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Die Rezeption Frida Kahlos in der feministischen Kunstwissenschaft der 1970er bis 1990er Jahre

Titel: Die Rezeption Frida Kahlos in der feministischen Kunstwissenschaft der 1970er bis 1990er Jahre

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Charlotte Steinhauer (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rezeption Frida Kahlos in der feministischen Kunstgeschichte und bezieht deren Ergebnisse auf das Phänomen des "Künstlermythos". Dabei wird die Paradoxie aufgezeigt, die zwischen dem männlich dominierten Bild des Künstlergenies und der Übernahme dieser Legende auf die feministischen Interpretationen besteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen der Rezeption

2.1. Die diskursive Künstlerfigur

2.2. Die Begründung des Künstlermythos

3. Die frühen Quellen und ihr Beitrag zum Kahlo-Diskurs

3.2. André Breton: Weiblichkeit und Mystik

3.3. Betram Wolfe - Kunst und Leiden

4. Der Kahlo-Diskurs im Zuge der feministischen Kunstgeschichtsforschung

4.1. Die Entwicklung der feministischen Kunstgeschichtsschreibung im Zuge der feministischen Bewegung

4.2. Die „Kraft des Weiblichen“ - Frida Kahlo in der feministischen Rezeption

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte der Künstlerin Frida Kahlo, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der feministischen Kunstgeschichtsforschung liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie biografische Interpretationsweisen und tradierte Mythen über Künstler die Rezeption beeinflussen und ob diese Analysen den Diskurs tatsächlich erweiterten oder in bestehenden Denkmustern verharrten.

  • Die Entstehung und Wirkung der diskursiven Künstlerfigur im Kontext des Künstlermythos.
  • Die Rolle der frühen Kahlo-Kritik durch André Breton und Bertram Wolfe als diskursprägende Instanzen.
  • Die Entwicklung und methodische Herangehensweise der feministischen Kunstgeschichtsschreibung seit den 1970er Jahren.
  • Die kritische Reflexion der Verknüpfung von privater Leidensgeschichte und künstlerischer Schöpfung bei Frida Kahlo.

Auszug aus dem Buch

3.2. André Breton: Weiblichkeit und Mystik

Breton bemühte sich, vom Mexiko-Diskurs der Surrealisten beeinflusst, Anknüpfungspunkte zum Surrealismus in der mexikanischen Kunst zu finden. Sein Text über Frida Kahlo, anlässlich ihrer ersten Einzelausstellung in der Galerie Julien Levy 1938 in New York, stellt primär eine Einbettung ihres Werks in den Kontext des Surrealismus dar.

Sein Zeitgenosse Bertram Wolfe bestritt den surrealistischen Charakter von Kahlos Werken und die Künstlerin selbst distanzierte sich ebenfalls von dieser Zuweisung. Nicht zu leugnen ist jedoch Frida Kahlos Beziehung zu Vertretern des Surrealismus sowie ihre Beteiligung an deren Ausstellungen. Zudem half die Verbindung ihres Namens mit dem Begriff des Surrealismus das Interesse des westlichen Publikums zu wecken und ihr den Einstieg in die internationale Kunstszene zu ermöglichen.

Sei Bretons surrealistischer Bezug gerechtfertigt oder nicht, sein Text übte entscheidenden Einfluss auf das Werkverständnis und die Künstlerfigur Kahlos aus. Der Einfluss der surrealistischen Vorstellungen von Kunst und Weiblichkeit auf den Kahlo-Diskurs, begründete die Vorstellung von ihrer Kunst als „typisch weiblich“. Dieses Denkmuster griffen die ersten feministischen Autorinnen wieder auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des stetigen Bedeutungswandels von Künstlerbiografien ein und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Untersuchung der Kahlo-Rezeption.

2. Voraussetzungen der Rezeption: Das Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen der Diskursanalyse und beleuchtet die historische Konstruktion des Künstlermythos als männlich dominierte Erzählung.

