In der Gegenwart ist das Thema präsenter denn je in Deutschland. Auf Grund des Eingliederungsprozesses, der zu einem ständigen Konflikt über die Frage der „richtigen“ Integration führt, gelangt das Thema immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und führt dort zu breiten gesellschaftlichen und politischen Debatten. Damit hat sich Integration zu einem wichtigen wie auch interessanten Untersuchungsfeld für die Wissenschaft entwickelt. Die Thematik stellt sich dabei als sehr komplex dar.
In der vorliegenden Seminararbeit wird eine Darstellung der Ausländerpolitik in Deutschland anhand eines historischen Überblicks über die Entwicklung und die Veränderungsprozesse der Zuwanderung bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts
erfolgen. Die dabei zu Tage tretenden Problematiken sollen ebenso näher erläutert werden. Abschließend wird näher auf die Integration der Gastarbeiter eingegangen.
Auf Grund der Tatsache, dass die übernationale Arbeitswanderung in Europa von 1950 bis 1970 die Zahl von ungefähr 15 Millionen Menschen erreichte, liegt der Fokus auf diesem Zeitraum. Dabei werden die Inhaltspunkte „Das Leben in Deutschland“, „Probleme kultureller Differenzen“, sowie „der Integrations-Umbruch“ starken Bezug auf Gastarbeiter nehmen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Untersuchung der Begrifflichkeiten
2.1 Terminus - Migration
2.2 Was bedeutet Integration
2.3 Terminus - Rechtsextremismus
3. Migration Im Wandel der Zeit
3.1 Mobilitätsprozess im 19. Und frühen 20. Jahrhundert
3.2 Vertreibung und Zwangsmigration im Nationalsozialismus
3.3 Wirtschaftswunder und Gastarbeit
4. Die Integration der Gastarbeiter?
4.1 Die Bedeutung des Gastarbeiters
4.2 Das Leben in Deutschland
5. Die Situation nach 1973
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Ausländerpolitik in Deutschland von der Zeit der Gastarbeiter bis zur heutigen Einwanderungssituation, wobei der historische Kontext und die damit verbundenen Integrationsprozesse im Vordergrund stehen.
- Historischer Rückblick auf die Ausländerpolitik ab 1945.
- Analyse der Begriffe Migration und Integration.
- Untersuchung der Lebensbedingungen und Probleme von Gastarbeitern.
- Darstellung des Übergangs zur Einwanderungssituation in den 1970er Jahren.
- Betrachtung der Rolle staatlicher Steuerung und gesellschaftlicher Anpassung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Terminus - Migration
Bevor der Begriff „Integration“ näher untersucht wird, erscheint zunächst eine Erläuterung des Terminus „Migration“ sinnvoll. Nicht nur weil es in regelmäßigen Abständen zum zentralen Thema des politischen Diskurses gerät, sondern auch wegen der Komplexität in Bezug auf die zahlreichen Definitionen aus verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen, bedarf es einer näheren Untersuchung.15
Das Wort Migration stammt aus dem Lateinischen, abgeleitet von migrare bzw. migratio und bedeutet wandern oder Wanderung.16
Zu Beginn der Auseinandersetzung mit dem Terminus wird zum besseren Verständnis ein eher allgemeiner Begriff verwendet. Schubert und Klein beschreiben Migration wie folgt: „Soziologischer Begriff, der für alle Formen räumlicher Mobilität von Individuen, (religiösen, ethnischen etc.) Gruppen, Minderheiten und Volksteilen verwendet wird. [Migration kann] in Form von Land- oder Stadtflucht und damit als Binnen-Migration oder in Form von Ein- bzw. Auswanderung (Immigration, Emigration), also z.B. als politisch-geographische Wanderungsbewegungen [auftreten].“17 Einerseits wird die freiwillige Wanderung genannt, um beispielsweise eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen. Anderseits gibt es jedoch auch die Verlagerung des Lebensraumes, die auf Zwang kriegerischer Auseinandersetzungen basiert.18
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Themenfeld der Ausländerpolitik ein und stellt die Forschungsfrage nach der historischen Entwicklung von der Gastarbeit zur heutigen Einwanderungssituation.
2. Untersuchung der Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch eine definitorische Abgrenzung der Begriffe Migration und Integration geschaffen.
3. Migration Im Wandel der Zeit: Es erfolgt ein historischer Abriss der Zuwanderung in Deutschland, beginnend im 19. Jahrhundert bis zur Phase des Wirtschaftswunders.
4. Die Integration der Gastarbeiter?: Dieses Kapitel beleuchtet spezifisch die Gastarbeiterphase, deren Definition und die Lebensbedingungen der Arbeitsmigranten in Deutschland.
5. Die Situation nach 1973: Die Analyse konzentriert sich auf die Zeit nach dem Anwerbestopp und untersucht die rechtlichen sowie politischen Veränderungen hin zu einer dauerhaften Einwanderung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Defizite in der integrationspolitischen Steuerung zusammen und resümiert den Wandel der Ausländerpolitik.
Schlüsselwörter
Migration, Integration, Gastarbeiter, Ausländerpolitik, Arbeitskräftemangel, Wirtschaftswunder, Anwerbestopp, Zwangsmigration, soziale Integration, Identität, Bundesrepublik Deutschland, Transformationsprozess, Wanderungsbewegung, Rotationsprinzip, Lebensbedingungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Ausländerpolitik in Deutschland von der Gastarbeiterära bis zur Einwanderungssituation der 1980er Jahre.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung von Migration und Integration, die historische Einordnung verschiedener Migrationsphasen und die sozioökonomische Situation der Gastarbeiter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die deutsche Ausländerpolitik entwickelt hat und vor welche Herausforderungen die Integration der Gastarbeiter die Gesellschaft und Politik stellte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz, der auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und politikwissenschaftlicher Definitionen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsanalysen, einen historischen Abriss der Zuwanderung sowie eine detaillierte Untersuchung der Lebensbedingungen und der politischen Rahmenbedingungen der Gastarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Migration, Integration, Gastarbeiter, Ausländerpolitik und Arbeitskräftemangel sind die prägenden Begriffe.
Welche Rolle spielte das "Rotationsprinzip" bei der Anwerbung von Gastarbeitern?
Das Rotationsprinzip sollte sicherstellen, dass ausländische Arbeitskräfte nur vorübergehend im Land blieben, um den Arbeitskräftemangel in Aufschwungphasen zu decken, ohne dauerhafte Integrationsverpflichtungen einzugehen.
Wie veränderte sich die Ausländerpolitik nach 1973?
Mit dem Anwerbestopp 1973 und der einsetzenden Rezession vollzog sich ein Wandel: Die Politik musste sich von der Annahme der Vorübergehenden Anwesenheit verabschieden und sich zunehmend der dauerhaften Integration widmen.
- Arbeit zitieren
- N. H. (Autor:in), 2010, Von der Gastarbeit zur Einwanderungssituation. Wie entwickelte sich die Ausländerpolitik in Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/589461