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Hypnose. Funktion, Anwendung und Wirkung

Título: Hypnose. Funktion, Anwendung und Wirkung

Trabajo de Seminario , 2000 , 17 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Elisabeth Janisch (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Ich traf die Wahl über dieses Thema eine Arbeit zu schreiben, da ich in meinem zukünftigen Berufswunsch, Verhaltenstherapie, diese Methode einsetzen will. Leider stellte ich mir die Aufgabe, ein persönliches Kommentar über diese Technik einfließen zu lassen, etwas zu einfach vor. Diese mir relativ unbekannte Technik ist mir unerreichbar, da ich mir nicht wirklich vorstellen kann, wie diese funktionieren kann. Sie praktisch auszuprobieren wäre mir wichtig gewesen. Daher ist dies nun die fünfte Fassung meiner Arbeit.

Hypnose stellt für viele ein Geheimnis dar, teilweise auch gepaart mit sehr vielen Vorurteilen und Ängsten ihr gegenüber. Meist kann man sich deren Wirkungsweise einfach nicht vorstellen. In den letzten Jahren hat ihre Akzeptanz aber immer mehr zugenommen. In Bereichen wie Verhaltenstherapie und in anderen Therapieformen hat sie seit der kognitiven Wende, da diese Gefühle und Imaginationen in ihre Konzepte einbezogen, ihren anerkannten Platz eingenommen. Ein weiterer Grund hierfür liegt darin, daß man erkannte, daß der Mensch als Ganzes denkt, erlebt und agiert. Die Theorie der Leib-Seele-Einheit des Menschen wurde so wieder neu anerkannt.

Allerdings musste ich auch via Fernsehen feststellen, dass die zuvor getroffenen Aussage, über die zunehmende Akzeptanz gegenüber dieser Methode, eher nur auf die Wissenschaft zutrifft. Befragt man nämlich den "normalen" Bürger, so äußert dieser meist vehemente Ängste gegenüber diesem Verfahren. Im Magazin "P.M. Die moderne Welt des Wissens" zeigten sich auch eine gänzlich andere Seite: In der Ausgabe vom Februar 2001 wurden die Irrtümer der Psychologie aufgedeckt, darunter auch die Annahme, daß Hypnose versteckte Erinnerungen wecken könnte. Laut diesem Bericht, der sich auf das Wissen aus dem Buch "Lexikon der Psycho-Irrtümer" und auf dessen Autor Rudolf DEGEN beruft, seien "Kindheitserinnerungen" unter Hypnose äußerst unzuverlässig. Sogar Erinnerungen aus der nahen Vergangenheit würden nicht immer der Wahrheit entsprechen. In Deutschland hatte dieses Wissen zur Folge, daß Hypnose im §136a der Strafprozeßordnung zu den "verbotenen Vernehmungsmittel" zu zählen ist. Die Ursache laut DEGEN wäre, daß das Gehirn kein vollständigen Gedächtnisfilm abbildet, sondern noch im Nachhinein Erinnerungen verändert.
Ich bin deshalb sehr im Zwiespalt, wie so oft in der Psychologie, in wie weit man nun allen Büchern und Artikeln über Hypnose Vertrauen schenken kann.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte

3. Was ist Hypnose?

Der Hypnosebegriff

Suggestion, Suggestibilität und Trance

Erscheinungsbild der klassischen Hypnose

Theorie und Praxis der Hypnose im heutigen Sinn des Wortes

4. Wie funktioniert Hypnose?

5. Wirkung der Hypnose

A. "Trance-Logik"

B. Dissoziation

6. Anwendungsbereiche

7. Anwendung der Hypnose in der Psychologie -Hypnosetherapie nach M. ERICKSON

8. Gegenwärtiger Stand - Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen objektiven Überblick über die Hypnose als therapeutisches Verfahren zu geben, um deren Wirkungsweise, Anwendbarkeit und historische Entwicklung besser nachvollziehbar zu machen.

  • Historische Entwicklung und Wurzeln der Hypnose von der Antike bis zur Moderne.
  • Definition und psychologische Wirkmechanismen (u.a. Suggestibilität und Trance).
  • Methoden und Anwendungsbereiche der Hypnose in Medizin und Psychotherapie.
  • Die Bedeutung der Hypnosetherapie nach Milton M. Erickson.
  • Kritische Reflexion von Vorurteilen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Auszug aus dem Buch

Erscheinungsbild der klassischen Hypnose

James BRAID (1794-1860) verstand unter Hypnose einen schlafartigen, stuporähnlichen Zustand, den er durch Fixierenlassen eines Gegenstandes mit gleichzeitiger Verbalsuggestion der Müdigkeit und Schläfrigkeit hervorrief. Die natürliche Ermüdung der während der Fixation nach oben innen gerichteten Augen benützt er dabei als Basisempfindung zur suggestiven Förderung eines schlafähnlich anmutenden, mehr oder minder herabgesetzten oder gar aufgehobenen Bewußtseinzustandes.

Die klassischen hypnotischen Phänomene sind:

• Suggestiv bewirkte, aber auch spontane unwillkürliche Reaktionen im Bereich er Willkürmotorik: wie automatischer Augenschluß, Leviation (autonome Bewegung einer Extremität nach oben), Katalepsie (durch erhöhten Muskeltonus bedingte Muskelsteife), unbewußte motorische Signale und Bewegungsautomatismen.

