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Die Wahrnehmung

Title: Die Wahrnehmung

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 59 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Elisabeth Janisch (Author)

Psychology - General
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Summary Excerpt Details

Mit der Erforschung der Wahrnehmung begann man bereits zu den Anfängen der Psychologie Ende des 19. Jahrhunderts (Guttmann, 1996).
Die Wahrnehmung basiert auf sehr komplexe Mechanismen, die ich anhand der optischen Wahrnehmung kurz erläutern möchte: Auf der Netzhaut entsteht kein zweidimensionales Bild der Wirklichkeit. Der physikalische Reiz wird bei der Netzhaut von zweidimensionalen angeordneten Rezeptoren aufgenommen. Anschließend wird er über Ganglienzellen und deren Axone als ,,nervöser" Impuls weitergeleitet. Aufgrund dessen entwirft der Organismus seine eigene Wirklichkeit (Kalat, 1995).
Um die Informationsverarbeitung der Wahrnehmung leichter verständlich zu machen wird diese in Teilprozesse, genannt Ebenen der Wahrnehmung, unterteilt:
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ebenen der Wahrnehmung

2.1 Ebene der Empfindung

2.2 Ebene der eigentlichen Wahrnehmung

2.3 Ebene der Klassifikation

3 Die Sinnesphysiologie

3.1 Die Sinnesphysiologie der optischen Wahrnehmung

3.1.1 Das visuelle System

3.1.2 Das menschliche Auge

3.2 Vom Sehnerv zum Gehirn

3.3 Das Helligkeitssehen

3.4 Das Farbsehen

3.4.1 Das elektromagnetische Spektrum

3.4.2 Die Unterscheidung der Farben

3.5 Die Farbwahrnehmung eines Objektes

3.6 Arten der Farbmischung

3.7 Wahrnehmungstäuschungen

3.8 Farbmodelle

3.8.1 Weißsehen

3.8.2 Spektralfarben

3.8.3 Schwarzsehen

3.9 Farbtheorien

3.9.1 Dreikomponenten- (Trichomatische) Theorie von Young und Helmholtz

3.9.2 Gegenfarbentheorie von Hering

3.9.3 Gegenfarbzellenmodell

3.9.4 Duplizitätstheorie von Kies

3.9.5 Dominator-Modulator-Theorie von Granit

3.10 Farb- und Helligkeitskontraste

3.10.1 Simultankontraste

3.10.2 Sukzessivkontrast: Das negative Nachbild

4 Sinnesphysiologie im Bereich der akustischen Wahrnehmung

4.1 Das auditive System

4.2 Hörtheorien

4.2.1 Resonanztheorie von Helmholtz

4.2.2 Dispersionstheorie von Bekesy

5 Psychophysik

5.1 Wegbereiter der Psychophysik

5.1.1 Weber

5.1.2 Fechner

5.1.3 Wundt

5.1.4 Stevens

5.1.4.1

5.2 Themen- und Aufgabenbereiche der Psychophysik

5.2.1 Schwellenarten

5.3 Mathematischer Zugang

5.3.1 Weber: Konstanz der relative Unterschiedsschwelle

5.3.2 Fechner: logarithmische Beziehung zwischen Reizen der Innen- und Außenwelt

5.3.3 Stevens: psychophysische Potenzfunktion

6 Wahrnehmungsprozesse

6.1 Das Tiefensehen

6.1.1 Angeboren oder erlernt?

6.1.2 Tiefencues

6.1.3 Panum´scher Empfindungskreis

6.2 Technische Geräte bei der Untersuchung des Tiefensehen

6.2.1 Haploskop

6.2.2 Stereoskop

6.2.3 Pseudoskop

6.3 Phänomen der Gestaltanalyse

6.3.1 Virtuelle Figuren

6.3.2 Das Phi-Phänomen

7 Wahrnehmungskonstanzen

7.1 Die Größenkonstanz

7.2 Helligkeitskonstanz

7.3 Formkonstanz

8 Mustererkennung

8.1 Schablonenvergleich

8.2 Merkmalsanalyse

9 Klassifikation

9.1 Klassifikationsprozesse

9.1.1 Bottom-up

9.1.2 Top-down

9.2 Der Einfluss von Kontext, Umgebung und Erwartung auf die Wahrnehmung

9.2.1 Mehrdeutigkeit und optische Täuschungen

9.2.1.1 Umspringbilder

9.2.1.2 Wahrnehmungstäuschungen

9.3 Kontexteinflüsse

9.3.1 Kontext auf Buchstaben- und Wortebene

9.3.2 Kontext des Reizmaterials

9.3.3 Sozialer Kontext

9.3.3.1 Das Honeyphänomen

9.3.3.2 Hypothese der „Unschärfe“

9.3.3.3 Die Wahrnehmungsabwehr

9.3.3.4 Akzentuierung der Wahrnehmung

9.3.4 Kulturelle Einflüsse auf die Wahrnehmung

9.3.5 Motivationale Einflüsse auf die Wahrnehmung

9.3.6 Interindividuelle Einflüsse auf die Wahrnehmung

10 Wahrnehmungstypologien

10.1 Typologie der Integration

10.1.1 Die eidetische Veranlagung

10.1.2 Feldabhängigkeit und -unabhängigkeit

11 Zusammenfassung

11.1 Sinnesphysiologie im Bereich der visuellen Wahrnehmung

11.2 Sinnesphysiologie im Bereich der akustischen Wahrnehmung

12 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Erforschung der Wahrnehmung als komplexen Informationsverarbeitungsprozess. Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen zu erläutern, durch die physikalische Reize aus der Umwelt in subjektive Empfindungen und kognitive Repräsentationen transformiert werden, wobei der Fokus auf den Sinnesphysiologien, psychophysischen Zusammenhängen sowie kognitiven Klassifikationsprozessen liegt.

  • Sinnesphysiologische Grundlagen der optischen und akustischen Wahrnehmung.
  • Psychophysikalische Gesetzmäßigkeiten und mathematische Modelle der Reizverarbeitung.
  • Prozesse der Tiefenwahrnehmung, Mustererkennung und Wahrnehmungskonstanzen.
  • Einfluss von Kontext, Erwartung, sozialer und kultureller Faktoren auf die subjektive Interpretation.
  • Differenzierung durch Wahrnehmungstypologien.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das visuelle System

Das visuelle System zählt zu den wichtigsten Sinnen des Menschen. Um effektiv funktionieren zu können muss es über eine hohe Reizselektivität verfügen können. Nur elektromagnetische Schwingungen mit einer Wellenlänge von 380 bis 750 Nanometer dürfen erregungsbildend wirken. Dies entspricht einem Farbspektrum von violett bis rot (Guttmann, 1996).

Zudem muss eine Differenzierung der eintreffenden Strahlen nach Frequenz, Intensität und Richtung durchgeführt werden. Sieht man sich die Entwicklung des optischen Systems an und vergleicht es mit anderen Spezien, so erkennt man, dass die Empfindsamkeit für elektromagnetische Schwingungen an bestimmte Differenzierungen gebunden sein muss. Beispielsweise können einfachere Lebewesen wie Regenwürmer Lichtreize mit Hilfe des gesamten Körperepithels wahrnehmen. Jedoch findet man bei den meisten Lebewesen Mechanismen zur Erhöhung der Selektivität, wie z.B. die Konzentration lichtempfindlicher Elemente in bestimmten Körperregionen (Augenflecken) oder das Einsinken des Rezeptorepithels zu einer Sehgrube. Der nächste Schritt ist eine Verengung der "Sehöffnung", wodurch Richtungssehen ermöglicht wird. Vor allem Wirbeltiere haben eine erhöht Sehschärfe durch Linsensysteme (Guttmann, 1996).

Das menschliche Auge besitzt die Fähigkeit die Linse zu krümmen. Diese Akkomodation ermöglicht es sowohl Dinge in unmittelbarer Nähe, als auch sehr weit entfernte Objekte scharf zu sehen. Zudem besitz unser Auge die Fähigkeit zur Adaption. Dies bedeutet, dass es sich auf verschiedene Reizintensität einstellen kann (Zimbardo, 1995).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Erforschung der Wahrnehmung seit Ende des 19. Jahrhunderts ein und erläutert die Bedeutung der Ebenen der Wahrnehmung für die Informationsverarbeitung.

2 Ebenen der Wahrnehmung: Hier werden die drei Ebenen – Empfindung, eigentliche Wahrnehmung und Klassifikation – definiert, welche die Transformation physikalischer Energie in neurale Impulse bis hin zur Kategorisierung beschreiben.

3 Die Sinnesphysiologie: Dieses Kapitel behandelt detailliert die biologischen Mechanismen der optischen Wahrnehmung, inklusive Augenaufbau, Farbwahrnehmung, Kontrastphänomene und der Verarbeitung im Gehirn.

4 Sinnesphysiologie im Bereich der akustischen Wahrnehmung: Hier wird der auditive Fernsinn, die Funktionsweise des Gehörs und Theorien wie die Resonanz- und Dispersionstheorie zur Frequenzzerlegung dargelegt.

