Finanzmanagement. Der innovative Verein. Wie kann sich ein Sportverein alternativ zum Sponsoring finanziell strukturieren?


Hausarbeit, 2019

15 Seiten, Note: 1,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis Report I und II

1 Einführung ins Thema

2 Ziel und Aufbau der Arbeit

3 Einführung Finanzierung

4 Finanzmanagement
4.1 Instrumente des Finanzmanagements
4.2 Ziele des Finanzmanagements
4.3 Prozess des Finanzmanagements
4.4 Arten des Finanzmanagements

5 Investition

6 Ziele der Finanzwirtschaft

7 Zahlungsverkehr

8 Sponsoring
8.1 Ziele des Sponsorings

9 Alternative Finanzierungsmodelle

10 Praxistransfer- Alternative Finanzierungsmöglichkeiten eines Sportvereins

11 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Schnittstellen des FInanzmanagements

Abbildung 2: Sponsorenpyramide

Abbildung 3: Eigen- und Fremdfinanzierung

Abbildung 4: Crowdfunding in Deutschland

1. Einführung Finanzmanagement

„Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen kann“ 1 Dieses Zitat von Cicero zeigt, welche große Bedeutung Geld aufweist, früher wie heute. Jeder benötigt Geld um zu überlegen, manche mehr manche weniger. Wenn dies gewährleistet ist, dann ist Geld eine Form von Luxus, bzw. kann sich von Geld ein gewisser Luxus erlaubt werden. Wie dieser aussieht bleibt jedem selbst überlassen. Für manche ist Luxus die schnellsten Autos zu fahren, die größten Boote über die Weltmeere zu fahren, die angesagtesten Markenklamotten zu tragen oder die schönste Villa in Monaco zu besitzen. Andere dagegen stellen sich mit einem Dach über dem Kopf, fließendes Wasser und einer Schlafmöglichkeit zufrieden.

Geld ist also unverzichtbar für jeden auf diesem Planeten. Doch wie gelangt man an Geld? Wie sieht die Finanzierung aus? Was ist eine Investition? All diese Themen und viele mehr werden unter dem Begriff Finanzmanagement zusammengefasst. Jeder hat den Begriff Finanzmanagement schon einmal gehört und kann sich darunter etwas vorstellen, doch was es genau ist und wie es funktioniert wird in diesem TDR versucht dem Leser näher zu bringen.

2. Ziel und Aufbau der Arbeit

Ziel dieser TDRs ist es einen Überblick über das Finanzmanagement zu geben, einen Einblick in das Sponsoring zu geben, alternative Finanzierungsarten für einen Sportverein aufzuzeigen und im Praxistransfer diese auf einen Sportverein anzuwenden.

Es sollen theoretische Ansätze des Finanzmanagements in die Praxis umgesetzt werden.

Der Aufbau des TDRs lässt sich anhand der Gliederung entnehmen.

3.Einführung Finanzierung

In diesem Kapitel soll eine Einführung über den Begriff der Finanzierung gegeben werden und die finanzwirtschaftlichen Funktionen erläutert werden.

Wirtschaftliche Funktionen lassen sich in drei Kategorien einteilen.

1. Finanzierung= Kapitalbeschaffung
2. Investition= Kapitalverwendung
3. Zahlungsverkehr= Kapitalverwaltung

„Die finanzwirtschaftlichen Funktionen geben Aufschluss darüber, auf welche Arten die Zahlungsströme des Unternehmens bewirkt und abgewickelt werden können.“2

3.1 Finanzierung:

Das Kapital ist zur Leistungserstellung und zur Leistungsverwertung erforderlich. Diese Beschaffung von Kapital wird Finanzmanagement genannt und bezieht sich auf alle Maßnahmen der Beschaffung von Geld und geldwerten Gütern:

- Geld
- Sachgüter
- Rechte

Art und Umfang des beschaffenen Kapitals wird auf der Passiv-Seite der Bilanz festgehalten. Dagegen lässt die Aktiv-Seite der Bilanz erkennen, welche Arten von Gütern mit dem von den Kapitalgebern bereitgestellten Kapital beschaffen wurden. Finanzierung lässt sich in verschiedene Kriterien einteilen:

- Finanzierung mit unterschiedlichen Zwecken
- Finanzierung mit unterschiedlichen Kapitalarten
- Finanzierung mit unterschiedlicher Kapitalherkunft
- Finanzierung mit unterschiedlichen Fristigkeiten
- Finanzierung aus unterschiedlichen Anlässen

Finanzierunrung mit unterschiedlichen Zwecken

Die Finanzierung kann unterschiedliche Zwecke verfolgen und dient beispielsweise der Beschaffung von Gütern. Einteilen lässt sie sich in Neufinanzierung, Umfinanzierung, Prolongation, Substitution und Transformation.

Finanzierung mit unterschiedlichen Kapitalarten

Mit unterschiedlichen Kapitalarten ist hierbei die Unterscheidung zwischen Finanzierung mit Eigenkapital und die Finanzierung mit Fremdkapital gemeint.

Finanzierung mit unterschiedlicher Kapitalherkunft

Hierbei wird zwischen Innenfinanzierung und Außenfinanzierung unterschieden. Zur Innenfinanzierung gehört die Finanzierung aus Umsatzerlösen und die Finanzierung aus sonstigen Kapitalfreisetzungen

Finanzierung mit unterschiedlichen Fristigkeiten

Es wird unterschieden zwischen einer unbefristeten Finanzierung und einer befristeten Finanzierung. Die befristete Finanzierung kann in eine kurzfristige, mittelfriste und eine langfristige Finanzierung eingeteilt werden. Die kurzfriste Finanzierung hat eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, die mittelfristige Finanzierung besitzt eine Laufzeit von einem bis hin zu fünf Jahren und alles über fünf Jahre ist eine langfristige Finanzierung.

Finanzierung aus unterschiedlichen Anlässen

Entweder es ist eine laufende Finanzierung, oder eine besondere Finanzierung. Die besondere Finanzierung lässt sich aufteilen in verschiedene Bereiche. Diese wären: Gründung, Kapitalerhöhung, Kapitalherabsetzung, Umwandlung, Fusion und Liquidation.

4. Finanzmanagement

4.1 Instrumente des Finanzmanagements

Im Finanzmanagement muss man zwischen vier verschiedenen Entscheidungsarten unterscheiden.

1.Finanzstrukturrelevante Entscheidungen:

Diese werden mit den Instrumenten der Finanzanalyse, einem langfristigen Finanzplan und einer optimalen Finanz- und Kapitalstruktur getroffen.

2. Finanzdispositionsrelevante Entscheidungen:

Die Instrumente dazu sind die kurzfristige Finanzplanung, die operative Kassenhaltung und das Cash-Management.

3.Finanzrisikorelevante Entscheidungen:

Die finanzrisikorelevanten Entscheidungen werden mit Hilfe von sogenannten Risk Maps und Risikosimulationen gelöst

4. Wertorientierte Entscheidungen

Mit Hilfe von Unternehmensbewertungsverfahren3

4.2 Ziele des Finanzmanagements:

Die Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung und die Erhaltung der Liquidität, die Maximierung der Rentabilität ( Eigenkapital,- und Gesamtkapitalrentabilität) und die Optimierung der Rendite-Risiko-Position eines Unternehmens.

4.3 Prozess des Finanzmanagements

Der klassische Prozess des Finanzmanagements ist in fünf Schritte aufgeteilt:

1. Bedarfsentwicklung (Kapitalbedarf)
2. Bedarfsdeckung (Finanzierung)
3. Kapitalallokation (Investition)
4. Kontrolle der Kapitalverwendung
5. Freisetzung finanzieller Mittel (Desinvestition)4

4.4 Arten des Finanzmanagements

Es wird zwischen zwei Arten des Finanzmanagements unterschieden. Die eine ist das strategische Finanzmanagements, welches sich durch eine langfristige Planung, Steuerung und Kontrolle der Erfolgs- und Risikopositionen eines Unternehmens ausgezeichnet wird. Der andere Teil ist das operative Finanzmanagement. Dieses zeichnet sich vor allem durch die Liquiditätssicherung aus, um einen reibungslosen Ablauf der betrieblichen Transformationsprozesse zu gewährleisten.

Abbildung 1: Schnittstellen des Finanzmanagements

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Grafik veranschaulicht das Finanzmanagement mit seinen verschiedenen Schnittstellen. Diese sind die Liegenschaften, die Konzernentwicklung, M and A, die Steuern, das Controlling, die Rechtsabteilung, die Verischerung und das Rechnungswesen.5

5. Investition

„Unter Investition versteht man die Verwendung von Kapital, das heißt die langfristige Bindung finanzieller Mittel in Vermögenswerte.“6

Die Kapitalverwendung wird als Investition bezeichnet. Die Bindung des Kapitals erfolgt in Sachgütern oder Rechten. Die Investition lässt sich einteilen in objektbezogene Investition und wirkungsbezogene Investition. Dabei gliedert sich die objektbezogene Investition in Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen und immaterielle Investitionen. Darüber hinaus gibt es noch die wirkungsbezogenen Investitionen. Diese lassen sich einteilen in Nettoinvestitionen, zu denen die Gründungsinvestitionen und die Erweiterungsinvestitionen zählen, und die Reinvestitionen. Zu den Reinvestitionen zählen Ersatzinvestitionen, Rationalisierungsinvestitionen, Umstellungsinvestitionen, Diversifizierungsinvestitionen und Sicherungsinvestitionen.

6 Ziele der Finanzwirtschaft

Die finanzwirtschaftlichen Ziele lassen sich auf Rentabilität, Liquidität, Sicherheit, Unabhängigkeit und wertorientierte Ziele herunterbrechen. Bei der Rentabilität sind die Rentabilitätskennzahlen und der Leverage-Effekt von großer Bedeutung. Bei der Liquidität ist die Liquidität als Zahlungsfähigkeit von großer Bedeutung, genau so die Kennzahlen der statischen Liquiditätsanalyse und die Kennzahlen der dynamischen Liquiditätsanalyse. Beim Punkt Sicherheit sollten die möglichen Risiken vorher herausgefunden werden und ein stabiles Risikomanagement vorhanden sein, die Gegenpreisrisiken und die Marktpreisrisiken sollten beachtet werden und es sollt ein Auge auf die Liquiditäts- und auch die operationellen Risiken geworfen werden.

7 Zahlungsverkehr

Beim Zahlungsverkehr lassen sich verschiedene Zahlungsmittel finden. Diese wären Bargeld, Buchgeld und Geldersatzmittel. Der Unterschied zwischen Bargeld und Buchgeld ist, dass Bargeld ein gesetzliches Zahlungsmittel (Banknoten, Münzen) ist und Buchgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, jedoch in der Praxis eine größere Bedeutung hat. Ein Geldersatzmittel ist ebenfalls kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern viel mehr eine Hilfszahlung. Der Zahlungsverkehr lässt sich nochmals in den Barzahlungsverkehr, den halbbaren Zahlungsverkehr und den bargeldlosen Zahlungsverkehr einteilen.

8 Sponsoring

Unter Sponsoring ist im Allgemeinen die Zuwendung marktgerechter und geplanter Dienstleistungen (Know-how) sowie Finanz- und/oder Sachmittel durch private Personen oder Unternehmen (die Sponsoren) an eine einzelne Person, eine Personengruppe, eine Institution oder Organisation (die Gesponserten) zu verstehen.“7

8.1 Ziele des Sponsorings

Ökonomische Ziele

Hierbei stehen Umsatz- und Absatzziele im Vordergrund sowie die Steigerung der Markenwerte und Marktanteile. Es lassen sich jedoch aus den Zielen keine unmittelbaren Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge herstellen, sodass sie für die Praxis eine untergeordnete Rolle spielen.

Psychologische Ziele

Die Steigerung des Bekanntheitsgrads von Marken, Imageprofilierung, die Ansprach spezieller Zielgruppen und Steigerung der Mitarbeitermotivation und Identifikation sind von großer Bedeutung.

Erfolgskontrolle des Sponsorings

Eine Beurteilung der Kosten-Nutzen-Relation der Sponsorships ist zur Erfolgskontrolle unverzichtbar. Dabei ist zwischen Prozess-, Effektivitäts- und Effizienzkontrollen zu unterscheiden.

Prozesskontrolle:

Hierbei steht im Mittelpunkt die Kontrolle der Ablaufprozesse bei der Durchführung von Sponsorships. Methoden wie Netzpläne, Checklisten und andere Verfahren werden zur Kontrolle der Ablaufprozesse eingesetzt.

[...]


1 Cicero

2 Becker, Investition und Finanzierung, S. 27

3 Vgl. Siefl, Finanzmanagement, S.92

4 https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/finanzmanagement-32732

5 http://www.dual-student.de/wp-content/uploads/2012/12/SchnittstellenFinanzmanagement.jpg

6 Becker, Investition und Finanzierung, S.37

7 https://www.rechnungswesen-verstehen.de/bwl-vwl/marketing/sponsoring.php#Definition_vom_Sponsoring

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Finanzmanagement. Der innovative Verein. Wie kann sich ein Sportverein alternativ zum Sponsoring finanziell strukturieren?
Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin
Note
1,1
Autor
Jahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V584800
ISBN (eBook)
9783346170897
ISBN (Buch)
9783346170903
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Hausarbeit in BWL: Investition und Finanzierung (Finanzmanagment) in der Sport- und Eventbranche (BWL)
Schlagworte
Finanzmanagement, Investition, Finanzierung, BWL, Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Sport-und Eventmanagement, Sportmanagement, Eventmanagement, Hochschule, Diplom, Hausarbeit, Universität
Arbeit zitieren
Paul Friedrich (Autor), 2019, Finanzmanagement. Der innovative Verein. Wie kann sich ein Sportverein alternativ zum Sponsoring finanziell strukturieren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584800

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