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Die CSU im Lichte unserer Forschungsfragen

Title: Die CSU im Lichte unserer Forschungsfragen

Seminar Paper , 1997 , 10 Pages , Grade: ohne

Autor:in: Christoph Ohl (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Einleitung:

Die christlich-soziale Union ( CSU ) gilt als die Partei in Bayern. Das zeigt sich unter anderem daran, daß sie seit ihrer Gründung 1945 stets die absolute Mehrheit in Bayern erreicht hat.
Die CSU verfolgt in ihrer Ideologie konservative Grundsätze und wird deshalb häufig als „Schwesterpartei“ der christlich-demokratischen Union ( CDU ) bezeichnet.
Die CSU stellt insofern eine Besonderheit dar, als daß sie als einzige der im Bundesland vertretenen Parteien in nur einem Bundesland, nämlich Bayern, kandidiert. Aufgrund ihrer Stärke in Bayern konnte die CSU aber dennoch einen nicht unbedeutenden bundespolitischen Einfluß verschaffen und diesen auch wahren. Mit dem Zusammenbruch der DDR und der darauffolgenden Wiedervereinigung Deutschlands sahen viele diesen bundespolitischen Einfluß schwinden, zumal die CSU zwei Jahre vor der Wiedervereinigung durch den Tod von Franz Josef Strauß ( FJS ) die Leitfigur schlechthin verloren hatte und die Kompetenz seiner Nachfolger noch auf dem Prüfstein stand.

Mittlerweile sind seit der Wiedervereinigung sechs Jahre vergangen und es stellt sich nunmehr die Frage: „Hat die CSU tatsächlich an bundespolitischem Einfluß verloren ( ist sie also lediglich „eine neue Form der Bayernpartei“(1) ) oder nicht?
[...]
______
1 Leersch, Hans-Jürgen 1992

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für einen möglichen Verlust an Einfluß

2.1. Tod Franz Josef Strauß’

2.2. Zusammenbruch der DDR und Wiedervereinigung

2.3. Wahlerfolge der Republikaner ( REP )

3. Maßnahmen und Überlegungen der CSU gegen eine mögliche Schwächung ihrer Stellung

4. Resumee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Rolle und den Einfluss der CSU nach dem Tod ihrer Leitfigur Franz Josef Strauß sowie den Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung auf ihre Stellung im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland.

  • Die Auswirkungen des Todes von Franz Josef Strauß auf die interne Parteistruktur und das Image der CSU.
  • Die Herausforderungen durch den Zusammenbruch der DDR und die deutsche Wiedervereinigung für eine bayerische Regionalpartei.
  • Die Konkurrenz durch rechtsextreme Gruppierungen wie die Republikaner in den 1990er Jahren.
  • Strategische Maßnahmen und Neuausrichtungen der CSU zur Sicherung ihres bundespolitischen Einflusses.

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Tod Franz Josef Strauß’

Als Franz Josef Strauß am 3. Oktober 1988 überraschend starb, prophezeiten viele der CSU eine schwere Zeit; und das nicht ohne Grund. Strauß war bis zu seinem Tod die dominierende Persönlichkeit innerhalb der CSU gewesen. So hatte er sowohl das Amt des Parteivorsitzenden als auch das des bayerischen Ministerpräsidenten inne. Außerdem war es ihm gelungen, sich und somit auch der Partei einen nicht unerheblichen politischen Einfluß in Bonn zu verschaffen.

Nach seinem Tod stellte sich die Frage seiner Nachfolge. Die befürchteten Machtkämpfe innerhalb der Partei blieben zwar aus und Nachfolger waren schnell gefunden. So übernahm der damalige Finanzminister Bayerns, Max Streibl, das Amt des Ministerpräsidenten und der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Theo Waigel, den Parteivorsitz. Streibl und Waigel versuchten zunächst das Bild von einer intakten CSU wie sie unter Strauß bestand zu wahren und ihre Konflikte intern auszutragen („Das neue Führungsgespann setzte zunächst auf Harmonie“). Doch sie sollten es nicht unbedingt leicht haben, in die Fußstapfen des „Marken- und Qualitätszeichens Franz Josef Strauß“ zu treten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Ausnahmestellung der CSU als bayerische Regionalpartei mit bundespolitischem Gewicht ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur zukünftigen Relevanz der Partei nach der Wiedervereinigung.

