Thomas Manns "Tonio Kröger". Das Herz als Leitmotiv und seine Funktionsweise


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

17 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Emotionen in Tonio Kröger
2.1. Die Liebe
2.2 Die Verbildlichung der Emotionen

3. Kontextualisierung des Leitmotivs Herz
3.1 Tonios Jugend
3.2 Tonios Leben als Künstler
3.3 Tonios Rückkehr in die Heimat

4. Funktionsweise des Leitmotivs Herz

5. Fazit

6. Ausblick

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Erzählung Tonio Kröger, die Thomas Mann 1903 zunächst in der Neuen deutschen Rundschau publizierte, gilt als einer seiner populärsten Texte. Der Autor selbst bezeichnete das Werk stets als nostalgisch und ordnete es dem Genre der psychologischen Kurzgeschichte zu.1 Tonio Kröger gehört zu den sogenannten frühen Erzählungen Manns und fand seiner Zeit äußerst positive Resonanz. 27 Jahre nach der Veröffentlichung versicherte Thomas Mann, diese ‚kleine Dichtung stehe seinem Herzen am nächsten’.2 Bezeichnend ist, dass sich eben das Herz als Leitmotiv in der Novelle finden lässt. Es changiert bei der Identitätssuche des Titelhelden zwischen den Polen lebendig und tot. Tonio Kröger scheint gefangen in der Unüberbrückbarkeit des Gegensatzes von Kunst und Bürgerlichkeit. Aus gutbürgerlichem Elternhause stammend und als Literat wirkend kämpft Tonio damit, sich als Künstler im Leben zu positionieren. In seiner Wahrheit schließen sich Künstlertum und Emotionalität aus.

Das Herz verweist in verschiedenen Kontexten der Erzählung auf die Emotionalität der Titelfigur. Als Organ mit zentraler Lebensfunktion ist es gleichzeitig Sitz der Gefühle. Am Anfang der Geschichte ist die Lebendigkeit des Herzens an Tonios jugendliche Liebe zu Hans Hansen und Ingeborg Holm gebunden. Der aus der Ablehnung resultierende Schmerz und die Sehnsucht nach gesellschaftlicher Anerkennung stehen ebenfalls in Verbindung zur Vitalität des Herzens. Als erwachsener Mann beginnt fernab seiner nordischen Heimatstadt die künstlerische Entfaltung Tonios. In dieser Krisenzeit gerät er unter einen Leidensdruck ob seines tief liegenden Außenseiter-Bewusstseins als Künstler. Sein Herz wird in diesem Augenblick als tot beschrieben.3 Tonios Herz hat auch in unlebendigem Zustand Empfindungen. Das leitmotivische Herz scheint also nicht per se als psychisches Organ für die Gefühle zu fungieren.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, der Frage nach dem leitmotivischen Fungieren des „Herzens“ in der Novelle Tonio Kröger nachzugehen. Es werden die Emotionszustände Tonio Krögers in Hinblick auf die Vitalität seines Herzens in einen Zusammenhang mit seinem Künstlertum gebracht. Hierfür wird zunächst die Beschreibung von Emotionalität mit besonderem Fokus auf das Gefühl Liebe genauer untersucht. Alsdann werden die Pole „lebendiges Herz“ und „totes Herz“ herausgearbeitet und mit Fokus auf Tonios Gefühle in ihren konkreten Kontexten analysiert. Es wird beleuchtet, welche Funktionalität die beiden Herzenszustände in Bezug auf Tonios künstlerische Identität und Produktivität sowie seine Position in der bürgerlichen Gesellschaft haben.

2. Die Emotionen in Tonio Kröger

Im kommenden Abschnitt werden die Gefühlsäußerungen der Hauptfigur genauer beleuchtet. Dabei wird zunächst auf das Gefühl der Liebe eingegangen, weil sie eine große Rolle in Tonio Krögers Leben spielt. Außerdem werden durch die Liebe weitere heftige und daher erwähnenswerte Emotionen in Tonio ausgelöst. Sodann soll gezeigt werden, wie der Autor Gefühle und Körperlichkeit miteinander verwebt, um an einer späteren Stelle dieser Arbeit, die sich mit Tonios Herz und seiner Lebendigkeit befasst, darauf Bezug zu nehmen.

