Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sport - Sport Sociology

Geschlechtsspezifische Disparitäten in den Sportengagements Jugendlicher

Title: Geschlechtsspezifische Disparitäten in den Sportengagements Jugendlicher

Term Paper , 2005 , 11 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Sebastian Schliek (Author)

Sport - Sport Sociology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

"Frauensport ist ein sinnloser Aufstand gegen die eigene Anatomie!" Wenngleich dieses Zitat einer bekannten Comedyserie („Eine Schrecklich nette Familie“) entstammt, ist auch heute die dahinterstehende Gedankenwelt leider noch nicht aus allen Köpfen verschwunden. Dies ist ein eindeutiger Indiz dafür, dass sportliche Aktivität geschlechterdifferenziert betrachtet, angeregt und gewertet wird. Könnte daher ein geschlechtertypisches Sportengagement angenommen werden, dessen Unterschiede primär auf soziologische und nicht auf biologische Prozesse zurückzuführen ist? Um dieser These nachzugehen, sollen im Folgenden verschiedene Entwicklungskonzeptionen, geschlechtsspezifische Sozialisationsprozesse und deren Auswirkungen auf die Sportaktivität von Jungen und Mädchen erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Körper und Sozialisation

3. Entwicklungskonzeptionen

3.1 Biogenetische Entwicklungskonzeption

3.2 Umweltdeterministische Konzeption

3.3 Strukturgenetische Konzeption

3.4 Interaktionistische Konzeption

4. Hintergründe und Auswirkungen geschlechtsspezifischer Sozialisation

4.1 Rollenerwartungen und Geschlechterstereotype

4.2 Illustration differenter Sozialisationsprozesse

4.2.1 Elterlicher Einfluss

4.2.2 Außerfamiliäre Handlungsräume

4.2.3 Schönheitsideale

4.2.4 Leistungserwartungen

4.3 Auswirkungen differenter Sozialisationseinflüsse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, inwieweit die sportliche Aktivität und das Engagement von Jugendlichen durch soziologische Sozialisationsprozesse geprägt sind, anstatt primär auf biologischen Unterschieden zu basieren. Die Forschungsfrage fokussiert auf die geschlechtsspezifische Sozialisation und deren Einfluss auf die Sportartenwahl sowie die sportliche Leistungsentwicklung.

  • Soziologische Entwicklungskonzeptionen und deren Sicht auf die Motorik.
  • Die Rolle von Rollenerwartungen und Geschlechterstereotypen im Sport.
  • Einflussfaktoren der Sozialisation (Eltern, soziale Räume, Schönheitsideale).
  • Quantitative und qualitative Unterschiede in der Sportpartizipation von Jungen und Mädchen.
  • Bedeutung der sozialen Bedingtheit für die Sportpädagogik.

Auszug aus dem Buch

4.1 Rollenerwartungen und Geschlechterstereotype

Neben der biologischen Geschlechtsbestimmung gibt es eine soziokulturelle Geschlechtertypisierung, die kulturspezifische soziale Erwartungen an die Mitglieder des jeweiligen Geschlechts koppelt. Diese Geschlechtertypisierung beeinflusst die Jungen und Mädchen in ihrer Lebensführung. Sie durchlaufen unterschiedliche Sozialisationsprozesse, die den Individuen geschlechtsspezifische soziokulturelle Verordnungen mit unterschiedlichen Verbindlichkeitsgrad nahe legt. (vgl. Baur, 2002)

Jungen und Mädchen werden von ihren Interaktionspartnern in geschlechtertypische Stereotype kategorisiert, wodurch bestimmte Erwartungen an den Jungen oder das Mädchen geknüpft werden. Stereotype sind also allgemeine Annahmen über Eigenschaften einer Personengruppe, die im Laufe der Sozialisation erworben werden. Diese Einteilung führt zur Überschätzung von Unterschieden zwischen Mitgliedern zweier unterschiedlicher Stereotype, während die Differenzen zwischen Mitgliedern desselben Stereotyps unterschätzt werden.

