Bei der Vergabe von Krediten spielt die Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers sowie eine Risikobeurteilung durch den Kreditgeber eine signifikante Rolle. Die Prüfung und Analyse der Kreditwürdigkeit vor der Vergabe des Kredits, insbesondere auch während der Kreditlaufzeit, zählt zu den wichtigsten Aufgaben von Banken bei der Kreditvergabe.
Wie die Finanzkrise im Jahr 2008 und der damit verbundene Zusammenbruch des Immobilienmarktes gezeigt hat, wurde die kontinuierliche Überwachung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners während der Kreditlaufzeit oft ignoriert. Das Ausfallrisiko wurde letztendlich nicht beachtet. Somit mussten die Kreditinstitute Forderungen abschreiben, was zu hohen Verlusten führte. Ein erhöhtes Risikobewusstsein der Darlehensgeber mit zurückhaltender Bereitschaft Kredite zu vergeben war die Folge.
Noch vor der globalen Finanzkrise spielten - aufgrund des starken Konkurrenzkampfes -vertragliche Schutzmechanismen und Nebenabreden, sogenannte Covenants eine untergeordnete Rolle.
Doch aufgrund vieler Insolvenzen von bekannten Banken sowie finanziellen Verlusten in Millionenhöhe, sind Kreditinstitute heute wieder stark daran interessiert, das Kreditausfallrisiko zu minimieren. Des Weiteren gehört der klassische Kredit bei mittelständischen Unternehmen zu einer der wichtigsten Finanzierungsformen. Weshalb zu erwarten ist, dass der Gläubigerschutz durch Covenants im Kreditvergabeprozess bedeutend an Zuwachs gewinnen wird.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik
2 Grundlagenteil und theoretische Fundierung
2.1 Definition Covenants
2.2 Covenants Arten
2.2.1 General Covenants
2.2.2 Information Covenants
2.2.3 Financial Covenants
3 Covenants in Kreditverträgen
3.1 Vorteile der Covenants für Gläubiger
3.2 Funktionen von Covenants
3.2.1 Steuerungsfunktion
3.2.2 Ertagsfunktion
3.3 Nachteile der Covenants für Gläubiger
3.4 Konsequenzen / Sanktionen bei Bruch
4 Covenants in der Praxis
4.1 Einsatz von Covenants bei Kreditinstituten
4.2 Einsatz aus Sicht der Kreditnehmer
5 Schluss/ Fazit und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
7 Internetverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind Covenants in Kreditverträgen?
Covenants sind vertragliche Nebenabreden oder Schutzklauseln, die den Kreditnehmer zu bestimmten Handlungen oder dem Einhalten von Finanzkennzahlen verpflichten.
Welche Arten von Covenants gibt es?
Man unterscheidet primär zwischen General Covenants, Information Covenants und Financial Covenants (Finanzkennzahlen).
Warum sind Covenants für Banken wichtig?
Sie dienen der Minimierung des Kreditausfallrisikos und ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Zahlungsfähigkeit des Schuldners während der Laufzeit.
Welche Konsequenzen hat ein Covenant-Bruch?
Ein Bruch kann zu Sanktionen führen, wie z. B. höheren Zinsen, Nachbesicherungspflichten oder im schlimmsten Fall zur Kündigung des Kredits.
Wie beeinflusste die Finanzkrise 2008 den Einsatz von Covenants?
Nach der Krise stieg das Risikobewusstsein der Banken, weshalb Covenants heute eine deutlich zentralere Rolle im Gläubigerschutz spielen als zuvor.
Welche Vorteile haben Covenants für den Gläubiger?
Sie besitzen eine Steuerungsfunktion und Ertragsfunktion, indem sie frühzeitig Warnsignale bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Kreditnehmers liefern.
- Arbeit zitieren
- M. Frank (Autor:in), 2020, Covenants in Kreditverträgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584867