Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Environment economics

Die Theorie des Martkversagens im Kontext der Umweltökonomik

Title: Die Theorie des Martkversagens im Kontext der Umweltökonomik

Seminar Paper , 2003 , 31 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ursula Menhart (Author)

Economy - Environment economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Dadurch, dass der Umweltschutz in der Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird es auch in den Wirtschaftswissenschaften wichtiger, die Umweltprobleme stärker einzubeziehen. Deshalb beschäftigen sich viele Ökonomen mit dem Problem der optimalen Bereitstellung von Gütern. Dabei geht es auch um die umweltverschmutzenden Nebeneffekte vieler Produkte. Diese externen Kosten sollen in die Preise der Güter integriert werden, da bisweilen viele Güter aufgrund der fehlenden Internalisierung der externen Kosten „zu billig“ angeboten werden (vgl. Hanusch, Kuhn, Cantner (2000, 90), Binder (1999, 2)). Mit diesem Problem des Marktversagens in der Umweltökonomie wird sich diese Arbeit beschäftigen. Damit wir das Thema „Die Theorie des Marktversagens im Kontext der Umweltökonomik“ verständlich und kontinuierlich behandeln können, wird in Abschnitt 2 erläutert, um was es sich bei Marktversagen handelt. Im Bezug auf Marktversagen erklären die Autoren Hanusch, Kuhn und Cantner, dass es durch die Bereitstellung von öffentlichen Gütern sowie durch externe Effekte bei privaten Gütern entstehen kann (vgl. Hanusch, Kuhn, Cantner (2000, 226)). Hierfür wird im Unterpunkt 2.1 eine Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Gütern vorgenommen werden. Im Kapitel 2.2 werden externe Effekte beschrieben und analysiert, damit eine Aussage über das Wesen des Marktversagens und seine Entstehung getroffen werden kann. Anschließend wird im Unterpunkt 3.1 dargestellt, wie die optimale Bereitstellung der öffentlichen Güter aussehen sollte. Es folgen Ausführungen zu Auswirkungen der Bereitstellung öffentlicher Güter, falls keine Regulierungsmaßnahmen getroffen werden. Hierbei wird sich zeigen, dass public goods (öffentliche Güter) zu wenig und public bads (öffentliche Schaden) zu stark angeboten werden. Deshalb werden im Kapitel 4 einige dezentrale Regulierungsmöglichkeiten dargestellt. Zum Schluss dieser Arbeit werden die wichtigsten Aspekte noch einmal genannt und dabei auch kritisch betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marktversagen

2.1 Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Gütern

2.1.1 Ausschlussprinzip

2.1.2 Rivalitätsprinzip

2.2 Externe Effekte

2.3 Zwischenbilanz

3. Analyse des Marktversagens

3.1 Optimale Bereitstellung öffentlicher Güter

3.2 Preisgebung bei „public goods“ und „public bads“

3.2.1 Marktbereitstellung von „public goods“

3.2.2 Effiziente Preisgebung bei „public goods“ auf der Konsumenten und Produzentenseite

4. Regulierungsmöglichkeiten

4.1 Lindahl-Gleichgewicht

4.2 Fusionen und Übernahmen

4.3 Coase-Theorem

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Marktversagens im Bereich der Umweltökonomik, wobei der Fokus insbesondere auf die Rolle öffentlicher Güter und externer Effekte gelegt wird. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, warum Märkte in diesen Kontexten keine effiziente Allokation gewährleisten und welche Möglichkeiten zur Internalisierung der verursachten Kosten bestehen.

  • Theoretische Grundlagen des Marktversagens bei öffentlichen Gütern und externen Effekten
  • Analyse der optimalen Bereitstellung öffentlicher Güter mittels des Samuelson-Modells
  • Problematik der Preisbildung und Marktbereitstellung bei „public goods“ und „public bads“
  • Dezentrale Regulierungsansätze wie das Lindahl-Gleichgewicht, Fusionen und das Coase-Theorem

Auszug aus dem Buch

2.1.1) Ausschlussprinzip

Das Ausschlussprinzip besagt nach Binder, dass es möglich sein muss, einer Person das Privateigentum an einer Sache zuzuordnen, um somit zu gewährleisten, dass andere Konsumenten von dessen Konsum ausgeschlossen werden können (vgl. Binder (1999, 2)). Dies bedeutet gemäß Kolstad, dass es möglich sein muss die Güter über den Preismechanismus bereitzustellen (vgl. Kolstad (2000, 78)). In Bezug auf die Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Gütern bedeutet dies, dass es sich bei Gütern von deren Konsum andere Konsumenten nicht ausgeschlossen werden können, um öffentliche Güter handelt (vgl. Kolstad (2000, 79)).

Ein privates Gut (privat good) ist zum Beispiel ein Hamburger, da der Produzent in diesem Falle die Möglichkeit besitzt, Konsumenten, welche nicht bezahlen möchten, den Konsum zu verweigern. Im Gegenteil dazu ist beispielsweise ein Stadtpark, um den kein Zaun gezogen ist und auch keine Eingangskontrolle durchgeführt wird, ein public good, da hier kein Nachfrager vom Konsum ausgeschlossen werden kann (vgl. Kolstad (2000, 79)). Dies kann analog auf die Fälle von „privat bads“ (zum Beispiel häuslicher Abfall) und „public bads“ (beispielsweise Luftverschmutzung) angewandt werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der Preismechanismus bei „privat bads“ nur mittels Gesetzen wirken kann, da ansonsten auch diese Güter, wie beispielsweise der Hausmüll, zu den „public bads“ zu zählen wären (vgl. Kolstad (2000, 79)). Dieser Aspekt wurde vor allem bei Umweltgütern in letzten Jahrzehnten sehr wichtig. Hier wurden Gesetze erlassen, durch welche das ehemals nicht ausschließbare „Schadens-Gut“ (public bad) ausschließbar wurde (privat bad) (vgl. Kolstad (2000, 80)). Man hat versucht dem Verursacherprinzip zu folgen und den Schaden zu privatisieren (vgl. Suchanek (2000, 67f)).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Umweltökonomik ein und definiert Marktversagen als zentrales Problemfeld durch fehlende Internalisierung externer Kosten.

2. Marktversagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Marktversagen und nimmt eine theoretische Abgrenzung zwischen öffentlichen und privaten Gütern sowie externen Effekten vor.

3. Analyse des Marktversagens: Hier wird das Marktversagen anhand des Samuelson-Modells formal analysiert und die Problematik der ineffizienten Marktbereitstellung bei öffentlichen Gütern aufgezeigt.

4. Regulierungsmöglichkeiten: Es werden dezentrale Konzepte zur Internalisierung vorgestellt, namentlich das Lindahl-Gleichgewicht, Fusionen und Übernahmen sowie das Coase-Theorem.

5. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die praktische Anwendbarkeit der vorgestellten Regulierungsmodelle bei komplexen realen Umweltproblemen.

Schlüsselwörter

Marktversagen, Umweltökonomik, öffentliche Güter, externe Effekte, Ausschlussprinzip, Rivalitätsprinzip, Samuelson-Modell, Allokation, Lindahl-Gleichgewicht, Coase-Theorem, Internalisierung, public goods, public bads, Preismechanismus, Umweltverschmutzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie des Marktversagens im Kontext der Umweltökonomik und untersucht, warum der Marktmechanismus bei bestimmten Güterarten versagt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Gütern, das Konzept externer Effekte sowie verschiedene Lösungsansätze zur Internalisierung dieser Effekte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine effiziente Allokation von Umweltgütern über den freien Markt ohne regulatorische Eingriffe kaum erreichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen und formalen Analyse, unter anderem durch die Nutzung des Samuelson-Modells zur Bestimmung effizienter Bereitstellungsmengen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Güterarten, die formale Analyse von Marktversagen bei öffentlichen Gütern und die Darstellung von Internalisierungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Marktversagen, Umweltökonomik, öffentliche Güter, externe Effekte, Internalisierung und Coase-Theorem sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt das Ausschlussprinzip für die Definition öffentlicher Güter?

Das Ausschlussprinzip ist entscheidend, da öffentliche Güter dadurch charakterisiert sind, dass Konsumenten nicht vom Konsum ausgeschlossen werden können, was eine Bereitstellung über den Preismechanismus verhindert.

Warum sind nach Ansicht der Autorin Fusionen ein Weg zur Internalisierung?

Fusionen können dazu führen, dass ein Unternehmen, welches negative externe Effekte auf ein anderes ausübt, diese internalisiert, um den Gesamtertrag beider Unternehmen durch Absprache und verringerte Emissionen zu optimieren.

Excerpt out of 31 pages  - scroll top

Details

Title
Die Theorie des Martkversagens im Kontext der Umweltökonomik
College
Technical University of Chemnitz  (Universität)
Course
Seminar zur Umweltökonomik
Grade
2,3
Author
Ursula Menhart (Author)
Publication Year
2003
Pages
31
Catalog Number
V59118
ISBN (eBook)
9783638531405
ISBN (Book)
9783656780748
Language
German
Tags
Theorie Martkversagens Kontext Umweltökonomik Seminar Umweltökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ursula Menhart (Author), 2003, Die Theorie des Martkversagens im Kontext der Umweltökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59118
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint