Finn E. Kydland 'For their contributions to dynamic macroeconomics"


Seminararbeit, 2005
23 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebenslauf

3. Die Inkonsistenz von optimalen Plänen
3.1 Konsistente Politik
3.2 Der Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit

4. Die dynamischen Kräfte der Konjunkturzyklen
4.1 Kritik an den konventionellen aggregierten Investitionstechnologien
4.2 Das Modell
4.3 Test des Modells

5. Kritische Würdigung

Anhang

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Konsistentes und optimales Gleichgewicht

Abb. 2: Modellparameter

Abb. 3: Standardabweichungen und Korrelationen mit dem realen Output des Modells

Abb. 4: Standardabweichungen und Korrelationen mit dem realen Output der US-Wirtschaft von 1950-1979

Symbolverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Finn E. Kydland und Edward C. Prescott haben 2004 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für ihre Beiträge zur dynamischen Makroökonomik erhalten. Als Begründung für die Preisvergabe wurden von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften nur zwei gemeinsame Arbeiten genannt. Dieses ist erstaunlich, da die meisten Auszeichnungen mit mehreren Veröffentlichungen im Zusammenhang stehen.[1]

Zum einen war es ein Aufsatz von 1977 mit dem Thema „ Rules Rather than Discretion: The Inconsistency of Optimal Plans“, der im Journal of Political Economy erschienen

ist und in Kapitel 3 näher erläutert werden soll. Der zweite bedeutende Beitrag ist ihr 1982 in der Econometrica veröffentlichter Artikel mit dem Thema: „Time to Build and Aggregate Fluctuations“, mit dem sich Kapitel 4 beschäftigt.

Die beiden Veröffentlichungen hatten einen starken Einfluss auf die Wirtschaftspolitik vieler Länder. In Kapitel 5 sollen diese Einflüsse an einigen Beispielen deutlich gemacht und die Probleme der Modelle von Kydland und Prescott aufgezeigt werden.

2. Lebenslauf

Der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2004, Finn E. Kydland, wurde im Dezember 1943 in Algard bei Stavanger in Norwegen geboren.

Er wuchs zusammen mit seinen fünf Geschwistern auf dem Familienbauernhof in Søyland im Südwesten Norwegens auf. Nachdem er als Jugendlicher in dem Unternehmen eines Freundes die Buchführung machen durfte, bekam er zum ersten Mal Interesse an Mathematik und Ökonomie.[2]

Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Norwegian School of Economics and Business Administration in Bergen, an der er 1968 einen Abschluss als Bachelor of Science erwarb.1973 promovierte er an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Danach ging er wieder an die Norwegian School of Economics zurück, wo er als Privatdozent arbeitete. 1978 wurde ihm zunächst eine Stelle als Associate Professor an der Carnegie Mellon angeboten. Seitdem lebt er in den USA. 1982 wurde er schließlich dort Professor für Wirtschaftswissenschaften. Nach seiner Tätigkeit an der Carnegie Mellon, wechselte er im Juli 2004 an die University of California in Santa Barbara. Zudem ist er seit 1993 an der Norwegian School of Economics als Adjunct Professor tätig.

Zu den Lehr- und Forschungsgebieten Kydlands zählen vor allem Wirtschaftszyklen, Fiskal- und Geldpolitik sowie Arbeitsökonomik.[3] Neben diesen Lehrtätigkeiten ist er wissenschaftlicher Berater der Notenbanken von Dallas, Minneapolis und Cleveland.

Während seiner ersten Zeit an der Carnegie Mellon lernte Kydland den amerikanischen Ökonomen Edward C. Prescott kennen, mit dem er nunmehr seit über 30 Jahren zusammen forscht. Durch ihre gemeinsamen Arbeiten haben die beiden in den Siebzigern die bis dahin gängige Wirtschaftstheorie erweitert. Die Grundlage für den Artikel „Rules Rather than Discretion“ wurde 1974 gelegt, als Prescott Kydland in Norwegen besuchte. Den zweiten preisgekrönten Artikel „Time to Build and Aggregate Fluctuations“ entwickelten sie im Sommer 1980 und veröffentlichten ihn schließlich 1982.

Bevor er 2004 den Nobelpreis erhielt, sind Kydland schon einige weitere Auszeichnungen verliehen worden. Hierzu gehören unter anderem der Alexander Henderson Award von der Carnegie Mellon University (1973), der John Stauffer National Fellowship vom Hoover Institution (1982-83) und der Fellow vom Economic Society (1992).[4]

Kydland ist nach Ragnar Frisch (1969) und Trygve Haavelmo (1989) der dritte Norweger, der mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wurde.

3. Die Inkonsistenz von optimalen Plänen

3.1 Konsistente Politik

In ihrem Aufsatz „Rules Rather than Discretion“ von 1977 haben Kydland und Prescott untersucht, ob es für eine Volkswirtschaft optimal ist, wenn eine Regierung an bestimmten Regeln festhält oder ob sie eher flexibel entscheiden soll, was besser in der jeweils gegenwärtigen Situation ist.

Die beiden sind zu dem Ergebnis gekommen, dass durch eine diskretionäre Politik die Zielfunktion einer Volkswirtschaft nicht maximiert wird.[5] Das wirtschaftliche Resultat kann jedoch dadurch verbessert werden, indem man sich an einige politische Regeln hält. Der Grund dafür ist, dass die Entscheidungen der privaten Wirtschaftssubjekte nicht nur von den vergangenen und gegenwärtigen eigenen und politischen Handlungen abhängen, sondern auch von den Erwartungen, die sie in die zukünftige Politik besitzen. Zum Beispiel könnte ein Regierungswechsel die Erwartungen der Bevölkerung in eine ganz andere Richtung ändern. Wenn eine Regierung versucht, in jeder Situation die Volkswirtschaft zu stabilisieren, hat dieses nach Kydland den entgegengesetzten Effekt, dass es zur wirtschaftlichen Instabilität beiträgt.

Kydland und Prescott folgten Lucas in der Annahme, dass die Erwartungen der privaten Wirtschaftssubjekte rational sind. Von Friedman und Phelps übernahmen sie dagegen die Überlegung, dass diese Erwartungen wichtige Determinanten wirtschaftlicher Ergebnisse sind.[6]

In den Fällen, die Kydland und Prescott untersucht haben, zeigte sich, dass die bevorzugte Politik konsistent, aber suboptimal war.[7] Die optimale Politik war dagegen inkonsistent. Konsistenz bedeutet hier, dass immer diejenige politische Entscheidung gewählt wird, die im betreffenden Zeitpunkt die beste ist.

[...]


[1] Vgl. Lucke (2004), S. 1.

[2] Vgl. Dictionary of Famous People.

[3] Vgl. Homepage der Carnegie Mellon University.

[4] Vgl. Homepage der Carnegie Mellon University.

[5] Vgl. Kydland & Prescott (1977), S. 474.

[6] Vgl. The Royal Swedish Academy of Sciences (2004), S. 4.

[7] Vgl. Kydland & Prescott (1977), S. 475.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Finn E. Kydland 'For their contributions to dynamic macroeconomics"
Hochschule
Universität Osnabrück  (VWL/Außenwirtschaft)
Veranstaltung
Außenwirtschaft
Note
2,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
23
Katalognummer
V58783
ISBN (eBook)
9783638528849
Dateigröße
620 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finn, Kydland, Außenwirtschaft
Arbeit zitieren
Christian Körte (Autor), 2005, Finn E. Kydland 'For their contributions to dynamic macroeconomics", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58783

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