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"Was ist Europa?" Zur Hermeneutik des "Europabegriffs"

Title: "Was ist Europa?" Zur Hermeneutik des "Europabegriffs"

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BBA Christian Spranger (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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In der Arbeit wird versucht, Ansatzpunkte zu einer Charakterisierung der Begrifflichkeit des Wortes „Europa“ zu finden. Ausgangspunkt dieser juristischen Abhandlung ist die in Art. 49 EUV i. V. m. Art. 6 Abs. 1 EUV geregelte Bedingung zum Beitritt in die Europäische Union. Im Zusammenhang mit der Begriffsfindung werden insbesondere geographische und kulturelle Aspekte beleuchtet. Die Diskussion mündet in einer Erörterung zweier aktueller Fragestellungen im Zusammenhang mit der „Europa-Frage“ und endet in einer Schlussfolgerung, die u. a. ein mögliches Szenario der Finalität der Europäischen Union (EU) beschreibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Subjektivität der Bedeutung des Wortes „Europa“

B. Herkunft des Wortes „Europa“

I. Etymologische Betrachtung

II. „Europa“ in der griechischen Mythologie

C. Geographischer Definitionsansatz des „Europabegriffes“

I. Rechtlichte Relevanz der geographischen Abgrenzung des europäischen Territoriums

II. Territoriale Grenzen im historischen Zusammenhang, dargestellt am Beispiel der „Europadefinition“ Herodots (ca. 484-425 vor Christus)

III. Ergebnis

D. Historischer Definitionsansatz des „Europabegriffes“

E. Definitionsansatz auf der Basis der „kulturellen Identität“

I. Begriff der „kulturellen Identität“

II. „Kulturelle Identität“ und Staat

III. „Kultureller Identität“ in Europa

1. „Die Aufklärung“ als Basis einer „kulturellen Identität“ in Europa

2. „Christentum“ als Basis einer „kulturellen Identität“ in Europa

F. Betrachtung zweier aktueller politischer Fragestellungen im Zusammenhang mit der „Europa-Definition“ respektive mit dem Begriff einer „kulturellen Identität“ in Europa

I. Kritik am Ansatz einer durch eine „Elite“ initiierten „kultureller Identität“ in Europa

II. EU-Beitritt der Türkei – eine Frage der „kulturellen Identität“

G. Ergebnis und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die hermeneutischen Aspekte und definitorischen Schwierigkeiten des „Europabegriffs“. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Europa vor dem Hintergrund subjektiver Wahrnehmung und kultureller Identität definiert werden kann und welche Auswirkungen dies auf politische Prozesse wie den EU-Beitritt der Türkei hat.

  • Die Subjektivität und philosophische Komplexität des Begriffs „Europa“.
  • Die Grenzen geographischer und historischer Definitionsansätze.
  • Die Bedeutung kultureller Identität (Aufklärung und Christentum) für die europäische Einigung.
  • Kritische Analyse der politischen Gestaltung europäischer Identität durch Eliten.
  • Die Relevanz der kulturellen Identität im Kontext einer EU-Erweiterung am Beispiel der Türkei.

Auszug aus dem Buch

A. Subjektivität der Bedeutung des Wortes „Europa“

Art. 49 EUV regelt i. V. m. Art. 6 Abs. 1 EUV den Beitritt zur Europäischen Union (EU). Gemäß Art. 49 EUV kann jeder europäische Staat, vorausgesetzt er achtet die in Art. 6 Abs. 1 EUV genannten Grundsätze1, beantragen, Mitglied der Union zu werden. Die einzige von Beginn an normierte Beitrittsvoraussetzung ist demgemäß, dass der neue Mitgliedsstaat „europäisch“ ist2. Tatsächlich fehlt aber bislang sowohl eine Legal definition, als auch eine andere Charakterisierung des Europabegriffes, die Allgemein gültigkeit beanspruchen könnte.

In der allgemeinen und insbesondere in der politischen Diskussion wird das Wort Europa weitgehend bedenkenlos verwendet, ohne dass seine genaue Bedeutung klar definiert ist. Zu unterscheiden ist das Wort von der Bedeutung des Wortes. Das semantische Kriterium zugrunde gelegt, zeichnen sich Wörter dadurch aus, dass sie Träger einer Bedeutung sind. Die Bedeutung des Wortes ist der Begriff, der durch dieses Wort ausgedrückt wird. Relativistisch betrachtet ist die Bedeutung subjektiv und somit vom jeweiligen Betrachter abhängig.

