Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Theaterpädagogik Kindern und Jugendlichen helfen kann, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei verkörpert die Theaterpädagogik einen Lernort, den es zu definieren gilt.
Beginnend wird die Persönlichkeitsentwicklung in ihrer Gesamtheit aufgezeigt sowie ein Definitionsansatz verfasst. Da die Persönlichkeit besonders in der Kindheit sowie in der Jugendphase geprägt wird, wird anschließend besonders auf diese Lebensabschnitte eingegangen. Wie kann aber die Theaterpädagogik einen Teil in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen beitragen? Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst die Theaterpädagogik als eigenständige Disziplin dargestellt. Darauffolgend wird ihre Relevanz in Bezug auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen untersucht. Bietet sie einen Lernort? Dafür wird zunächst dem Begriff des Lernortes nachgegangen, um nachstehend die Frage zu beantworten, ob die Theaterpädagogik einen Lernort für Kinder und Jugendliche darstellt und wenn ja, inwiefern dieser aussieht. Zudem wird in diesem Teil die Frage geklärt, inwiefern die Theaterpädagogik eine Hilfestellung für Kinder und Jugendliche sein kann, damit diese ihre Persönlichkeit frei entfalten können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Persönlichkeitsentwicklung
2.1 Definitionsansatz
2.2 Kindheit und Jugendphase
3. Theaterpädagogik
3.1 Definition
3.2 Relevanz
4. Lernort
4.1 Theaterpädagogik als Lernort
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, inwiefern Theaterpädagogik Kindern und Jugendlichen bei der aktiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützen kann, wobei das Theater als spezieller Lernort betrachtet und definiert wird.
- Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung
- Die Bedeutung von Kindheit und Jugendphase
- Theaterpädagogik als eigenständige Disziplin
- Theater als Bildungsraum und Lernort
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition
„Theater aktiviert unsere Emotionen, provoziert unsere Sinne, spricht unsere Ängste, Wünsche und verborgenen Hoffnungen an, provoziert uns, unser Inneres mit dem Äußeren in Verbindung bringen.“ - Hentschel 2016, S. 185
Dieses Zitat von Hentschel zeigt, inwiefern Theater uns Menschen erleben lässt. Es lässt uns selbst innerhalb einer Gemeinschaft Erlebnisse teilen. Dadurch wird es als „Gemeinschaftskunst“ (Hentschel 2016, S. 196) bezeichnet. Innerhalb dieser Gemeinschaftskunst wird der „Eigenwert“ (Ebd., S. 194) hervorgehoben sowie alle Sinne versucht zu aktiviert.
„Theater ist sichtbar gemachtes Denken in Ereigniszusammenhängen“ (Dan Droste 2009, S. 156). Dan Droste zeigt mit dieser Aussage auf, welche immensen Möglichkeiten es gibt, sich als Person im Theater zu verwirklichen. All die Gedanken können in einem Spiel miteinander verknüpft, verändert und dargestellt werden. Somit stellt Theater eine Freiheit wie kein vergleichbares Medium dar.
Innerhalb dieses Erfahrungsraums können Bildungsprozesse erlangt werden. Bildungsprozesse, die nicht mit Kompetenzen verwechselt werden dürfen, sondern solche, die für die eigene Persönlichkeit von großer Bedeutung sein können (Vgl. Hentschel 2016, S. 199).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Fragestellung zur Rolle der Theaterpädagogik bei der Persönlichkeitsentwicklung und Erläuterung des methodischen Vorgehens.
2. Persönlichkeitsentwicklung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der Persönlichkeit und deren Prägung insbesondere in der Kindheit und Jugend.
3. Theaterpädagogik: Darstellung der Entwicklung und Relevanz der Theaterpädagogik als Disziplin und ästhetisches Bildungsmittel.
4. Lernort: Untersuchung des Theaterraums als konstitutive Bedingung und pädagogische Lernumgebung für Kinder und Jugendliche.
5. Fazit: Zusammenführung der Erkenntnisse mit dem Ergebnis, dass Theaterpädagogik einen bedeutsamen, geschützten Lernort zur Persönlichkeitsentfaltung bietet.
Schlüsselwörter
Theaterpädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Lernort, Kindheit, Jugendphase, Identität, ästhetische Bildung, Gemeinschaftskunst, Bildungsprozesse, Selbstwahrnehmung, Reflexion, Erfahrung, Sozialverhalten, Disziplin, Kreativität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Theaterpädagogik als pädagogisches Instrument, um Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die psychologischen Grundlagen der Identitätsbildung, die Definition und Geschichte der Theaterpädagogik sowie die theoretische Herleitung des Theaters als Lernort.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob und auf welche Weise Theaterpädagogik als Lernort dienen kann, um Kindern und Jugendlichen Raum für die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur aus den Bereichen Pädagogik, Entwicklungspsychologie und Theaterwissenschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Persönlichkeitsentwicklung, die Einordnung der Theaterpädagogik als Disziplin und die Analyse des Theaters als spezifischen Bildungsort.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Theaterpädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Lernort, ästhetische Bildung und Identitätsfindung.
Warum wird die Kindheit und Jugendphase gesondert betrachtet?
Diese Lebensabschnitte sind durch eine hohe Formbarkeit und intensive Identitätskrisen geprägt, weshalb sie besonders empfänglich für pädagogische Impulse sind.
Welche Bedeutung hat der „Raum“ in der Theaterpädagogik?
Der Raum wird nicht nur physisch, sondern als konstitutive Voraussetzung für ein theatrales Ereignis verstanden, das erst durch die soziale Interaktion der Akteure zu einem Lernort wird.
- Arbeit zitieren
- Annalena Zimmer (Autor:in), 2018, Theaterpädagogik als Lernort. Inwiefern kann Theaterpädagogik Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590656