Der Einsatz der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus


Hausarbeit, 2006

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

I Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Tabellenverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der PKR
2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der PKR
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Herkunft der PKR
2.2 Aufgaben und Ziele der PKR
2.3 Notwendigkeit der Einführung einer PKR
2.3.1 Gemeinkostenanstieg
2.3.2 Einführung des DRG-Systems zu Vergütung stationärer Leistungen
2.3.3 Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme

3 Die PKR im Krankenhaus
3.1 Anforderungen an den Einsatz der PKR im Krankenhaus
3.2 Aufbau und Ablauf der PKR
3.2.1 Analyse von Prozessen und Aufbau einer Prozesshierarchie
3.2.2 Definition und Identifikation von Prozessgrößen
3.2.3 Ermittlung der Prozesskostensätze

4 Einführung einer PKR am Beispiel „Anästhesie Arzt“
4.1 Ausgangssituation
4.2 Prozessanalyse und -differenzierung
4.3 Identifikation der Cost Driver
4.4 Top-Down Ermittlung des Prozesskostensatzes „Anästhesie Arzt“

5 Fazit und Ausblick

IV Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Prozessdefinition

Abbildung 2: Einstufung der Prozesskostenrechnung

Abbildung 3: Aktivitätenverdichtung Teilprozess „Patientenbetten herrichten“

Abbildung 4: Prozesshierarchie

Abbildung 5: Teilprozesse Anästhesie

III Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Rechnungszweck der Prozesskostenrechnung

Tabelle 2: Prozesse und Maßgrößen im Krankenhaus

Tabelle 3: Auszug Prozesskostenblatt „Anästhesie Arzt“

Tabelle 4: Zeitressource pro Teilprozess

Tabelle 5: Prozesskostenblatt „Anästhesie Arzt“

III Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Veränderte Rahmenbedingungen in der Krankenhauslandschaft - genannt seien der strukturelle, finanzwirtschaftliche, gesellschaftliche, demografische und politisch-rechtliche Wandel - erfordern die Notwendigkeit der Einführung und Anwendung moderner Kostenrechnungssysteme im Krankenhaussektor.[1] Der zunehmende Kostendruck, der insbesondere durch die Einführung eines fallpauschalenorientierten Vergütungssystems entstanden ist, verlangt die Abkehr von traditionellen Kostenrechnungsmethoden. Nur so kann es gelingen, ein Krankenhaus mittel- bis langfristig zielorientiert zu steuern. Eine weitere Grundvoraussetzung dafür ist eine transparente Kostensituation. Die Prozesskostenrechnung (PKR) bietet einen hierfür geeigneten Lösungsansatz.[2] Diese ist in deutschen Krankenhäusern aktuell jedoch noch unzureichend verbreitet.[3]

Das Verfahren der PKR wird in Kapitel 2 der Seminararbeit theoretisch dargestellt. In Kapitel 3 werden Besonderheiten des Einsatzes des Verfahrens in einem Krankenhaus erörtert. Im Anschluss daran veranschaulicht eine Fallstudie in Kapitel 4 den Ablauf der PKR in der Praxis.

2 Grundlagen der PKR

Die folgenden Unterpunkte führen in die Grundsätze der PKR ein. Neben einer Begriffsdefinition und der Darstellung der Historie dieses Kostenrechnungsverfahrens wird dabei auf die Gründe der Notwendigkeit der Anwendung der PKR, auf die sich daraus ergebenden Vorteile der PKR im Vergleich zu traditionellen Kostenrechnungsmethoden sowie auf die Aufgaben und Ziele des Verfahrens näher eingegangen.

2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der PKR

2.1.1 Begriffsdefinition

Der aus dem lateinischen stammende Begriff „Prozess“ bedeutet Vorgang. Er beschreibt ein mehr oder weniger lang andauerndes Geschehen.[4] Nach Horváth ist ein Prozess eine Folge einzelner Aktivitäten, deren Ergebnis eine Leistung für einen Kunden darstellt.[5] Greulich und Thiele nennen als zusätzliche Merkmale die Abhängigkeit eines Prozesses von (nicht) beeinflussbaren Tätigkeiten und die Steuerbarkeit der Arbeitsausführung.[6]

Abbildung 1: Prozessdefinition

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Greiling, M. et al.: Pfadmanage- ment im Krankenhaus, Stuttgart 2004, S. 39

Zur Definition des Begriffs „Prozesskostenrechnung“ bedarf die vorab genannte Erläuterung einer Erweiterung um den Bestandteil der Analyse von Abläufen, Kosten und Leistungen.

Im amerikanischen Sprachgebrauch wird die PKR als „Activity Based Costing“ (ABC) bezeichnet. Inhaltlich zutreffender übersetzt als mit PKR wäre dieser amerikanische Ausdruck durch „prozessorientierte Kostenrechnung“, da dadurch nicht der Eindruck vermieden würde, bei den analysierten Vorgängen handele es sich um eindeutig definierte Prozesse, durch die das gesamte betriebliche Geschehen verrechenbar gemacht werden kann.[7] Aufgrund der Dominanz des Begriffs „Prozesskostenrechnung“ im deutschen Sprachraum soll dieser jedoch auch in der Seminararbeit weiter verwendet werden.

Die PKR ist kein völlig neues Controllinginstrument. Sie ist eine Vollkostenrechnung, baut auf den traditionellen Kostenrechnungssystemen auf und bedient sich der Gliederung nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern.[8] Das Anwendungsgebiet der PKR sind die indirekten Kosten, da die Zurechnung der Einzelkosten auf die Kostenträger unmittelbar vorgenommen wird. Greiling stellt die Einordnung der PKR anhand der folgenden Abbildung dar.

Abbildung 2: Einstufung der Prozesskostenrechnung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Greiling, M./Thomas, F.: Prozessorientierung im Krankenhaus, Düsseldorf 2002,

S. 27

[...]


[1] vgl. Greiling, M./Thomas, F.: Prozessorientierung im Krankenhaus, Düsseldorf 2002, S. 1

[2] vgl. Breinlinger-O’Reilly, J./Krabbe, M.: Controlling für das Krankenhaus, Berlin et al. 1998,

S. 49

[3] vgl. ebenda, S. 4

[4] vgl. Greiling, M./Hofstetter, J.: Patientenbehandlungspfade optimieren - Prozessmanagement im Krankenhaus, Kulmbach 2002, S. 15

[5] Horváth, P.: Controlling, München 2006, S. 83

[6] vgl. Greulich, A./Thiele, G.: Prozessmanagement im Krankenhaus, in: Greulich et al.: Prozessmanagement im Krankenhaus, Heidelberg 1997, S. 15

[7] vgl. Remer, D.: Einführen der Prozesskostenrechnung, Stuttgart 2005, S. 6 f.

[8] Greiling, M.: Prozesskostenrechnung im Krankenhaus, in: Das Krankenhaus 6/2002, S. 466

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der Einsatz der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V58512
ISBN (eBook)
9783638526814
ISBN (Buch)
9783656068303
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einsatz, Prozesskostenrechnung, Krankenhaus
Arbeit zitieren
Daniel Schmidt (Autor), 2006, Der Einsatz der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58512

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