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Das Leben der Frauen im antiken Griechenland. Über den Einfluss des weiblichen Geschlechts von Xenophon bis Plutarch

Titel: Das Leben der Frauen im antiken Griechenland. Über den Einfluss des weiblichen Geschlechts von Xenophon bis Plutarch

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marie Gründer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Lebensbedingungen von Frauen im antiken Athen anhand der Werke von Xenophon und Plutarch. Im Fokus steht die Rolle der Frau im Oikos und wie diese von den beiden Autoren dargestellt wird. Durch einen vergleichenden Ansatz werden Xenophons „Oikonomikos“ und Plutarchs Schriften wie die „Moralia“ und die „Trostschrift an die Gattin“ analysiert, um den Wandel im Verständnis der weiblichen Rolle in der Gesellschaft aufzuzeigen. Ziel ist, ein fundiertes Verständnis über die soziale und familiäre Position der Frau im antiken Griechenland zu vermitteln, insbesondere in Bezug auf Haushaltsführung und Ehe.

Nicht eingegangen wird im Rahmen dieser Hausarbeit auf die Differenz zu Sparta oder den Bezug von Frauen und Religion, da Frauen in diesem Bereich stark integriert waren und dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Die Arbeit richtet sich an Studierende und Forschende der Altertumswissenschaften, Geschichte und Gender Studies sowie an Leser:innen mit Interesse an der Rolle der Frau in der antiken Gesellschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Verwendete Quellen

2. Das Bild der Frau im privatrechtlichen Bereich

2.1 Bildung und Erziehung der Mädchen

2.2 Ehe, Sexualität

2.3 Familie und Mutterschaft

2.4 Pflichten und Tätigkeiten der Frau

2.5 Freiheiten der Frau

3. Stellung im Haus und in der Öffentlichkeit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den soziokulturellen Wandel der Lebensbedingungen und der gesellschaftlichen Rolle der Frau im antiken Griechenland durch eine vergleichende Analyse der Schriften von Xenophon und Plutarch. Dabei liegt der Fokus auf der Entwicklung vom klassischen Idealbild der „Oikonomika“ hin zu den veränderten moralphilosophischen Vorstellungen in der römischen Kaiserzeit.

  • Die Rolle der Frau innerhalb des häuslichen Bereichs (Oikos)
  • Erziehung, Bildung und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
  • Ehe, Loyalität und rechtlicher Status der Frau
  • Öffentliche Präsenz vs. häusliche Abgeschiedenheit
  • Vergleich der Lehren von Xenophon und Plutarch

Auszug aus dem Buch

2. Das Bild der Frau im privatrechtlichen Bereich

„Und wie, Sokrates, meinte er, hätte ich sie fertig ausgebildet bekommen sollen, da sie doch mit nicht einmal fünfzehn Jahren zu mir kam, die Zeit davor aber unter ständiger Aufsicht lebte, damit sie möglichst wenig sähe, möglichst wenig hörte und möglichst wenig fragte? Denn du hältst es wohl kaum für ausreichend, daß sie lediglich mit dem Wissen zu mir kam, Wolle entgegenzunehmen und ein Obergewand daraus anzufertigen, und wenn sie gesehen hätte, wie den Sklavinnen Wollarbeiten zugeteilt werden? […] Was die Magenfrage betrifft, Sokrates, kam sie recht gut ausgebildet zu mir, und das scheint mir wenigstens für Mann und Frau ein sehr wichtiges Erziehungsziel zu sein“ (Oik. 7,5f.).

Die Ehefrau ist ihrem älteren Mann in geistig-seelischer Entwicklung gänzlich unterlegen. Dieses Defizit wird als Vorzug betrachtet. Ihre Formbarkeit gilt als Tugend und ihre Unwissenheit und Unbildung werden positiv bewertet. Höhere Bildung bleibt den Frauen verwehrt, da sie zu früh heiraten und Kinder bekommen. Xenophon beschreibt dies, indem er darauf hinweist, wie selten er ein wirkliches Gespräch mit seiner Frau führe (Oik. 3,12). Ihre Abschottung soll die Jungfräulichkeit der Mädchen garantieren. Bis zum Alter von sieben Jahren werden Jungen und Mädchen gemeinsam im gynaikon erzogen. Das gynaikon ist ein eigener, abschließbarer Wohnbereich für Frauen. Die Mädchen bleiben bis zur Hochzeit dort.

