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Lk 3,21-22. Die Taufe Jesu

Title: Lk 3,21-22. Die Taufe Jesu

Term Paper , 2006 , 14 Pages

Autor:in: Eva Helmers (Author)

Theology - Biblical Theology
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Die historisch-kritische Exegese befasst sich mit der genauen Untersuchung einer Perikope und führt diese in mehreren methodischen Schritten durch. Mittels der Exegese soll der Sinn eines biblischen Textes erfasst werden, und dieser auf seinen geschichtlichen Horizont bezogen kritisch analysiert werden. Welche Intentionen hatte der Autor des Textes, was wollte er in der damaligen Zeit und in seiner eigenen Lebenssituation damit aussagen, was bewirkt der Text? Um diese Kernfragen beantworten zu können wird der historische Text mit Hilfe verschiedener Methoden erarbeitet und nach verschiedenen Gesichtspunkten kritisch betrachtet. Aufgabe dieser Arbeit ist es, mit Hilfe des synoptischen Vergleichs, die besondere Aussage der Textstelle Lk 3,21-22 im Kontext des Evangeliums herauszuarbeiten. Hierzu soll zunächst eine Textpräparation der zu untersuchenden Perikope vorgenommen werden. Anschließend wird im Rahmen der Literarkritik die Bestimmung des Kontextes sowie ein synoptischer Vergleich der Tauferzählung durchgeführt. Hierauf beruhend wird die Redaktions- bzw. Kompositionskritik ausgearbeitet. Anschließend werden die Motive Taube und Heiliger Geist näher beleuchtet. Abschließend wird die Gattung der Perikope bestimmt und wesentliche Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst. Die zu bearbeitende Textstelle Lk 3,21-22 findet sich in dem Evangelium nach Lukas und beschreibt die Taufe Jesu. Im folgenden findet sich eine Gliederung dieser Textstelle, auf die ich mich während der folgenden Arbeit beziehen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Textpräparation Lk 3, 21-22

2. Literarkritik

2.1 Kontext

2.2 Synoptischer Vergleich

3. Redaktions- bzw. Kompositionskritik

4. Traditionsgeschichte

4.1 Taube

4.2 Heiliger Geist

5. Gattung

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die spezifische Aussage der Perikope Lk 3,21-22 im lukanischen Kontext durch den Einsatz der historisch-kritischen Exegese zu erschließen und dabei die besondere Bedeutung der Taufe Jesu herauszuarbeiten.

  • Methodische Textpräparation und Kontextabgrenzung von Lk 3,21-22
  • Synoptischer Vergleich der Tauferzählungen bei Matthäus, Markus und Lukas
  • Redaktionskritische Analyse des schriftstellerischen Verfahrens des Evangelisten Lukas
  • Traditionsgeschichtliche Untersuchung der Symbole „Taube“ und „Heiliger Geist“
  • Gattungsbestimmung der lukanischen Tauferzählung

Auszug aus dem Buch

2.2 Synoptischer Vergleich

Vergleicht man die drei synoptischen Evangelien in Bezug auf die Textstelle der Taufe Jesu miteinander, so fällt zunächst auf, dass die Perikope bei Lukas (Lk 3,21-22) am kürzesten und bei Matthäus (Mt 3,13-17) am längsten ausfällt. Jesu Taufe wird bei Lk in Verbindung mit der des ganzen Volkes erwähnt, ohne ihr, wie bei Mt besonderes Gewicht beizumessen. Nur Mt hebt besonders hervor, dass Jesus aus dem Grund zu Johannes kommt, um sich von ihm taufen zu lassen. Bevor er von der Taufe Jesu berichtet, schiebt Mt ein Gespräch zwischen Jesus und Johannes ein, in dem Johannes sich weigert, Jesus zu taufen- da er das Bedürfnis hat, von ihm getauft zu werden (Mt. 3,14f.). In diesem Gespräch erklärt Jesus Johannes, indem er das Wort „wir“ benutzt, dass der Wille Gottes als etwas Ganzes und von allen erfüllt werden muss, also auch von ihm. Er stellt sich unter den Willen Gottes und lässt sich in Solidarität mit den anderen Menschen taufen, so dass er den matthäischen Christen ein Beispiel an Demut ist. Dieser Dialog findet sich bei Lk und Mk nicht.

Lukas benutzt Markus als Grundlage für die Taufe Jesu. Die Erzählung dient mehr der Geschichte des Messias als der seines Vorläufers Johannes, dessen Namen im Gegensatz zu den Textstellen von Mk und Mt nicht erwähnt wird. Gemäß Bovon ist Johannes für Lukas eher Prophet und Prediger als Täufer. Bei Lk lässt Jesus sich „zusammen mit dem ganzen Volk taufen“(Lk 3,21a). Anders als die Volksmassen braucht Jesus seine Lebensführung eigentlich nicht zu ändern und ist der Buße nicht bedürftig. Er nimmt jedoch keine „Sonderrolle“ ein, sondern übt Solidarität mit dem umkehrenden Volk und lässt sich auch taufen. So zeigt sich schon beim ersten Auftritt Jesu in der Öffentlichkeit seine Verbundenheit mit den Sündern, ein typischer Grundzug der lukanischen Jesu Darstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historisch-kritische Exegese und Darstellung des methodischen Vorgehens sowie der Zielsetzung der Arbeit.

1. Textpräparation Lk 3, 21-22: Präsentation des biblischen Textes der Taufe Jesu zur Vorbereitung auf die exegetische Analyse.

2. Literarkritik: Einordnung der Perikope in den historischen Kontext sowie Vergleich mit den parallelen Überlieferungen bei Matthäus und Markus.

3. Redaktions- bzw. Kompositionskritik: Untersuchung der Arbeitsweise des Evangelisten Lukas und wie er die Quellen für seine Darstellung genutzt hat.

4. Traditionsgeschichte: Analyse der Motive „Taube“ und „Heiliger Geist“ unter Einbeziehung alttestamentlicher und jüdischer Traditionen.

5. Gattung: Bestimmung der literarischen Gattung der Perikope als erzählender Text im Kontext der Evangelien.

6. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der wesentlichen Untersuchungsergebnisse zur Bedeutung der Taufe Jesu bei Lukas.

Schlüsselwörter

Historisch-kritische Exegese, Taufe Jesu, Lukas-Evangelium, synoptischer Vergleich, Literarkritik, Redaktionskritik, Traditionsgeschichte, Taube, Heiliger Geist, Gottessohnschaft, Messias, Perikope, biblische Textauslegung, Solidarität, Gebet Jesu.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Tauferzählung Jesu nach Lukas (Lk 3,21-22) im Rahmen eines Seminars zur biblischen Textauslegung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die literarische Einordnung, der Vergleich mit anderen Evangelien, die redaktionelle Gestaltung durch Lukas sowie die Bedeutung zentraler Motive wie der Taube und des Heiligen Geistes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die spezifische Aussage und theologische Intention der Tauferzählung bei Lukas herauszuarbeiten, indem man den Text historisch-kritisch analysiert und mit anderen synoptischen Berichten abgleicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die Methoden der historisch-kritischen Exegese zum Einsatz, insbesondere Literarkritik, Redaktions- bzw. Kompositionskritik sowie traditionsgeschichtliche Analysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Kontextbestimmung, einen synoptischen Vergleich, eine Analyse des redaktionellen Verfahrens des Lukas sowie eine tiefgehende Untersuchung der theologischen Motive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Exegese, lukanische Darstellung, Gottes Sohn, Geistträger und messianisches Wirken.

Warum spielt das Gebet bei Lukas eine besondere Rolle in der Tauferzählung?

Lukas hebt hervor, dass Jesus während seiner Taufe betet; dies dient literarisch dazu, die Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer darzustellen und das Herabsteigen des Geistes mit dem Beten Jesu zu verknüpfen.

Welche Bedeutung hat die Taube in dieser Perikope laut der Arbeit?

Die Taube fungiert als Botensymbol Gottes und zeichenhafte Präsenz des Heiligen Geistes, die Jesus als den Geistträger und Gottes geliebten Sohn vor dem Volk ausweist.

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Details

Title
Lk 3,21-22. Die Taufe Jesu
College
University of Paderborn
Course
Einführung in die biblische Textauslegung
Author
Eva Helmers (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V58837
ISBN (eBook)
9783638529280
ISBN (Book)
9783656794110
Language
German
Tags
Taufe Jesu Einführung Textauslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Helmers (Author), 2006, Lk 3,21-22. Die Taufe Jesu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58837
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