In meiner Hausarbeit setze ich mich mit dem Einfluss des Obersächsischen Dialekts auf die Schreibung von Grundschulkindern auseinander. Motivierend für die Themenwahl war der Praxisbezug. Die Hausarbeit ist nicht nur eine rein textbezogene wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern gibt auch Raum für eigene Untersuchungen, um anschließend eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Ich werde dabei unter anderem auf Texte von Cordula Löffler bei der Entwicklung eines Förderkonzepts in fünf Schritten eingehen. Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich die obersächsische Dialektregion vorstellen. Die Geschichte der Region und deren Auswirkung auf die Dialektbildung soll kurz beschrieben werde. Vorgestellt werden außerdem, die sich daraus ergebenden, generellen Merkmale des Dialekts. Anschließend stelle ich die von mir durchgeführte Untersuchung vor und werte sie aus. Dabei gehe ich vor allem auf die Fehleranalyse der Kinderschreibungen ein. Ein aus dem Untersuchungsergebnis entwickeltes mögliches Förderkonzept für die Kinder soll zum Schluss meiner Arbeit gezeigt und anschließend im Resümee reflektierend diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Obersächsische Dialekt
- Geschichte der Obersächsischen Dialektregion und deren Auswirkungen auf die Dialektbildung
- Generelle Merkmale des Obersächsischen Dialekts
- Untersuchung in Dresdner Grundschulen
- Ziel, Bedingungen und Aufbau der Untersuchung
- Analysematerial
- Diktattexte
- Bildergeschichtentexte
- Fehlerbeschreibung
- Fehlerkategorisierung
- Gegenüberstellung von Standardsprache / -verschriftung und Kindersprache/-verschriftung
- Erläuterung zu dem Aufbau der Tabellen
- Gegenüberstellung von Standardsprache / -verschriftung und Kindersprache/-verschriftung
- Auswertung und evtl. Dialekteinflüsse
- Konzeptentwicklung zur Behebung dialektal verursachter Rechtschreibfehler
- Konzeptentwicklung in fünf Schritten nach Löffler
- Entwicklung einer eigenen Konzeptentwicklung anhand der Plosivschreibung
- Kategorisierung der Positionen, in denen die entsprechenden Laute/Buchstaben vorkommen
- Fehleranalyse: In welchen Positionen entstehen Fehler?
- Wo bieten Pilotsprache und Syllabieren grundsätzlich Hilfe?
- Können durch Differenzierungstraining Lernwörter zu Mitsprechwörtern werden?
- Prinzipien und Regeln nutzen (Lernwörter werden zu Nachdenkwörter)
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Einfluss des Obersächsischen Dialekts auf die Schreibung von Grundschulkindern. Die Autorin untersucht die Auswirkungen des Dialekts auf die Rechtschreibung und entwickelt ein Förderkonzept, um dialektal verursachte Rechtschreibfehler zu beheben.
- Analyse der Auswirkungen des Obersächsischen Dialekts auf die Rechtschreibung von Grundschulkindern
- Entwicklung eines Förderkonzepts zur Behebung dialektal bedingter Rechtschreibfehler
- Anwendung eines fünfstufigen Förderkonzepts nach Löffler auf die Plosivschreibung
- Untersuchung der Wirksamkeit von Differenzierungstraining zur Verbesserung der Rechtschreibung
- Einbezug von Pilotsprache und Syllabieren als Lernstrategien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Fokus der Arbeit dar: die Untersuchung des Einflusses des Obersächsischen Dialekts auf die Rechtschreibung von Grundschulkindern.
Kapitel 2 widmet sich dem Obersächsischen Dialekt. Die Geschichte der Region und deren Einfluss auf die Dialektbildung werden beleuchtet, sowie die generellen Merkmale des Dialekts.
Kapitel 3 beschreibt die Untersuchung in Dresdner Grundschulen, das Ziel und den Aufbau der Untersuchung, die verwendeten Materialien und die Fehleranalyse der Kinderschreibungen.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Förderkonzepts zur Behebung dialektal verursachter Rechtschreibfehler. Das Konzept basiert auf dem fünfstufigen Modell von Löffler und wird anhand der Plosivschreibung konkretisiert.
Schlüsselwörter
Obersächsischer Dialekt, Rechtschreibung, Grundschulkinder, Fehleranalyse, Förderkonzept, Plosivschreibung, Differenzierungstraining, Pilotsprache, Syllabieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst der obersächsische Dialekt die Rechtschreibung?
Kinder verschriften Wörter oft so, wie sie sie im Dialekt aussprechen (z. B. Verwechslung von harten und weichen Konsonanten wie p/b oder t/d).
Was sind die Merkmale des obersächsischen Dialekts?
Typisch sind unter anderem die Binnendeutung von Konsonanten und spezifische Vokalverschiebungen.
Was ist das Förderkonzept nach Löffler?
Es ist ein fünfstufiges Modell zur Behebung dialektal verursachter Rechtschreibfehler, das unter anderem Pilotsprache und Syllabieren nutzt.
Was versteht man unter "Pilotsprache"?
Pilotsprache bedeutet das überdeutliche Sprechen von Wörtern während des Schreibens, um alle Laute korrekt zu identifizieren.
Können Lernwörter zu "Mitsprechwörtern" werden?
Ja, durch gezieltes Differenzierungstraining können Kinder lernen, Lautunterschiede so wahrzunehmen, dass sie die korrekte Schreibung direkt ableiten können.
- Arbeit zitieren
- Wanda Kies (Autor:in), 2006, Der Einfluss des Dialekts auf die Schreibung von Grundschulkindern der Obersächsischen Dialektregion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58657