Mehr Demokratie wagen mit Losverfahren?

Eine systematische Analyse der aleatorischen Demokratie anhand der Repräsentationsdimensionen Hanna Pitkins


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Die Krise der repräsentativen Demokratie

2. Die Bedeutungsdimensionen des Repräsentationsbegriffs nach Pitkin
2.1. Formale Repräsentation
2.2. „Standing-For“ Repräsentationsdimension
2.2.1. Deskriptive Repräsentation
2.2.2. Symbolische Repräsentation
2.3. „Acting-For“: Substantielle Repräsentation

3. Das Prinzip der aleatorischen Demokratie

4. Analyse: Repräsentation in der politischen Aleatorik
4.1. Formale Repräsentation der politischen Aleatorik
4.2. Deskriptive Repräsentation der politischen Aleatorik
4.3. Symbolische Repräsentation der politischen Aleatorik
4.4. Substantielle Repräsentation der politischen Aleatorik

5. Ergebnisse und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

1. Die Krise der repräsentativen Demokratie

„Das repräsentativ-demokratische System steckt in einer Vertrauenskrise“ (Golz 2011:2). „Bürgerinnen und Bürger fühlen sich zunehmend weniger ernst genommen und in ihren Interessen repräsentiert“ (2011:47), sie fordern mehr Beteiligung, mehr Partizipation, schreibt Wolfgang Merkel. Der typische Parlamentarier ist nach Stojanović und Geisler (2019) männlich, verheiratet, Akademiker und zumeist Jurist, ohne Migrationshintergrund und über 50 Jahre alt – die Diskrepanz zwischen Parlament und gesellschaftlicher Realität ist groß, sich zu identifizieren, sich repräsentiert zu fühlen, fällt schwer (vgl. Bender und Graßl 2017:1-3). So oder so ähnlich klingen viele Bestandsaufnahmen westlicher Demokratien: Vertrauens-, Partizipations- und, ja, Repräsentationslücken (vgl. Berbner et al. 2017; Sintomer 2014:10). Um diese Lücken zu schließen, benötigt man andere, ergänzende Partizipationsformen. Der repräsentativen Demokratie liegt die Forderung nach direkter Demokratie nahe, zumal nicht selten „Demokratie“ dichotom gedacht wird. Zwar ist die plebiszitäre Demokratie imstande, Vertrauenslücken und den Glauben in die Legitimität zu schließen, da sie die Distanz zwischen Bürgerinnen und Bürger und politischen Prozessen reduziert (vgl. Merkel 2011; Buchstein 2014). Allerdings verschärfen sich durchaus auch Probleme: an Volksabstimmungen nehmen - empirisch betrachtet – vornehmlich gebildetere, gut situierte Schichten teil; darüber hinaus initiieren insbesondere ressourcenstarke Akteure solche Volksabstimmungen – ein Kreislauf, bei dem namentlich untere Schichten außen vor bleiben, auf dessen soziale Selektivität eine tiefere soziale Ungleichheit folgt (ebd.). „Die große Malaise der gegenwärtigen Demokratien, nämlich der schleichende Ausschluss der unteren Schichten, würde noch erheblich beschleunigt“ (2011:55), so Merkel. Indem Bürgerinnen und Bürger bei einer Volksabstimmung lediglich ein Kreuz setzen müssen (oder: können), wodurch politische Sachverhalte in ihrer Komplexität stark reduziert werden, werden eher Impulse für affektive statt fundierten Entscheidungen gesetzt.

Der Hype um Referenden wird somit, wie u.a. Merkel beschreibt, immer mehr von der empirischen Realität eingeholt. Indes verschärfen sich Probleme, die man mit direktdemokratischen Elementen lösen will. Wie kann man aber die Vorteile der plebiszitären Idee - das stärkere Vertrauen sowie mehr Legitimitätsglaube – nutzen, ohne bestehende Probleme auszuweiten? Wie kann man Partizipation schaffen, die nicht nur vom politisch aktiven Demos, den besser Gestellten in der Gesellschaft genutzt werden?

