepraxis zu generieren.

Schlüsselwörter

Werteerziehung, Wertebildung, Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg, schulische Sozialisation, konstruktivistische Pädagogik, VaKE, moralische Urteilsfähigkeit, Schulkultur, Lehrerrolle, Werteorientierung, Wertepluralismus, Wertekompetenz, Erziehungsphilosophie, Wertevermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Schulen und Lehrkräften bei der Werteerziehung und der Förderung der moralischen Entwicklung von Kindern im Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Begriffsdefinitionen von Moral und Werten, psychologische Stufenmodelle zur Moralentwicklung sowie praktische didaktische Ansätze zur schulischen Wertebildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erörtern, wie Schule einen Beitrag zur Werterziehung leisten kann, damit Kinder zu mündigen und moralisch urteilsfähigen Bürgern heranwachsen, ohne dass Schulen sie dabei ideologisch indoktrinieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Theorien sowie pädagogischer Fachdiskurse, um aktuelle Ansätze und konkrete Unterrichtsmodelle (wie VaKE) theoretisch zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Modelle, Begrifflichkeiten, Entwicklungspsychologie) und praxisorientierte Kapitel über Formen der schulischen Wertebildung, Bedingungen einer gelingenden Erziehung und konkrete Methoden wie Rituale oder das Rollenspiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Werteerziehung, moralische Entwicklung, Schule, Konstruktivismus, VaKE, Urteilsfähigkeit und soziale Kompetenz charakterisieren.

Warum spielt das konstruktivistische Modell eine so wichtige Rolle?

Das konstruktivistische Modell geht davon aus, dass Kinder Konstrukteure ihres eigenen Lernprozesses sind; Werte können daher nicht belehrend vermittelt, sondern müssen durch kritisches Hinterfragen selbst erarbeitet werden.

Welche Bedeutung hat das VaKE-Modell?

VaKE (Values and Knowledge Education) verknüpft kognitive Wissensvermittlung mit moralischer Erziehung, indem es Schülerinnen und Schüler durch Dilemma-Geschichten zu eigenständigen Entscheidungen und reflektiertem Diskutieren anregt.

Wie verändert sich die Rolle der Lehrperson in diesem Kontext?

Die Lehrperson fungiert nicht mehr als reine Wissensvermittlerin, sondern als Lernbegleiterin, die eine wertschätzende Umgebung schafft und als authentisches Vorbild für soziale Interaktion dient.

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Details

Title
Werteerziehung, Wertevermittlung und moralische Erziehung im schulischen Alltag
College
Pädagogische Hochschule Salzburg
Grade
1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
41
Catalog Number
V584675
ISBN (eBook)
9783346165381
ISBN (Book)
9783346165398
Language
German
Tags
Wert Werteerziehung Moral Moralerziehung Kohlberg Wertevermittlung Moralentwicklung Wertebildung Wertekompetenz Wertewandel in der Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Werteerziehung, Wertevermittlung und moralische Erziehung im schulischen Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584675
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