5 Psychophysik: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftliche Untersuchung der Beziehung zwischen objektiven physikalischen Reizen und subjektivem Erleben durch Pioniere wie Weber, Fechner und Stevens.

6 Wahrnehmungsprozesse: Hier werden komplexe Vorgänge wie das Tiefensehen, die Funktion technischer Hilfsmittel bei der Analyse und das Gestaltanalysevermögen untersucht.

7 Wahrnehmungskonstanzen: Dieses Kapitel widmet sich der Stabilisierung der Wahrnehmung trotz wechselnder Reizbedingungen durch Mechanismen wie Größen-, Helligkeits- und Formkonstanz.

8 Mustererkennung: Hier werden theoretische Modelle wie der Schablonenvergleich und die Merkmalsanalyse zur Identifikation von Mustern und Objekten erläutert.

9 Klassifikation: Dieses Kapitel beschreibt die Identifizierung von Objekten am Schnittpunkt datengeleiteter Bottom-up- und hypothesengeleiteter Top-down-Prozesse unter Einbezug von Kontextfaktoren.

10 Wahrnehmungstypologien: Hier werden interindividuelle Unterschiede in der Wahrnehmung analysiert, insbesondere die Differenzierung in Integrationstypen und das Konzept der Feldabhängigkeit.

11 Zusammenfassung: Diese Sektion bietet einen prägnanten Überblick über die zentralen Inhalte der visuellen und akustischen Sinnesphysiologie sowie der psychophysischen Grundlagen.

Schlüsselwörter

Wahrnehmung, Sinnesphysiologie, Psychophysik, visuelles System, akustische Wahrnehmung, Tiefensehen, Wahrnehmungskonstanz, Mustererkennung, Klassifikation, Bottom-up, Top-down, Farbtheorien, Weber-Fechner-Gesetz, Akkomodation, Wahrnehmungstypologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und physiologischen Grundlagen der Wahrnehmung. Sie analysiert, wie Menschen Informationen aus der Umwelt aufnehmen, verarbeiten und interpretieren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Sinnesphysiologie des Sehens und Hörens, psychophysische Gesetzmäßigkeiten, Prozesse der Mustererkennung, die Rolle von Kontext und Erwartungen sowie Unterschiede in Wahrnehmungstypologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den komplexen Weg von der physikalischen Stimulation der Sinnesorgane bis zur kognitiven Klassifikation und subjektiven Erfahrung verständlich darzustellen und die zugrunde liegenden Mechanismen der Informationsverarbeitung zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Literaturanalyse grundlegender psychologischer Standardwerke (z.B. Guttmann, Zimbardo, Anderson) und die Zusammenfassung experimenteller Erkenntnisse aus der Wahrnehmungspsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Sinnesphysiologie (optisch und akustisch), die Psychophysik (Weber, Fechner, Stevens), Wahrnehmungsprozesse (Tiefensehen, Gestalt), Konstanzen, Mustererkennung sowie die einflussnehmenden Faktoren wie Kontext und kulturelle Prägungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sinnesphysiologie, Psychophysik, Wahrnehmungskonstanz, Bottom-up/Top-down-Verarbeitung und Klassifikation maßgeblich bestimmt.

Welche Rolle spielt die "laterale Hemmung" bei der Wahrnehmung?

Die laterale Hemmung ist ein wesentlicher neurobiologischer Prozess in der Netzhaut, der Kontrastphänomene wie "Farbige Schatten" oder das Verschärfen von Kanten erklärt, indem er benachbarte Rezeptorzellen hemmt, um Helligkeitsunterschiede zu akzentuieren.

Warum spielt die "Top-down-Verarbeitung" bei der Wahrnehmung eine Rolle?

Die Top-down-Verarbeitung beschreibt, wie unser Vorwissen, unsere Erwartungen und unsere Motivation die Interpretation sensorischer Reize beeinflussen, was es uns beispielsweise ermöglicht, Objekte trotz unvollständiger Informationen oder ungewöhnlicher Perspektiven korrekt zu identifizieren.

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Details

Title
Die Wahrnehmung
College
University of Vienna  (Psychologie)
Course
Fachliteraturseminar
Grade
sehr gut
Author
Elisabeth Janisch (Author)
Publication Year
2002
Pages
59
Catalog Number
V5887
ISBN (eBook)
9783638136136
Language
German
Tags
Wahrnehmung Fachliteraturseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Janisch (Author), 2002, Die Wahrnehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5887
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