Sie lernen Spinnen, Weben und übliche häusliche Aufgaben. Eine ebenso wichtige Tugend ist es, ihren Magen kontrollieren zu können. Die wenigsten können lesen und schreiben, doch waren ihnen einige Buchstaben geläufig, um Listen führen zu können. Ein gutes Gedächtnis kann stattdessen von großem Vorteil sein. In einem wohlhabenden Oikos wird der Umgang mit Sklaven erlernt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Quellengrundlage, insbesondere Xenophons Oikonomikos, ein und skizziert den zeitlichen sowie methodischen Rahmen der Untersuchung.

2. Das Bild der Frau im privatrechtlichen Bereich: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Erziehung, häusliche Einbindung, eheliche Pflichten sowie die rechtlichen und sozialen Beschränkungen der Frau im antiken Griechenland.

3. Stellung im Haus und in der Öffentlichkeit: Hier wird die Dichotomie zwischen dem privaten Raum als Wirkungsstätte der Frau und ihrem eingeschränkten Auftreten im öffentlichen Leben thematisiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt den Wandel des Frauenbildes von der strengen Segregation bei Xenophon hin zu einer konjugalen Partnerschaft bei Plutarch hervor.

Schlüsselwörter

Antikes Griechenland, Frauenrolle, Xenophon, Plutarch, Oikos, Hauswirtschaft, Ehe, Erziehung, Geschlechterrollen, Soziokultureller Wandel, Gynaikon, Rechtlicher Status, Kaiserzeit, Sittsamkeit, Sophrosyne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Leben der Frau im antiken Griechenland durch einen gezielten Vergleich der antiken Autoren Xenophon und Plutarch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Haushaltsführung (Oikos), die eheliche Rolle, soziale Erwartungen und die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den soziokulturellen Wandel in den Lebensbedingungen athenischer Frauen über den Zeitraum von der klassischen Epoche bis zur Kaiserzeit nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Literaturanalyse der Werke von Xenophon und Plutarch unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Bildung, Ehe, Mutterschaft, Pflichten, Freiheiten der Frau sowie ihre Stellung im Haus und im öffentlichen Raum erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören Oikos, antikes Frauenbild, Xenophon, Plutarch, Ehe-Ethik und gesellschaftliche Segregation.

Warum spielt die Metapher der „Bienenkönigin“ bei Xenophon eine Rolle?

Xenophon nutzt sie, um die Rolle der Ehefrau als Verwalterin des Oikos zu verdeutlichen, die das Innere ordnet und das Vermögen durch kluge Führung mehrt.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Ehe bei Plutarch von der Xenophons?

Während bei Xenophon der Fokus auf einer ökonomischen Partnerschaft mit klarer Trennung der Lebensbereiche liegt, konzipiert Plutarch die Ehe verstärkt als konjugales Band und persönliche Beziehung.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Leben der Frauen im antiken Griechenland. Über den Einfluss des weiblichen Geschlechts von Xenophon bis Plutarch
Hochschule
Universität Leipzig  (Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Marie Gründer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V589348
ISBN (eBook)
9783346205032
ISBN (Buch)
9783346205049
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen in Griechenland Xenophon Plutarch Leben in Griechenland antikes Griechenland Frauen im antiken Griechenland Oikos und Haushaltsführung Xenophon Oikonomikos Analyse Plutarch Moralia Interpretation Rolle der Frau in der Antike Antike Sozialstrukturen Weibliche Lebenswelten in Athen Historische Quellen zur Frauenrolle Antike Philosophie und Frauen Frauenrechte im alten Griechenland Xenophon und die Ehefrau im Oikos
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Gründer (Autor:in), 2020, Das Leben der Frauen im antiken Griechenland. Über den Einfluss des weiblichen Geschlechts von Xenophon bis Plutarch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/589348
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Leseprobe aus  19  Seiten
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