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Gesellschaftskritik und Pädagogik nach Rudolf Steiner und Otto Mühl. Ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Gegensätze

Titel: Gesellschaftskritik und Pädagogik nach Rudolf Steiner und Otto Mühl. Ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Gegensätze

Referat (Ausarbeitung) , 2015 , 7 Seiten

Autor:in: Gertrud Theresa Niedermayr (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Vergleich zwischen Bestehen und Scheitern vom Lebenswerk Steiners und Mühls aufgezeigt werden. Otto Mühl und Rudolf Steiner, zwei Menschen, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, nicht einmal das Jahrhundert, in dem sie lebten. Rudolf Steiner wurde vor mehr als 150 Jahren geboren. Er war Philosoph, Esoteriker und der Begründer der Walddorfschule. Otto Mühl, Jahrgang 1925, gehörte zu den Vertretern des Wiener Aktionismus. Er war Kommunengründer und ein nach österreichischem Recht verurteilter Straftäter.

Und wieder stellt sich die Frage, was haben diese beiden Männer gemeinsam? Dieter Duhm publizierte 1979 ein Buch mit dem Titel „Synthese der Wissenschaft“. Dieses Werk widmet er Otto Mühl und Rudolf Steiner, da er beide als wichtigste Vorläufer einer neuen Epoche ansieht. Laut Duhm haben Mühl und Steiner Wilhelm Reichs Theorie in die Praxis umgesetzt. Ohne Duhm übermäßig beipflichten zu wollen, kann in jedem Fall gesagt werden: Beide hatten die Intention die Gesellschaft zu verändern. Die Auflösung starrer Normen und die Förderung von Kreativität sollte der Menschheit ein besseres Leben bringen. Beide haben mit ihren Überlegungen Andere Menschen überzeugen können den Beweis ihrer Theorien in der Realität zu prüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftskritik und die Suche nach neuen Lösungen

2.1. nach Steiner

2.2. nach Mühl

3. Theoretische Grundlagen der Gesellschaftskritik bei Mühl

4. Die hierarchische Ordnung bei Mühl

5. Die Gruppe als Überordnung

6. Künstler-Kommune versus Gruppentherapie

7. Die Verbindung zwischen der AAO und dem ZEGG

8. Kritik an Mühl:

9. Kritik an Steiner:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die lebensreformerischen Ansätze von Rudolf Steiner und Otto Mühl hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, gesellschaftskritischen Fundamente und der praktischen Umsetzung ihrer Theorien in Gemeinschaftsmodellen. Dabei wird insbesondere der Kontrast zwischen dem langfristigen Bestand der anthroposophischen Bewegungen und dem Scheitern der Mühl-Kommune beleuchtet.

  • Gesellschaftskritische Ansätze bei Rudolf Steiner und Otto Mühl
  • Die theoretische Verankerung der Mühl-Kommune in Wilhelm Reichs Lehren
  • Strukturen der Macht und Hierarchie in alternativen Lebensgemeinschaften
  • Die Entwicklung von Therapieformen wie der Aktionsanalyse
  • Vergleichende Analyse der Nachhaltigkeit von Lebensreformprojekten

Auszug aus dem Buch

Die Gruppe als Überordnung

Mühl sprach sich klar gegen Zweierbeziehungen aus. 1973 verlangte er von allen Kommunenmitgliedern die Auflösung von Paarbeziehungen. Diejenigen die sich nicht trennen wollten, verließen zu diesem Zeitpunkt die Gruppe.

Das Credo der Gemeinschaft war auf „freie Sexualität“ ausgerichtet. Um emotionalen Bindungen zwischen einzelnen Gruppenmitgliedern entgegenzuwirken wurde täglich festegellegt wer mit wem. Darüber wurde auch Buchgeführt. Diese Aufzeichnungen wurden „Ficklisten“ genannt. Mühl steuerte ebenso die „Kinderproduktion“ innerhalb der Kommune.Mühls radikale Ansicht stand zeitlich in einem sehr nahen Verhältnis, als Mühl selbst von seiner Freundin Elke verlassen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die gegensätzlichen Persönlichkeiten von Rudolf Steiner und Otto Mühl sowie deren gemeinsames Ziel der gesellschaftlichen Veränderung.