• Im Bereich der Sensorik: Analgesie (Aufhebung der Schmerzempfindung) und Anästhesie (Schmerzunempfindlichkeit), Hyperästhesie (Überempfindlichkeit), positive und negative Halluzinationen

• mentale Reaktionen, Veränderung der Raum-, Zeit- und Körperwahrnehmung wie Amnesie (Aufhebung der Erinnerung) durch Hyperamnesie (gesteigertes Erinnerungsvermögen), gezielte Altersregression sowie das Phänomen der Posthypnose (Verwirklichung von in der Hypnose gesetzten Suggestionen außerhalb des hypnotischen Zustandes, was für die therapeutische Suggestion von besonderer Bedeutung ist).

In neuerer Zeit wird die Dissoziation (Trennungsprozeß im Bereich des Erlebens und Wahrnehmens) für eine der wesentlichsten Erscheinungen in der Hypnose erachtet. "Der gemeinsame Nenner vieler hypnotischer Phänomene ist die Dissoziation" (HILDEGARD 1977).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Hypnose aus der Perspektive ihres Berufswunsches Verhaltenstherapie und reflektiert über Vorurteile sowie die wissenschaftliche Akzeptanz des Themas.

2. Geschichte: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge der Hypnose von frühen magisch-mystischen Ritualen bis zur wissenschaftlichen Ära und den Ansätzen von Mesmer, Charcot, Bernheim und Freud nach.

3. Was ist Hypnose?: Hier werden verschiedene Definitionen der Hypnose beleuchtet, wobei Aspekte wie Hypersuggestibilität, der Zustand des Bewusstseins und die Bedeutung der Hypnotisierbarkeit erläutert werden.

4. Wie funktioniert Hypnose?: Das Kapitel diskutiert die Voraussetzungen für eine Hypnosebehandlung, die Rolle des Hypnotiseurs und den Prozess der hypnotischen Induzierung.

5. Wirkung der Hypnose: Anhand der Konzepte "Trance-Logik" und "Dissoziation" wird dargelegt, wie Hypnose psychologische Prozesse beeinflussen und das Bewusstsein verändern kann.

6. Anwendungsbereiche: Es wird ein breites Spektrum an medizinischen und psychotherapeutischen Einsatzgebieten für Hypnose aufgezeigt, von der Schmerztherapie bis zur Behandlung funktioneller Störungen.

7. Anwendung der Hypnose in der Psychologie -Hypnosetherapie nach M. ERICKSON: Dieses Kapitel würdigt die Innovationen von Milton M. Erickson, insbesondere sein indirektes Vorgehen und die klientenzentrierte Ausrichtung.

8. Gegenwärtiger Stand - Ausblick: Zusammenfassend wird der moderne Aufschwung der Hypnose durch eine veränderte therapeutische Grundhaltung und die Etablierung innovativer Techniken bewertet.

Schlüsselwörter

Hypnose, Hypnosetherapie, Milton M. Erickson, Suggestion, Trance, Dissoziation, Verhaltenstherapie, Bewusstseinszustand, Hypnotisierbarkeit, Psychosomatik, Schmerztherapie, Moderne Hypnose, Altersregression, therapeutisches Verfahren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das Phänomen Hypnose, beleuchtet ihre historische Entwicklung, erklärt ihre theoretischen Grundlagen sowie Wirkmechanismen und stellt moderne Anwendungsgebiete in der Medizin und Psychotherapie dar.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Hypnose, die wissenschaftliche Definition, die Funktionsweise und physiologische/psychologische Wirkungen sowie die spezielle Bedeutung der Hypnosetherapie nach Milton M. Erickson.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein objektives Bild der Hypnose zu zeichnen, Vorurteile durch wissenschaftliche Fakten zu hinterfragen und die Vielseitigkeit sowie therapeutische Relevanz dieses Verfahrens aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse verschiedener Autoren und Fachgebiete, um die Hypnose aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und eine objektive Einschätzung zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen, Induzierungsmethoden, Phänomene wie die "Trance-Logik" und Dissoziation, sowie ein breites Indikationsspektrum für die Anwendung der Hypnose detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hypnosetherapie, Erickson, Suggestion, Trance, Dissoziation, psychische Störungen und therapeutisches Verfahren charakterisiert.

Was genau versteht man unter dem in der Arbeit beschriebenen "verdeckten Beobachter"?

Der "verdeckte Beobachter" ist ein durch E. Hilgard geprägter Begriff für die "verdeckte Bewusstheit" während der Hypnose, bei der ein Teil des Bewusstseins auch unter hypnotischer Schmerzausschaltung noch Informationen verarbeiten und berichten kann.

Warum stellt die Arbeit einen starken Bezug zu Milton M. Erickson her?

Erickson gilt als Begründer der modernen Hypnosetherapie. Die Arbeit hebt ihn hervor, da er eine autoritäre Haltung durch einen klientenzentrierten, indirekten Ansatz ersetzte, der heute als Standard für die therapeutische Praxis gilt.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Hypnose. Funktion, Anwendung und Wirkung
Universidad
University of Vienna  (Psychologie)
Curso
Wissenschaftliches Arbeiten
Calificación
sehr gut
Autor
Elisabeth Janisch (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
17
No. de catálogo
V5890
ISBN (Ebook)
9783638136143
ISBN (Libro)
9783656829515
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichte der Hypnose Suggestion Suggestibilität Trance Hypnosebegriff Funktion und Wirkung Showhypnose Anwendungsbereiche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisabeth Janisch (Autor), 2000, Hypnose. Funktion, Anwendung und Wirkung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5890
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