2. Gründe für einen möglichen Verlust an Einfluß: Hier werden die kritischen Ereignisse analysiert, darunter der personelle Umbruch nach dem Tod von Franz Josef Strauß, die Folgen der deutschen Wiedervereinigung sowie das Erstarken der Republikaner als neue politische Konkurrenz.

3. Maßnahmen und Überlegungen der CSU gegen eine mögliche Schwächung ihrer Stellung: Dieses Kapitel erläutert die strategischen Reaktionen der Parteispitze, wie die gescheiterte Expansion nach Ostdeutschland über die DSU und die erfolgreiche Konsolidierung durch eine engere Bindung an die CDU sowie personelle Wechsel.

4. Resumee: Das abschließende Kapitel bewertet die Gesamtsituation der CSU und kommt zu dem Schluss, dass die Partei ihre Rolle als einflussreicher politischer Akteur trotz der Krisenjahre erfolgreich behaupten konnte.

Schlüsselwörter

CSU, Franz Josef Strauß, Wiedervereinigung, Parteiensystem, Bundespolitik, Max Streibl, Theo Waigel, Edmund Stoiber, DSU, Republikaner, Bayern, politischer Einfluss, konservative Grundsätze, Parteienforschung, deutsche Innenpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Situation der Christlich-Sozialen Union (CSU) in den frühen 1990er Jahren und hinterfragt, ob die Partei durch den Tod von Franz Josef Strauß und die deutsche Wiedervereinigung ihren bundespolitischen Einfluss verloren hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Nachfolgeproblematik nach Strauß, die Herausforderungen für eine rein bayerische Partei in einem veränderten Deutschland sowie der Wettbewerb mit anderen politischen Gruppierungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die CSU tatsächlich massiv an bundespolitischem Einfluss eingebüßt hat oder ob sie weiterhin eine tragende Rolle im deutschen Parteiensystem einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und zeitgenössischer Quellen basiert, um die parteiinterne Entwicklung der CSU nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Identifizierung der Krisenfaktoren, wie den Führungswechsel und das Erstarken der Republikaner, sowie die Untersuchung der konkreten Gegenmaßnahmen der Parteiführung zur Erhaltung ihrer Machtbasis.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die "bayerische Identität", die "Schwesterpartei CDU", der politische Einfluss in Bonn sowie der Wandel der Führungspersönlichkeiten Waigel und Stoiber.

Welche Rolle spielte die sogenannte "Amigo-Affäre" in diesem Kontext?

Die Amigo-Affäre wird als ein zentraler Faktor genannt, der zum Rücktritt von Ministerpräsident Max Streibl führte und somit den Weg für Edmund Stoiber als neue Führungskraft ebnete, um das angekratzte Image der CSU zu korrigieren.

Warum scheiterte das Projekt der DSU in den neuen Bundesländern?

Die DSU konnte sich nach der ersten gesamtdeutschen Wahl nicht etablieren, da sie keine dauerhafte politische Relevanz entfalten konnte und die CSU sich letztlich auf ihre Stärke in Bayern konzentrierte, anstatt eine direkte Konkurrenz zur CDU im Osten aufzubauen.

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Details

Title
Die CSU im Lichte unserer Forschungsfragen
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Proseminar: Das Parteiensystem der BRD
Grade
ohne
Author
Christoph Ohl (Author)
Publication Year
1997
Pages
10
Catalog Number
V591
ISBN (eBook)
9783638103930
Language
German
Tags
Lichte Forschungsfragen Proseminar Parteiensystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Ohl (Author), 1997, Die CSU im Lichte unserer Forschungsfragen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591
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