Die Ostalgische Wahrnehmung der Elterngeneration ab der Wende und die sich daraus entwickelnde Mauer zwischen Eltern- und Kindergeneration

Anhand von "Das Paradies. Meine Jugend nach der Mauer" von Andrea Hanna Hünniger


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ostalgie
1.2 Ursachen und Probleme der Ostalgie
1.3 Westalgie

2. Das Erleben der Wende für Ostdeutsche – wie einheitlich ist Deutschland?
2.1 Veränderungen nach der Wende aus Sicht der „Kinder der DDR“Wandel von 1989 bis heute
2.2 Heutige Situation

3. Ostalgie im Buch – persönliche Erfahrungen eines „Wende-Kindes“

4. Fazit und Anmerkungen

5. Bibliographie

1 . Einleitung

Laut Definition aus dem Online-Duden ist Ostalgie ein feminines Substantiv, das die „Sehnsucht nach [bestimmten Lebensformen] der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)“1 beschreibt. Wie aber ist die Ostalgie, die Nostalgie nach dem Leben in einer Diktatur, entstanden, was sind ihre Ursachen? Wie verhält es sich in den Eltern- und Kindergenerationen mit ihrem Verständnis der DDR?

Um das zu untersuchen, möchte ich zunächst den Begriff der Ostalgie, Ursachen und Probleme der Ostalgie und damit zusammenhängend den Begriff der Nostalgie erklären. Anschließend werde ich auch auf den Begriff der Westalgie eingehen, das Gegenphänomen, sowie die Veränderungen nach der Wende aus Sicht der Ostdeutschen. Hierbei gehe ich sowohl auf den Wandel der Verhältnisse für die Generation ein, die 1989 noch Kinder und Jugendliche waren, als auch auf noch heute bestehende Unterschiede zwischen Ost und West. Dabei gehe ich sowohl auf eine Studie des Leipziger Jugendforschungsinstitutes ein, als auch auf die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes und andere Quellen.

Um mehr persönliche Erfahrungen der Betroffenen einzubeziehen, habe ich den autobiografischen Roman* „Das Paradies – meine Jugend nach der Mauer“ von Andrea Hanna Hünniger unter dem Gesichtspunkt der Ostalgie untersucht und mithilfe dieses Buches auch meine These aufgestellt: Der Fall der Mauer zwischen West- und Ostdeutschland 1989 geht mit einer ideologischen Spaltung zwischen Eltern- und Kindergeneration der Ostdeutschen einher.

Ich habe mich demnach besonders mit den sozialen und kulturellen Differenzen beschäftigt, die zwischen den Bürgern der verschiedenen Altersgruppen der ehemaligen DDR nach dem Mauerfall entstanden sind, wie sie in den Erinnerungen der Protagonistin zu bemerken sind sowie inwiefern die Elterngeneration in Hünnigers „Paradies“ von Ostalgie betroffen ist.

1.1 Ostalgie

Das Wort „Ostalgie“ ist ein Kofferwort aus „Ost(deutschland) und Nostalgie“2. Der Begriff wird Uwe Steimle zugeschrieben, ein in der DDR aufgewachsener Kabarettist sächsischer Mundart, der beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) auch in einem von ihm benannten Fernsehprogramm namens „Ostalgie“ auftrat.

Der Begriff „Nostalgie“ beschreibt eine von Sehnsucht erfüllte Stimmung, die von Unzufriedenheit am Status quo ausgelöst wird, und sich in der erneuten Orientierung zu einer vergangenen, in der Vorstellung verklärten Zeit äußert, deren Merkmale wieder belebt werden.

Mit Ostdeutschland bzw. dem Osten wird im Zusammenhang mit der Ostalgie der östliche Teil Deutschlands gemeint(die heutigen „neuen Länder“: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Ostberlin), der seit dem Ende des Krieges 1945 zunehmend vom Westen Deutschlands abgegrenzt wurde und seit dem 7.10.1949 als Deutsche Demokratische Republik (DDR) unter der marxistisch-leninistischen Kaderpartei Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) geführt wurde. Am 3.10.1990 kam es nach der sogenannten friedlichen Revolution zur offiziellen Einheit Deutschlands.

Die Ostdeutschen haben oft das genannte nostalgische Gefühl im Hinblick auf ihre Vergangenheit in der Diktatur entwickelt. Obwohl direkt nach dem Mauerfall zunächst viele Gegenstände, darunter auch Möbel und sogar Bücher, die an die DDR erinnerten, aussortiert wurden, entstand in den 1990er Jahren eine Erinnerungskultur unter Ostdeutschen, in der ehemalige DDR-Produkte, Anekdoten und Symbole eine wiederauflebende Publizität erlebten, teils sogar in „DDR-Shows“, wie es sie noch 2003 bei dem privaten Fernsehsender RTL Television gab und auch auf eigenen Online-Versandseiten. Somit entwickelte sich der Begriff der Ostalgie, der diese spezielle Nostalgie zu etikettieren vermochte.

1.2 Ursachen und Probleme der Ostalgie

Die fundamentale Ursache für die Entstehung der Ostalgie war mit Sicherheit der Identitätsverlust der ehemaligen DDR-Bürger nach der Deutschen Wiedervereinigung, der wiederum als Auslöser den Zusammenbruch und die Abwertung des ostdeutschen Wertesystems hatte.

Auch die vielen, unerfüllten Erwartungen der ehemaligen DDR-Bürger, die mit der Einheit einhergingen, wie die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage mit Einführung des Kapitalismus, schwangen mit der nachlassenden Wirtschaftsentwicklung und der hohen Arbeitslosigkeit im Osten in Verbitterung um.

Die Abstiegsängste bzw. sogar der tatsächliche soziale Abstieg, der dem Mauerfall im Leben vieler Ostdeutscher folgte, bewirkte die Verharmlosung der DDR sowie die Sehnsucht nach den alten Verhältnissen. Die Probleme des Staates wurden ausgeblendet.

Wie es Rolf Schneider 1991 im „Spiegel“ ausdrückte: die Nostalgie nach der DDR würde befeuert von „Arbeitslosigkeit, westlichem Besitzegoismus, brutalem Verdrängungswettbewerb und fahrlässigen Politiker-Versprechungen[...]. “3

Jeder DDR-Bürger hatte früher laut Verfassung das Recht auf einen Arbeitsplatz, dieses Versprechen konnte die deutsche Einheit wider Erwarten mancher Ostdeutscher nicht einlösen. Großbetriebe waren teils nicht mehr konkurrenzfähig, was unter anderem zu dem massivem Arbeitsplatzverlust führte.

Es entstanden Erinnerungen an „gute alte Zeiten“, wie sie so nicht wahrheitsgemäß abgelaufen sind, wie Rolf Schneider sagte: „[...] es entsteht das Bild einer DDR, die so nie existiert hat“4. Auch die Tatsache, dass es sich bei der „Deutschen Demokratischen[sic!] Republik“ keinesfalls um Demokratie handelte, sondern um eine Diktatur, wird scheinbar außer Acht gelassen. Die Diktatur der Vergangenheit wird durch Ostalgie zum harmlosen, sozialistischen Staat verklärt.

Wie die Autorin Claudia Rusch während einer Podiumsdiskussion im Januar 2004 in Berlin zusammenfasste: „Ostalgie wird wichtig, weil der ostdeutsche Alltag nicht in den Medien auftaucht. Und man erinnert sich lieber an Pittiplatsch als an Mauertote." 5

Zusammenfassend ist die Erinnerungsarbeit in Bezug auf die Geschichte des geteilten Deutschlands wohl deshalb so schwierig, weil das Selbstverständnis der DDR-Geschichte selbst unter Ostdeutschen gespalten ist. Die Mehrheit der DDR-Bürger war weder Täter als Staatssicherheits-Mitglied, noch Opfer der Unterdrückung und Verfolgung durch ebendiese Institution.

Erinnert man sich an die gesamte deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, wirkt die DDR für manch einen vergleichsweise harmlos. Es gab, anders als im Dritten Reich, keinen Völkermord, keine Konzentrationslager und es gab auch keinen Weltkrieg. Doch das „Ministerium für Staatssicherheit“ und damit verbundene Repression, „Zersetzungsmaßnahmen“, Verhaftungen, die Gleichschaltung der Institutionen, die zahlreichen Mauertoten geraten in Vergessenheit.

Auch das fehlende Wissen unter Jugendlichen heutzutage beflügelt das Herunterspielen der DDR- Vergangenheit. Laut einer Studie vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin, bei der 5200 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren in Bayern, Brandenburg, Nordrhein- Westfalen und Berlin befragt wurden, wussten die meisten Schüler nicht, wer 1961 die Mauer errichtete. Mehr als die Hälfte der Schüler, wobei es in Ostdeutschland weniger waren, als in Westdeutschland, bejahten auch die Aussage, dass die DDR keine Diktatur gewesen sei, man habe sich nur wie überall anpassen müssen. Des weiteren konnten viele nicht die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur benennen, weshalb die Wissenschaftler dazu aufforderten, die deutsche Nachkriegsgeschichte stärker in die Lehrpläne einzubinden.

Oft wird ostdeutschen Jugendlichen, die nach dem Zusammenbruch der DDR geboren wurden, von ihren Eltern das Gefühl der DDR-Nostalgie mitgegeben und daher lobten in der Umfrage viele Enkel und Kinder der Ostdeutschen die soziale Unterstützung in der DDR. Klaus Schroeder, der die Studie veröffentlicht hatte, stellte im Interview mit dem „Spiegel“ klar, dass die SchülerInnen nur das „letzte Glied in der Kette der Verklärung und Verharmlosung"6 seien, da sie das Wissen über die DDR zu großen Teilen von Eltern und Lehrern bezögen.

1.3 Westalgie

Als entgegengesetzte Erscheinung zur Ostalgie gibt es die „Westalgie“, offensichtlich ebenfalls ein Kofferwort. Hier tragen sicherlich die Transferleistungen für die „undankbaren Jammer-Ossis“7 einen bedeutenden Teil zur Entstehung des Gegenphänomens Ostalgie bei. Im Gegenzug dazu werden Westdeutsche teils als „Besserwessis“ oder „Verräter-Wessis“ bezeichnet. Der Begriff Verräter-Wessis entstand, weil 1952 durch die sogenannte „Stalin-Note“ in den Augen so mancher Gegner der Adenauer- Politik eine Chance zur Wiedervereinigung Deutschlands verpasst worden sei. Adenauer trage als Stellvertreter Westdeutschlands die Schuld.

So gibt es nach wie vor Vorurteile, Unverständnis und Ignoranz auf beiden Seiten der früheren deutsch- deutschen Grenze.

2. Das Erleben der Wende für Ostdeutsche – wie einheitlich ist Deutschland?

2.1 Veränderungen nach der Wende aus Sicht der „Kinder der DDR“: Wandel von 1989 bis heute

Das Leipziger Jugendforschungsinstitut bekommt im Herbst 1987 von der DDR-Regierung den Auftrag, eine Studie zu beginnen, die den Standpunkt der Jugendlichen zum Sozialismus aufzeichnen soll.

1988 waren 76% der StudienteilnehmerInnen überzeugt davon, dass dem Sozialismus die Zukunft gehöre. 1989 waren dies nur noch 60%. Wie der Studienleiter Dr. Hendrik Berth klarstellt, würden diese Zahlen natürlich auch vom Alter der Probanden beeinflusst. Zum einen käme mit zunehmendem Alter eine kritischere Haltung zu politischen Fragen, als auch der Mut, Kritik zu üben. Des weiteren könnten diese Zahlen auch als Beginn der Wende interpretiert werden.

Zur Zeit des Mauerfalls sind die Befragten 16 Jahre alt. Erste Begegnungen mit der BRD werden von ihnen als sehr aufregend beschrieben. Eine der Befragten schrieb: „Wahnsinn! Das ist schon eine andere Welt da drüben. Dieser Tag war wie eine Wiedergeburt.“8

Die Befragten erzählen in einer Dokumentation des Fernsehsenders Phoenix zu der Studie auch von den Reaktionen ihrer Eltern. Darunter ist auch eine Teilnehmerin, die vom ersten, bedeutungsvollen Zusammenprall ihrer Mutter mit den neuen Möglichkeiten zum Konsum nach dem Mauerfall erzählt. Ihre Mutter fing im Supermarkt aus Überforderung an zu weinen, lief aus dem Gebäude. Ihrer Tochter fiel der erste Kontakt mit dem westdeutschen Supermarkt als Symbol des neuen Systems deutlich leichter.

Auch ein anderer Studienteilnehmer schrieb früher, dass er keine Probleme mit der Umstellung auf ein neues System hatte und stimmt dieser Aussage noch im Rahmen der Dokumentation zu.

1990 wurden die nun 17-Jährigen zu ihrer Einstellung zur Zukunft befragt. 42% gaben an, sie hätten Angst vor der Zukunft. Signifikant sinkt diese Zahl erst gegen 2000, auf 21%. Diese Angst scheint begründet: wegen aussterbender Berufe und kürzerer Ausbildungen in der DDR, die in der BRD teils nicht anerkannt wurden, müssen nach der Wende 73% der Studienteilnehmer sich nach eigener Angabe beruflich umorientieren. Von einer gesicherten Zukunft in Ostdeutschland waren 1987 fast alle Befragten, 99% überzeugt, 1992 waren es dagegen nur noch 42% und 2002 nur noch 14%.

Die so enorm gesunkene Zahl im Jahr 2002 lässt sich damit erklären, dass bis hierhin bereits 70% Erfahrungen mit dem Arbeitsamt gemacht haben. Die Sorge um eine sichere Zukunft in Ostdeutschland scheint berechtigt.

Des weiteren steigt die Politikverdrossenheit der Probanden. 1994 sagten 33%, sie fühlten sich von keiner Partei gut vertreten, diese Zahl stieg bis 2000 auf 47% und bis 2004 sogar bis auf 55%. Des weiteren schrieb ein Befragter 2006, die Erhaltung des aktuellen politischen Systems sei für ihn von überhaupt keiner Bedeutung gewesen. Eine Befragte, die zuvor als Stichworte bezüglich des Übergangs zum Kapitalismus „Ellenbogenmentalität“9 und „Egoismus“10 nannte, erklärte, dass man vermutlich zu viel mit sich selbst zu tun gehabt hätte, weil man nun immer auf der Hut gewesen sein müsse, dass man nicht untergehe. Des weiteren bemängelte sie das fehlende Gefühl, in der Politik als Einzelner etwas bewegen zu können. Auch anderen fehlte die „Kameradschaft“ und Gemeinschaft. Hierbei macht sich durchaus ein Anflug von etwas, das man als „Ostalgie“ bezeichnen könnte, bemerkbar. Eine der Befragten lehnt im Interview die Bezeichnung ab, obwohl sich unter ihnen gleichbleibend von 1993 bis 2004 bei knapp der Hälfte der Wunsch stabilisiert, zu einem reformierten Sozialismus überzugehen, wobei manchen der Probanden, die diesen Wunsch selbst heg(t)en, durchaus bewusst ist, dass es diesen reformierten Sozialismus nicht geben könne. Bis 2012 sinken die Zahlen wieder auf 20%, der Sozialismus scheint keine Option mehr zum Kapitalismus zu sein. Trotzdem fühlen sich 1996 schon 57% und 2003 und auch noch 2009 gar 62% vom Leistungsdruck im Kapitalismus bedroht oder stark bedroht, die Einstellung, immer besser, immer schneller werden zu müssen, lauge aus. Die Zukunftsängste wirken sich auf das Geburtenverhalten aus, denn um die Wende herum habe es eine Art „Gebär-Streik“ gegeben, die Kinderzahlen sanken von 1,6 auf 0,5, die Gründung einer Familie wurde in die Zukunft verschoben. Im Gegensatz zum Westen gebe es in der Gruppe der Befragten keine kinderlosen Akademikerinnen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Hälfte der TeilnehmerInnen am wichtigsten. Im Osten war es üblich, dass in einer Beziehung beide Partner arbeiteten, im Westen dagegen war es nicht selten, dass die Frauen zuhause blieben und sich um die Kinder und den Haushalt kümmerten. Dabei haben die Kinder keinesfalls unter zwei berufstätigen Eltern zu leiden, die Ostdeutschen beschrieben ihre Eltern als liebevoller. Auch die ostdeutschen Frauen konnten dadurch profitieren, denn sie berichteten in der Dokumentation, dass ihnen das Leben als erwerbstätige Mütter lieber sei. Sie würden sich weniger wohl fühlen, wenn sie den ganzen Tag zuhause wären und keinen Teil zum Familieneinkommen beitragen könnten.

Die Studie zeigt insgesamt den positiven Wandel in der Einstellung der Ostdeutschen, noch 2005 fühlen sich erst die Hälfte vollkommen oder zumindest teilweise als Gewinner der Wende, sind es 2009 sogar 64%. Auch die Zufriedenheit mit der Politik und dem System steigt: 2004 bis 2012 von 20% auf 43%, auch wenn trotzdem 88% der Studienteilnehmer froh über ihre Herkunft sind sowie darüber, Teil der DDR gewesen zu sein. Dabei zeigt sich in der Dokumentation keiner der Teilnehmer offensichtlich ostalgisch-verklärt, sondern auch realistisch, gerade in Bezug auf die Freiheit in der BRD, die sie dank DDR-Vergangenheit nun mehr zu schätzen wüssten.

Dabei muss man jedoch bedenken, dass die Teilnehmer dieser Studie eher zur Kinder- als zur Elterngeneration gehören. Somit gehören sie auch zu der Gruppe, die noch einen Großteil ihres Lebens im neuen System verbringen und es daher mit der Anpassung leichter haben. Dass jedoch nicht alle Ostdeutschen tatsächlich Gewinner der Wende sind, macht sich an der heutigen Situation bemerkbar.

2.2 Heutige Situation

Noch immer ist Deutschland zweigeteilt, sieht man sich Statistiken von Wahlergebnissen, Zahlen der Arbeitslosigkeit und andere soziale und politische Faktoren an. Allein die Antworten der Ostdeutschen auf die Frage nach dem Zugehörigkeitsgefühl zeigt, dass mehr als die Hälfte zwar nicht die DDR wieder haben möchte, sich jedoch auch nicht in der BRD wohlfühlt.

Die deutliche Mehrheit der West- und Ostdeutschen (jeweils 66 und 67%) findet im Jahre 2014, dass die Wiedervereinigung alles in allem erfolgreich gelaufen sei. Dennoch stimmt nur etwa die Hälfte der Ostdeutschen der Aussage zu, dass die Hoffnungen der Ostdeutschen auf Demokratie und Freiheit erfüllt worden sind, mehr Zustimmung findet sich bei der Einschätzung der Westdeutschen. Auffällig ist auch das nach wie vor distanzierte Verhältnis von Ost- und Westdeutschen: 49% der Westdeutschen und nur 41% der Ostdeutschen sind der Meinung, dass die Menschen in Ost und West sich nach der Wiedervereinigung näher gekommen sind.

[...]

[...]


1 Online-Duden *Das Buch wurde von dem Verlag selbst als Sachbuch eingeordnet.

2 Ibidem

3 „Von linker Melancholie“. Schneider, Rolf: Spiegel, 19.08.1991. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13489018.html (abgerufen am: 18.08.14)

4 Ibidem

5 „Tröstliche Legende für den Westen“. Schroeder, Martin: Berliner Zeitung, 21.01.2004. http://www.berliner- zeitung.de/archiv/eine-diskussion-ueber-ostalgie-und-erinnerung-troestliche-legende-fuer-den- westen,10810590,10145046.html (abgerufen am: 18.08.2014)

6 „Ahnungslose Schüler: DDR – ein Sozialparadies, keine Diktatur“ , Flohr, Markus : Spiegel, 25.07.08. http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/ahnungslose-schueler-ddr-ein-sozialparadies-keine-diktatur-a-567907.html

7 „Treuebruch begann mit Adenauer“ 02.10.04 http://www.n-tv.de/politik/Treuebruch-begann-mit-Adenauer- article82209.html

8 „Generation Wende – Plötzlich waren wir Bundesbürger (½) + (2/2)“: Phoenix/Youtube, 22.03.14 http://www.youtube.com/watch?v=DRnlXoqeU7I http://www.youtube.com/watch?v=xqFV6OYsheg

9 Ibidem

10 Ibidem

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die Ostalgische Wahrnehmung der Elterngeneration ab der Wende und die sich daraus entwickelnde Mauer zwischen Eltern- und Kindergeneration
Untertitel
Anhand von "Das Paradies. Meine Jugend nach der Mauer" von Andrea Hanna Hünniger
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V584970
ISBN (eBook)
9783346171092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
andrea, wahrnehmung, paradies, ostalgische, meine, mauer, kindergeneration, jugend, hünniger, hanna, elterngeneration, eltern-, anhand, wende
Arbeit zitieren
Melissa Koch (Autor), 2014, Die Ostalgische Wahrnehmung der Elterngeneration ab der Wende und die sich daraus entwickelnde Mauer zwischen Eltern- und Kindergeneration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584970

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