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Freiheit und Sachzwang in der modernen Gesellschaft. Zu denTheorien von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann

Titel: Freiheit und Sachzwang in der modernen Gesellschaft. Zu denTheorien von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann

Bachelorarbeit , 2011 , 65 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Britta Tümmers (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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In dieser Arbeit soll anhand des Freiheitsbegriffes die Zwänge der modernen Gesellschaften beschrieben werden. Da der Begriff der Freiheit ein weitläufiges Themenspektrum umfasst, beschränkt sie sich auf die Theorien von Erich
Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann.

In ihren Überlegungen beschäftigen sich die Autorin mit verschiedenen Anknüpfungspunkten zum Freiheitsbegriff, hierbei liegen die Wirkungsweisen menschlichen Handelns im Vordergrund. Insbesondere soll die Freiheit in der modernen Gesellschaft, im Hinblick auf die wirtschaftlichen Bedingungen und den sich daraus ergebenden Sachzwang beleuchtet werden. Dazu beschreibt die Autorin zu Beginn die Charakteristiken einer modernen Gesellschaft, um ein grundlegendes Verständnis zu schaffen, auf welchen Gesellschaftstyp sich die folgenden Überlegungen beziehen. Nach einer allgemeinen Betrachtung des Freiheitsbegriffs soll die Freiheit in der modernen Gesellschaft behandelt werden, und zwar wie jene Freiheit unter den Bedingungen wirtschaftlicher und politischer Einflüsse zu betrachten ist. Aus diesen Einflüssen ergeben sich Konsequenzen, die sowohl die äußere wie auch die innere Freiheit beeinträchtigen. Welche Positionen die Politik, unter den Bedingungen der freien Marktwirtschaft einnimmt, wird anschließend thematisiert.

Im anschließenden Teil der Arbeit beschäftigt sich die Autorin zunächst mit dem Begriff Sachzwang, um nachfolgend die Instanzlosigkeit der Marktwirtschaft zu verdeutlichen. Aus dieser Instanzlosigkeit resultiert eine veränderte Wahrnehmung, welche den Sachzwang als natürliche Gegebenheit erscheinen lässt, doch in Wahrheit stehen Personen beziehungsweise Personenkreise hinter den Sachzwängen, welche es zu identifizieren gilt. Aus all den Verknüpfungen ergibt sich dann die allgemeine Frage nach der Lebensqualität in der Zwangslage und nach den wahrhaftigen Bedürfnissen der Menschen. Die Problemlösungen als Ausblick sollen vor allem den Bogen zur Freiheit zurückspannen, denn nachdem der Begriff der Freiheit zu Beginn viele Fragen aufwirft, scheint abschließend die Freiheit auch diese Fragen beantworten zu wollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Biographischer Einblick

1.1. Erich Fromm

1.2. Amartya Sen

1.3. Ulrich Thielemann

2. Charakteristiken einer modernen Gesellschaft

3. Freiheit

3.1 Freiheit in der modernen Gesellschaft

3.2 Freiheit unter den Bedingungen wirtschaftlicher und politischer Einflüsse

3.2.1 Auswirkungen auf die äußere Freiheit

3.2.2 Auswirkungen auf die innere Freiheit

3.2.3 Politik unter den Bedingungen der freien Marktwirtschaft

4. Sachzwang

4.1 Die Instanzlosigkeit der Marktwirtschaft

4.1.1 Der Sachzwang als natürliche Gegebenheit

4.1.2 Wenn manche Menschen mehr wollen

4.2 Die Lebensqualität in der Zwangslage

5. Problemlösungen als Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und den systemischen Sachzwängen der modernen Marktwirtschaft, indem sie theoretische Ansätze von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann verknüpft, um zu klären, wie sich menschliches Handeln unter dem Druck ökonomischer Strukturen entfalten kann.

  • Analyse des Freiheitsbegriffs bei Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann
  • Untersuchung der strukturellen Bedingungen moderner marktwirtschaftlicher Systeme
  • Reflexion über die Auswirkungen ökonomischer Sachzwänge auf die innere und äußere Freiheit des Einzelnen
  • Diskussion der Bedeutung von Lebensqualität jenseits rein materieller Nutzenmaximierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Freiheit in der modernen Gesellschaft