An der Stelle setzt das aleatorische Demokratiemodell an, welches in dieser Arbeit näher betrachtet werden soll. Vertreter der auf Losverfahren basierten Denkrichtung, wie z.B. Hubertus Buchstein, sehen darin eine u.a. in der Athener Demokratie bewährte Methode, die Repräsentations-, Vertrauens- und Partizipationslücke zu schließen. Das geschichtete Losverfahren ist darauf ausgerichtet, die Gesellschaft bestmöglich abzubilden nach ausgewählten Kriterien wie Geschlecht, Alter und Beruf – eine mini Gesellschaft. Wer dann ins Amt kommt, entscheidet der Zufall. Ämter werden rotiert, Machtanhäufung soll nicht mehr möglich sein.

Repräsentieren heißt jedoch nicht nur, und nicht immer abbilden. Inwiefern kann dann die politische Aleatorik mit dem Losverfahren Repräsentation schaffen und die Repräsentationslücke schließen? Dieser Aspekt der aleatorischen Demokratie soll im weiteren Verlauf der Arbeit genauer beleuchtet und untersucht werden. Um Repräsentativität analysieren zu können, muss zuerst verstanden werden, was Repräsentation bedeutet und wie sie aussehen kann (und soll). Dazu werden die Bedeutungsdimensionen des Repräsentationsbegriffs von Hanna Pitkins „The Concept of Representation“ (1967) herangezogen. In dieser Arbeit sollen somit folgende Forschungsfragen beantwortet werden: Wie soll politische Repräsentation aussehen? Und wie repräsentativ ist die politische Aleatorik?

2. Die Bedeutungsdimensionen des Repräsentationsbegriffs nach Pitkin

Hanna Pitkin kategorisiert in ihrem Werk „The Concept of Representation“ (1967) zwei zentrale Denkrichtungen von Repräsentation - acting for und standing for. Diese Oberbegriffe werden jeweils in zwei weitere Kategorien unterteilt. Ersteres, das Handeln für jemanden, unterscheidet sich in formaler und in substantieller Hinsicht. Letzteres, das für jemanden oder etwas Stehen, gliedert sich in deskriptiver und in symbolischer Repräsentation. Die Abfolge der Aspekte orientiert sich im Folgenden am zunehmenden Abstraktions- und Komplexitätsgrad der Repräsentationsdimensionen - dies dient insbesondere der anschließenden Analyse.

Pitkin weist auf das Verhältnis zwischen der Wortbedeutung und der empirischen Bedeutung von Repräsentation hin1, woraus sich unterschiedliche Konzepte von Repräsentation ergeben (vgl. Pitkin 1967: Introduction). Bei ihrer Zusammenstellung unterschiedlicher Perspektiven stellt sie stets den Bezug zur politischen Repräsentation her.

2.1. Formale Repräsentation

Die formale Position versteht Repräsentation in erster Linie als Transaktion: die Repräsentierten autorisieren die Repräsentant*innen, zu handeln; die Mandatsträger verpflichten sich, den Re präsentierten Rechenschaft abzulegen (s. Abb.1; vgl. Pitkin 1967:38-39).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Transaktion zwischen Repräsentierten und Mandatsträgern (eigene Darstellung)

Die eigentliche Repräsentation wird als eine Art „black box“ (ebd. 39) begriffen: durch den Autorisierungsprozess wird ein Rahmen festgelegt, in dem sich der oder die Repräsentant*in bewegen muss; verlässt man diesen, repräsentiert man nicht mehr. Im gegebenen Rahmen kann der oder die Repräsentant*in jedoch tun, was er oder sie für richtig hält (vgl. ebd. 39). Diese Definition soll in der Arbeit gemeint sein, wenn von der formalistischen Repräsentation die Rede ist2.

2.2. „Standing-For“ Repräsentationsdimension

Die „Standing-For“ Perspektive basiert, wie der Name schon andeutet, auf dem Repräsentiert Sein – somit geht es hier vorerst nicht um eine Handlung oder Aktivität (vgl. Pitkin 1967:60-61). Diese Denkrichtung wird von Pitkin unterschieden in deskriptiver, representing as, und symbolischer Repräsentation, representing by (vgl. ebd. 101).