2.1. Die Liebe

Im Zentrum vieler emotionaler Momente innerhalb der Novelle Tonio Kröger steht die Liebe. An erster Stelle ist sicher die Liebe zu anderen Personen zu erwähnen. In den ersten beiden Kapiteln dominiert das Thema der Hingezogenheit Tonios zu Hans Hansen und Ingeborg Holm. Wiederholt wird direkt benannt, dass Tonio die beiden liebt. Im ersten Kapitel betrifft die Liebe des vierzehnjährigen Tonios ausschließlich den jungen Mann: „Die Sache war die, daß [sic.] Tonio Hans Hansen liebte.“4 . Das zweite Kapitel beginnt dann unumwunden mit der Beschreibung über [d] ie blonde Inge, Ingeborg Holm, [...] sie war’s, die Tonio Kröger liebte, als er sechzehn Jahre alt war.“ 5 Dass Tonio verliebt ist, wird explizit an weiteren Stellen in den ersten beiden Kapiteln benannt, sowie gegen Ende der Novelle erinnernd wieder aufgegriffen.6 Ein anderer Mensch, den Tonio liebt, ist sein Vater. „Tonio hatte am Fußende seines Sterbebettes gesessen [...] gänzlich hingegeben an ein stummes und starkes Gefühl, an Liebe und Schmerz.“7 Ebenso wie bei Ingeborg und Hans ist die Liebe zum Vater mit Schmerz und Leid konnotiert. Intertextuell wird durch Tonios Begeisterung für Don Carlos darauf Bezug genommen. Auch die Figuren in Schillers Drama sind verletzt aus Gründen der Liebe.8

Als erfolgreicher Schriftsteller über Dreißig ist es die Liebe zum Leben, welche Tonio beschäftigt. Im vierten Kapitel, das nahezu ein Monolog Tonios über die Zweiteilung der Welt in Geist und Natur ist, bekundet er mehrmals: „Ich liebe das Leben.“9

Im weiteren Verlauf wird dann auf Tonios Liebe zum Norden eingegangen. Tonio plant im fünften Kapitel eine Reise nach Dänemark zu machen und ist voller Vorfreude auf dieses Land, welches er „von jeher gekannt und geliebt“ hatte.10 Auffallend ist, dass er als erste Begründung für seine Zuneigung zum Norden „die Bücher, die dort oben geschrieben werden,“ erwähnt.11 Liebe und Literatur werden hier in einen direkten Zusammenhang gebracht. Während der Überfahrt mit dem Schiff wird Tonio erfüllt von einem „Sang an das Meer, begeistert von Liebe.“12 Hier ist es ein Naturphänomen, das in Tonio die Liebe hervorruft. Der Norden bedeutet für Tonio gleichsam Heimat, welche er liebt. So werden im ersten Kapitel sein Elternhaus mit Springbrunnen und Walnussbaum beschrieben und „in der Ferne das Meer, die Ostsee, [...] die er liebte.13

Im letzten, abschließenden Kapitel fasst Tonio sein bisheriges Leben zusammen und spricht von seiner Liebe als eine „ Bürgerliebe zum Menschlichen, Lebendigen und Gewöhnlichen.“14 Bemerkenswert ist hier die Spezialisierung der Emotion als etwas Bürgerliches.

Das Motiv der Liebe hat in der Novelle drei unterschiedliche Formen des Bezugsobjekts: Tonio spürt Zuneigung zu anderen Menschen, einem Mann, einer Frau, seinem Vater. Ferner liebt Tonio etwas nicht Stoffliches und zugleich Menschliches, das Leben. Außerdem spielt die Liebe zu seiner Heimat, dem Norden, eine gewichtige Rolle. Diese dritte Form der Liebe zeichnet sich sowohl durch die Liebe zur Literatur als auch zur Natur aus. Die drei Formen der Liebe gliedern die Novelle entlang an Tonios Lebensverlauf gleichsam in drei Teile: Tonios Jugend, Tonios Leben als Künstler und Tonios Rückkehr in die Heimat.

2.2 Die Verbildlichung der Emotionen

In Tonio Kröger werden emotionale Erlebnisse des Helden oft durch damit einhergehende, starke körperliche Reaktionen beschrieben.

