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Cabinda als Sondergebiet Angolas

Title: Cabinda als Sondergebiet Angolas

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Astrid Gruner (Author)

African Studies - Culture and Applied Geography
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Weitgehend unbemerkt von den Medien entwickelte sich seit 1970 ein an Intensität zunehmender Kampf zwischen der kleinen angolanischen Exklave Cabinda und dessen „Mutterland“ Angola. Neben den großen Kriegen in der Demokratischen Republik Kongo, dem Genozid in Ruanda, der Apartheidbewegung in Südafrika sowie neben vielen anderen afrikanischen Konflikten, blieb dieser weitgehend unterbelichtet. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden die Medien hellhörig und schauten auf das Geschehen abseits des vielversprechenden Ölmarktes in Cabinda, u.a. auch aufgrund der zunehmenden Kamphandlungen und massiven Zahl an Todesopfern. Daraus resultierend wurde man sich des cabindaischen Volkes und ihres Wunsches nach Autonomie bewusst. Diese Arbeit widmet sich den Hintergründen des Konflikts, den verschiedenen Akteuren und deren Intentionen, der Rolle internationaler Geldgeber und gibt einen Ausblick über den weiteren möglichen Verlauf des Konflikts.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer Abriss der Geschichte Cabindas

3. Die Protagonisten des Konflikts

3.1 Cabindas Separationsbewegungen

3.2 Angola

4. Gründe für die Separationsbestrebungen Cabindas

4.1 rechtsmäßige und historische Grundlage

4.2 kulturelles und ethnisches Argument

4.3 Einigkeit der Bevölkerung über Willen und Recht auf Selbstbestimmung

5. Öl in Cabinda – Fluch und Segen zugleich

5.1 Bedeutung des cabindaischen Öls für Angola

5.2 Ressourcenreichtum – Von Vorteil für Cabinda?

6. Internationale Geldgeber – Helfer oder Störfaktoren?

6.1 Sonderrolle der USA

7. Fazit

8. Karten & Bilder

8.1 Cabinda

8.2 FLEC Flagge

8.3 FLEC-R Flagge

8.4 Ölfelder vor Cabindas Küste

8.5 Detailansicht der Ölfelder

9. Tabellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Hintergründe des Konflikts zwischen der angolanischen Exklave Cabinda und dem angolanischen Staat. Ziel ist es, die Motive der Separationsbestrebungen, die Rolle der zentralen Akteure sowie den Einfluss internationaler Akteure und der lokalen Erdölvorkommen auf den Konfliktverlauf zu analysieren.

  • Historische Genese des Konflikts und die Rolle der FLEC
  • Rechtliche, kulturelle und ökonomische Argumente der Separatisten
  • Die strategische und wirtschaftliche Bedeutung des Erdöls für Angola
  • Die komplexe Rolle internationaler Akteure und Geldgeber
  • Der Einfluss des Kalten Krieges und die Position der USA

Auszug aus dem Buch

3. Die Protagonisten des Konflikts

Bei diesem Konflikt geht um die Autonomiebestrebung Cabindas, die im Grunde einem Kampf Davids gegen Goliath gleicht. Der wesentliche Unterschied zur biblischen Geschichte liegt darin, dass die für das Selbstbestimmungsrecht kämpfenden FLEC Splittergruppen in ihrer Soldatenanzahl weit hinter der Truppenstärke der angolanischen FAA zurückstehen und es keine große Aussicht auf Erfolg gibt. Denn Goliath, in diesem Fall Angola, ist nicht nur riesig und weitaus besser ausgerüstet mit Waffen, sondern sitzt auch politisch am längeren Hebel. Im folgenden werden nun die einzelnen Gegner vorgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den unterbelichteten Kampf um die Exklave Cabinda und führt in die zentralen Fragestellungen der Arbeit ein.

2. Kurzer Abriss der Geschichte Cabindas: Dieser Teil skizziert die historische Entwicklung von der Berliner Konferenz 1885 bis zur militärischen Integration Cabindas in das unabhängige Angola.

3. Die Protagonisten des Konflikts: Hier werden die zersplitterten Befreiungsbewegungen in Cabinda und die staatlichen Sicherheitsorgane Angolas als Hauptakteure gegenübergestellt.

4. Gründe für die Separationsbestrebungen Cabindas: Das Kapitel analysiert die historischen, rechtlichen und ethnisch-kulturellen Argumente, die zur Forderung nach Selbstbestimmung führen.

5. Öl in Cabinda – Fluch und Segen zugleich: Die Bedeutung der massiven Erdölvorkommen für die angolanische Wirtschaft und die Frage nach einer möglichen ökonomischen Eigenständigkeit Cabindas stehen hier im Fokus.

6. Internationale Geldgeber – Helfer oder Störfaktoren?: Es wird untersucht, welchen Einfluss externe Akteure und Ölkonzerne auf den Konflikt haben, mit einem Fokus auf die historische Sonderrolle der USA.

7. Fazit: Die Schlussbetrachtung bewertet die Erfolgsaussichten einer friedlichen Lösung und betont die Notwendigkeit, humanitäre Aspekte vor reine Wirtschaftsinteressen zu stellen.

Schlüsselwörter

Cabinda, Angola, FLEC, Selbstbestimmung, Erdöl, Separatismus, Konflikt, Menschenrechte, Protektoratsvertrag, Simulambuco, MPLA, UNITA, Autonomie, Geopolitik, Wirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den langjährigen und oft unbeachteten Konflikt zwischen der angolanischen Exklave Cabinda und der Zentralregierung in Luanda.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die historischen Ursprünge des Konflikts, die Rolle der diversen FLEC-Splittergruppen, die ökonomische Bedeutung der Erdölvorkommen sowie der Einfluss internationaler Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Hintergründe der Separationsbestrebungen in Cabinda sowie die Motive der beteiligten Akteure vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit Angolas vom Öl aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin verwendet eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, basierend auf der Auswertung aktueller Quellen, Fachliteratur und Berichten von Menschenrechtsorganisationen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Konfliktparteien, die Argumentationsgrundlagen der Separatisten, eine detaillierte Analyse der Erdölwirtschaft und die Rolle internationaler Geldgeber.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Cabinda, Selbstbestimmung, FLEC, Ölressourcen, ökonomische Interessen und internationale Verstrickungen.

Warum wird Cabinda als „Mini-Kuwait“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung spielt auf den immensen Erdölreichtum der Region an, der für den angolanischen Staatshaushalt von entscheidender Bedeutung ist.

Welche Rolle spielten die USA im angolanischen Bürgerkrieg im Kontext von Cabinda?

Die USA unterstützten ideologisch und materiell Kräfte gegen die MPLA, während gleichzeitig amerikanische Ölkonzerne wie Chevron in Cabinda präsent waren und teilweise sogar von MPLA-Truppen geschützt wurden.

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Details

Title
Cabinda als Sondergebiet Angolas
College
University of Leipzig
Course
Seminar: Neueste Geschichte des portugiesischsprachigen Afrikas
Grade
2,3
Author
Astrid Gruner (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V58660
ISBN (eBook)
9783638527941
ISBN (Book)
9783656802051
Language
German
Tags
Cabinda Sondergebiet Angolas Seminar Neueste Geschichte Afrikas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Gruner (Author), 2006, Cabinda als Sondergebiet Angolas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58660
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