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Der Einsatz der Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe

Title: Der Einsatz der Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Schmidt (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Veränderte Rahmenbedingungen in der Sozialwirtschaft - genannt seien der strukturelle, finanzwirtschaftliche, gesellschaftliche, demografische und politischrechtliche Wandel - erfordern die Notwendigkeit der Einführung und Anwendung moderner Kostenrechnungssysteme. Dies gilt insbesondere für den Bereich der stationären Altenpflege, der bedingt durch den demografischen Faktor einen Wachstumsmarkt darstellt.1 Zudem verursachen die dort komplexen Behandlungsprozesse eine überdurchschnittlich gemeinkostenintensive Kostenstruktur, die anhand traditioneller Kostenrechnungsverfahren nicht länger adäquat gemanagt werden kann. Folglich müssen Anpassungen erfolgen, um Einrichtungen dieses Sektors mittel- bis langfristig zielorientiert steuern zu können. Eine weitere Grundvoraussetzung dafür ist eine transparente Kostensituation. Die Prozesskostenrechnung (PKR) bietet einen hierfür geeigneten Lösungsansatz.2 In sozialwirtschaftlichen Unternehmen Deutschlands wird diese jedoch aktuell noch vollkommen unzureichend angewendet.3

Ziel der Seminararbeit ist es, dem/der Leser/in eine Einführung in die Grundlagen der Prozesskostenrechnung zu geben. Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen der Einführung einer PKR in der Praxis näher beleuchtet. Da es bislang nur in einem sehr geringen Umfang spezifische Literatur zur PKR in der Sozialwirtschaft und insbesondere in der stationären Altenhilfe gibt, basiert die Ausarbeitung größtenteils auf allgemeiner Literatur zur PKR sowie auf krankenhausspezifischen Ausführungen zu der Thematik, die aufgrund analoger Strukturen zu Einrichtungen der stationären Altenhilfe zumindest tendenziell übernommen werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung

2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der Prozesskostenrechnung

2.1.1 Begriffsdefinition

2.1.2 Herkunft der Prozesskostenrechnung

2.2 Aufgaben und Ziele der Prozesskostenrechnung

2.3 Notwendigkeit der Einführung einer Prozesskostenrechnung

2.3.1 Gemeinkostenanstieg

2.3.2 Umfeldentwicklung

2.3.3 Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme

3 Die Prozesskostenrechnung in der stationären Altenpflege

3.1 Anforderungen an den Einsatz der Prozesskostenrechnung

3.2 Aufbau und Ablauf der Prozesskostenrechnung

3.2.1 Analyse von Prozessen und Aufbau einer Prozesshierarchie

3.2.2 Definition und Identifikation von Prozessgrößen

3.2.3 Ermittlung von Prozesskostensätzen

3.2.3.1 Top-Down-Verfahren

3.2.3.2 Bottom-Up-Verfahren

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit hat zum Ziel, in die Grundlagen der Prozesskostenrechnung (PKR) einzuführen und deren praktische Anwendung im Bereich der stationären Altenpflege zu beleuchten. Sie untersucht, inwieweit moderne Kostenrechnungssysteme zur Steuerung von Einrichtungen in diesem Sektor beitragen können, da traditionelle Verfahren aufgrund gestiegener Gemeinkosten und zunehmender Komplexität an ihre Grenzen stoßen.

  • Grundlagen und Entstehung der Prozesskostenrechnung
  • Ursachen für den steigenden Bedarf an Prozessorientierung
  • Aufbau und Prozesshierarchien in Pflegeeinrichtungen
  • Methoden zur Ermittlung von Prozesskostensätzen (Top-Down & Bottom-Up)
  • Bewertung der Prozesskostenrechnung als Steuerungsinstrument

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Analyse von Prozessen und Aufbau einer Prozesshierarchie

Um die gemeinkostenintensiven Bereiche eines Unternehmens der PKR zugänglich zu machen, bedarf es zunächst einer umfassenden Tätigkeitsanalyse. Darin müssen die Tätigkeiten je Kostenstelle und der ihnen zuzurechnende Zeitbedarf ermittelt werden. Zudem erfolgt eine Differenzierung zwischen sich wiederholenden und sich nicht wiederholenden Tätigkeiten. Als Prozesse im Sinne der PKR eignen sich nur diejenigen Tätigkeiten, die wiederholt ablaufen und deren In- und Output bemessen werden kann.