2.2.1. Deskriptive Repräsentation

Vertreter*innen der deskriptiven Repräsentation sehen wahre Repräsentation nur dann gegeben, wenn die Legislative gemäß der Zusammensetzung der gesamten Nation ausgewählt wurde (vgl. Pitkin 1967:60). Repräsentieren heißt somit hier, für andere (Nichtanwesende) zu stehen, die einem ähnlich oder gleich sind: „What matters is being present, being heard; that is representation” (Pitkin 1967:63). Bezogen auf die politische Praxis bedeutet das: Die Zusammensetzung der Legislative erscheint wichtiger als ihre Handlung; die Zusammensetzung präge letztendlich die Outcomes. Somit wird die Repräsentations- von der Handlungsfunktion unterschieden und getrennt (vgl. ebd. 61-64).

Der Weg zu einer deskriptiven Repräsentation kann durch Los oder vielmehr einer zufälligen - nach ausgewählten Kriterien geschichteten – Stichprobe geschehen. Als Vorbild gelten hierbei die repräsentativen Stichproben in der Forschung; wodurch wieder die Nähe zwischen Idee bzw. Vorstellung und Sprache deutlich wird (vgl. Pitkin1967:73). Da hier eine gerichtete Korrelation zwischen Zusammensetzung, welche anhand bestimmter Charakteristika festgemacht wird, und der politischen Arbeit der Legislative aufgestellt wird, stellt sich die Frage, welche Charakteristika nun politisch relevant für die Reproduktion des demos als Kopie sind (vgl. ebd. 87-89; siehe Kapitel 3).

Pitkin führt jedoch an, dass eine Repräsentation, die nachahmt und darstellt, die den bzw. die typische Durchschnittsbürger*in verkörpern will, nicht das Ziel sei, da gewisse Merkmale und Fähigkeiten doch im besonderen Maße bei Politiker*innen gewollt seien (z.B. Erfahrung, Intelligenz). Dieses Argument greift sie später erneut an einem Beispiel auf: Möchte man die Arbeiten von jemanden vorstellen, würde man dann eher die durchschnittlichen, eher charakteristischen Werke zur Schau stellen oder doch die herausragenden (vgl. ebd. 76, 80)? So werde Repräsentativität weiter unterschieden: repräsentativ (typisch) für etwas sein, eine repräsentative Einstellung haben oder gewählte Repräsentative sein (vgl. ebd.). Bei letzterem wird die Verknüpfung von Repräsentativität und Ähnlichkeit bzw. Typisch-Sein aufgebrochen: es ginge vielmehr um Wählbarkeit. Das erkläre, wieso Bürger*innen manchmal Leute wählen, die ihnen nicht ähnlich sind; wenn der ausschlaggebende Grund nicht das Ähnlich-Sein, sondern zum Beispiel das tolle Wahlplakat sei (vgl. ebd. 78). Außerdem führt Pitkin fort, man müsse wahrlich repräsentativ (bzw. typisch) und idealtypisch unterscheiden; da häufig eben nicht jemand mit gleicher Herkunft, Bildung und Erfahrung gewählt wird, sondern bewusst jemand aus der höheren Schicht oder mit angestrebten Merkmalen (vgl. ebd. 79). Darüber hinaus spiele die Identifikation der Wähler eine große Rolle, da unmittelbar davon abhängt, ob der oder die Repräsentant*in als “jemand von ihnen” wahrgenommen wird.

Bei der Trennung von Repräsentation und Handlung setzt Kritik an der deskriptiven Denkweise an. Man dürfe die political action nicht vernachlässigen, da dadurch die Regierungsfähigkeit nicht nur eingeschränkt, sondern manchmal auch unmöglich gemacht werde: „[it] atomizes opinion, multiplies political groupings, increases the violence of faction, prevents the formation of a stable governing, or at least of selecting and supporting a government” (Pitkin 1967:64).

Insgesamt betrachtet Pitkin den deskriptiven Ansatz als ebenso unzureichend wie die formalistische Perspektive, da in beiden Fällen lediglich eine Dimension von Repräsentation betrachtet wird (vgl. Pitkin 1976:81).

2.2.2. Symbolische Repräsentation

Analog zur deskriptiven Perspektive stellt auch die symbolische Repräsentation etwas dar, was per se nicht präsent ist. Die Ähnlichkeit der Repräsentant*innen zu den Repräsentierten spielt jedoch weniger die Rolle als die ideelle Verkörperung von Sinngehalten (vgl. Pitkin 1967:92; Budde 2013:47). Symbolisieren und Repräsentieren soll hierbei jedoch nicht gleichgesetzt werden: „We suggest that the symbol is, roughly, a substitute for what it represents; but a symbol is not a substitute for what it symbolizes” (Pitkin 1967:97).

Ein Symbol ruft Emotionen und Assoziationen hervor und hat eine Bedeutung inne, welche über das Symbol selbst hinausgeht (vgl. ebd. 96, 100). Das bedeutet wiederum, dass ein Symbol nicht durch etwas anderes ersetzt werden kann, ohne an Bedeutung, Aussagekraft und Wert zu verlieren (vgl. ebd. 95). Gleichzeitig ist ein Symbol nie Quelle von Informationen; zum einen basiert ein Symbol auf Emotionen und ruft zum anderen auch Emotionen hervor (unter Umständen auch Handlungen, z.B. das Salutieren vor einer Flagge) (vgl. ebd. 99).

Übertragen auf die Politik ist es für symbolisches Repräsentieren von großer Bedeutung, kein politischer Entscheidungsträger zu sein, als Beispiel kann man hierfür den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nehmen oder die Queen des Vereinigten Königreichs (Pitkin 1967: 102-103):

„ The king [or queen] can do no wrong because politically, he can do nothing at all. He is a symbol, like a flag, and hence the object of feelings and actions, not an actor. ”

Nach Pitkin lässt sich politische Repräsentation auf die Frage herunterbrechen, ob an den oder die Repräsentant*in geglaubt wird, ob er oder sie akzeptiert wird: „A ruler represents to the extent that those subject to his rules accept him, believe in him as a symbol.“ (Pitkin 1967:104). Wobei es nicht dasselbe ist, jemanden zu akzeptieren und zu folgen, und ihn als Symbol zu sehen.

Zusammenfassend bedeutet die symbolische Repräsentation also, in Form eines Symbols für etwas zu stehen. Das kann indes ein Objekt sein (z.B. der Fisch als Symbol für das Christentum) oder auch eine Person (z.B. Queen des Vereinigten Königreichs). Ausschlaggebend ist hierbei der Bezug der Adressaten auf das Symbol.

2.3. „Acting-For“: Substantielle Repräsentation

Kriterien, wonach sich substantielle Repräsentation auszeichnet und bemisst, sind die Responsivität und die Beachtung bzw. Verfolgen der Interessen der Repräsentierten (vgl. Pitkin 1967:113-116):

„ This is what a political scientist means when he says that the test of representation is not whether the leader is elected, but how well he acts to further the objectives of those he represents. ”

Bei näherer Betrachtung werfen die eben genannten Kriterien die Frage auf, inwiefern der oder die Repräsentant*in die Interessen und Wünsche der Bürger*innen beachten soll – und wessen Interessen genau; diejenigen, die ihn oder sie gewählt haben, die aus dem Wahlkreis kommen, die des Bundeslands, gar die der gesamten Nation (s. dazu Kapitel 4.4)? Hiermit kommt die Mandats-Unabhängigkeits-Kontroverse auf: Wie frei (im Sinne von Unabhängigkeit) sollen Repräsentant*innen entscheiden dürfen? Wie sehr sollen die Mandatsträger*innen an Weisungen gebunden sein?

Eine Möglichkeit, diese Fragen zu beantworten, ist der Substitutionsansatz: Die Arbeitsteilung in der Gesellschaft wird zunehmend komplexer; umso mehr benötigt die Gesellschaft Repräsentation. Zudem beruht das Prinzip des Repräsentierens auf der Annahme, dass sich die am besten Geeignetsten herauskristallisieren – diejenigen mit mehr Ahnung und Weitsicht. Kombiniert man diese zwei Gedanken, ergibt sich Folgendes: Repräsentant*innen müssen keine (An-)Weisungen befolgen, da sie statt dem demos handeln (vgl. Pitkin 1967:135-136). Das Problem bei der Substitution zeigt sich an der Passivität der Repräsentierten; diese müssen selbst zum Handeln imstande sein und einen Willen haben, sonst sei das keine Repräsentation, sondern Bevormundung (vgl. ebd. 154). Den Gegensatz zur Substitution (Handeln statt) bildet das Handeln für andere - den Wählerwillen abbilden, das Wünsche erfüllen. Diese utilitaristische Herangehensweise ist nach Pitkin keine wirkliche Repräsentation, da die Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden und der oder die Repräsentant*in keine Eigenleistung erbringt (vgl. ebd. 152). Laut Pitkin wird die Mandats-Unabhängigkeits-Kontroverse als unlösbar hingestellt. Hingegen deckten sich üblicherweise die Wünsche und das (latente) Interesse der Repräsentierten. Und falls nicht, gebe es hierfür einen guten Grund: geringer Kenntnisstand, zu wenig Verständnisvermögen oder eine falsche Konzeption dessen, was tatsächlich am besten für die Repräsentierten wäre (vgl. ebd. 165).

Neben diesen Gegensätzen der Mandats-Unabhängigkeits-Kontroverse bleibt noch das Handeln im Interesse von jemandem, worauf Pitkins (1967:213) eigene Definition hinausläuft:

„ the representative must pursue his constituents ’ interest, in a manner at least potentially responsive to their wishes, and that conflict between them must be justifiable in terms of that interest. ”

Pitkin stellt diese Definition als normatives Ideal politischer Repräsentation dar (vgl. Budde 2013:10).

3. Das Prinzip der aleatorischen Demokratie

Die aleatorische Demokratietheorie basiert auf dem Zufall: ‚Aleatorisch‘ von lt. alea heißt wörtlich ‚würflerisch‘ und bedeutet soviel wie ‚vom Zufall abhängig‘ oder ‚auf dem Zufall beruhend‘. Dieser Zufall wird mithilfe des Losverfahrens umgesetzt. Ziel des Ganzen ist es, eine ‚Mini-Bevölkerung‘ zu schaffen, die dem soziologischen Querschnitt der Bevölkerung entspricht – bedeutet, dass sich die Zusammensetzung der ‚Mini-Bevölkerung‘ nach der Zusammensetzung der Nation richtet. Dafür können Schichtkriterien ausgewählt werden, die für die Repräsentation der Nation als (politisch) relevant erachtet werden3.

[...]


1 Das führt Pitkin auf die Sprachbegabung der Menschen zurück. Die in der Sprache implizierten Ideen und Vorstellungen prägten das Verhalten von Menschen (ebd.).

2 Pitkin differenziert innerhalb der formalen Perspektive weitere Denkrichtungen, darunter die Organschaft deutscher Theoretiker, allen voran Max Weber, die Unterscheidungen Eric Voegelins und die Hobbessche Autorisierungsperspektive. Für die Analyse reicht jedoch das Verständnis als Transaktion.

3 Wobei bei der Auswahl der Schicht-Kriterien Kritik ansetzt: Wer entscheidet, welche Kriterien politisch relevant sind? (vgl. u.a. Bender und Graßl 2017:5) (s. Kapitel 4.2.)

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Mehr Demokratie wagen mit Losverfahren?
Untertitel
Eine systematische Analyse der aleatorischen Demokratie anhand der Repräsentationsdimensionen Hanna Pitkins
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Demokratiekonzeptionen
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V591180
ISBN (eBook)
9783346186737
ISBN (Buch)
9783346186744
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demokratie, Los, Losverfahren, Aleatorik, Aleatorische Demokratie, Pitkin, Hanna Pitkin, Hausarbeit, Politikwissenschaft, Politikwissenschaften, Analyse, Politik
Arbeit zitieren
Franziska Gehrig (Autor), 2020, Mehr Demokratie wagen mit Losverfahren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591180

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