Der Autor stellt Gefühlsausbrüche und die damit verbundenen Körperaktivitäten sehr bildhaft dar. So bringt die Freude darüber, Hans zu treffen, Tonios Inneres in „hüpfende und jubelnde Bewegungen“.15 Das Leid, welches die Liebe zu Hans mit sich bringt, äußert sich in einer „neidischen Sehnsucht, die oberhalb der Brust saß und brannte.“ 16 Wenn auf diese sehnsüchtige Liebe dann intertextuell mit Schiller Bezug genommen wird, empfindet Tonio Stellen im Don Carlos als derart schön, „daß [sic.] es einem einen Ruck gibt, daß [sic.] es gleichsam knallt...“17 Bei den Qualen, welche die Nichterwiderung der Liebe seitens Hans’ bei Tonio verursachen „ schnürte sich ihm die Kehle zusammen.“18 Die Sehnsucht bewirkt, dass Tonio spürt, wie „ der Drang zu weinen ihm prickelnd in die Nase stieg, auch hatte er Mühe sein Kinn in der Gewalt zu behalten, das beständig ins Zittern geriet...19 In Bezug auf Inge sind es die Augen Tonios, welchen er verbietet, „ sich ihr zu nahen.“20 Eben diese „ seine Augen trübten sich mehr und mehr “ beim Anblick der Angebeteten.21 Tonio “blickte aber in sich hinein, wo soviel Gram und Sehnsucht war.“22

Wenn Tonio im sechsten Kapitel als erwachsener Mann in seine Heimatstadt zurückkehrt, bleiben seine Augen, sein Gesicht unerkannt und er fühlt „ sich sicher hinter seiner Maske.23 Auf dem Schiff gen Dänemark ergreift ihn dann „ eine schaukelnde und still entzückte Stimmung “.24 Die Rückkehr in den heimatlichen Norden erweckt ein Gefühl in Tonio, das „ ihn ins Innerste traf...“25 Als er meint, Inge und Hans nach langen Jahren wieder zu sehen, wird dadurch „ ein Prickeln in seiner Haut “ verursacht.26 Tonio beobachtet Inge und Hans und „ plötzlich erschütterte das Heimweh seine Brust “.27 Die liebevollen Gefühle zur Heimat sind also verwoben mit der jugendlichen Liebe Tonios zu seinen Angebeteten. „ Er kannte sie so gut, die melancholisch-nordische, innig-ungeschickte Schwerfälligkeit der Empfindung.28 Inge und Hans spiegeln eine ruhige Gefühlswelt wieder, in welcher das Leben selbstverständlich, dem Schlafe gleich, dahingenommen wird. „ Völlig dem Gefühle leben zu dürfen “ bedeutet Freiheit von Schmerz und Leid.29 Dieser Zustand steht in Opposition zu Tonios Leben als Künstler.

Auffallend ist, dass in dem Teil der Novelle, in welchem Tonio sich von seiner Heimat abwendet und sein Künstlerleben führt, sein Inneres zwar sehr bewegt ist, doch sind es in den Kapiteln drei bis sechs eher Gedanken denn Gefühle Tonios, die vom Autor verbildlicht werden. Emotionen, die hier Erwähnung finden, sind eher negativer Natur, wie Hochmut, Ekel und Hass und werden gänzlich ohne Verortung im Körper beschrieben.30 Besonderen Raum nimmt der Erkenntnisekel ein, unter welchem Tonio als geborener Literat leidet. Doch auch dieser „ Zustand, in dem es dem Menschen genügt, eine Sache zu durchschauen, um sich bereits zum Sterben angewidert [...] zu fühlen,“ löst keine körperlichen Reaktionen bei Tonio aus.31

Tonios Gefühle, insbesondere das der Liebe und die damit verbundene Sehnsucht, äußern sich auf der physischen Ebene. Es könnte demnach der Eindruck entstehen, dass Liebe, Leid und Emotionen etwas Lebendiges sind. Allerdings lebt Tonio in seiner Zeit als Künstler fernab der Heimat mit dem Gefühl eines Leidensdrucks, obwohl der Körper hier keine Rolle in Bezug auf Tonios Emotionen spielt. Das Künstlerdasein scheint unabhängig von einem vitalen Körper zu sein.

3. Kontextualisierung des Leitmotivs Herz

Im Folgenden wird der leitmotivische Gebrauch von „Herz“ genauer untersucht. Dabei wird dem Verlauf der Erzählung und Tonio Krögers Entwicklung folgend, also chronologisch vorgegangen. Die in Abschnitt 2.1 entwickelte Dreigliederung der Novelle wird übernommen.