3. Die frühen Quellen und ihr Beitrag zum Kahlo-Diskurs: Hier wird der maßgebliche Einfluss der ersten Kritiker André Breton und Bertram Wolfe auf die Etablierung bestimmter, oft mythisierender Interpretationsmuster bei Frida Kahlo untersucht.

4. Der Kahlo-Diskurs im Zuge der feministischen Kunstgeschichtsforschung: Das Kapitel reflektiert die methodische Herangehensweise feministischer Forscherinnen, die zwar versuchten, Kahlo als Künstlerin neu zu definieren, dabei jedoch oft in existierende biografische Deutungsschemata zurückfielen.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die feministische Rezeption zwar wichtige Impulse zur Sichtbarkeit Kahlos lieferte, jedoch die Verhaftung in psycho-biografischen Deutungen eine befreiende diskursive Neuorientierung erschwerte.

Schlüsselwörter

Frida Kahlo, Kunstgeschichte, feministische Kunstgeschichtsforschung, Künstlermythos, Rezeptionsgeschichte, André Breton, Bertram Wolfe, Diskursanalyse, Surrealismus, weibliche Ästhetik, Geniekult, Psycho-Biografie, Gender Studies, Identität, Kunstkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rezeptionsgeschichte der Künstlerin Frida Kahlo und untersucht kritisch, wie verschiedene Interpretationsansätze – von frühen surrealistischen Texten bis zur feministischen Kunstgeschichte – die Wahrnehmung ihres Werks und ihrer Person geprägt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der Künstlermythos, die Konstruktion von Geschlechteridentitäten in der Kunst, der Einfluss biographischer Daten auf die Werkanalyse sowie die Wechselwirkung zwischen Populärkultur und kunsthistorischem Diskurs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie stark bestehende Diskursmuster und der männlich geprägte Künstlermythos die feministische Kunstgeschichte beeinflusst haben und ob diese Forscherinnen das Bild Kahlos tatsächlich von Stereotypen befreien konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der kritischen Diskursanalyse, um die Texte verschiedener Epochen und Denkschulen vergleichend auf ihre Motive, Topoi und ihren Umgang mit der Künstlerin Kahlo hin zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der theoretischen Grundlagen (Künstlermythos), die Betrachtung der frühen Quellen von Breton und Wolfe und eine detaillierte Auseinandersetzung mit feministischen Deutungsversuchen, etwa durch Orenstein, Lippard und Chadwick.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Künstlermythos, Rezeptionsgeschichte, feministische Kunstgeschichte, Diskursanalyse und die spezifische Auseinandersetzung mit der Person Frida Kahlo charakterisiert.

Warum spielt die persönliche Biografie Frida Kahlos eine so zentrale Rolle im Diskurs?

Die Biografie, insbesondere der Unfall und die Kinderlosigkeit, wurde sowohl von frühen männlichen Kritikern als auch von feministischen Autorinnen als Motor ihrer Kreativität instrumentalisiert, was die Sicht auf ihre bewusste künstlerische Gestaltung oft verengte.

Welche Rolle spielten André Breton und Bertram Wolfe bei der Konstruktion des Kahlo-Bildes?

Beide Autoren etablierten durch ihre subjektiven und teils mystifizierenden Darstellungen (als "typisch weiblich" bzw. "leidende Künstlerin") Interpretationsmuster, die auch Jahrzehnte später von feministischen Analysen unkritisch übernommen wurden.

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Details

Titel
Die Rezeption Frida Kahlos in der feministischen Kunstwissenschaft der 1970er bis 1990er Jahre
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Kunsthistorisches Institut)
Veranstaltung
Seminar Kunst und Politik
Note
1,0
Autor
Charlotte Steinhauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V591000
ISBN (eBook)
9783346177414
ISBN (Buch)
9783346177421
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminismus Frida Kahlo Rezeption Gender
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charlotte Steinhauer (Autor:in), 2018, Die Rezeption Frida Kahlos in der feministischen Kunstwissenschaft der 1970er bis 1990er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591000
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Leseprobe aus  23  Seiten
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