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Liborius in Paderborn

Título: Liborius in Paderborn

Trabajo de Seminario , 2002 , 23 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Esther Rieck (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Im Jahre 799 begann mit der Gründung des Missionsbistums Paderborn die kirchliche Entwicklung des sächsischen Gebiets an der Pader. Einige Jahrzehnte später nahm auch die Wirkungsgeschichte des heiligen Liborius im sächsischen Raum ihren Anfang, denn mit der Reliquientranslation im Jahre 836 erreichten die Gebeine des einstigen Bischofs von Le Mans Paderborn. Zuvor hatte Kaiser Ludwig der Fromme veranlaßt, daß die Gesandtschaft des Paderborner Bischofs Badurad unter der Leitung des Archidiakons Meinolf im nordfranzösischen Le Mans bei Bischof Aldrich (832-57 Bischof), der Liborius zu einem Heiligen der Kathedrale von Le Mans erhoben hatte, um Reliquien nachsuchte. Eine Präsenz des Heiligen (i. e. der Heiligkeit!) im Leichnam eines Heiligen äußerte sich nach frühmittelalterlicher Vorstellung im auch nach Jahrhunderten unverwestem Leib, deshalb berichtet dieTranslatio Sancti Liboriiauch von dem wunderbaren Geruch, der bei der Öffnung des Libori-Grabes in Le Mans sogleich auszuströmen begann. Seit dem Hochmittelalter setzte sich dann immer mehr die Ansicht durch, daß auch Teile des Leichnams für den ganzen Heiligen stehen konnten: die Abgabe von Fingerknochen etc. an andere Gemeinden, die noch keine Reliquien besaßen, konnte mit dieser Begründung erfolgen. Bereits durch Schenkungen Karls des Großen hatte sich eine Verbindung zwischen Le Mans und Paderborn entwickelt. So entstand gewissermaßen auf kaiserliche Anordnung der „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ (fraternitas) zwischen den Kirchen und später auch den Städten, der beispielsweise im 20. Jahrhundert auch Kriegszeiten überdauerte oder 1648 bei den Friedensverhandlungen in Münster den Fortbestand des Fürstbistums Paderborn durch gute Kontakte sichern half. Wenn man heutzutage als aufmerksamer Betrachter durch die Innenstadt von Paderborn geht, fällt auf, dass der heilige Liborius im Stadtbild sehr präsent ist. Im Folgenden möchten wir einige auffällige Standorte und Begebenheiten genauer untersuchen und vorstellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben des heiligen Liborius

3. Erste Station des Rundgangs: Die Kapelle am Liboriberg

4. Zweite Station des Rundgangs: Liborikapelle, Theologische Fakultät

5. Dritte Station des Rundgangs: Verschiedene Darstellungen und Umsetzungen des heiligen Liborius Im Stadtbild

6. Vierte Station des Rundgangs: Diözesanmuseum

6.1 Der Schrein des heiligen Liborius

6.2 Der Raub und die Rückführung der Reliquien

7. Fünfte Station des Rundgangs: Der Dom

8. Letzte Station des Rundgangs: Vor dem Dom; zur Entwicklung der Libori-Festkultur

8.1 Ablauf des Liborifestes

8.2 Geschichtliche Stationen der Verehrung

8.3 Zusammenhänge zwischen Liborifest und Magdalenenmarkt

8.4 Geschichtliche Entwicklung des Festes vom 18. Jh. bis heute

9. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung und die heutige Präsenz des heiligen Liborius im Paderborner Stadtbild. Ziel ist es, die Entwicklung der Liborius-Verehrung und die damit verbundene Festkultur durch eine Analyse historischer Standorte und Ereignisse verständlich zu machen.

  • Die historische Rolle des heiligen Liborius und seine Translationsgeschichte.
  • Die Bedeutung von Liborikapellen und bildlichen Darstellungen als Zeugnisse der Verehrung.
  • Der Raub und die Rückführung der Reliquien als zentrales Ereignis der Paderborner Kirchengeschichte.
  • Die Entwicklung des Liborifestes von einer Wallfahrtsgeschichte hin zu einem modernen Volksfest.
  • Das Spannungsfeld zwischen kirchlicher Tradition und weltlicher Festkultur.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Jahre 799 begann mit der Gründung des Missionsbistums Paderborn die kirchliche Entwicklung des sächsischen Gebiets an der Pader. Einige Jahrzehnte später nahm auch die Wirkungsgeschichte des heiligen Liborius im sächsischen Raum ihren Anfang, denn mit der Reliquientranslation im Jahre 836 erreichten die Gebeine des einstigen Bischofs von Le Mans Paderborn. Zuvor hatte Kaiser Ludwig der Fromme veranlaßt, daß die Gesandtschaft des Paderborner Bischofs Badurad unter der Leitung des Archidiakons Meinolf im nordfranzösischen Le Mans bei Bischof Aldrich (832-57 Bischof), der Liborius zu einem Heiligen der Kathedrale von Le Mans erhoben hatte, um Reliquien nachsuchte.

Eine Präsenz des Heiligen (i. e. der Heiligkeit!) im Leichnam eines Heiligen äußerte sich nach frühmittelalterlicher Vorstellung im auch nach Jahrhunderten unverwestem Leib, deshalb berichtet die Translatio Sancti Liborii auch von dem wunderbaren Geruch, der bei der Öffnung des Libori-Grabes in Le Mans sogleich auszuströmen begann. Seit dem Hochmittelalter setzte sich dann immer mehr die Ansicht durch, daß auch Teile des Leichnams für den ganzen Heiligen stehen konnten: die Abgabe von Fingerknochen etc. an andere Gemeinden, die noch keine Reliquien besaßen, konnte mit dieser Begründung erfolgen.

Bereits durch Schenkungen Karls des Großen hatte sich eine Verbindung zwischen Le Mans und Paderborn entwickelt. So entstand gewissermaßen auf kaiserliche Anordnung der „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ (fraternitas) zwischen den Kirchen und später auch den Städten, der beispielsweise im 20. Jahrhundert auch Kriegszeiten überdauerte oder 1648 bei den Friedensverhandlungen in Münster den Fortbestand des Fürstbistums Paderborn durch gute Kontakte sichern half.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Überblick über die Anfänge der Liborius-Verehrung in Paderborn, beginnend mit der Reliquientranslation im Jahr 836.

2. Das Leben des heiligen Liborius: Dieses Kapitel behandelt die Viten und historischen Berichte über den Bischof Liborius und beleuchtet die spärliche Quellenlage zu seinem Leben.

3. Erste Station des Rundgangs: Die Kapelle am Liboriberg: Es wird die Bedeutung der Kapelle am Liboriberg und der dortigen bildlichen Darstellungen des heiligen Liborius erläutert.

4. Zweite Station des Rundgangs: Liborikapelle, Theologische Fakultät: Dieser Abschnitt beschreibt die älteste Liborikapelle Paderborns auf dem Gelände der Theologischen Fakultät.

5. Dritte Station des Rundgangs: Verschiedene Darstellungen und Umsetzungen des heiligen Liborius Im Stadtbild: Das Kapitel widmet sich weiteren Standorten, wie dem Liboriusbrunnen und der Libori-Galerie, und deren Bezug zum Namenspatron.

6. Vierte Station des Rundgangs: Diözesanmuseum: Es werden der Liboriusschrein sowie die bewegte Geschichte des Raubes und der Rückführung der Reliquien analysiert.

7. Fünfte Station des Rundgangs: Der Dom: Dieser Teil befasst sich mit den vielfältigen künstlerischen Darstellungen des Heiligen im Paderborner Dom.

8. Letzte Station des Rundgangs: Vor dem Dom; zur Entwicklung der Libori-Festkultur: Hier wird der Bogen von der historischen Wallfahrtsgeschichte bis zur Entwicklung des modernen Liborifestes als bedeutendes Volksfest geschlagen.

9. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die ständige Präsenz des heiligen Liborius im Paderborner Stadtbild und betont die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Kirchengeschichte.

Schlüsselwörter

Liborius, Paderborn, Reliquien, Liborifest, Bistumspatron, Kirchengeschichte, Translatio, Liborikapelle, Diözesanmuseum, Verehrung, Wallfahrt, Stadtbild, Reliquienraub, Liboriusschrein, Libori-Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über den Themenkomplex „Der heilige Liborius im Paderborner Raum“ und untersucht seine Bedeutung als Schutzpatron.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die historische Reliquienübertragung, die Entwicklung der Libori-Verehrung sowie die künstlerische und festkulturelle Auseinandersetzung mit dem Heiligen in Paderborn.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die historische Entwicklung der Liborius-Verehrung zu vermitteln und ein Bewusstsein für die ständige Präsenz des Heiligen im heutigen Paderborn zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine historische Analyse sowie eine stationsbasierte Untersuchung bedeutender Orte und Exponate in der Stadt Paderborn.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Rundgang zu verschiedenen Stationen (Kapellen, Dom, Museum, Stadtbild) sowie eine detaillierte Analyse der Libori-Festkultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Liborius, Paderborn, Reliquientranslation, Libori-Festkultur und historische Verehrung geprägt.

Warum spielt die Kapelle am Liboriberg eine so zentrale Rolle in der Untersuchung?

Die Kapelle gilt als Ort der ersten bildlichen Darstellungen von Liborius-Legenden und ist somit essenziell für das Verständnis der ikonografischen Entwicklung.

Welche Auswirkung hatte der Raub der Reliquien im Jahr 1622 auf die Verehrung?

Der Raub durch Christian von Braunschweig führte zu einer tiefgreifenden Erschütterung, förderte jedoch nach der Rückkehr 1626 die Identität der katholischen Kirche und begründete die Tradition des „Kleinlibori“.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Liborius in Paderborn
Universidad
University of Paderborn
Curso
Kirchengeschichte(n) am Wohnort
Calificación
2,3
Autor
Esther Rieck (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
23
No. de catálogo
V58580
ISBN (Ebook)
9783638527309
ISBN (Libro)
9783656816041
Idioma
Alemán
Etiqueta
Liborius Paderborn Kirchengeschichte(n) Wohnort
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Esther Rieck (Autor), 2002, Liborius in Paderborn, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58580
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