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Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter. Verifizierungsmethoden von Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken am Beispiel Twitter und YouTube

Titel: Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter. Verifizierungsmethoden von Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken am Beispiel Twitter und YouTube

Bachelorarbeit , 2016 , 110 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Huber (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, herauszufinden, ob die derzeit verfügbaren Methoden und Programme zur Prüfung des Wahrheitsgehalts von Nachrichtenmaterial aus sozialen Netzwerken für die Arbeit in Nachrichtenredaktionen, vor allem in “Breaking-News-Situationen“, ausreichen. Deshalb gilt es, die Funktionen der Programme kritisch zu durchleuchten, um zum einen die derzeitigen Möglichkeiten zur Verifizierung zu überprüfen und zum anderen, um mögliche Fehlerquellen bei den Tools und Arbeitsmethoden aufzudecken.

Die These für die Arbeit lautet: Die aktuellen technischen Methoden und Programme reichen für die Verifizierung des Nachrichtenmaterials aus Sozialen Netzwerken aus. Diese Fragestellungen werden mit der Methode von Experteninterviews und der auf einer qualitativen Inhaltsanalyse gestützten Auswertung beantwortet. Dafür wurden zunächst drei leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt. Die Interviewpartner waren: Konrad Weber, der zurzeit als Multimedia-Journalist beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) arbeitet und dort das News Lab leitet; Ulrich Lang vom Südwestrundfunk (SWR) und Trainer für den Umgang mit Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken; und schließlich Michael Wegener, Leiter der ARD-Einrichtung Content Center. Aus diesen Ergebnissen ließ sich ein Fazit für die Überprüfung von Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken ziehen.

Die Dichte an sogenannten “Breaking-News-Ereignissen“ hat sich in den letzten Jahren explosionsartig vermehrt. Nachrichtensender, Zeitungen und auch Online-Publikationen wollen von Beginn an über ein Ereignis vollumfassend berichten können. Dabei stoßen sie auf ein Problem: Inhalte aus klassischen Quellen, wie Nachrichtenagenturen, schaffen es nicht, schnell genug an Informationen, aber auch an Bild- und Filmmaterial heranzukommen. Dennoch sind Bilder zu sehen. Diese stammen oft von Nutzern aus Sozialen Netzwerken, also keinen Journalisten im klassischen Sinn, die aber meist schneller am Ort des Geschehens sind, als es ein klassisches Team der aktuellen elektronischen Berichterstattung (EB-Team) überhaupt schaffen würde. Doch wie kann man als Nutzer sichergehen, dass die Aufnahmen der Realität entsprechen? Bildmanipulationsprogramme wie Photoshop sind den Mediennutzern kein Fremdwort mehr. Und vor allem: Wie lässt sich eine solche Bearbeitung oder gar eine Fälschung nachweisen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Erläuterung des Themas

1.2 Darstellung der These und Zieldefinition

1.3 Industrierelevanz

2. Grundlagen

2.1 Soziale Netzwerke

2.1.1 Twitter

2.1.2 YouTube

2.2 Methoden der Verifizierung

2.2.1 Verifizierung von Fotos

2.2.2 Verifizierung von Videos

2.2.3 Verifizierung von Websites

2.2.4 Verifizierung von Social-Media-Profilen

2.2.5 Verifizierungsagenturen

2.3 Probleme und Risiken bei der Verifizierung

3. Methodik

3.1 Auswahl der angewandten Methodik

3.2 Aspekte und Ansätze der qualitativen Forschung

3.3 Leitfadeninterviews als Experteninterviews

3.3.1 Auswahl der Interviewpartner

3.3.2 Erstellung des Interviewleitfadens

3.3.3 Experteninterviews führen

3.3.4 Transkription von Gesprächen

3.3.5 Auswertung durch qualitative Inhaltsanalyse

4. Durchführung der Experteninterviews

4.1 Vorüberlegungen

4.2 Literaturrecherche

4.3 Aufbau des Fragebogens

4.4 Vorstellung der Experten

4.5 Beschreibung der Experteninterviews

4.6 Transkription

4.7 Auswertung

5. Ergebnisse

5.1 Erfahrungen mit dem Thema Nachrichtenverifizierung

5.2 Verifizierung von Fotos

5.3 Beispiele für die Verifikation von Fotos

5.4 Verifikation von Videos

5.5 Verifikation von Social-Media-Profilen

5.6 Umgang mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken

5.7 Verifikation von Websites

5.8 Regelungen innerhalb der Rundfunkanstalten zur Verifikation

5.9 Kosten von Verifizierung

5.10 Zeitdruck bei der Verifikation

5.11 Schutz von Informanten

5.12 Ernsthaftigkeit von Verifikation

5.13 Umgang mit Fehlern

5.14 Ergänzungen der Experten

6. Zusammenfassung

6.1 Zusammenfassung in Bezug auf These und Ziel der Arbeit

6.2 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Bachelor-Thesis untersucht, ob die aktuell verfügbaren technischen Methoden und Programme zur Überprüfung des Wahrheitsgehalts von Nachrichtenmaterial aus sozialen Netzwerken in redaktionellen Arbeitsabläufen ausreichen. Ziel ist es, die Funktionen dieser Werkzeuge kritisch zu beleuchten, um sowohl ihre derzeitigen Verifizierungsmöglichkeiten zu bewerten als auch potenzielle Fehlerquellen in den Arbeitsmethoden der Nachrichtenredaktionen aufzudecken.