Die Bedeutung existiert nicht a priori, sondern wird vom Betrachter gegeben, sofern keine eindeutige Definition die Bedeutung bestimmt. Da unter Subjektivität die Wahrnehmung des Individuums verstanden wird, unterscheidet sich diese von Mensch zu Mensch erheblich. Die Wahrnehmung wird beispielsweise geprägt durch den Kulturkreis, dem das jeweilige Individuum angehört, durch Schule, Elternhaus und Medienwelt. Hieraus kann gefolgert werden, dass verschiedene Menschen den Begriff Europa unterschiedlich interpretieren und differenzierte Vorstellungen darüber kursieren, was genau unter „Europa“ verstanden werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Subjektivität der Bedeutung des Wortes „Europa“: Das Kapitel thematisiert die fehlende Legaldefinition des Europabegriffs und erläutert die Problematik seiner subjektiven Wahrnehmung.

B. Herkunft des Wortes „Europa“: Es werden die etymologischen Wurzeln sowie der mythologische Ursprung des Namens „Europa“ untersucht.

C. Geographischer Definitionsansatz des „Europabegriffes“: Das Kapitel belegt, dass geographische Grenzen zur Definition Europas aufgrund mangelnder Eindeutigkeit und historischer Variabilität unzureichend sind.

D. Historischer Definitionsansatz des „Europabegriffes“: Dieser Abschnitt verweist auf die Komplexität der europäischen Geschichte und leitet zur Untersuchung der kulturellen Identität über.

E. Definitionsansatz auf der Basis der „kulturellen Identität“: Hier werden „Kultur“ und „Identität“ definiert und das Christentum sowie die Aufklärung als identitätsstiftende Merkmale Europas identifiziert.

F. Betrachtung zweier aktueller politischer Fragestellungen im Zusammenhang mit der „Europa-Definition“ respektive mit dem Begriff einer „kulturellen Identität“ in Europa: Dieses Kapitel kritisiert die elitäre Steuerung europäischer Identität und diskutiert den EU-Beitritt der Türkei als Identitätsfrage.

G. Ergebnis und Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eine objektive Definition Europas kaum möglich ist und plädiert für demokratische Referenden statt rein politischer oder ökonomischer Festlegungen.

Schlüsselwörter

Europa, Europabegriff, kulturelle Identität, EU-Beitritt, Türkei, Aufklärung, Christentum, Subjektivität, Hermeneutik, politische Integration, Rechtsstaat, Identifikationsmöglichkeit, Gedankenkonstrukt, Demokratie, Wertegemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die terminologische und philosophische Unschärfe des Begriffs „Europa“ und untersucht, wie eine Identität für den europäischen Staatenverbund legitim begründet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die etymologischen und mythologischen Wurzeln, die Kritik an rein geographischen Abgrenzungen und die Identifikation kultureller Pfeiler wie Aufklärung und Christentum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, hermeneutische Fragmente zur Charakterisierung des Europabegriffs zu liefern, um die Notwendigkeit einer demokratischen Auseinandersetzung über die Identität Europas aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen hermeneutischen Ansatz, das heißt, sie interpretiert bestehende Begriffe und politische Diskurse unter Berücksichtigung juristischer und historischer Aspekte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Begriffsgrundlagen, die Widerlegung geographischer Definitionsansätze und die Diskussion kultureller Identität als Basis für den europäischen Einigungsprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Europabegriff, kulturelle Identität, Subjektivität, EU-Beitritt, Türkei und Wertegemeinschaft.

Warum hält der Autor einen geographischen Definitionsansatz für problematisch?

Weil geographische Grenzen (wie etwa die Zugehörigkeit von Teilen Russlands oder der Türkei) historisch wandelbar und politisch dehnbar sind, was eine eindeutige Definition verunmöglicht.

Welche Rolle spielt die „Elite“ bei der Identitätsbildung?

Der Autor kritisiert, dass Identität nicht von einer politischen Klasse „oktroyiert“ werden sollte, da Identifikation intrinistisch vom Individuum selbst ausgehen muss.

Wie bewertet der Autor den EU-Beitritt der Türkei?

Basierend auf dem Kriterium einer gewachsenen „kulturellen Identität“ (insbesondere des christlichen Erbes) stellt der Autor den Beitritt der Türkei unter den gegebenen Bedingungen infrage.

Welche Lösung schlägt der Autor für die Definition Europas vor?

Der Autor schlägt vor, Europa als Gedankenkonstrukt zu verstehen und schicksalhafte Entscheidungen wie EU-Erweiterungen per Referendum durch die Völker legitimieren zu lassen.

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Details

Title
"Was ist Europa?" Zur Hermeneutik des "Europabegriffs"
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Öffentliches Recht)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
BBA Christian Spranger (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V58770
ISBN (eBook)
9783638528733
ISBN (Book)
9783638861724
Language
German
Tags
Europa Hermeneutik Europabegriffs Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BBA Christian Spranger (Author), 2006, "Was ist Europa?" Zur Hermeneutik des "Europabegriffs", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58770
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