Die analysierten Prozesse müssen sodann klassifiziert werden, da die PKR eine zweidimensionale Betrachtung - nämlich einer vertikale sowie einer horizontale Betrachtungsweise - der betrieblichen Wertschöpfung erfordert. In einer stationären Altenpflegeeinrichtung werden bei der vertikalen Betrachtungsweise die homogenen und repititiven Tätigkeiten innerhalb der gesetzlich geforderten Kostenstellen ermittelt und zu in sich schlüssigen Teilprozessen zusammengefasst, die anschließend zu Hauptprozessen verdichtet werden. Dabei müssen alle in die PKR integrierten Kostenstellen hinsichtlich ihres Tätigkeitsspektrums analysiert werden, um schlüssige Aussagen über die Ressourceninanspruchnahme der Teilprozesse treffen zu können. Die horizontale Betrachtungsweise entspricht der Darstellung kostenstellenübergreifender Abläufe. Die verschiedene Kostenstellen beanspruchenden Teilprozesse werden zum Aufbau einer Prozesshierarchie dem Hauptprozess zugeordnet. Teilweise erfolgt in der Literatur sogar eine noch tiefere Gliederung der horizontalen Prozesshierarchie. So empfiehlt beispielsweise Niemand, die beiden Hierarchiestufen „Teilprozesse“ und „Hautprozesse“ um eine dritte Stufe, nämlich die der „Geschäftsprozesse“, zu erweitern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit moderner Kostenrechnungssysteme durch den Strukturwandel in der Sozialwirtschaft und skizziert das Ziel der Arbeit.

2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung: Dieses Kapitel erläutert die Definition, die historische Entwicklung in den USA sowie die zentralen Aufgaben und Ziele der PKR.

2.1 Begriffsdefinition und Entstehung der Prozesskostenrechnung: Hier werden der Prozessbegriff sowie die Herleitung des amerikanischen „Activity Based Costing“ (ABC) für deutsche Zwecke erläutert.

2.2 Aufgaben und Ziele der Prozesskostenrechnung: Das Kapitel beschreibt das Kostenmanagement durch verbesserte Gemeinkostentransparenz und die Identifikation unwirtschaftlicher Strukturen.

2.3 Notwendigkeit der Einführung einer Prozesskostenrechnung: Hier werden die Treiber der Einführung, wie der Gemeinkostenanstieg und die Umfeldentwicklung, sowie Defizite traditioneller Systeme diskutiert.

2.3.1 Gemeinkostenanstieg: Dieses Unterkapitel analysiert den Anstieg des Gemeinkostenanteils in personalintensiven Dienstleistungsbranchen wie der Altenpflege.

2.3.2 Umfeldentwicklung: Hier wird der Einfluss der demografischen Entwicklung und des Marktwettbewerbs auf die ökonomische Situation von Pflegeheimen thematisiert.

2.3.3 Mängel traditioneller Kostenrechnungssysteme: Das Kapitel stellt vier Informationsvorteile der PKR (Allokations-, Komplexitäts-, Degressions- und Organisationseffekt) den klassischen Systemen gegenüber.

3 Die Prozesskostenrechnung in der stationären Altenpflege: Das Kapitel überträgt die theoretischen Grundlagen der PKR auf die praktische Anwendung in stationären Pflegeeinrichtungen.

3.1 Anforderungen an den Einsatz der Prozesskostenrechnung: Hier werden Rahmenbedingungen wie der Zeitbedarf der Implementierung und die Grenzen der Zurechenbarkeit von Kosten definiert.

