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Förderung der Gefühlsregulation von Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung anhand der Arbeit mit Emotionskarten

Titel: Förderung der Gefühlsregulation von Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung anhand der Arbeit mit Emotionskarten

Akademische Arbeit , 2020 , 38 Seiten , Note: 1

Autor:in: Michael Schramm (Autor:in)

Gesundheit - Menschen mit Behinderung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Facharbeit befasse ich mich mit dem Thema der Gefühlsregulation bei Menschen mit leichter Intelligenzminderung.

Mein Ziel ist es, dazustellen, wie Heilerziehungspfleger Klienten mit mittelgradiger Intelligenzminderung unterstützen können, sich einerseits mit ihrer gesamten Vielfalt an Gefühlen selbst anzunehmen und andererseits die Fähigkeit zu entwickeln, ihr Verhalten so zu steuern, dass sie mit ihrem sozialen Umfeld in einen befriedigenden Austausch treten können. Ich möchte zeigen, dass die Basis zur Förderung der Emotionsregulation eine dialogische Haltung ist, die mit dem Bemühen des Heilerziehungspflegers um eine empathische Beziehung zu seinem Klienten einhergeht.

Anhand einer Fördereinheit mit Emotionskarten möchte ich veranschaulichen, wie die theoretischen Grundlagen in der Praxis methodisch umsetzbar sind. Die dialogische Haltung ist kennzeichnend für eine bedeutende Richtung der Gestalttherapie
(Ostküstenstil) und beinhaltet, jede Person als selbständiges Wesen zu behandeln und nicht als Mittel zum Zweck. Die Gestalttherapie ist eine der beiden Hauptvertreterinnen der humanistischen Psychotherapie. Die Gestaltpädagogik, die sich ab den 1970er Jahren entwickelte, bezieht ihre Handlungskonzepte, Grundannahmen und Begriffe aus der Gestalttherapie.

Da das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und somit auch die Sozialgesetzgebung, auf humanistischen Werten aufbaut, sollte humanistischen Konzepten im Umgang mit behinderten Menschen in Deutschland meiner Ansicht nach einen noch höheren Stellenwert eingeräumt werden, als dies in der Praxis meiner Erfahrung nach im Moment noch der Fall ist. Eine meiner Bestrebungen ist es, mich damit auseinander zu setzen, ob und wie der Gestalt-Ansatz in der Heilerziehungspflege realisiert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gefühle

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Funktion von Gefühlen

3. Gefühlsregulation

3.1 Intrapersonelle Gefühlsregulation

3.2 Interpersonelle Gefühlsregulation

3.3 Emotionale Dysregulation

3.4 Entwicklung der emotionalen Dysregualtion

3.5 Fähigkeiten zur Gefühlsregulation

4. Prinzipien zur Förderung der Gefühlsregulation

4.1 Bewusstheit und Achtsamkeit

4.2 Empathie

4.3 Phänomenologisches Vorgehen

4.4 Die paradoxe Theorie der Veränderung

4.5 Dialogische Haltung

5. Förderung von Gefühlsregulation bei Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung

5.1 Definition „Menschen mit Behinderung“

5.2 Definition „Mittelgradige Intelligenzminderung“

5.3 Die dialogische Haltung zur Förderung von Gefühlsregulation bei Menschen mit Intelligenzminderung

5.4 Die Arbeit mit Emotionskarten

5.4.1 Was sind Emotionskarten

5.4.2 Familie Erdmann-Emotionskarten

5.4.3 Methodisches Vorgehen

5.4.3.1 Benennen und erkennen von Gefühlen

5.4.3.2 Benennen und erkennen von eigenen Gefühlen

5.4.3.3 Förderung der Fremdwahrnehmung von Gefühlen

5.4.3.4 Gemischte Gefühle

5.4.3.5 Lösungsorientierte Prozesse fördern

5.5 Beschreibung einer praktischen Fördermaßnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Heilerziehungspflegern methodische Wege aufzuzeigen, wie Klienten mit mittelgradiger Intelligenzminderung bei der Regulation ihrer Gefühle unterstützt werden können. Dabei steht die Anwendung einer dialogischen Haltung und der Einsatz von Emotionskarten im Fokus, um die emotionale Kompetenz und damit die psychische Stabilität der Betroffenen im sozialen Kontext zu fördern.

  • Grundlagen der Gefühlsregulation und emotionalen Dysregulation
  • Prinzipien aus dem Gestalt-Ansatz (Gewahrsein, Empathie, Phänomenologie)
  • Förderung emotionaler Kompetenzen bei Menschen mit Intelligenzminderung
  • Praktischer Einsatz von Emotionskarten als Instrument in der Heilerziehungspflege
  • Reflexion über die Rolle des Heilerziehungspflegers als dialogischer Partner

Auszug aus dem Buch

5.4.2 Familie Erdmann-Emotionskarten

In der praktischen Arbeit verwende ich gerne die Familie-Erdmann-Emotionskarten. Auf den 50 Karten sind gezeichnete Erdmännchen vor einem farbigen Hintergrund abgebildet, die durch unterschiedliche Mimik, Gestik und Körperhaltung vielfältige Gefühle und Stimmungen ausdrücken. Aufgrund der meist aufrechten Haltung eignen sie sich besser als andere Gefühlskarten als Projektionsfläche für menschliches Erleben. Meiner bisherigen Erfahrung nach finden sich nicht nur Kinder und Jugendliche in den Motiven wieder. Da die Darstellungen nicht zu kindlich anmuten, können sich auch Erwachsene meist gut auf die Arbeit mit den Karten einlassen.

Ich halte die Familie-Erdmann-Emotionskarten ebenso für Menschen mit körperlichen Einschränkungen gut geeignet, da sie im Vergleich zu anderen Gefühlskarten nicht nur die Mimik, sondern auch Körperhaltung und Gestik nutzen. Der Betreffende kann seinen Gefühlen durch das Zeigen einer Karte quasi einen körperlichen Ausdruck verleihen, obwohl ihm dies im Alltag durch seine Einschränkungen nicht möglich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor stellt das Ziel dar, Klienten mit mittelgradiger Intelligenzminderung bei der Gefühlsregulation durch eine dialogische Haltung und Emotionskarten zu unterstützen.

2. Gefühle: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Gefühlen sowie deren Funktion als Signalgeber und für soziale Interaktionen erläutert.

3. Gefühlsregulation: Es wird die Unterscheidung zwischen intrapersoneller und interpersoneller Regulation vorgenommen sowie die Ursachen emotionaler Dysregulation beleuchtet.

4. Prinzipien zur Förderung der Gefühlsregulation: Hier werden zentrale Konzepte des Gestalt-Ansatzes wie Achtsamkeit, Empathie und das phänomenologische Vorgehen als Basis für die pädagogische Arbeit erklärt.

5. Förderung von Gefühlsregulation bei Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Gestalt-Prinzipien mit der spezifischen Lebenswelt von Menschen mit Intelligenzminderung und stellt die praktische Arbeit mit Emotionskarten vor.

Schlüsselwörter

Gefühlsregulation, Intelligenzminderung, Gestalttherapie, Emotionskarten, Heilerziehungspflege, dialogische Haltung, emotionale Kompetenz, Achtsamkeit, Empathie, Phänomenologie, Dysregulation, Psychische Gesundheit, Fördermaßnahme, soziale Interaktion, Selbstwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Facharbeit untersucht, wie Heilerziehungspfleger Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung dabei unterstützen können, ihre Gefühle besser zu regulieren, um befriedigende soziale Interaktionen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Emotionspsychologie, Konzepte des Gestalt-Ansatzes in der pädagogischen Arbeit sowie die praktische Anwendung von Bildmaterial, speziell Emotionskarten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu zeigen, dass eine dialogische Haltung des Begleiters die Voraussetzung ist, um emotionale Kompetenzen bei kognitiv beeinträchtigten Menschen gezielt zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse humanistischer Konzepte, insbesondere der Gestalttherapie, ergänzt durch die Beschreibung einer praktischen Fördereinheit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Gefühlen und deren Regulation sowie die methodische Umsetzung der Arbeit mit Emotionskarten in der heilerziehungspflegerischen Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Gefühlsregulation, Gestalttherapie, Heilerziehungspflege, Intelligenzminderung und emotionale Kompetenz sind die prägenden Begriffe.

Warum sind Emotionskarten gerade für Menschen mit kognitiven Einschränkungen geeignet?

Sie ermöglichen eine Kommunikation, die weitgehend unabhängig von hohem sprachlichem oder kognitivem Abstraktionsvermögen ist, und bieten eine niedrigschwellige Projektionsfläche für das eigene Erleben.

Wie beeinflusst die „dialogische Haltung“ den Umgang mit schwierigem Verhalten?

Durch die dialogische Haltung wird schwieriges Verhalten nicht als Störung interpretiert, sondern als Bewältigungsversuch anerkannt, was Scham reduziert und heilsame Beziehungsprozesse ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der Gefühlsregulation von Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung anhand der Arbeit mit Emotionskarten
Note
1
Autor
Michael Schramm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
38
Katalognummer
V585179
ISBN (eBook)
9783346187512
ISBN (Buch)
9783346187529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gefühlsregulation Intelligenzminderung Emotionskarten Familie Erdmann Gestalttherapie Humanistische Psychotherapie Dialogisches Prinzip Emotionale Dysregulation Phänomenologisches Vorgehen paradoxe Theorie der Veränderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Schramm (Autor:in), 2020, Förderung der Gefühlsregulation von Menschen mit mittelgradiger Intelligenzminderung anhand der Arbeit mit Emotionskarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/585179
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Leseprobe aus  38  Seiten
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