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Die Oktoberrevolution 1917. Streben nach einem neuen Russland oder Kontinuität der Gewalt?

Title: Die Oktoberrevolution 1917. Streben nach einem neuen Russland oder Kontinuität der Gewalt?

Term Paper , 2019 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Um überhaupt die Ereignisse von 1917 verstehen zu können, ist es erst wichtig, die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in der Spätphase des Zarenreiches zu kennen und welche Rolle Gewalt dort spielte. Auch kommen wir nicht darüber hinweg, uns die Situation der Menschen dort näher vor Augen zu führen. Wonach strebten sie eigentlich, was wollten sie verändern und warum? In "Krasnaia Smuta" von Vladimir Bulkadov konzentriert sich der Autor auf Gewalt als einen der entscheidenden Aspekte der Russischen Revolution. Doch was hat letztendlich zur Revolution geführt und was führte dazu, dass die Gewalt schon fast ein Teil Russlands geworden war?

Schauen wir auf die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert zurück, ist es annehmbar zu behaupten die Oktoberrevolution 1917 war eines der bedeutsamsten Ereignisse Russlands und zu dieser Zeit auch Europas. Es war der erste sozialistische Staat, der dadurch entstand und ein Vorbild für viele andere Länder mit einem ähnlichen Regime. Während Europa sich im Ersten Weltkrieg befand, befand sich Russland zu der Zeit in ihrem ganz eigenen Krieg. In einer Revolution, die die Zaren für immer aus der Weltgeschichte vertreiben und den Bürgern endlich Rechte zugestehen sollte. Unter dem Begriff der Revolution verstehen wir nämlich genau, ein Umsturz des Regimes, ein Kampf der Bürger für ein freies Leben. Doch versprach der Name der Oktoberrevolution das zu werden, wofür die Menschen gekämpft haben? Sie hatten die Gewalt satt, die im damaligen Russland herrschte und wollten ein neues Russland. Ein Russland ohne Gewalt, mit Frieden und Rechte für die Bürger. Ohne Armut, Unterdrückung und Not.

Als es dann so weit war und die Bolschewiki, unter der Führung von Wladimir Iljitsch Lenin, die Macht vollständig an sich rissen, setzen sie auf den Sozialismus als Gesellschaftssystem und propagierten auf das Ende aller Ausbeutungen und auf die Weltrevolution des Proletariats. Doch versprachen sie wirklich ein neues Russland oder ging es nur weiter mit der Gewalt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Revolution von 1905

3. Die bürgerliche Februarrevolution

3.1 Die Doppelherrschaft

4. Die Bolschewiki

5. Die Oktoberrevolution

6. Gewalt in Russland nach der Machtübernahme

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die russischen Revolutionen des Jahres 1917, insbesondere die Oktoberrevolution, unter der zentralen Forschungsfrage, ob diese einen gewaltlosen gesellschaftlichen Wandel herbeiführte oder eine Kontinuität der Gewalt darstellte.

  • Soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des späten Zarenreiches
  • Bedeutung der Revolution von 1905 als Vorbote der Ereignisse von 1917
  • Analyse der Doppelherrschaft und der Rolle der provisorischen Regierung
  • Strategien und Machtanspruch der Bolschewiki unter Wladimir Iljitsch Lenin
  • Bewertung der Gewalt als strukturelles Element im neuen sowjetischen Staat

Auszug aus dem Buch

4. Die Bolschewiki

Die Bolschewiki und vor allem ihr Führer Wladimir Iljitsch Lenin, spielen eine sehr wichtige Rolle in der Oktoberrevolution 1917. Denn während gesamte Volk auf Verbesserungen wartete, da die Februarrevolution geglückt war, planten die Bolschewiki eine letzte Revolte, um sich ihre eigene Macht zu sichern. Doch wie genau schafften sie es die Unterstützung im Volk zu finden und so schnell an die Macht zu kommen?

Im Laufe des Jahres 1917 verlor die Gesellschaft zunehmend den Glauben an die Fähigkeit der Bürger. Aktivisten betrachteten den Staat als die einzige Einrichtung, die die unreifen und impulsiven Massen ordnen könnte. Die Hoffnung auf Gewalt stieg an, da es so aussah, als sei es friedlich nicht lösbar. So fiel es den Bolschewisten nicht schwer das Volk auf die eigene Seite zu ziehen. Sie führten von Anfang an eine Propaganda gegen die Regierung und Kriegspolitik. Lenins Aprilthesen, die er 1917, nach der Rückkehr aus dem Exil vorstellte, lehnten ganz klar die provisorische Regierung ab, forderten das sofortige Kriegsende und die Umverteilung des Landes.

Um diese Regierung zu stürzen, zeigte er sich nie abgeneigt Gewalt anzuwenden. Die Bolschewiki standen für eine gewaltbereite Führungspartei, die meinten politische Angelegenheiten besser verstehen zu können, als die „unmündige Masse“. Statt dem Sozialismus warben sie für den Kommunismus. Lenin vertrat die Ansicht, dass sich dieser auch in einem industriellen rückständigen Land entwickeln konnte. „Statt Sozialdemokratie deren offizielle Führer in der ganzen Welt den Sozialismus verraten haben, in dem sie zur Bourgeoisie übergegangen sind […] müssen wir uns Kommunistische Partei nennen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik Russlands im 20. Jahrhundert ein und stellt die zentrale Frage nach dem gewaltsamen oder friedlichen Charakter der Oktoberrevolution.

2. Revolution von 1905: Das Kapitel beleuchtet die erste große Erhebung gegen den Zaren nach der Niederlage im Russisch-japanischen Krieg und analysiert den "Blutsonntag" als Vertrauensbruch.

3. Die bürgerliche Februarrevolution: Hier wird der Sturz des Zarenismus aufgrund wirtschaftlicher Not und Kriegsfolgen beschrieben, der jedoch nicht die erhoffte Stabilität brachte.

3.1 Die Doppelherrschaft: Dieser Abschnitt beschreibt das instabile politische System zwischen der provisorischen Regierung und den Petrograder Sowjets.

4. Die Bolschewiki: Dieses Kapitel untersucht, wie Lenin und seine Partei durch geschickte Propaganda und das Versprechen radikaler Veränderungen die Unterstützung der unzufriedenen Massen gewannen.

5. Die Oktoberrevolution: Die detaillierte Betrachtung des Umsturzes zeigt auf, dass der eigentliche "Sturm" auf den Winterpalast stark dramatisiert wurde und die Machtübernahme eher geheim stattfand.

6. Gewalt in Russland nach der Machtübernahme: Das Kapitel legt dar, wie die Bolschewiki die Gewalt institutionalisierten, unter anderem durch die Gründung der Tscheka, um ihre Herrschaft zu festigen.

7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Oktoberrevolution ihr Versprechen auf ein neues, friedliches Russland nicht einlösen konnte und die Gewalt in einer neuen Form fortbestand.

Schlüsselwörter

Oktoberrevolution, Bolschewiki, Wladimir Iljitsch Lenin, Zarenreich, Februarrevolution, Doppelherrschaft, Sowjetunion, Sozialismus, Kommunismus, Gewalt, Tscheka, Machtübernahme, Geschichte Russlands, Proletariat, Bourgeoisie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die russischen Revolutionen des Jahres 1917 und untersucht, inwieweit diese den erhofften gesellschaftlichen Wandel zu einem gewaltfreien System erreichten oder ob sie lediglich eine Fortsetzung der Gewalt darstellten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die sozialen und ökonomischen Bedingungen in Russland, die Entwicklung der verschiedenen Revolutionsphasen sowie die Instrumentalisierung von Gewalt durch politische Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Oktoberrevolution tatsächlich ein Befreiungsakt war, der zu einem "neuen Russland" führte, oder ob sie durch eine Kontinuität der Gewalt geprägt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Verwendung einschlägiger Fachliteratur, um die Ursachen und Auswirkungen der russischen Revolutionen kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Von der Revolution 1905 über die Februarrevolution und die darauf folgende Doppelherrschaft bis hin zur Machtübernahme der Bolschewiki und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Oktoberrevolution, Gewalt, Bolschewiki, Lenin, Doppelherrschaft und die Zäsur von 1917 im historischen Kontext.

Inwiefern beeinflusste der Erste Weltkrieg die Revolutionen?

Der Krieg verschärfte die wirtschaftliche Not, führte zum Zusammenbruch des Versorgungssystems und erzeugte einen tiefen Unmut in der Bevölkerung, was den Nährboden für die revolutionären Bestrebungen bildete.

Warum wird die Doppelherrschaft als gescheitert angesehen?

Sie scheiterte an den gegensätzlichen Interessen der provisorischen Regierung und der Sowjets, die sich nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen konnten, was den Bolschewiki den Weg zur Macht ebnete.

Welche Rolle spielte die Tscheka nach der Machtübernahme?

Die Tscheka fungierte als Sicherheitspolizei, die dazu diente, alle nicht-bolschewistischen Kräfte durch Unterdrückung und Verfolgung auszuschalten und die neue Herrschaft mittels Gewalt zu sichern.

Wie bewertet die Arbeit Lenins Rolle?

Lenin wird als geschickter Stratege dargestellt, der die Unzufriedenheit des Volkes für seine Ziele nutzte, dabei jedoch ein autoritäres System schuf, das die Hoffnungen auf eine wahre Demokratie enttäuschte.

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Details

Title
Die Oktoberrevolution 1917. Streben nach einem neuen Russland oder Kontinuität der Gewalt?
College
Free University of Berlin
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
17
Catalog Number
V585204
ISBN (eBook)
9783346163561
ISBN (Book)
9783346163578
Language
German
Tags
gewalt kontinuität oktoberrevolution russland streben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Die Oktoberrevolution 1917. Streben nach einem neuen Russland oder Kontinuität der Gewalt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/585204
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