Diese Seminararbeit behandelt das Thema „Vergleich von Methoden für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen am Beispiel der Beurteilung von Projektmanagementsoftware“. Dabei werden die klassischen, quantitativen Methoden der Investitionsrechnung und die alternativen, qualitativen Methoden erörtert.
Im Anschluss daran werden die Verfahren in einer Gegenüberstellung hinsichtlich deren Eignung zur Beurteilung von Projektmanagementsoftware im Unternehmen verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Rationales Verhalten
2.2 Wirtschaftlichkeit
2.3 Informationssysteme
2.4 Projektmanagementsoftware
3 Vergleichskriterien
4 Quantitative Methoden
4.1 Statische Verfahren
4.2 Dynamische Verfahren
4.3 Vor- und Nachteile
5 Qualitative Methoden
5.1 Argumentenbilanz
5.2 Nutzwertanalyse
5.3 Portfoliomatrix
5.4 Hedonic Wage Ansatz
5.5 Vor- und Nachteile
6 Zusammenfassung
7 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Seminararbeit untersucht, welche Methoden sich zur Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen eignen, wobei der Fokus exemplarisch auf der Beurteilung von Projektmanagementsoftware liegt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie klassische quantitative Investitionsrechnungsverfahren und alternative qualitative Bewertungsmethoden hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Eignung für diesen spezifischen Anwendungsfall zu bewerten sind.
- Grundlagen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im IT-Kontext
- Vergleich von statischen und dynamischen quantitativen Verfahren
- Anwendung qualitativer Bewertungsmethoden (Nutzwertanalyse, Portfoliomatrix, Hedonic Wage Ansatz)
- Analyse der Eignung einzelner Modelle für Projektmanagementsoftware
- Identifikation der Stärken und Schwächen der verschiedenen Bewertungsansätze
Auszug aus dem Buch
5.2 Nutzwertanalyse
Die Nutzwertanalyse ist „...ein Verfahren für die mehrdimensionale Bewertung von Alternativen.“ Sie wird auch Scoring-Modell oder Punktbewertungsverfahren genannt. Zunächst definiert man ein Ziel, z.B. den Kauf von Projektmanagementsoftware. Dann stellt man zeilenweise disjunkte, quantitative bzw. qualitative Bewertungskriterien, wie z.B. Herstellersupport, Kaufpreis oder Benutzerfreundlichkeit auf. Sie werden infolgedessen nach einer subjektiven Wertschätzung mit Gewichten G zwischen 0 und 100 (oder 0% und 100%) multipliziert. Eine 60:30:10 Aufteilung wäre ein Beispiel wonach z.B. das Kriterium günstiger Kaufpreis zu 60%, eine hohe Benutzerfreundlichkeit zu 30% und ein guter Support nur zu 10% ausschlaggebend ist. Alle Gewichte müssen in der Summe 100% ergeben. Im nächsten Schritt werden die Alternativobjekte in Spalten nebeneinander aufgestellt.
Je nachdem wie gut sie ein Kriterium erfüllen, werden sie auf einer Kardinalskala mit Punkten E von 1 bis 10 (1 = geringe Erfüllung, 10 = Maximalerfüllung) bewertet. Aus der Multiplikation der Gewichte G mit den Kriterienpunkten E sowie anschließende Summation über alle Zeilen resultiert Endnutzwert. Aus dessen Ergebnis wird die Wahl zugunsten einer bestimmten Projektmanagementsoftware mit der höchsten Punktzahl getroffen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen ein und definiert das Ziel, verschiedene Methoden anhand von Projektmanagementsoftware zu vergleichen.
2 Grundlagen und Definitionen: Das Kapitel erläutert die theoretischen Basisbegriffe wie rationales Verhalten, Wirtschaftlichkeit, Informationssysteme und Projektmanagementsoftware.
3 Vergleichskriterien: Hier werden zentrale Anforderungen und Kriterien für die Bewertung von Softwareprojekten, wie Kosteneinsparung, Transparenz und technische Flexibilität, definiert.
4 Quantitative Methoden: Das Kapitel behandelt statische und dynamische Verfahren der Investitionsrechnung und bewertet deren Tauglichkeit für IT-Projekte.
5 Qualitative Methoden: Es werden alternative Bewertungsinstrumente wie die Argumentenbilanz, Nutzwertanalyse, Portfoliomatrix und der Hedonic Wage Ansatz detailliert vorgestellt.
6 Zusammenfassung: Dieses Kapitel liefert eine übersichtliche Gegenüberstellung der betrachteten Methoden hinsichtlich verschiedener Bewertungskriterien.
7 Kritische Würdigung und Ausblick: Der Autor resümiert, dass keine Methode alle Aspekte perfekt abdeckt und empfiehlt daher den kombinierten Einsatz von Verfahren.
Schlüsselwörter
Wirtschaftlichkeitsanalyse, Informationssysteme, Projektmanagementsoftware, Investitionsrechnung, Quantitative Methoden, Qualitative Methoden, Nutzwertanalyse, Kapitalwert, Wirtschaftlichkeit, Kosten-Nutzen-Analyse, Entscheidungsfindung, Portfoliomatrix, Hedonic Wage Ansatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht verschiedene betriebswirtschaftliche Methoden, um die Wirtschaftlichkeit von Informationssystemen zu bewerten, wobei der Fokus konkret auf der Software zur Projektsteuerung liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen quantitative Investitionsrechnungsverfahren, qualitative Bewertungsmethoden sowie spezifische Anforderungen an Projektmanagementsoftware im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Eignung klassischer und qualitativer Methoden für die Beurteilung von Investitionen in Projektmanagementsoftware zu analysieren und deren jeweilige Aussagekraft aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird eine vergleichende Analyse von mathematisch-quantitativen Verfahren (z.B. Kapitalwertmethode) sowie qualitativ-subjektiven Bewertungsverfahren (z.B. Nutzwertanalyse) durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung quantitativer Verfahren, die Vorstellung verschiedener qualitativer Bewertungsinstrumente und eine detaillierte Gegenüberstellung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Wirtschaftlichkeitsanalyse, Investitionsrechnung, Nutzwertanalyse, Projektmanagementsoftware und Methodenvergleich.
Warum sind statische Verfahren laut Arbeit für IT-Projekte oft realitätsfern?
Statische Verfahren berücksichtigen keine Zinseszinseffekte, was bei mehrperiodigen IT-Projekten zu ungenauen Ergebnissen führt und sie daher weniger aussagekräftig macht.
Was ist die spezifische Herausforderung beim Hedonic Wage Ansatz?
Die Methode erfordert sehr detailliertes und aufwendig zu erhebendes Zahlenmaterial bezüglich der Tätigkeitsprofile der Mitarbeiter.
Welchen Vorteil bietet die Kombination verschiedener Methoden?
Da keine Methode alle Aspekte (wie monetäre Werte vs. qualitative Zufriedenheit) abdeckt, ermöglicht eine Kombination eine ganzheitlichere und validere Entscheidungsgrundlage.
- Quote paper
- Ilia Riano (Author), 2005, Vergleich von Methoden für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen am Beispiel der Beurteilung von Projektmanagementsoftware, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58995