3.1 Tonios Jugend

Als Sohn eines Getreidehändlers von bürgerlicher Strenge und einer musisch-begabten südländischen Mutter empfindet Tonio sein Leben schon in jungen Jahren als Hybriddasein.32 Die Mischung aus Leidenschaftlichkeit und gesittetem Bürgertum spiegelt sich auch im Namen der Titelfigur wieder. Der Vorname verweist auf etwas „ ausländisch [...] Besonderes “.33 Tonios Nachname Kröger, ist der Name einer „ anständigen “, alteingesessenen Kaufmannsfamilie.34 Seine Identitätssuche beginnt für Tonio Kröger als Schüler in der Enge seiner norddeutschen Heimatstadt.35 Durch das südländische Äußere, das Tonio von seiner Mutter geerbt hat, sticht er allein optisch schon aus seinen Mitschülern heraus.36 Des Weiteren besitzt Tonio die Gabe, eindringlich in seine Mitmenschen hineinzuschauen und so „ gewonnenen Einsichten bis auf den Grund zu empfinden “.37 Diese Wahrnehmungen bringt er zu Papier. Die dabei entstehenden Verse schaffen eine Distanz zwischen Tonio und seiner Umwelt.38 Verstärkt wird der Unterschied zu seinen Altersgenossen ferner durch Tonios weitere außerschulische Beschäftigungen. Er reitet nicht wie seine Klassenkameraden, sondern wendet sich geliebten Dingen wie dem Garten des Elternhauses, der Ostsee und künstlerischen Tätigkeiten wie dem Schreiben, dem Lesen oder dem Musizieren zu.39

Durch seine Andersartigkeit entsteht in ihm eine innere Zerrissenheit. Einerseits beneidet er das unbeschwerte Dasein der „ Ordentlichen und Gewöhnlichen “ und empfindet Schmerz dabei, „ dies alles durchschauen zu müssen “.40 Andererseits spürt Tonio denen „ von solider Mittelmäßigkeit41 gegenüber eine gewisse Überlegenheit, obschon er Hans Hansen gerade dafür liebt, dass er ihm mit seiner klaren Heiterkeit „ als sein eigenes Wiederspiel und Gegenteil erschien “.42 Die Nicht-Fremdheit und schlichte Gemütsweise Hansens ist es, an welcher Tonio sich reibt.

[...]


1 Vgl. Hugh Ridley / Jochen Vogt: Thomas Mann. UTB Profile (Bd. 3283). Paderborn 2009, S. 27.

2 Vgl. ebd., S.29.

3 Vgl. Thomas Mann: Tonio Kröger, in: Ders.: Die Erzählungen. Einmalige Sonderausgabe. S. Fischer, Frankfurt am Main 2005, S. 265 – 331, hier: S. 284. Im Folgenden abgekürzt: Mann: Tonio Kröger.

4 Mann: Tonio Kröger, S. 267.

5 Ebd., S. 275.

6 Tonios Liebe zu Hans: Vgl. S. 269, S. 270, S. 275, S. 325, zu Inge: Vgl. S. 276, S. 279, S. 282, S. 325.

7 Mann: Tonio Kröger, S. 307.

8 Vgl. Mann: Toni Kröger, S. 271.

9 Ebd., S. 296.

10 Ebd., S.300.

11 Ebd., S.300.

12 Ebd., S. 315.

13 Ebd., S. 268.

14 Ebd., S. 331.

15 Mann: Tonio Kröger, S.267.

16 Ebd. S. 270.

17 Ebd. S. 271.

18 Ebd. S. 272.

19 Ebd. S.273.

20 Ebd. S. 278.

21 Ebd. S. 279.

22 Ebd. S. 280.

23 Ebd. S. 304.

24 Ebd. S. 312.

25 Ebd., S. 316.

26 Mann: Tonio Kröger, S. 323.

27 Ebd. S. 325

28 Ebd., S. 328.

29 Ebd., S.328.

30 Vgl. ebd., S. 284.

31 Ebd. S. 294.

32 Vgl. Mann: Tonio Kröger, S. 269.

33 Ebd., S. 272f.

34 Vgl. ebd., S. 269.

35 Vgl. ebd., S. 265.

36 Vgl. ebd., S. 266.

37 Vgl. ebd., S. 267.

38 Vgl. ebd., S. 268.

39 Vgl. ebd., S. 268.

40 Vgl. ebd., S. 273.

41 Mann: Tonio Kröger, S. 269.

42 Vgl. ebd., S. 269.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Thomas Manns "Tonio Kröger". Das Herz als Leitmotiv und seine Funktionsweise
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Germanistik)
Veranstaltung
Thomas Manns Erzählungen und Novellen
Note
2,0
Jahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V588055
ISBN (eBook)
9783346165596
ISBN (Buch)
9783346165602
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tonio Kröger, Thomas Mann, Herz, Leitmotiv, Motiv, Funktion, Symbolik, Novelle, Roman, Klassiker, Emotionalität
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Thomas Manns "Tonio Kröger". Das Herz als Leitmotiv und seine Funktionsweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588055

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Thomas Manns "Tonio Kröger". Das Herz als Leitmotiv und seine Funktionsweise



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden