Die Zelle als Grundbaustein des Lebens


Studienarbeit, 2018

11 Seiten, Note: 1

Anonym


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1 Prokaryotische und eukaryotische Zellen
1.2 Tier- und Pflanzenzellen

2. BESTANDTEILE EINER EUKARYOTISCHEN ZELLE
2.1 Zellkern
2.2 Endoplasmatisches Retikulum
2.3 Golgi-Apparat
2.4 Mitochondrien
2.5 Lysosom
2.6 Chloroplasten

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

LITERATURVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

Zellen sind die Grundbausteine des Lebens. Hierarchisch gesehen sind Zellen die kleinste Ansammlung von Materie, die leben kann. Lebewesen die komplexer gebaut sind sind multizellulär, d.h. ihre Körper bestehen aus vielen spezialisierten Zellsorten, die auf sich allein gestellt nicht überlebensfähig sind. Zu diesen zählen beispielsweise höhere Tiere und Pflanzen. Gemeinsam bilden die vielen Zellen verschiedene Arten von Gewebe, die Gewebe bilden wiederum die Organe. Es gibt aber auch Lebewesen, die nur aus einer einzigen Zelle bestehen, die so genannten Einzeller. Einzellige Lebewesen sind z.B. alle Archaea, ein Großteil der Bacteria, einige Pilze und viele Protisten. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009)

Obwohl die Zellen sich in ihren Aufgaben sehr unterscheiden können, kann man drei grundlegende Eigenschaften der Zellen (bei vielzelligen Organismen) nennen:

1. Stoffwechsel und Energiegewinnung
2. Vermehrung und begrenzte Lebensdauer
3. Reizaufnahme und Reizbeantwortung

Zellen benötigen Energie, damit sie „arbeiten“ können. Diese bekommen sie durch die Aufnahme von Nahrung. Die Stoffe werden zu brauchbaren Komponenten umgewandelt und die Endprodukte des Stoffwechsels wieder ausgeschieden. Auch vermehren sich fast alle Zellen lebenslang (durch Teilung). Sie ersetzen beispielsweise wieder abgestorbene Zellen (Regeneration). Zellen können auch Reize aufnehmen, auswerten und beantworten, da die meisten von ihnen unmittelbar in Verbindung stehen. (Faller & Schünke, 2016)

1.1 Prokaryotische und eukaryotische Zellen

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Kategorien von Zellen: Die prokaryotischen und eukaryotischen Zellen. Einer der grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Zellarten ist das Vorhandensein eines Zellkerns. Der Großteil der DNA liegt in diesem Zellkern, der von einer Doppelmembran umgeben ist. Bei Prokaryoten liegt die DNA in einem Bereich namens Nucleoid in konzentrierter Form vor ohne Membran. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009)

Eukaryotische Zellen sind auch größer und haben dadurch einen höheren Organisationsgrad als die Prokaryoten, wodurch sich viele weitere Unterschiede ergeben. Eukaryoten haben Mitochondrien, die für die Zellatmung und Energieversorgung zuständig sind.

Die innere Membran der Mitochondrien ähnelt der Membran einer Prokaryotenzelle, denn nach der Endosymbiontentheorie sind die Mitochondrien im Laufe der Evolution aus intrazellulär lebenden Bakterien hervorgegangen. Dafür sprechen auch zahlreiche andere Befunde, dass beispielsweise die Ribosomen nicht dem 80 S-Typ der Eukaryoten ähneln, sondern dem 70 S-Typ der Prokaryoten. Eukaryotische Zellen haben meist mehrere Chromosomen und eine sexuelle Reproduktion in Form einer Meiose. Bei den Prokaryoten ist eine partielle Übertragung von DNA möglich (Konjugation). Es haben beide Zellarten auch verschiedene Zellorganellen: Prokaryoten haben z.B. das Chlorosom, Magnetosom, Plasmid oder Thylakoid, Eukaryoten Chloroplasten, das Endoplasmatische Retikulum, Lysosomen, Mitochondrien etc. (Cypionka, 2010)

1.2 Tier- und Pflanzenzellen

Tierische und pflanzliche Zellen haben viele Gemeinsamkeiten und sind im Grundbau ähnlich, doch es gibt auch einige Unterschied vor allem in Hinblick auf ihre Funktion. Die Abbildung auf den nächsten Seiten (Abbildung 1 und 2) zeigen eine tierische und pflanzliche Zelle im Vergleich.

Pflanzliche Zellen haben neben der Zellmembran eine Zellwand. Die Zellwand ist die Außenschicht, die die Zelle in ihrer Form hält, sie bewahrt die Zelle vor mechanischen Beschädigungen (auch z.B. vor Platzen aufgrund von zu starker Wasseraufnahme) und besteht aus Cellulose, anderen Polysacchariden und Proteinen. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009) Diese Vielfachzucker werden von der Zellmembran nach außen abgegeben. Eine Mittellamelle sorgt für die Verbindung zwischen den Zellwänden benachbarter Zellen. Darin sind Plasmodesmen eingebettet. (Koch & Koch, 2012) Die Plasmodesmen fungieren somit als Kanäle, die die Zellwände durchziehen und das Cytoplasma benachbarter Zellen miteinander verbinden. Neben der Zellwand und den Plasmodesmen gibt es noch zwei Zellorganellen, die in pflanzlichen, aber nicht in tierischen Zellen zu finden sind: Die Plastiden und die Zellsaftvakuole. Als ein wichtiges Plastid ist hier das Chloroplast zu nennen. Es ist ein Photosyntheseorganell, welches Lichtenergie in chemische Energie in Form von Zuckermolekülen umwandelt. Die Zellsaftvakuole dient hingegen der Einlagerung von Substanzen, dem Abbau von Abfallprodukten und der Hydrolyse von Makromolekülen. Werden die Vakuolen immer größer, so wächst auch die Pflanzenzelle und die Vakuolen füllen bald den Großteil der Zellen aus. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009)

Tierische Zellen wirken im Vergleich zu pflanzlichen Zellen meist unregelmäßig geformt. Dies liegt daran, dass bei tierischen Zellen die Zellwand fehlt. Zellorganellen, die in tierischen, aber nicht in pflanzlichen Zellen vorkommen, sind die Lysosomen und die Centrosomen (mit Centriolen). Auch die Cilien oder Flagellen kann man hier nennen, jedoch kommen diese auch bei manchen pflanzlichen Spermien vor. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009) Das Lysosom ist eine Art Verdauungsorganell, welches sowohl Zellbestandteile als auch zellfremdes Material verdaut. Die Centriolen spielen für die Kernteilung eine wichtige Rolle, denn sie bilden den Spindesapparat aus. Diese liegen in einer Region namens Centrosom. (Koch & Koch, 2012)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Tierzelle (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Pflanzenzelle (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009)

2. BESTANDTEILE EINER EUKARYOTISCHEN ZELLE

2.1 Zellkern

Wie bereits erwähnt ist der Zellkern ein grundlegendes Merkmal für die eukaryotischen Zellen und enthält fast die gesamte Erbinformation, gespeichert in Form der Gene der DNA. Der Zellkern hat bei tierischen Zellen einen Durchmesser von etwas 5 Mikrometer und besitzt eine Doppelmembran. (Campbell, Heinisch & Paululat, 2009) Diese Kern-Hülle trennt das Genom und Cytoplasma voneinander, d.h. anders als bei der prokaryotischen Zelle finden Transkription und Translation in getrennten Zellräumen statt. Die Doppelmembran besteht aus je zwei Lipiddoppelschichten mit eingebetteten und peripher assoziierten Proteinen. Dabei ist die äußere Membran Bestandteil bzw. Fortsetzung des Endoplasmatischen Retikulums, die innere ist mit der Kern-Lamina verbunden, durch welche die Hülle ihre Festigkeit erhält.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Zelle als Grundbaustein des Lebens
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Jahr
2018
Seiten
11
Katalognummer
V590729
ISBN (eBook)
9783346196194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundbaustein, lebens, zelle
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Die Zelle als Grundbaustein des Lebens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590729

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