Überprüfung der Wirksamkeit des Konzepts der bilingualen Sprachvermittlung im frühkindlichen Alter zum Erhalt der sorbischen Sprache


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

22 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sprachinsel

3. Die sorbische Sprache

4. Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter
4.1. Einführung
4.2. Bilingualität als Konkurrenz der Sprachen
4.3. Die Immersionsmethode
4.4. Der Spracherwerb im Kleinkindalter
4.5 Zwischenfazit

5. Das WITAJ-Projekt
5.1. Daten und Fakten
5.2. Grundlagen des WITAJ-Projekts
5.3 Chancen des WITAJ-Projekts
5.4 Probleme des WITAJ-Projekts

6. Résumé

7. Literaturliste

Sekundärquellen

Internetquellen

1. Einleitung

Wer das Ortsschild von Bautzen passiert, kann dort folgendes lesen: „Wulke wokrjesne město Budyšin“. In der großen Kreisstadt wird man neben Deutsch auch in der Minderheitensprache Sorbisch willkommen geheißen. Ohne eigenes Autonomiegebiet ist das kleine westslawische Volk der Sorben in der Lausitz beheimatet. Bautzen ist eines seiner kulturellen Zentren. Die Beschriftung des Ortsschildes kann nach Schätzungen heute noch von 20.000 Menschen, die des Sorbischen mächtig sind, problemlos verstanden werden. Laut einer Studie stirbt jede Sprache mit unter einer Million Sprecher1 allmählich aus, weshalb Sorbisch auf der Liste der bedrohten Sprachen steht.2

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die bilinguale Sprachvermittlung durch Kindergärten zum Erhalt der sorbischen Sprache beitragen kann. Hierfür wird zunächst das Phänomen Sprachinsel dargestellt. Anschließend folgen Fakten über das sorbische Volk und seine Sprache. Des Weiteren wird sich genauer mit der Frage nach Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter beschäftigt. Zuletzt wird das WITAJ-Projekt mit seinen Chancen und Problemen vorgestellt, bevor in einem Résumé auf die letztliche Wirksamkeit der bilingualen Erziehung in Kindergärten eingegangen wird.

2. Die Sprachinsel

Im Folgenden wird der Begriff Sprachinsel genauer erläutert. Dabei wird das Phänomen des Sprachtodes, welches im Zusammenhang mit Sprachinseln gehäuft auftritt, beschrieben. Des Weiteren wird die Sprachinsel als Ort des Sprachkontakts beleuchtet und auf das sich aus der Mehrsprachigkeit ergebende Prinzip des Code-Switchings eingegangen.

Unter einer Sprachinsel versteht man eine verhältnismäßig kleine geschlossene Sprach- und Siedlungsgemeinschaft, die sich in einem größeren fremden Sprachgebiet befindet. Sprachinseln können punktuell oder areal auftreten. Oft geht die sprachliche Andersartigkeit mit einer ethnokulturellen Andersartigkeit der Sprachinsel-gemeinschaft einher. In Sprachinselgebieten hat die ‚arteigene Sprache’ für die Minderheit oft identitätsstiftende Funktion. Ferner unterstützt ihr kulturelles Gemeinschaftsbewusstsein die Minderheit in der gesellschaftlichen Abgrenzung von der Mehrheit. Auf staatlicher und sozialer Ebene existiert zumeist eine Verbindung zur anderssprachigen Umwelt.3

Eine Sprachinsel zeichnet sich durch ihre Isolierung aus. Die Absonderung ist sowohl auf der sprachlichen, als auch auf der geographischen Ebene bedeutend.4 In Verbindung mit der kulturellen Eigenständigkeit ist die Isolierung entscheidend für die Überlebensfähigkeit einer Sprachinsel. Auflösung der Isolation und Abbau der kulturellen Unabhängigkeit führt zu Bi- und Multilingualismus.5 Dadurch werden Interferenzbildungen und eine allmähliche Angleichung an die Kontaktsprache erzeugt. Es kommt zum Sprachtod, der als soziolinguistische Kategorie den Verlust einer Varietät oder Sprache im Varietätenspektrum einer Sprachgemeinschaft bedeutet. Ausgelöst durch soziokulturelle Wandlungen, wie zum Bespiel wirtschaftliche Integration der Sprachinsel in die Umgebung oder zunehmende Mobilität der Sprecher, geht dem Verfall einer Sprachinsel oft eine Phase der Assimilation voraus. In diesen Prozess der Angleichung an die Sprache der die Sprachinsel umgebenden Mehrheit sind oftmals drei Generationen involviert. Auf psycholinguistischer Ebene spricht man in der vierten Generation dann von einem Sprachverlust. Die Sprachinselsprache ist im Kompetenzzentrum des Sprechers nicht mehr vorhanden.6

Sprachinseln sind immer Orte des Sprachkontakts. Stehen im ersten Schritt sprachexterne Prozesse, so ist es im zweiten Schritt dann der Sprachkontakt, der die Gefahr einer natürlichen Auflösung der Sprache mit sich bringt. Dabei ist das Verhältnis der Kontaktsprachen zueinander zu beachten und die Auswirkung der Kontaktsituation auf die Sprachkompetenz. Dort wo zwei Sprechergruppen aufeinandertreffen, kann es passieren, dass eine Sprache dominiert und großen Einfluss auf die Kontaktsprache ausübt. Diese sogenannte Superstrat-Sprache überdeckt die Sprache der kulturell, ökonomisch oder politisch unterlegenen Sprechergruppe und macht diese damit zur Substrat-Sprache.7

Innerhalb heutiger Sprachinseln herrscht häufig sowohl beim Individuum, als auch in der Gesellschaft Zweisprachigkeit vor. Durch wechselseitige Beeinflussung der Kontaktsprachen kommt es zu sprachlichen Neuerungen. Sprachmischung- und Ausgleich sind wichtige Prinzipien der Sprachentwicklung bei Sprachinseln.8 Bei der Mischung von Sprachen taucht das Phänomen des Code-Switchings auf: Innerhalb von sprachlichen Äußerungen treten Sprachen oder Varietäten gemischt auf. Ist das Code-Switching soziolinguistisch motiviert, geschieht es funktional und kann situations-, konversations- oder identitätsgebunden sein. Der kommunikationswillige Sprecher ist sich beim funktionalen Code-Switching des Wechselns der Sprachen oder Varietäten bewusst und ‚weist oft explizit auf den Sprachwechsel hin’.9 Hingegen geschieht nicht-funktionales Code-Switching meist absichtslos und ist psycholinguistisch motiviert.10

3. Die sorbische Sprache

Dieser Abschnitt stellt das Sorbische als eine Sprachinsel-Sprache vor. Zunächst wird ein kurzer Einblick in die Geschichte des Sorbischen gegeben. Alsdann wird auf die heutige Situation des Sorbischen mit der Unterscheidung von Ober - und Niedersorbisch, sowie das Bestreben um den Erhalt dieser Minderheitensprache eingegangen.

Die Sorben sind eine eigene Ethnie im südöstlichen Deutschland. Mit der Völkerwanderung etwa seit dem 6. Jahrhundert beginnt die Geschichte der sorbischen Sprache auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Durch Zuwanderung der sorbischen, ihrerzeit dominanten, Sprechergruppe und der darauf folgenden fast vollständigen Assimilation des Deutschen im besiedelten Areal entstand eine slavische Sprachinsel im deutschen Sprachgebiet.11

Bestimmend für das Sorbische ist die rund tausendjährige Zugehörigkeit zu deutschsprachigen Staaten, deren Herrscher häufig wechselten. Die Sorben bewahrten eine ‚gewisse innere Selbständigkeit’, da durch die Herrschaftswechsel keine ‚konsequente Politik gegenüber den Sorben betrieben wurde’. Das sorbischsprachige Kerngebiet lag geographisch isoliert. Schlechte Verkehrswege bewirkten eine geringe Mobilität und verzögerten die Industrialisierung, sodass der Kontakt zur umgebenden deutschen Sprache gering war. Allerdings unterliegen die sorbischen Sprecherzahlen seit dem 17. Jahrhundert einem Schrumpfungsprozess.12

Die sorbische Sprache gehört zur Gruppe der westslawischen Sprachen und wird vor allem in der Lausitz gesprochen. Es wird zwischen den beiden Schriftsprachen Obersorbisch und Niedersorbisch unterschieden. Die Obersorben sind in der sächsischen Oberlausitz angesiedelt und unterscheiden sich auch kulturell von den in der Niederlausitz in Brandenburg lebenden Niedersorben.13

Die sich selbst als Sorben bezeichnenden 50.000 – 60.000 Angehörigen des sorbischen Volkes sind in Deutschland als nationale Minderheit anerkannt. Die Verfassungen der Bundesländer Brandenburg und Sachsen garantieren den Sorben ihr Recht auf nationale und ethnische Identität. Mit der seit 1998 rechtsfähigen Stiftung für das sorbische Volk wurden auf materieller Ebene Rahmenbedingungen für »die Bewahrung und Entwicklung, Förderung und Verbreitung der sorbischen Sprache, Kultur und Traditionen als Ausdruck der Identität des sorbischen Volkes« geschaffen. Sorbisch ist in Brandenburg und Sachsen Amtssprache. In aller Regel sind Sorben deutsche Staatsangehörige.14

Hochrechnungen zufolge hat das Niedersorbische 6.000 aktive Sprecher und das Obersorbische etwa 14.000. Es existiert ein Kerngebiet, in dem das Obersorbische mehrheitlich von der Bevölkerung genutzt wird und als Alltagssprache gilt. Für das Niedersorbische gibt es diese Form eines stabilen sprachlichen Kerngebiets nicht.15 Insbesondere das Niedersorbische gilt als vom Aussterben bedroht. Die geschätzten Sprecherzahlen sind äußerst vage. Grund hierfür ist die Heterogenität der „sorbischsprachigen“ Gruppe. So findet man neben sorbischen Muttersprachlern ohne schriftsprachliche Kompetenzen Menschen mit passiven sorbischen Sprachkenntnissen. Ferner arbeiten Obersorben auch in niedersorbischen Institutionen, haben allerdings lediglich schriftsprachliche Kenntnisse in Niedersorbisch. Außerdem gibt es auch Deutschsprachige, die die niedersorbische Schriftsprache als Fremdsprache erworben haben, sowie deutschsprachige Lehrer und Erzieher im niedersorbischen Bereich.16

Während das Niedersorbische dem Polnischen näher steht, ist das Obersorbische dem Tschechischen und Slowakischen ähnlicher. Für beide sorbischen Sprachen ist die Frage des deutschen Einflusses akut, da die sorbischen Sprecher durchgehend zweisprachig sind.17

Es gibt diverse sprachpflegerische Maßnahmen, die den Erhalt der sorbischen Sprachen unterstützen sollen. Neben zahlreichen sorbischen Vereinen existiert auch ein regional zu empfangendes sorbisches Programm beim Mitteldeutschen Rundfunk. Die Politik der Bundesländer Sachsen und Brandenburg versucht, die Identität und Zukunft des sorbischen Volkes explizit durch Gesetze zu schützen.18 Dabei wird sich auf das Recht auf nationale und ethnische Identität als ein Teil der Menschen- und Freiheitsrechte berufen.19 Die sächsische Regierung hat einen Maßnahmenplan zur »Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache« entwickelt. Die geplanten Maßnahmen beziehen sich auf unterschiedliche Handlungsfelder. So steht der Erwerb der sorbischen Sprache, sowie die Verbesserung der Sprachkenntnisse im Fokus. Ferner soll der Gebrauch der sorbischen Sprache im öffentlichen Leben innerhalb des sorbischen Siedlungsgebietes Berücksichtigung finden. Außerdem beinhaltet der Plan Maßnahmen, die Wissen über sorbische Sprache und Kultur überliefern sollen.20

Punkt 1.2 des Plans bezieht sich auf die »Fortsetzung der Förderung der Zweisprachigkeit in sorbisch-muttersprachlichen und zweisprachigen Gruppen in Kindertageseinrichtungen«. Hierin wird festgelegt, dass durch finanzielle Unterstützung der Kindertageseinrichtungen durch den Freistaat Sachsen die Möglichkeiten geschaffen werden, Kinder ‚mit dem Ziel einer umfassenden Zweisprachigkeit zu fördern’. Dabei soll vorausgesetzt sein, dass die pädagogischen Fachkräfte der deutschen und der sorbischen Sprache mächtig sind.21 Dieser gesetzliche Ausgangspunkt findet unter anderem Konkretisierung in dem sogenannten WITAJ-Projekt, das sich für die zweisprachige sorbisch-deutsche Betreuung und Ausbildung an Kindergärten und Schulen in der Lausitz und damit für die Verbreitung und Förderung des Sorbischen einsetzt.

4. Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter

Nachfolgend wird die wissenschaftliche Herausforderung aufgezeigt, die sich bei der Untersuchung von Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter ergibt. Mögliche negative und positive Aspekte einer bilingualen Erziehung werden beleuchtet. Anschließend wird die Art und Weise der bilingualen Sprachvermittlung betrachtet und die Immersionsmethode als pädagogisch entwickeltes Konzept vorgestellt. Zuletzt wird der Zusammenhang von Lebensalter und bilingualem Spracherwerb diskutiert, bevor ein Fazit die Komplexität der bilingualen Spracherziehung verdeutlicht.

4.1. Einführung

Die Frage nach der Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter bedarf einer Bearbeitung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen. Die Komplexität des Gegenstands der Betrachtung von Sprache und ihrer Entwicklung in der Ontogenese verlangt eine Bezugnahme auf die Linguistik, die Psycholinguistik, die Entwicklungspsychologie, die Verhaltensbiologie, die Anthropologie, die Systemtheorie und viele Disziplinen mehr.22

Im folgenden kann daher nur ein punktueller Einblick in das Thema gegeben werden. Hierfür wird sich unter anderem auf Lev S. Vygotskijs bezogen, dessen Aufsatz zur kindlichen Mehrsprachigkeit, obschon aus dem Jahre 1929, viele heute noch ungeklärte Fragen in Bezug auf Bilingualität bei Kleinkindern behandelt.23

Eine eindeutige Aussage für oder gegen zweisprachige Erziehung im Kleinkindalter gibt es nicht. Die Sprachentwicklung eines Kindes ist individuell und äußerst komplex. Sicher stellt die Vermittlung zweier Sprachen eine ‚eigenartige Form der kindlichen Entwicklung’ dar.24 In erster Linie stellt sich die Frage, ob Bilingualität die intellektuelle Entwicklung eines Kindes und den Erwerb der ‚Familiensprache’25 unterstützt oder hemmt.26

4.2. Bilingualität als Konkurrenz der Sprachen

Unter rein psychologischen Gesichtspunkten betrachtet, bedeutet Spracherwerb die Verbindung von Ideen mit Lautkomplexen. Die Grundlage der Sprache sind demnach ‚assoziative Verbindungen zwischen Zeichen und Bedeutung’. Bei mehrsprachig erzogenen Kindern ergibt sich daraus die Herausforderung, für die Bedeutung eines Gegenstandes auf lautliche Bezeichnungen aus zwei Systemen zurückgreifen zu können. Die Systeme geraten in Konkurrenz miteinander und können vermischt werden. Das Kind wird vor die Aufgabe der Unterscheidung und Entscheidung zwischen den zwei Sprachen gestellt.27 Sicher ist allerdings, dass dieser Prozess rein mechanisch gedacht ist und die ‚simplen Gesetze[n] der gegenseitigen Hemmung’ in Bezug auf die Sprachen nicht greifen.28 Vielmehr resultiert aus der Abweichung der verschiedenen Sprachen voneinander ein Anstoß zu eigenen Denkakten und Vergleichstätigkeiten auf Seiten des Kindes, der zu einer ‚seelischen Förderung’ führen kann. Durch die Andersartigkeit der Zweitsprache wird das Verständnis für die Muttersprache unterstützt.29

Eine natürliche Rivalität zwischen den Sprachen ist allein aufgrund ihrer prinzipiellen Verfügbarkeit und ihrem Vorkommen im Alltag gegeben. Hier spielt allerdings die Ähnlichkeit der beteiligten Sprachen eine Rolle. Je näher sich die Sprachen auf den Ebenen Intonation, Phonologie, Morphologie, Syntax und Lexikon sind, desto schneller kommt es zum Code-Switching.30 Die von bilingualen Kindern verwendeten Sprachen aktivieren sich gegenseitig. Die beiden Sprachsysteme im bilingualen Individuum interagieren. Parallele Äußerungspläne entstehen immer in mehrsprachigen Kontexten, wenn das Kind mit beiden Sprachen konfrontiert wird.31 Kommt es bei bilingualen Kindern zum Code-Switching, muss dies nicht als Defizit gewertet werden. Da mehrsprachige Individuen ihre Sprachen gleichzeitig benutzen können, beachten sie während des gemischten Sprechens soziolinguistische, pragmatische und grammatische Regularitäten.32

4.3. die Immersionsmethode

Zu berücksichtigen ist bei der bilingualen Erziehung ‚der Charakter des Aufeinandertreffens der einen und der anderen Sprache’.33 Wächst ein Kind strikt mit dem Prinzip auf, dass jede Erziehungsperson seines Umfeldes immer in ihrer Muttersprache mit ihm spricht, wobei verschiedene Personen in unterschiedlichen Sprachen mit dem Kind kommunizieren, werden die Sprachen an Personen geknüpft. Das Kind hat so die Möglichkeit, sich zwei Sprachen parallel anzueignen. Die sprachliche Entwicklung läuft dann in zwei selbständigen Prozessen ab. Die sprachlichen Systeme, die das Kind entwickelt, funktionieren unabhängig voneinander. Kinder, die nach dem Prinzip eine Person – eine Sprache bilingual aufwachsen, gebrauchen zwei Sprachen ohne Code-Switching und Interferenzen. Es kommt für das Kind zu keiner Verzögerung in der sprachlichen Entwicklung, wie es bei zweisprachig aufwachsenden Kindern, deren Bezugspersonen die Sprache wechselten, beobachtet wurde.34 Da der Spracherwerb schon bei Säuglingen beginnt, sollte das Verteilungsprinzip von Lebensbeginn an beachtet werden.

[...]


1 Die im Text verwendete männliche Form Sprecher meint ausdrücklich auch Sprecherinnen.

2 Vgl. Sefkow, Erik (2017): Die Sorben – Hintergrundwissen kompakt. (WWW-Dokument: https://www.sorben.org/die-sorben-hintergrundwissen-kompakt.html), abgerufen am 15.07.2017.

3 Vgl. Wiesinger, Peter (1983): Deutsche Dialektgebiete außerhalb des deutschen Sprachgebiets: Mittel-, Süd- und Osteuropa. In: Besch, Werner et al. (Hrsg.): Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung. Zweiter Halbband. Berlin, New York: de Gruyter. (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 1.2). S.900-929, hier S. 901.

4 Vgl. Zürrer, Peter (1999): Sprachinseldialekte: Walserdeusch im Aostatal. Aarau u.a.: Sauerländer. (Sprachlandschaft 23). S.27.

5 Vgl. Wiesinger, Peter (1983): Deutsche Dialektgebiete außerhalb des deutschen Sprachgebiets. S. 901.

6 Vgl. Schröder, Saskia (2017): Power-Point-Präsentation zum Seminar: Sprachinseln - ein Spiegel in die Vergangenheit des Deutschen (Erhalt und Verlust deutscher Sprachinseln). CAU zu Kiel, abgerufen über OpenOLAT (https://lms.uni-kiel.de) am 10.07.2017.

7 Vgl. Schröder, Saskia (2017): Power-Point-Präsentation (Sprachinseln als Orte des Sprachkontakts), abgerufen am 14.07.2017.

8 Vgl. Schirmunski, Victor (1930): Sprachgeschichte und Siedlungsmundarten. In: Germanisch-romanische Monatsschrift 18. S. 113-122 und 171-188, hier S. 113.

9 Vgl. Riehl, Claudia Maria (2009): Sprachkontaktforschung. Eine Einführung, 2., überarbeitete Auflage. Tübingen: Narr. S.23.

10 Vgl. ebd., S.27.

11 Vgl. Marti, Roland (1990): Probleme Europäischer Kleinsprachen. Sorbisch und Bündnerromanisch. In: Thiergen, Peter (Hrsg.): Vorträge und Abhandlungen zur Slavistik. Band 18. München: Sagner. S. 22.

12 Vgl. ebd., S. 29.

13 Vgl. ebd., S. 22.

14 Vgl. Stiftung für das sorbische Volk, Bautzen (2017): Die Lausitz ist zweisprachig. Über uns.(WWW-Dokument: http:// http://stiftung.sorben.com/wobsah_de_43.htm), abgerufen am 10.07.2017.

15 Vgl. Schulz, Jana (2009): Das Sorbische als Minderheitensprache: Last oder Herausforderung? In: Stolz, Christel (Hrsg.): Neben Deutsch – Die autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen Deutschlands. Bochum: Brockmeyer. S. 103–120, hier S. 105.

16 Vgl. Schröder, Saskia (2017): Power-Point-Präsentation zum Seminar (Sprachinseln in Deutschland I: Sorbisch), abgerufen am 10.07.2017.

17 Vgl. Marti, Roland (1990): Probleme Europäischer Kleinsprachen. S. 23f.

18 Vgl. Landesregierung Brandenburg (2017): Gesetz über die Ausgestaltung der Rechte der Sorben/Wenden im Land Brandenburg (Sorben/Wenden-Gesetz - SWG) vom 07.07.1994 (WWW-Dokument: http://bravors.brandenburg.de/gesetze/swg_2014), abgerufen am 10.07.2017.

19 Vgl. Sächsischer Landtag (1999): Sächsisches Sorbengesetz. Gesetz über die Rechte der Sorben im Freistaat Sachsen. (WWW-Dokument: http://www.revosax.sachsen.de), abgerufen am 11.07.2017. S.1.

20 Vgl. Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (2013): Maßnahmenplan zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache. Dresden: Union. S.3.

21 Vgl. ebd., S.8.

22 Vgl. Klann-Delius, Gisela (2016): Spracherwerb. Eine Einführung. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Metzler. S. VII.

23 Vgl. Voygotskij, Lev S. (1929): Zur Frage nach der Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter. In: Meng, Katharina / Rehbein, Jochen (Hrsg.): Kindliche Kommunikation – einsprachig und mehrsprachig. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann (Mehrsprachigkeit Band 1). S.40-75.

24 Vgl. ebd., S. 41.

25 Mit dem unpräzisen Ausdrucke Familiensprache / Muttersprache ist in der Regel die Sprache gemeint, mit der ein Kind zu Lebensbeginn durch die es erziehenden Personen konfontriert wird. Im Prinzip ist die Erstsprache gemeint. Bei seit Geburt bilingual erzogenen Kindern gibt es demnach zwei Familien- bzw. Erstsprachen.

26 Vgl. Voygotskij, Lev S. (1929): Zur Frage nach der Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter. S.43.

27 Vgl. ebd., 45

28 Vgl. ebd., S.63.

29 Vgl. Stern, Clara u. William (1928): Die Kindersprache. Eine psychologische und sprachtheoretische Untersuchung. Nachdruck 1987. Darmstadt: WBG. S. 297f.

30 Vgl. Tracy, Rosemarie u.a. (2008): Nachbarn auf engstem Raum. Koexistenz, Konkurrenz und Kooperation im mehrsprachigen Kopf. In: Eichinger, Ludwig M. u.a. (Hrsg.): Das Deutsche und seine Nachbarn. Über die Identität und Mehrsprachigkeit. Tübingen: Narr. S. 83-109, hier S. 88.

31 Vgl. ebd., S.104.

32 Vgl. Eichler, Nadine (2011): Code Switching bei bilingual aufwachsenden Kindern. Eine Analyse der gemischtsprachlichen Normalphrasen unter besonderer Berücksichtigung des Genus. Tübingen: Narr. S. 32.

33 Vgl. Voygotskij, Lev S. (1929): Zur Frage nach der Mehrsprachigkeit im kindlichen Alter. S. 63.

34 Vgl. Stern, Clara u. William (1928): Die Kindersprache. S. 299-301.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Überprüfung der Wirksamkeit des Konzepts der bilingualen Sprachvermittlung im frühkindlichen Alter zum Erhalt der sorbischen Sprache
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Germanistik)
Veranstaltung
Sprachinseln – ein Spiegel in die Vergangenheit des Deutschen
Note
1,7
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V589420
ISBN (eBook)
9783346175366
ISBN (Buch)
9783346175373
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachinsel, Sorbisch, WITAJ, Bilingualität, Kinder, Sprachvermittlung, Sprachtod, Code-Swiching, Mehrsprachigkeit, Kindergarten
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Überprüfung der Wirksamkeit des Konzepts der bilingualen Sprachvermittlung im frühkindlichen Alter zum Erhalt der sorbischen Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/589420

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