Da sich im allgemeinen das Individuum in seiner Entwicklung den Erwartungen seiner Mitmenschen unbewusst anpasst, führt die soziale Kategorisierung, verbunden mit normativen Rollenerwartungen, zu einer Verstärkung genetisch bedingter Unterschiede.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die geschlechtsspezifische Sichtweise auf den Sport und stellt die These auf, dass Unterschiede primär soziologisch bedingt sind.

2. Körper und Sozialisation: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Sozialisation und betrachtet die motorische Entwicklung als ein sozial beeinflusstes Kulturprodukt.

3. Entwicklungskonzeptionen: Es werden verschiedene theoretische Modelle vorgestellt, von der biogenetischen bis zur interaktionistischen Konzeption, um die Wechselwirkung von Anlage und Umwelt zu erklären.

4. Hintergründe und Auswirkungen geschlechtsspezifischer Sozialisation: Das Kapitel analysiert, wie Stereotype, elterlicher Einfluss und gesellschaftliche Rollenerwartungen das Sportengagement von Jugendlichen aktiv formen.

5. Fazit: Das Fazit stellt eine Annäherung der Geschlechter fest und appelliert an ein freies, individuelles Sporttreiben jenseits stereotyper Vorgaben.

Schlüsselwörter

Geschlechtsspezifische Sozialisation, Sportengagement, Motorische Entwicklung, Rollenerwartungen, Geschlechterstereotype, Interaktionistische Konzeption, Sportpartizipation, Geschlechterdifferenz, Jugendforschung, Sportpädagogik, Sozialisationsprozesse, Männersport, Frauensport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Sportausübung von Jugendlichen gibt und inwieweit diese durch soziologische Einflüsse statt durch Biologie bestimmt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen theoretische Entwicklungskonzeptionen, die Auswirkungen der Sozialisation auf das Rollenverhalten sowie die konkrete Sportartenwahl von Jugendlichen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Unterschiede im Sportengagement von Jungen und Mädchen primär auf soziologische Prozesse anstatt auf biologische Gegebenheiten zurückzuführen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und sportwissenschaftlicher Konzepte, um das Verhalten und die Entwicklungsbedingungen Jugendlicher zu erläutern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Sozialisation und Entwicklungskonzeptionen sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Einflussfaktoren wie Elterneinfluss und gesellschaftliche Schönheitsideale.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind die geschlechtsspezifische Sozialisation, die Interaktion zwischen Person und Umwelt sowie die Konstruktion von Geschlechterstereotypen im sportlichen Kontext.

Warum spielt die Pubertät eine so entscheidende Rolle für das Sportverhalten?

Laut der Arbeit steigt mit Beginn der Pubertät der soziale Anpassungsdruck an die jeweiligen Geschlechterstereotype, was zu einer verstärkten Ausprägung geschlechtsspezifischer Unterschiede führt.

Wie verändern sich klassische Geschlechterrollen im Sport laut dem Autor?

Der Autor stellt eine tendenzielle Annäherung der Geschlechter fest, da durch den Rückgang des klassischen Wettkampfsports und das Aufkommen neuer Bewegungsformen Barrieren abgebaut werden.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Geschlechtsspezifische Disparitäten in den Sportengagements Jugendlicher
College
University of Potsdam  (Sportsoziologie)
Course
Sportengagements von Kindern und Jugendlichen
Grade
bestanden
Author
Sebastian Schliek (Author)
Publication Year
2005
Pages
11
Catalog Number
V59052
ISBN (eBook)
9783638530811
Language
German
Tags
Geschlechtsspezifische Disparitäten Sportengagements Jugendlicher Sportengagements Kindern Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schliek (Author), 2005, Geschlechtsspezifische Disparitäten in den Sportengagements Jugendlicher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59052
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  11  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint