Die Arbeit bezieht sich auf die unkonventionelle Fördertechnologie des Frackings und geht dabei der Frage nach möglichen Auswirkungen speziell auf den deutschen Erdgasmarkt nach sowie der Frage nach der Eignung der Anwendbarkeit auf das Raumbeispiel Deutschland auf den Grund.
Global betrachtet, führen die stetig wachsenden Bevölkerungszahlen, sowie tendenziell steigende Lebensstandards zu einem vermehrten Energiebedarf. Insbesondere durch den ansteigenden Energiebedarf der Schwellenländer gewinnt der bewusste Umgang mit Energie umso mehr an Bedeutung. Aktuell wird die weltweit verbrauchte Energie nach wie vor größtenteils durch fossile Energieträger (Kohle, Erdgas, Erdöl) gedeckt. Dabei spielen Erdöl und Erdgas mit einem Anteil von ca. 56% des globalen Primärenergieverbrauchs die zentrale Rolle für die weltweite Energieversorgung.
In Anbetracht der Begrenztheit der Erdöl- und Erdgasreserven einerseits und des steigenden Energiebedarfs andererseits wird schließlich nach alternativen Fördermethoden gesucht. Eine alternative Möglichkeit zur Erschließung von bisher größtenteils ungenutzten unkonventionellen Erdgas- und Erdölvorkommen stellt die Methode des sog. Frackings dar. Fracking trägt mittlerweile in erheblichem Maß zur weltweiten Verfügbarkeit von Erdöl und Erdgas bei. Insbesondere in den USA hat sich die Technologie des Frackings in den letzten 10 Jahren rasant entwickelt. In den USA konnten im Zusammenhang mit der neuartigen Fördermethode neue Arbeitsplätze geschaffen, die privaten und öffentlichen Einnahmen gesteigert und die Energiekosten deutlich reduziert werden. Gleichzeitig ist Fracking trotz aller positiven Auswirkungen für die Wirtschaft und den Energiemarkt nicht unumstritten und führt immer wieder zu zahlreichen umweltpolitischen und energiepolitischen Debatten.
Dabei stehen insbesondere der hohe Wasser- und Flächenverbrauch, das Entweichen großer Mengen an Methan und die allgemeine Gefahr der Verunreinigung des Grundwassers durch Fracking im Zentrum der Kritik. Zudem besteht ein weiterer Risikofaktor von Fracking darin, dass in der Folge Erdbeben ausgelöst werden können. Schließlich gilt es angesichts der steigenden Energienachfrage trotz allem derartige Technologiealternativen in Betracht zu ziehen und einerseits ihre Chancen und andererseits ihre Risikofaktoren gegeneinander abzuwägen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Schiefergasförderung durch Fracking
- Begriffsbestimmung des Fracking
- Einblick in die Technologie des Fracking
- Situation in Deutschland
- Risikofaktoren im Zusammenhang mit Fracking
- Wasserverunreinigung und erhöhter Wasserverbrauch
- Erdbebengefahr – Induzierte Seismizität
- Flächenverbrauch
- Treibhausgasemission
- Lärmemission
- Potentiale im Zusammenhang mit Fracking
- Energiewende
- Druck auf Gaspreise
- Vermehrt autonome Energieversorgung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der unkonventionellen Fördertechnologie des Frackings und untersucht ihre Auswirkungen auf den deutschen Erdgasmarkt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Risikofaktoren und Potentiale des Frackings in Deutschland. Die Arbeit will herausfinden, ob Fracking als Brückentechnologie für Deutschland eine Chance darstellen kann.
- Die Technologie des Frackings
- Risiken und Chancen von Fracking für die Umwelt
- Die Rolle von Fracking für die Energiewende in Deutschland
- Die Auswirkungen von Fracking auf den deutschen Erdgasmarkt
- Die politische und gesellschaftliche Debatte um Fracking in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Frackings ein und stellt die Relevanz der Technologie im Kontext des steigenden globalen Energiebedarfs dar. Kapitel 2 erläutert die Technologie des Frackings sowie die Situation in Deutschland. Dabei wird besonders auf das Potential der in Deutschland vorhandenen Schiefergasvorkommen eingegangen. Kapitel 3 befasst sich mit den Risikofaktoren des Frackings, wie Wasserverunreinigung, Erdbebengefahr, Flächenverbrauch und Treibhausgasemission. Kapitel 4 beleuchtet die Potentiale von Fracking, insbesondere in Bezug auf die Energiewende, den Druck auf Gaspreise und die Möglichkeit einer autonomeren Energieversorgung.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit sind: Fracking, Schiefergas, Energiewende, Brückentechnologie, Risikofaktoren, Potentiale, Wasserverunreinigung, Erdbebengefahr, Flächenverbrauch, Treibhausgasemission, Lärmemission, Energieversorgung, Deutschland, Erdgasmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Fracking?
Fracking (Hydraulic Fracturing) ist eine Technologie zur Förderung von Erdgas und Erdöl aus tiefen Gesteinsschichten, indem unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in das Gestein gepresst wird.
Welche Risiken birgt Fracking für die Umwelt?
Zu den Hauptrisiken zählen die Verunreinigung des Grundwassers, ein extrem hoher Wasserverbrauch, induzierte Erdbeben sowie der Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan.
Könnte Fracking als Brückentechnologie für die Energiewende dienen?
Befürworter sehen darin eine Chance, die Abhängigkeit von Gasimporten zu verringern und die Energiepreise zu senken, während die Infrastruktur für erneuerbare Energien ausgebaut wird.
Wie ist die Situation von Fracking in Deutschland?
In Deutschland ist die Technologie aufgrund der dichten Besiedlung und ökologischer Bedenken höchst umstritten. Es gibt strenge gesetzliche Hürden für die unkonventionelle Schiefergasförderung.
Welche ökonomischen Potentiale bietet Fracking?
Nach dem Vorbild der USA könnte Fracking neue Arbeitsplätze schaffen, Steuereinnahmen erhöhen und durch ein größeres Angebot den Druck auf die globalen Gaspreise mindern.
- Arbeit zitieren
- David Knobelspies (Autor:in), 2018, Fracking als Brückentechnologie für Deutschland. Risikofaktoren und Potentiale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590613