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Die Ausstellung 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944'

Entstehung, Durchführung und Rezeption in Wissenschaft, Öffentlichkeit und Geschichtspolitik

Titel: Die Ausstellung 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944'

Seminararbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.Litt M.A. Robert Samuel Langner (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden der vorliegenden Schwerpunktseminararbeit soll der Versuch unternommen werden auf vergleichsweise wenig Raum für tiefgreifende Ausführungen nachzuvollziehen, woraus sich zunächst die Motivationslage beziehungsweise die fachliche Notwendigkeit in der Geschichtswissenschaft für eine solche Ausstellung mit diesem Thema zusammensetzt. Was waren die gemeinsamen Ziele der beteiligten Forscher und Wissenschaftler?

Zu Beginn wird die Motivation und fachliche Notwendigkeit für eine solche Ausstellung in der Geschichtswissenschaft erörtert. Die gemeinsamen Ziele der beteiligten Forscher und Wissenschaftler werden skizziert.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Realisierung der Ausstellung. Hier wird beleuchtet, wie die notwendigen Bildquellen erschlossen wurden, welche Art von Bildern verwendet wurde und wer die Urheber dieser Fotografien waren. Ebenso wird die Zielgruppe der Ausstellung und deren Zweck näher betrachtet.

Die beiden letzten Kapitel befassen sich mit der medialen und diskursiven Rezeptionsgeschichte. Es wird untersucht, wie die deutsche Medienlandschaft und die Öffentlichkeit auf die Ausstellung reagiert haben. Auch die historisch-wissenschaftliche Kontroverse und die geschichtspolitische Debatte, die im In- und Ausland ausgelöst wurden, werden analysiert. Es wird hinterfragt, was die anfängliche Kontroverse auslöste und warum darüber berichtet wurde.

Abschließend wird auf die Kritik aus Fachkreisen an der Ausstellung eingegangen. Es werden die Vorwürfe gegen die Aussteller beleuchtet und hinterfragt, ob die Ausstellung den geschichtswissenschaftlichen Mindeststandards gerecht wurde. Die fortwährende Debatte und wiederkehrende Argumente, die bis heute im Kontext der Wehrmachtausstellung auftauchen, werden kritisch betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Motivation und thematisch-methodische Planungsgeschichte der Ausstellung

2. Erstellung und Durchführung der Wanderausstellung

3. Mediale und diskursive Rezeptionsgeschichte

4. Historisch-wissenschaftliche Kontroversen und geschichtspolitische Debatte

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte, Durchführung und Rezeption der Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie das Hamburger Institut für Sozialforschung das Thema Wehrmachtsverbrechen konzeptionell und methodisch aufbereitete, welche Rolle mediale Diskurse für die öffentliche Wahrnehmung spielten und wie die wissenschaftlichen sowie geschichtspolitischen Kontroversen die deutsche Erinnerungskultur nachhaltig prägten.

  • Genese und methodische Konzeption der Wehrmachtsausstellung
  • Die Bedeutung von Bildquellen als zeithistorische Dokumente
  • Der mediale Diskurs und die öffentliche Meinungsbildung
  • Wissenschaftliche Kritik und die Rolle der Historikerkommission
  • Die Auswirkungen auf die deutsche Gedenk- und Erinnerungskultur

Auszug aus dem Buch

2. Erstellung und Durchführung der Wanderausstellung

Im nächsten Schritt folgten die Recherche und die Suche nach zu zeigendem Material. Welche Arten von historischen Quellen geeignet waren und wie sie methodisch-didaktisch in ein kohärentes, schlüssiges und nachvollziehbares Bild zusammengefügt werden könnten, welches einer kritischen Überprüfung standhalten würde, zeigte sich, wie so oft, erst im Verlauf des Forschungsprozesses. Dieses Bild sollte sich gleichzeitig aus Fotografien, persönlichen Briefen und Erinnerungen, wie zum Beispiel Tagebucheinträgen und Prozessakten zusammensetzen, die das Geschehen quellenbasiert und juristisch aufbereitet präsentieren sollten.

Es wurde bewusst darauf verzichtet, die Ausstellung auf die offiziellen Aktenbestände der Wehrmacht oder das Foto- und Filmmaterial, das im Bundesarchiv in Koblenz zur Verfügung stand, zu stützen, weil es der Öffentlichkeit erstens bereits weitgehend bekannt war und sich zweitens in der überwältigenden Mehrheit aus Aufnahmen der Propagandakompanien zusammensetzte. Sie waren zum einen quantitativ begrenzt und qualitativ an die Richtlinien der übergeordneten militärischen, wie politischen Führung gebunden. Sie stellten den Krieg aus einer ideologisch und propagandistisch voreingenommenen und verstellten Sichtweise dar, die zensiert und verkürzt war. Dass lediglich 40 Bilder von 900.000 überlieferten Einzelaufnahmen aus den Beständen der Bildberichterstatter der Wehrmacht verwendet wurden, belegt dies. Bei den gezeigten Fotos handelt es sich mehrheitlich um Privataufnahmen deutscher Soldaten während ihres Fronteinsatzes in der Sowjetunion beziehungsweise im serbischen Teil Jugoslawiens.

Laut den Initiatoren des Projekts kommen den Fotos als zeithistorische Dokumente zwei Bedeutungen zu: Zum einen sind sie in der Lage, schriftliche Quellen zu stützen und das in ihnen erwähnte oder angedeutete Geschehen optisch zu belegen. Dazu wurden Fotografie und Schriftquellen lokal, zeitlich und personell interdependent aufeinander bezogen, konnten allerdings durch die klare Identifizierung und historische Einordnung für sich alleine stehen, um Gültigkeit als Beleg zu erlangen. Auf diese Weise kommt der Ausstellung eine weitere Dimension zu und der Adressat, die breite Öffentlichkeit, erhält einen weiteren wichtigen informativen Zugang zur Problematik Verbrechen der Wehrmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die Entstehung und Rezeption der Wehrmachtsausstellung wissenschaftlich zu analysieren und die zentrale Rolle der Wehrmacht innerhalb der nationalsozialistischen Verbrechen aufzuzeigen.

1. Motivation und thematisch-methodische Planungsgeschichte der Ausstellung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe der Initiatoren des Hamburger Instituts für Sozialforschung sowie die Suche nach neuen Wegen der Vermittlung historischer Gewaltforschung jenseits klassischer Publikationsformen.

2. Erstellung und Durchführung der Wanderausstellung: Hier wird der Auswahlprozess der Quellen – insbesondere der Verzicht auf offizielle Propagandafotos zugunsten privater Aufnahmen – und die organisatorische Umsetzung der Wanderausstellung detailliert dargestellt.

3. Mediale und diskursive Rezeptionsgeschichte: Das Kapitel analysiert die enorme mediale Resonanz und die gesellschaftliche Debatte, die durch die Ausstellung angestoßen wurde, und beleuchtet die Rolle der Medien bei der Konstruktion öffentlicher Wirklichkeit.

4. Historisch-wissenschaftliche Kontroversen und geschichtspolitische Debatte: Hier stehen die fachliche Kritik an der Ausstellung, die Arbeit der Historikerkommission sowie die Auseinandersetzung um wissenschaftliche Standards und historische Fakten im Vordergrund.

Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Ausstellung als Katalysator für eine vertiefte gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und dem eigenen Geschichtsverständnis zusammen.

Schlüsselwörter

Wehrmachtsausstellung, Vernichtungskrieg, NS-Verbrechen, Geschichtspolitik, Hamburger Institut für Sozialforschung, Historikerkommission, Wehrmacht, Erinnerungskultur, mediale Rezeption, Fotodokumentation, Zweiter Weltkrieg, Täterperspektive, Gewaltforschung, deutsche Geschichte, NS-System.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, der inhaltlichen Ausrichtung sowie der medialen und wissenschaftlichen Rezeption der „Wehrmachtsausstellung“ der 1990er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Wehrmacht bei NS-Verbrechen, die methodische Aufbereitung historischer Quellen in Ausstellungen und die geschichtspolitische Bedeutung dieser Auseinandersetzung für die deutsche Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie die Ausstellung konzipiert wurde, warum sie eine so heftige gesellschaftliche Debatte auslöste und welche Lehren daraus für die deutsche Erinnerungskultur gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise und stützt sich auf die Ergebnisse der Historikerkommission sowie die Analyse zeitgenössischer Presseberichterstattung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Planungsgeschichte, die methodische Erstellung der Ausstellung, die mediale Resonanzgeschichte und die wissenschaftliche Aufarbeitung der gegen das Projekt erhobenen Kritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wehrmachtsausstellung, Vernichtungskrieg, NS-Verbrechen, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik charakterisiert.

Warum war die Auswahl der Fotos für die Ausstellung so umstritten?

Die Kritik entzündete sich an der Frage der Authentizität, der Einordnung der Bilder und dem Vorwurf, dass durch eine suggestive Präsentation wissenschaftliche Standards teilweise verletzt worden seien.

Welche Bedeutung hatte das mediale Interesse für den Erfolg der Ausstellung?

Das mediale Echo fungierte als Katalysator: Obwohl die Ausstellung ursprünglich ein Nischenthema der Geschichtswissenschaft war, machte die breite Berichterstattung – insbesondere nach den Konflikten in München – sie zu einem zentralen Gegenstand der geschichtspolitischen Debatte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ausstellung 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944'
Untertitel
Entstehung, Durchführung und Rezeption in Wissenschaft, Öffentlichkeit und Geschichtspolitik
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung Mittel- und Osteuropas)
Veranstaltung
Deutsche Besatzungspolitik in Polen und der UdSSR, 1939-1945
Note
1,0
Autor
M.Litt M.A. Robert Samuel Langner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V584920
ISBN (eBook)
9783346171054
ISBN (Buch)
9783346171061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wehrmachtausstellung Wehrmacht Deutsche Wehrmacht Vernichtungskrieg Rassekrieg Rasseideologie Rassismus Geschichtsforschung Geschichtspolitik Museumspädagogik Debatte Debattenkultur Öffentlichkeit HIstoriker Historikerkommission Zweiter Weltkrieg Jugoslawien Partisanenkrieg Serbien Weißrussland Reichskommissariat Ostland Reichskommissariat Ukraine Völkermord Holocaust Shoah Porajmos Medien Printmedien Erinnerungskuktur Legendenbildung Mythen Saubere Wehrmacht Sowjetunion Verbrannte Erde 1939 1945 1941 1940
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Litt M.A. Robert Samuel Langner (Autor:in), 2019, Die Ausstellung 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584920
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Leseprobe aus  25  Seiten
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