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Softwareprozesse und Projektmanagement - Reviews/Inspections

Title: Softwareprozesse und Projektmanagement - Reviews/Inspections

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Antje Straube (Author)

Computer Science - Programming
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Programme werden aus einer Vielzahl von Gründen heraus geschrieben. Hierbei beschränkt sich die Bandbreite der Entwickler teilweise nicht nur auf Angestellte oder Kleinunternehmer, die direkt oder indirekt vom Vertrieb ihrer Software leben, sondern auch auf all jene, die ein Programm hauptsächlich aus dem Grund heraus schreiben, sich das Leben ein wenig leichter zu machen oder einfach nur effektiver arbeiten zu können.
„Vor allem dort, wo aus gutem Grunde nur von Programmen, nicht von Software gesprochen wird, besteht oft nicht der Wunsch oder die Möglichkeit, systematische Prüfungen durchzuführen“ . Ob dieses gängige Vorgehen, also der Verzicht auf eine eingehende Prüfung der entwickelten Programme, sinnvoll ist oder eher als leichtsinnig bzw. fahrlässig angesehen werden sollte, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass geprüfte Software überall dort, wo sie wirklich gebraucht wird, weniger Probleme verursacht und damit letzten Endes auch geringere Kosten erzeugt.
Die Software-Prüfung ist somit als wichtiges Instrument im Rahmen des Software-Engineering anzusehen. Wie aber lässt sich eine solche Prüfung der Software in der Realität verwicklichen? Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung, um eine Software möglichst effektiv zu prüfen und entstehende Kosten so gering wie möglich zu halten?

Mit eben diesen Fragestellungen will sich die vorliegende Arbeit auseinander setzen. Dabei werden sich die Ausführungen jedoch auf einen Teilbereich der Software-Prüfung – die Reviews – konzentrieren. Im Verlauf dieser Abhandlung soll die Frage geklärt werden, wie Inspektionen richtig eingesetzt werden und welche Hindernisse eventuell auftreten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 AUFGABENSTELLUNG

1.2 VORGEHENSWEISE

1.3 BEGRIFFSERKLÄRUNG

2 INSPEKTIONEN BZW. REVIEWS

2.1 GRUNDLAGEN UND ABGRENZUNG

2.2 REVIEWS VS. TESTS

2.3 BESONDERE MERKMALE VON REVIEWS UND REVIEW-ARTEN

2.3.1 Inspektionen

2.3.2 Team Review

2.3.3 Walkthrough

2.3.4 Pair Programming

2.4 AUSWAHL DER GEEIGNETEN REVIEW-METHODE

3 WIE SIND INSPEKTIONEN AUFGEBAUT?

3.1 ROLLENVERTEILUNG EINER INSPEKTION

3.2 PROZESSSCHRITTE EINER INSPEKTION

3.2.1 Die Planung

3.2.2 Der Überblick

3.2.3 Die Vorbereitung

3.2.4 Die Inspektionssitzung

3.2.5 Die Nacharbeit

3.2.6 Die Betrachtung

3.2.7 Die Analyse

3.3 WICHTIGE REVIEW-REGELN

3.4 EVENTUELLE AUFTRETENDE HINDERNISSE

3.4.1 Die Führungsebene

3.4.2 Die Unternehmenskultur

3.4.3 Die Beteiligten

4 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Reviews und Inspektionen als wesentliche Instrumente der Qualitätssicherung im Software-Engineering. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese statischen Prüfmethoden effizient eingesetzt werden können, um Fehler bereits in frühen Entwicklungsphasen zu identifizieren, Kosten durch Fehlerbehebung zu minimieren und Hindernisse bei der Implementierung dieser Verfahren in Unternehmen zu überwinden.

  • Grundlagen der Software-Prüfung und Abgrenzung zwischen Reviews und dynamischen Tests
  • Klassifizierung und Vergleich verschiedener Review-Arten (Inspektionen, Walkthroughs, Pair Programming)
  • Detaillierte Analyse des siebenstufigen Inspektionsprozesses und der Rollenverteilung
  • Strategien zur Auswahl der geeigneten Review-Methode basierend auf dem Projektrisiko
  • Analyse organisatorischer und kultureller Hindernisse sowie Lösungsansätze zur erfolgreichen Implementierung

Auszug aus dem Buch

2.2 Reviews vs. Tests

Der wohl größte Vorteil der Reviews wurde bereits angesprochen, er besteht in der Möglichkeit, alle Entwicklungsergebnisse zu prüfen und keiner Beschränkung lediglich auf ausführbare Programmteile zu unterliegen. „Der Nutzen eines Software-Produkts ist bestimmt durch die Übereinstimmung zwischen Produkt und tatsächlichen Anforderungen sowie durch zusätzliche Leistungen und andere Eigenschaften, die nicht gefordert waren, aber als vorteilhaft empfunden werden.9“ Die Entwicklung von Software verursacht Kosten, die sich nicht in die sogenannten Herstellungskosten und die Qualitätskosten unterteilen lassen. Für den Bereich der Softwareprüfung ist vor allem eine genauere Betrachtung der Qualitätskosten interessant, da diese „alle (zusätzlichen) Aufwendungen für das Verhüten, Erkennen, Lokalisieren und beheben von Fehlern sowie die eventuellen Folgekosten der Fehler, die erst im Betrieb auftreten10“ umfassen. Das Fatale an Fehlerkosten ist, dass diese erst dann wirklich realistisch eingeschätzt werden können, wenn die Entwicklung der Software bereits abgeschlossen und das Programm ausgeliefert wurde. Die Investition in ausreichende Fehlerverhütungs- bzw. Prüfkosten ist somit auf lange Sicht gesehen in jedem Fall ratsam.

Diese Erkenntnis wird umso mehr relevant, als dass es kein Geheimnis ist, dass insbesondere die Fehlerbehebungskosten „mit der Latenzzeit eines Fehlers exponentiell“11 ansteigen. Wird ein Fehler also bereits in der Anforderungsanalyse gemacht, steigen die Kosten für dessen Behebung auf das Mehrfache an, wenn dieser nicht umgehend, sondern beispielsweise erst nach der Auslieferung behoben wird. Fehler in den frühen Phasen des Softwareentwicklungsprozesses haben also den höchsten Kostenanteil an den Fehlerbehebungskosten und sollten folglich auch bei Prüfungen eine besondere Beachtung finden. Mit Hilfe von Tests können aber genau solche Fehler erst sehr spät erkannt werden; „das Mittel für die Früherkennung der Fehler sind daher Reviews“12. Die Möglichkeit, alle Softwareartefakte einem Review zugänglich zu machen, trägt also dazu bei, Fehler bereits in frühen Phasen der Entwicklung ausfindig zu machen und verschafft Reviews hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Softwareprüfung mit Hilfe von Tests.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Software-Prüfung zur Kostensenkung und Qualitätssicherung und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.

2 INSPEKTIONEN BZW. REVIEWS: Hier werden die theoretischen Grundlagen für statische Prüfverfahren gelegt, verschiedene Review-Typen klassifiziert und deren Vorteile gegenüber dynamischen Tests herausgearbeitet.

3 WIE SIND INSPEKTIONEN AUFGEBAUT?: Dieses Kapitel detailliert den formalen Inspektionsprozess, unterteilt in Rollen, Phasen und Regeln, und beleuchtet kritische Hindernisse bei der Einführung.

4 FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung des hohen Potentials von Reviews für die Softwarequalität und der Empfehlung einer kombinierten Anwendung mit Tests unter Berücksichtigung der Unternehmenskultur.

Schlüsselwörter

Software-Prüfung, Softwarequalität, Review, Inspektion, Testverfahren, Fehlervermeidung, Fehlerbehebungskosten, Softwareentwicklungsprozess, Qualitätssicherung, Moderation, Walkthrough, Pair Programming, Rollenverteilung, Prozessschritte, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung, Methodik und Implementierung von Reviews und Inspektionen im Rahmen des Software-Engineerings zur Verbesserung der Produktqualität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Vergleich von Reviews und Tests, die Klassifizierung verschiedener Review-Methoden, den Aufbau strukturierter Inspektionen sowie die organisatorischen Hindernisse bei deren Einführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch korrekte und systematische Reviews Fehler frühzeitig in der Entwicklungsphase identifiziert und damit hohe Fehlerbehebungskosten vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Darstellung etablierter Methoden, insbesondere unter Bezugnahme auf Wiegers (2002) sowie Frühauf, Ludewig und Sandmayr (2004).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Ablauf von Inspektionen (Planung, Vorbereitung, Durchführung, Analyse), die verschiedenen Rollen der Beteiligten und erörtert potenzielle Hindernisse in der Führungsebene und der Unternehmenskultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Software-Prüfung, Qualitätssicherung, Inspektionen, Fehlerkostenreduktion und Review-Methodik.

Welche Rolle spielt der Moderator bei einer Inspektion?

Der Moderator trägt die Hauptverantwortung für die Planung und den reibungslosen Ablauf der Inspektionssitzung, stellt die Einhaltung der Regeln sicher und schützt das Ziel der Qualitätsverbesserung vor unsachlichen Diskussionen.

Was ist die sogenannte „dritte Stunde“?

Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen, informellen Prozessschritt nach der eigentlichen Review-Sitzung, der dazu dient, Lösungsideen zu diskutieren und Feedback zum Review-Prozess zu geben.

Warum ist die Unternehmenskultur für Reviews kritisch?

Eine negative Kultur, die von Vorurteilen oder Angst vor Gesichtsverlust bei der Fehlersuche geprägt ist, verhindert, dass Entwickler ihre Arbeit offen zur Prüfung stellen und das volle Potenzial von Reviews zur Qualitätssteigerung ausgeschöpft werden kann.

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Details

Title
Softwareprozesse und Projektmanagement - Reviews/Inspections
College
Technical University of Ilmenau  (Institut für Praktische Informatik und Medieninformatik)
Course
Softwaretechnik und Programmiersprachen
Grade
1,3
Author
Antje Straube (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V58976
ISBN (eBook)
9783638530279
ISBN (Book)
9783638792592
Language
German
Tags
Softwareprozesse Projektmanagement Reviews/Inspections Softwaretechnik Programmiersprachen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Straube (Author), 2005, Softwareprozesse und Projektmanagement - Reviews/Inspections, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58976
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