Nachdem der Mensch sich seiner selbst innerhalb der Natur bewusst wurde, begann ein Prozess, in dem sich das Individuum immer stärker von seinen ursprünglichen Bindungen loslöste, den Fromm (1941, 24) als „Individuation“ bezeichnet. Dieser Prozess gehört zu der lebensgeschichtlichen Entwicklung jedes Einzelnen und orientiert sich nicht an einer bestimmten Zeitspanne. Solange zwischen dem Einzelnen und der Außenwelt noch eine bezeichnende Verbindung besteht, ist der Einzelne nicht frei und der Prozess der Individuation zur völligen Loslösung ist noch nicht vollendet. Jene „primären Bindungen“ sind Bestandteil der normalen menschlichen Entwicklung, wie beispielsweise die Verbindung von Mutter und Kind. Dabei vermitteln diese Bindungen Orientierung und Sicherheit, aber schließen auch einen Mangel an Individualität mit ein. Im Hinblick auf den Individuationsprozess des Einzelnen fördert die Erziehung die allgemeine Entwicklung. Dabei lernt das Kind durch die eigene Aktivität, sich selbst und die Welt außerhalb kennen. Während das Kind heranwächst und sich von seinen primären Bindungen löst, erwächst der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit. Innerhalb des schreitenden Individualisierungsprozesses und dem Schicksal des Suchens nach Freiheit sind zwei Aspekte von tieferer Bedeutung (Fromm, 1941, 24ff). Zum einen entsteht durch die geistige, körperliche und seelische Entwicklung eine organisierte Struktur, die von dem Willen und der Vernunft des Einzelnen gelenkt wird. Fromm bezeichnet dieses organisierte und integrierte Ganze der Persönlichkeit als das Selbst. Damit ist „die eine Seite des Wachstumsprozesses der Individuation das Wachstum der Stärke des Selbst“ (Fromm, 1941, 26). Jedoch ist das Wachstum der Individuation zum Teil durch individuelle Bedingungen, hauptsächlich aber durch die gesellschaftlichen Umstände eingeschränkt. Damit kann der Einzelne nicht über ein gewisses Individuationsniveau, welches jede Gesellschaft kennzeichnet, hinausgelangen (Fromm, 1941, 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Biographischer Einblick: Kurze Zusammenfassung der Lebenswege und wissenschaftlichen Hintergründe von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann.

2. Charakteristiken einer modernen Gesellschaft: Erörterung der strukturellen und gesellschaftlichen Merkmale, die unsere heutige Lebenswelt prägen.

3. Freiheit: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Freiheitsbegriff und dessen Einschränkung unter modernen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen.

4. Sachzwang: Untersuchung der systemischen Zwänge, die sich aus der Eigendynamik des Marktes und menschlichem Streben nach Erfolg ergeben.

5. Problemlösungen als Ausblick: Diskussion über Möglichkeiten zur Wiedererlangung individueller Selbstverwirklichung innerhalb marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Freiheit, Marktwirtschaft, Sachzwang, Erich Fromm, Amartya Sen, Ulrich Thielemann, Individualisierung, Entfremdung, Lebensqualität, Selbstverwirklichung, Wettbewerb, Konsum, Autonomie, Gesellschaftsstruktur, Arbeitswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem Streben nach individueller Freiheit und den systemischen Sachzwängen, die in der modernen Marktwirtschaft auf den Einzelnen wirken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Freiheitsbegriff, die Eigendynamik von Marktmechanismen, der Einfluss ökonomischer Strukturen auf die menschliche Psyche und die Suche nach einem guten Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, wie die theoretischen Ansätze von Fromm, Sen und Thielemann helfen können, die Zwänge der Moderne zu durchschauen und persönliche Handlungsspielräume zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Schriften von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann, um diese in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Charakteristika der modernen Gesellschaft, differenziert zwischen innerer und äußerer Freiheit und untersucht, wie wirtschaftliche Globalisierung und Wettbewerbsdruck den Menschen beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Freiheit, Marktwirtschaft, Sachzwang, Selbstverwirklichung und Entfremdung definieren.

Inwiefern spielt der Begriff der "Marketing-Orientierung" bei Fromm eine Rolle?

Fromm nutzt diesen Begriff, um eine Charakterstruktur zu beschreiben, in der der Mensch sich selbst wie eine Ware betrachtet und seinen Wert primär über seine Marktfähigkeit definiert.

Was versteht man unter dem in der Arbeit diskutierten "Sachzwang"?

Sachzwang beschreibt das Phänomen, dass sich handelnde Personen unter dem Druck systemischer Marktbedingungen genötigt sehen, Entscheidungen zu treffen, die sie individuell vielleicht nicht gewählt hätten.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "positiver" und "negativer" Freiheit?

Diese Unterscheidung hilft dabei, zwischen der bloßen Abwesenheit von Zwang (negative Freiheit) und der tatsächlichen Fähigkeit zur Selbstbestimmung und aktiven Gestaltung des eigenen Lebens (positive Freiheit) zu differenzieren.

Können politische Maßnahmen laut dieser Untersuchung die Freiheit einschränken?

Ja, sofern sie den Markt als "natürliche Gegebenheit" begreifen und dabei die negativen Auswirkungen auf die individuelle Lebensqualität der Menschen ignorieren.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freiheit und Sachzwang in der modernen Gesellschaft. Zu denTheorien von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Britta Tümmers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
65
Katalognummer
V588077
ISBN (eBook)
9783346191168
ISBN (Buch)
9783346191175
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freiheit Sachzwang Erich Fromm Marktmechanismus Individualisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Britta Tümmers (Autor:in), 2011, Freiheit und Sachzwang in der modernen Gesellschaft. Zu denTheorien von Erich Fromm, Amartya Sen und Ulrich Thielemann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588077
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Leseprobe aus  65  Seiten
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