Als wir am 17. Februar die Schule zum ersten Mal als Praktikantinnen betraten, wurden wir zunächst von der Direktorin empfangen. Diese begrüßte uns freundlich und zeigte uns erst einmal die Räumlichkeiten und erläuterte uns sowohl positive, als auch negative Aspekte der Schule. Weiterhin wurden wir in die Lesekunst der Schüler- und Lehrerstundenpläne eingeführt, um uns die Erstellung unseres Stundenplans zu vereinfachen. Anschließend stellten sich zwei für uns verantwortliche Lehrer vor, die uns fortan bei unserem Praktikum begleiten sollten. Selbstständig wurde uns von diesen je ein Exemplar des Schulprogramms überreicht und auch die Schüler- und Lehrerstundenpläne wurden uns per E-Mail geschickt. Die Hilfsbereitschaft und das Engagement waren also sehr groß. Nachdem wir dann noch einige Lehrer für den Rest des Tages spontan bei ihrem Unterricht begleiten durften, waren wir schließlich der Überzeugung, dass wir sehr freundlich aufgenommen wurden, von Lehrern und Schülern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
Der erste Tag am X.er Gymnasium
2. Erkundungsbereich
a. Schulprogramm
b. Richtlinienkonformität im Fach Englisch
3. Erforschungsbereich
a. Der Rollenkonflikt als Praktikantin
b. Was sind gute bzw. schlechte Lehrer?
c. Kontinuierliche Begleitung eines Lehrers
d. Das Verhalten der Schüler
e. Der Unterrichtsbeginn bezüglich des Lehrers
f. Sitzverteilung
g. Meldeverhalten
4. Erprobungsbereich
a. Hausaufgabenkontrolle und -korrektur
b. Die erste eigene Unterrichtsstunde
5. Abschlussreflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen und Beobachtungen zweier Studierender während ihres vierwöchigen Orientierungspraktikums an einem städtischen Gymnasium. Das primäre Ziel besteht darin, den Schulalltag aus der neuen Perspektive angehender Lehrkräfte zu reflektieren, den eigenen Rollenfindungsprozess kritisch zu hinterfragen und die im Studium erlernte Theorie mit der praktischen Unterrichtsgestaltung und den Verhaltensweisen im schulischen Kontext abzugleichen.
- Reflexion des Rollenkonflikts zwischen Studium und Lehrertätigkeit
- Analyse und Bewertung von Unterrichtsmethoden und Lehrerverhalten
- Untersuchung des Schülerverhaltens und der schulischen Lernatmosphäre
- Erprobung eigener Lehraktivitäten und Korrekturverfahren
- Abgleich der Praxis mit den Anforderungen des Kernlehrplans
Auszug aus dem Buch
b. Die erste eigene Unterrichtsstunde
Schon am zweiten Tag unseres Praktikums wurde uns von mehreren Lehrern angeboten, eine eigene Unterrichtsstunde vorzubereiten.
Wir entschieden uns für das Fach Englisch in einer siebten Klasse, da dies unser übereinstimmendes Studienfach ist und wir uns dadurch besser austauschen konnten. Wir entschlossen uns dann, dass wir zwei Wochen lang die Klasse in Englisch begleiten wollten, um einen genaueren Einblick in deren Kompetenzen und das aktuelle Unterrichtsthema zu erhalten. Der inhaltliche Rahmen bildete die Schullektüre und der Film „Der Pferdeflüsterer“.
Auch die Schüler waren von der Idee, dass wir eine Unterrichtsstunde halten werden begeistert und schienen froh zu sein, neue Gesichter vor sich stehen zu sehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung schildert den ersten Tag der Praktikantinnen am Gymnasium, ihre freundliche Aufnahme durch die Schulleitung sowie die erste Orientierung in den schulischen Räumlichkeiten und Plänen.
2. Erkundungsbereich: Dieses Kapitel analysiert das schulische Programm und die Ausrichtung der Schule sowie die strikte Einhaltung der Vorgaben des Kernlehrplans im Fach Englisch.
3. Erforschungsbereich: Hier erfolgt eine tiefgehende Untersuchung der Rolle als Praktikantin, der Merkmale von Unterrichtsqualität, sowie detaillierte Beobachtungen zu Schülerverhalten, Sitzverteilung und Meldeverhalten.
4. Erprobungsbereich: Die Autorinnen beschreiben ihre praktischen Erfahrungen bei der Korrektur von Schüleraufsätzen und ihre eigene erste, selbstständig gestaltete Unterrichtsstunde.
5. Abschlussreflexion: Das Fazit fasst die persönlichen Entwicklungsprozesse zusammen, bestätigt die Studienwahl und betont den hohen Wert der praktischen Erfahrung für den weiteren Studienverlauf.
Schlüsselwörter
Orientierungspraktikum, Lehrerrolle, Unterrichtsmethodik, Schulpraxis, Rollenkonflikt, Filmanalyse, Kernlehrplan, Schülerverhalten, Hospitation, Unterrichtsgestaltung, Selbstvertrauen, Lehramtsstudium, Schulprogramm, Didaktik, Praxisreflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert die praktischen Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse von zwei Praktikantinnen während ihres vierwöchigen Orientierungspraktikums an einem Gymnasium.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Rollenfindung, der Analyse von Unterrichtsmethoden, der Beobachtung von Schüler- und Lehrerverhalten sowie der praktischen Erprobung eigener Unterrichtssequenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der Studierendensicht und der Lehrerperspektive zu überbrücken und den eigenen Berufswunsch durch praktische Einblicke zu festigen oder zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden qualitative Beobachtungsmethoden, Reflexionen, Unterrichtsanalysen sowie der Abgleich mit didaktischen Theorien und Kernlehrplänen angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen Erkundungsbereich zur Schulsituation, einen Erforschungsbereich mit Fokus auf Rollenkonflikte und Unterrichtsqualität sowie einen Erprobungsbereich für eigene Lehrtätigkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rollenkonflikt, Unterrichtsgestaltung, Praxiserfahrung und didaktische Reflexion charakterisiert.
Wie wirken sich die Beobachtungen der Praktikantinnen auf ihr Bild von einem „guten Lehrer“ aus?
Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass es keine universelle Definition gibt, betonen aber die Bedeutung von Humor, verständnisvollem Umgang und abwechslungsreichen Methoden statt reinem Frontalunterricht.
Welche Bedeutung hat die Tandem-Partnerin für die Praktikantinnen?
Die Zusammenarbeit mit einer vertrauten Person wurde als entscheidender Gewinn bewertet, da sie den Austausch in Problemsituationen ermöglichte und die Belastung durch die Portfolio-Arbeit verringerte.
- Quote paper
- Julia Klewin (Author), Franziska Gojani (Author), 2004, Portfolio zum Orientierungspraktikum am städtischen Gymnasium X., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59048