Individuelle Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen. Konzepte und Strategien


Hausarbeit, 2020

28 Seiten, Note: 1,1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme
1.1 Bezeichnung des Kursangebotes
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme

2 Inhaltliche-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms

3 Inhaltlich – methodische Detailplanung des Kursprogramms

4 Dokumentation und Evaluation des Kursprogramms

5 Literaturverzeichnis
5.1 Tabellenverzeichnis

Anhang
Anhang 1:
Anhang 2:
Anhang 3:

1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme

1.1 Bezeichnung des Kursangebotes

Der Name des Kursangebotes lautet „Rücken fit? – Mach einfach mit! Einführung in ein gesundheitsorientiertes Rückentraining“. Der Titel soll durch seine Einfachheit leicht verständlich sein. Die Fragestellung „Rücken fit?“ soll Hilfe zur Selbsthilfe geben, indem potenzielle Teilnehmer/innen präventiv über ihren Gesundheitszustand nachdenken. „Mach einfach mit!“ soll alle sozialen Schichten ansprechen, insbesondere die unteren Schichten unter dem Aspekt der Vermeidung sozialer Ungleichheiten in der Bevölkerung. Durch diese Aufforderung soll die Schwelle zum Mitmachen gesenkt werden. Es sollen sich im Sinne der Primärprävention nicht nur Menschen mit bereits vorhandenen Rückenbeschwerden angesprochen fühlen, sondern vor allem auch Gesunde.

1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip

Die geplante Präventionsmaßnahme bezieht sich auf das Handlungsfeld „Bewegungsgewohnheiten“ mit den entsprechenden Präventionsprinzipien „Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität“ und „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme“ (GKV-Spitzenverband, 2014, S.49).

1.3 Bedarf

Rückenschmerzen sind subjektive Erfahrungen von Personen, welche sich nicht mit Sicherheit durch Untersuchungen und Labortests belegen oder ausschließen lassen können. Erkrankungen der Wirbelsäule sowie Rückenschmerzen sind Störungen der Gesundheit mit medizinischer, epidemiologischer und gesundheitsökonomischer Bedeutung (Raspe, 2012, S.7).

Rückenschmerzen weisen eine hohe Prävalenz auf und gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung. Laut der Deutschen Rückenschmerzstudie 2003/2006 liegt die Stichtagprävalenz von Rückenschmerzen (Heute Schmerzen) zwischen 32% und 49%. Die Lebenszeitprävalenz (mindestens einmal Rückenschmerzen im Leben) liegt sogar zwischen 74% und 85%. Dementsprechend hatten nur ca. 20% der Personen noch nie in ihrem Leben Rückenschmerzen erlebt. Des Weiteren wird belegt, dass 7% der Befragten schwere und sogar 9% erheblich behindernde Rückenbeschwerden hatten (Raspe, 2012, S.13).

Chronische Schmerzen des Rückens werden als fast tägliche für mindestens 3 Monate anhaltende Schmerzen definiert. Laut des Robert-Koch-Instituts hat jeder sechste Mann sowie jede vierte Frau in den letzten 12 Monaten unter chronischen Rückenschmerzen gelitten. Des Weiteren zeigten Ergebnisse des Robert-Koch-Instituts eine Zunahme der chronischen Rückenschmerzen mit steigendem Lebensalter (Robert-Koch-Institut, 2015, S.69). Darüber hinaus spielt der sozioökonomische Faktor eine Rolle. Personen mit niedrigem Sozialstatus hatten in allen Altersgruppen häufiger Schmerzen im Rücken als Personen mit hohem oder mittlerem Sozialstatus (Robert-Koch-Institut, 2015, S.70).

Außerdem haben Rückenschmerzen einen negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit in Aktivitäten des Alltags, Berufs oder der Freizeit (Raspe, 2012, S. 15). Somit sind Rückenleiden häufige Auslöser für die Inanspruchnahme des medizinischen Versorgungssystems, hohe Arbeitsunfähigkeit und frühzeitige Renten durch teilweise oder volle Erwerbsminderungen (Raspe, 2012, S.7).

Auch die Ergebnisse des BKK Gesundheitsreports (2019) bestätigen, dass Rückenschmerzen gemessen nach Tagen der Arbeitsunfähigkeit (AU-Tage) zu den wichtigsten Diagnosehauptgruppen gehören. Aus dem Berichtsjahr 2018 kann entnommen werden, dass Rückenschmerzen Rang 2 im Jahr 2017 der Diagnosen mit den meisten AU-Tagen misst. Die Anzahl der AU-Tage bei 1000 Beschäftigten Mitgliedern der BKK aufgrund von Rückenschmerzen lag bei 1220 (Knieps & Pfaff, 2019, S.67).

Bereits im Jahr 2010 waren Rückenschmerzen unter den AOK-Pflichtmitgliedern ohne Rentner auf dem ersten Rang der Diagnosen mit 14,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen. Auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse bestätigt dieses mit ihren Ergebnissen (Raspe, 2012, S.15).

Deutlich wird der Bedarf durch die im Jahr 2008 hohen Krankheitskosten für Rückenleiden von ca. 9 Milliarden Euro. Die Statistik aus dem Jahre 2010 zeigt, dass 8% der Rentenneuzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit auf Rückenleiden zurückführen.

Ursachen für Rückenschmerzen lassen sich nur sehr schwer ausfindig machen. Der Anteil der nicht spezifischen Rückenschmerzen, ohne krankhafte Prozesse sowie sichere anatomische Quellen als Ursache, liegt bei ca. 80% (Raspe, 2012, S.10). Risikofaktoren, wie beispielsweise arbeitsbezogene, psychosoziale Bedingungen oder eigene Vorgeschichten, können das Auftreten von Rückenschmerzen bedingen (Rapse, 2012, S.11).

1.4 Wirksamkeit

Tab. 1: Zentrale evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zur Prävention von Rückenschmerzen (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Zielgruppe

Tab. 2: Zielgruppe der geplanten Präventionsmaßnahme (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.6 Ziele der Maßnahme

Tab. 3: Ziele der Präventionsmaßnahme (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Inhaltliche-organisatorische Grobplanung des Kursprogramms

Tab. 4: Inhaltlich-organisatorische Grobplanung der Präventionsmaßnahme (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hintergrundwissen zum Thema Rückenschmerz sowie Strategien und Konzepte zur Vermeidung und Bewältigung von Rückenschmerzepisoden dienen zur Förderung individueller Kompetenzen bezüglich Verhalten und Handlung. Des Weiteren soll das eigene Gesundheitsbewusstsein analysiert und gestärkt werden. Regelmäßige körperliche Aktivität als positiver Effekt zur Umsetzung im Alltag und stetiger Eigenmotivation der Teilnehmer als Inhalt dient zur Bindung und Motivation an gesundheitssportliche Aktivität. Außerdem soll die Körperwahrnehmung der Teilnehmer durch rückengerechtes –und berufsbezogene Bewegungsabläufe und Haltungen verbessert werden. Die Erstellung und Durchführung eines gesundheitsorientierten Rückentrainings wird genutzt, um die gesundheitsbezogene Fitness zu verbessern. Auch dient es als Hilfe zur Selbsthilfe sowie Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung. Des Weiteren soll es zur sicheren Weiterführung der Methoden im Alltag dienen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Individuelle Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen. Konzepte und Strategien
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,1
Autor
Jahr
2020
Seiten
28
Katalognummer
V590943
ISBN (eBook)
9783346198440
ISBN (Buch)
9783346198457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesundheitsförderung, individuelle, konzepte, pflegeeinrichtungen, strategien
Arbeit zitieren
Alisa Schäfers (Autor), 2020, Individuelle Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen. Konzepte und Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590943

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