  • Verifizierungsmethoden für Social-Media-Inhalte (Fotos, Videos, Profile)
  • Einsatz von Tools und Programmen in der Nachrichtenredaktion
  • Herausforderungen durch Zeitdruck und Ressourcenknappheit
  • Qualitative Experteninterviews mit Rundfunk-Journalisten
  • Etablierung redaktioneller Standards und Regelungen

Auszug aus dem Buch

1.1 Erläuterung des Themas

„YouTube, Twitter und Blogs liefern Nachrichten sehr viel aktueller als alle anderen Medien. Bevor das Drehteam eines TV-Senders vor Ort eintrifft, ist bereits ein mit dem Smartphone gedrehter Augenzeugenbericht bei YouTube erschienen.“ (Sievers 2013: 1).

Die Dichte an sogenannten „Breaking-News-Ereignissen“ hat sich in den letzten Jahren explosionsartig vermehrt. Nachrichtensender, Zeitungen und auch Online-Publikationen wollen von Beginn an über ein Ereignis vollumfassend berichten können. Dabei stoßen sie auf ein Problem: Inhalte aus klassischen Quellen, wie Nachrichtenagenturen, schaffen es nicht, schnell genug an Informationen, aber auch an Bild- und Filmmaterial heranzukommen. Dennoch sind Bilder zu sehen. Diese stammen oft von Nutzern aus Sozialen Netzwerken, also keinen Journalisten im klassischen Sinn, die aber meist schneller am Ort des Geschehens sind, als es ein klassisches Team der aktuellen elektronischen Berichterstattung (EB-Team) überhaupt schaffen würde. Das liegt daran, dass die meisten Menschen mit einem Smartphone unterwegs sind. Diese sind mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet. Die aufgenommenen Inhalte können leicht ins Internet transferiert werden. So steht dann bei einem Video „Amateuraufnahme“, bei einem anderen „Quelle: YouTube“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Nachrichtenverifizierung im digitalen Zeitalter ein und definiert die Forschungsziele sowie die Relevanz für die Medienbranche.

2. Grundlagen: Es werden die Funktionsweise sozialer Netzwerke sowie gängige Verifizierungsmethoden für diverse Medientypen und die damit verbundenen Risiken erläutert.

3. Methodik: Hier wird der wissenschaftliche Forschungsrahmen gesteckt, insbesondere die Anwendung von leitfadenorientierten Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse.

4. Durchführung der Experteninterviews: Dieses Kapitel beschreibt die Planung, Literaturrecherche, den Aufbau des Fragebogens sowie die Auswahl und den Ablauf der Interviews mit den Fachjournalisten.

5. Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Experteninterviews werden systematisch nach Themenfeldern wie Foto-, Video- und Profilverifizierung sowie betrieblichen Regelungen präsentiert.

6. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse im Kontext der Ausgangsthese zusammengeführt und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze gegeben.

Schlüsselwörter

Nachrichtenverifizierung, Soziale Netzwerke, Journalismus, Social Media Monitoring, Verifizierungstools, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Breaking News, Nutzergenerierte Inhalte, Faktencheck, Quellenprüfung, Redaktionsalltag, Digitale Medien, Medienethik, Nachrichtenagenturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Nachrichtenredaktionen die Echtheit von Inhalten, die aus sozialen Netzwerken stammen, in ihrem Arbeitsalltag überprüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der Fokus liegt auf den Herausforderungen bei der Verifizierung von Bildern, Videos und Nutzerprofilen sowie dem Umgang mit Zeitdruck in Nachrichtenredaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob die aktuell verfügbaren technischen Programme und Methoden ausreichen, um den Wahrheitsgehalt von Social-Media-Nachrichtenmaterial zuverlässig zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf qualitativen Experteninterviews mit erfahrenen Journalisten und einer darauf aufbauenden qualitativen Inhaltsanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Verifizierungstechniken und eine empirische Analyse der praktischen Erfahrungen von Experten aus Rundfunkanstalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachrichtenverifizierung, Social Media, Faktencheck, Journalismus und redaktionelle Standards sind zentrale Begriffe.

Welche Rolle spielt der Faktor Zeitdruck bei der Verifizierung?

Der Zeitdruck in Breaking-News-Situationen ist ein zentrales Problem, da er das Risiko erhöht, unzureichend geprüfte Informationen vorschnell zu verbreiten.

Warum sind Experteninterviews für dieses Thema sinnvoll?

Experteninterviews ermöglichen es, tiefgehende Einblicke in die tatsächlichen Arbeitsprozesse und die praktische Anwendung von Verifizierungstools in professionellen Redaktionen zu erhalten.

Welche Schlussfolgerung ziehen die Experten zum Thema Fehlerkultur?

Die Experten betonen, dass Fehler in der digitalen Berichterstattung transparent gemacht und korrigiert werden müssen, um die Glaubwürdigkeit des Mediums zu bewahren.

Wie bewerten die Experten die Rolle technischer Tools?

Technische Programme werden als nützliche Hilfsmittel betrachtet, liefern jedoch keine absoluten Beweise, sondern dienen der Indiziensammlung im Verifizierungsprozess.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter. Verifizierungsmethoden von Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken am Beispiel Twitter und YouTube
Hochschule
( Middlesex University in London )
Note
1,7
Autor
Philipp Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
110
Katalognummer
V588034
ISBN (eBook)
9783346165190
ISBN (Buch)
9783346165206
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verifizierung von Nachrichtenmaterial Twitter Youtube Verifizierung Nachrichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Huber (Autor:in), 2016, Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter. Verifizierungsmethoden von Nachrichtenmaterial aus Sozialen Netzwerken am Beispiel Twitter und YouTube, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588034
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Leseprobe aus  110  Seiten
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