3.2 Aufbau und Ablauf der Prozesskostenrechnung: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Einführung einer PKR.

3.2.1 Analyse von Prozessen und Aufbau einer Prozesshierarchie: Das Unterkapitel widmet sich der Tätigkeitsanalyse und der vertikalen bzw. horizontalen Prozessklassifizierung.

3.2.2 Definition und Identifikation von Prozessgrößen: Hier wird die Rolle der „Cost Driver“ bei der Verrechnung von Teilprozessen auf Hauptprozesse erläutert.

3.2.3 Ermittlung von Prozesskostensätzen: Dieses Kapitel führt in die mathematische Berechnung von Prozesskostensätzen ein.

3.2.3.1 Top-Down-Verfahren: Beschreibung der Methode zur Ermittlung von Kosten ausgehend von Gesamtkostenanteilen wie Personal.

3.2.3.2 Bottom-Up-Verfahren: Erläuterung der detaillierten Ermittlung der Ressourcenverbräuche von Teilprozessen.

4 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Bewertung sieht die PKR als wertvolles Steuerungsinstrument, mahnt jedoch den hohen Implementierungsaufwand an.

Schlüsselwörter

Prozesskostenrechnung, stationäre Altenpflege, Kostenmanagement, Gemeinkosten, Kostenstellen, Activity Based Costing, Prozesshierarchie, Kostentreiber, Prozesskostensatz, Sozialwirtschaft, Leistungstransparenz, Ressourcenverbrauch, Controlling, Top-Down-Verfahren, Bottom-Up-Verfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Eignung und der praktischen Implementierung der Prozesskostenrechnung in Einrichtungen der stationären Altenpflege.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit deckt die Definition und Historie der PKR, die Gründe für ihre Notwendigkeit in der Sozialwirtschaft sowie die konkreten methodischen Schritte ihrer Einführung ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser eine Einführung in die Grundlagen der Prozesskostenrechnung zu geben und die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Methode zu einer verbesserten Steuerung von Pflegeeinrichtungen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, da spezifische Daten zur PKR in der Sozialwirtschaft rar sind, und nutzt zur Veranschaulichung allgemeine Konzepte des Prozessmanagements.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der PKR und die praxisorientierte Übertragung auf die stationäre Altenpflege, inklusive der Darstellung der Top-Down- und Bottom-Up-Berechnungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Gemeinkostenmanagement, stationäre Altenpflege, Prozesshierarchie, Cost Driver und Controllinginstrumente.

Warum stößt die traditionelle Kostenrechnung in der Altenpflege an ihre Grenzen?

Traditionelle Verfahren leiden unter der hohen Gemeinkostenquote und einer zu ungenauen Verrechnung, die den komplexen Behandlungsprozessen in der Pflege nicht gerecht wird.

Was sind lmi-Prozesse und wie unterscheiden sie sich von lmn-Prozessen?

lmi-Prozesse (leistungsmengeninduziert) hängen direkt von der erbrachten Leistungsmenge ab, während lmn-Prozesse (leistungsmengenneutral) keine direkte Kopplung zum Leistungsvolumen aufweisen und über Umlagesätze verrechnet werden.

Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Implementierung?

Als kritische Punkte werden der hohe Implementierungsaufwand, die notwendige Zeitdauer von bis zu zwölf Monaten sowie die Tatsache angeführt, dass nicht alle anfallenden Kosten in einem Pflegeheim direkt prozessual verrechenbar sind.

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Details

Title
Der Einsatz der Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe
College
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Course
Sozialmanagement
Grade
1,7
Author
Daniel Schmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V58514
ISBN (eBook)
9783638526838
ISBN (Book)
9783656068297
Language
German
Tags
Einsatz Prozesskostenrechnung Altenhilfe Sozialmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Schmidt (Author), 2006, Der Einsatz der Prozesskostenrechnung in der stationären Altenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58514
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