2. Gesellschaftskritik und die Suche nach neuen Lösungen: Darstellung der Beweggründe beider Akteure, wobei Steiner die individuelle Entfaltung und Mühl alternative Beziehungsformen fokussierte.

3. Theoretische Grundlagen der Gesellschaftskritik bei Mühl: Erläuterung des Einflusses von Wilhelm Reich und dessen Orgon-Theorie auf das Konzept der Mühl-Kommune.

4. Die hierarchische Ordnung bei Mühl: Analyse der Machtstrukturen innerhalb der Kommune, in denen Mühl eine zentrale und unantastbare Führungsrolle einnahm.

5. Die Gruppe als Überordnung: Untersuchung der Ablehnung von Zweierbeziehungen und der Implementierung kollektiver Kontrollmechanismen.

6. Künstler-Kommune versus Gruppentherapie: Beschreibung der Transformation von einer künstlerischen Wohngemeinschaft hin zu therapeutisch orientierten Gruppensettings.

7. Die Verbindung zwischen der AAO und dem ZEGG: Vergleich der ideologischen Schnittmengen zwischen der Aktionsanalytischen Organisation und dem ZEGG-Projekt.

8. Kritik an Mühl:: Auseinandersetzung mit Dieter Duhms Kritik an der autoritären Führung und den Widersprüchen im Mühl-Konzept.

9. Kritik an Steiner:: Beleuchtung der Vorwürfe gegen die Waldorf-Pädagogik sowie der rassistischen Diskursvorwürfe gegen Steiner.

Schlüsselwörter

Rudolf Steiner, Otto Mühl, Lebensreform, Anthroposophie, AAO, Kommune, Gesellschaftskritik, Wilhelm Reich, Orgon-Energie, Freie Sexualität, Waldorfpädagogik, Aktionsanalyse, Gruppentherapie, Hierarchie, ZEGG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konzepte und Gemeinschaften von Rudolf Steiner und Otto Mühl, um deren Visionen einer Gesellschaftsveränderung gegenüberzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Gesellschaftskritik, alternativen Wohn- und Lebensformen, pädagogischen Reformansätzen sowie der Psychologie in Gruppenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Vergleich zwischen dem langfristigen Erfolg von Steiners Lebensreform und dem Scheitern des Mühl-Kommunen-Modells.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literatur- und Biografienanalyse der theoretischen Konzepte und historischen Entwicklungen beider Akteure angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Fundamente, die Gruppenhierarchien, therapeutische Ansätze wie die Aktionsanalyse sowie die Kritik an den jeweiligen Modellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Anthroposophie, Aktionsanalytische Organisation (AAO), freie Sexualität und Gesellschaftsreform sind zentral.

Wie unterschied sich die Machtstruktur in der Mühl-Kommune von demokratischen Modellen?

Obwohl Mühl Gruppenprozesse turnusmäßig verhandeln ließ, blieb er als Anführer an der Spitze der Hierarchie stets unantastbar.

Warum wird die Aktionsanalyse als Vorläufer der Selbstdarstellung bezeichnet?

Die Aktionsanalyse entwickelte sich aus verschiedenen Therapieformen, die später in der kollektiven „Selbstdarstellung“ zur Organisation und Kontrolle der Gruppenmitglieder mündeten.

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Details

Titel
Gesellschaftskritik und Pädagogik nach Rudolf Steiner und Otto Mühl. Ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Gegensätze
Autor
Gertrud Theresa Niedermayr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
7
Katalognummer
V590542
ISBN (eBook)
9783346187246
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rudolf Steiner Mühl Kommune Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gertrud Theresa Niedermayr (Autor:in), 2015, Gesellschaftskritik und Pädagogik nach Rudolf Steiner und Otto Mühl. Ein Überblick über Gemeinsamkeiten und Gegensätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590542
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Leseprobe aus  7  Seiten
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