Diese Seminararbeit gibt vorrangig einen Einblick über die logistischen Möglichkeiten im SAP R/3-System. In Kapitel 2 wird allgemein das Warehouse-Management-System angeschnitten. In Kapitel 3 folgen dann Informationen über das Unternehmen SAP und das System R/3. Im darauf folgenden Kapitel dreht es sich um dessen Lagerverwaltung. Im fünften Kapitel wird dann spezifisch auf die Lagerbewegungen im Warehouse-Management-System eingegangen. Und zum Schluss kommt eine Beurteilung über das Logistik-Modul aus der Praxis. Viel Spaß beim Lesen. Man verwendet den Ausdruck Warehouse-Management-Systeme in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Ein Warehouse-Management-System ist ein computergestütztes Informationssystem, das Waren artikelgenau nach Menge und Wert in den Bereichen. Disposition, Bestellwesen Wareneingang, Rechnungskontrolle, Warenausgang, Kassenabwicklung bzw. Fakturenerstellung. Zum Zweck der Bestandsführung und Erfolgssteuerung erfasst und bewirtschaftet.
Inhaltsverzeichnis
1. Geleitwort
2. Warehouse-Management-Systeme
3. Das Unternehmen SAP und das System R/3
3.1. Das Unternehmen
3.2. Das System R/3
4. Lagerverwaltung
5. Lagerbewegungen im Warehouse-Management-System von R/3
5.1. Lagerstrategien
5.1.1. Einlagerungsstrategien
5.1.2. Auslagerungsstrategien
5.2. Warenbewegungen
5.3. Transportbedarf
5.4. Transportauftrag
5.5. Kommissioniertechniken
5.6. Inventur
6. Beurteilung des Moduls LE vom SAP R/3 System aus der Praxis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die logistischen Funktionen des SAP R/3-Systems mit dem primären Ziel, die spezifischen Abläufe der Lagerverwaltung sowie die prozessualen Lagerbewegungen innerhalb des Warehouse-Management-Systems (WMS) zu erläutern und deren Nutzen anhand praktischer Beispiele zu verdeutlichen.
- Grundlagen und Aufgaben von Warehouse-Management-Systemen
- Struktur des SAP R/3-Systems und das Logistikmodul (LE)
- Differenzierung von Ein- und Auslagerungsstrategien
- Prozessabläufe bei Warenbewegungen, Transportbedarfen und Transportaufträgen
- Praktische Erfolgsbewertung der Modulimplementierung (Fallbeispiel Goodyear)
Auszug aus dem Buch
5.1. Lagerstrategien
Das Warehouse-Management-System in R/3 ist eine Funktion des Moduls Logistic Execution (LE). Es gibt viele Möglichkeiten, warum Lagerhaltung für ein Unternehmen von Vorteil ist. Beispielsweise: Geringere Bestellkosten, Ausnutzung von Mengenrabatten, Sonderpreise oder Spekulation, Sicherung gegen Lieferzeitüberschreitung, Versorgungsengpässe oder Fehllieferungen, Gewährleistung der Versorgungsbereitschaft, Sicherheitsbestand oder eiserne Reserve.
Und es können Umform- oder Entsorgungsfunktionen genutzt werden. Das Lagerverwaltungssystem macht sich zur Aufgabe all diese Optionen optimal auszureizen und dabei einen effizienten Ablauf zu organisieren. Von Fall zu Fall unterscheiden sich Artikel, Bestellungen, Lagertechnik und der nötige Informationsfluss, sodass verschiedene Ein- und Auslagerungsstrategien gefordert sind. Ebenso sind die geforderten Lagerplatzeigenschaften zu berücksichtigen. Fortgeschrittene Bedarfsanalysen ziehen eine feinfühligere Terminierung mit. Deshalb kommt es zu stetig wachsenden Bestellungen mit kleiner werdenden Bestellmengen. Adäquat dazu wachsen die Bestellpositionen an. Aus Sicht des Lagers kommt es somit zu einem Anstieg der Lagerbewegungen und zu einer komplizierteren Steuerung der Einlagerung, hauptsächlich jedoch bei Auslagerung und Kommissionierung. Durch überlastete Förderanlagen und Kommissionieranlagen kommt es zu Engpässen in der Auftragsabwicklung. Dieser Missstand kann durch eine in die zukunftsblickende Kapazitätenplanung vermieden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Geleitwort: Ein kurzer Überblick über die in der Arbeit behandelten Themenbereiche von den Grundlagen des WMS bis hin zur praktischen Bewertung.
2. Warehouse-Management-Systeme: Definition und Zweckbestimmung computergestützter Informationssysteme zur Bestandsführung und Erfolgssteuerung.
3. Das Unternehmen SAP und das System R/3: Vorstellung der SAP AG sowie eine Erläuterung der Systemarchitektur und der Modulstruktur von R/3.
4. Lagerverwaltung: Beschreibung der administrativen Möglichkeiten zur Definition und Kontrolle komplexer Lagerstrukturen im System.
5. Lagerbewegungen im Warehouse-Management-System von R/3: Detaillierte Analyse der Ein- und Auslagerungsstrategien sowie der Prozesse für Transport und Kommissionierung.
6. Beurteilung des Moduls LE vom SAP R/3 System aus der Praxis: Evaluation der Systemvorteile anhand eines konkreten Praxisbeispiels zur Steigerung der Produktivität.
Schlüsselwörter
Warehouse-Management-System, SAP R/3, Logistik, Lagerbewegung, Lagerverwaltung, Einlagerungsstrategie, Auslagerungsstrategie, Warenbewegung, Transportbedarf, Transportauftrag, Kommissionierung, Inventur, Bestandsführung, Materialwirtschaft, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den logistischen Funktionalitäten innerhalb des SAP R/3-Systems, speziell mit der Verwaltung und Bewegung von Waren im Warehouse-Management.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Systemarchitektur von SAP R/3, den Ein- und Auslagerungsstrategien, der Abwicklung von Transportaufträgen und den verschiedenen Kommissionierungstechniken.
Welches Ziel verfolgt die Seminararbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Aufbau eines Lagerverwaltungssystems in SAP R/3 darzustellen und zu zeigen, wie Lagerbewegungen effizient gesteuert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Prozessabläufen sowie einer praxisnahen Evaluierung bestehender Systemimplementierungen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Lagerstrategien (z.B. FIFO, LIFO), die Abgrenzung von Warenbewegungen und die systemtechnische Umsetzung von Transportbedarfen erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Warehouse-Management, SAP R/3, Lagerstrategien, Transportauftrag, Kommissionierung und Logistikoptimierung.
Wie werden Lagerdifferenzen im SAP R/3-System gehandhabt?
Lagerdifferenzen können über das Anwendungsmenü gebucht werden, wobei das System bei Überschreiten gewisser Grenzwerte Optionen zur Nachzählung bietet.
Welche Vorteile ergaben sich laut Fallstudie bei Goodyear?
Die Implementierung führte unter anderem zu einer drastischen Verkürzung des administrativen Zeitaufwands, schnelleren Zugriffszeiten und einer Produktivitätssteigerung bei den Lieferungen um 30 Prozent.
- Quote paper
- Meike Arnold (Author), 2005, Warehouse-Management, insbesondere Lagerbewegungen im WMS in SAP R/3, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58511