Ziel dieser Arbeit ist es, zuerst das nötige theoretische Wissen zu vermitteln, um im anschließenden praktischen Teil der Arbeit den Workflow zur Überarbeitung der Datensätze zu beschreiben. Dabei wurden die online zur Verfügung stehenden Datensätze in ArcGIS-Pro hineingeladen, um sie im Anschluss nach topologischen Regeln zu überarbeiten. Um die Daten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu visualisieren, wurden die überarbeiteten Datensätze in ArcGIS-Online hochgeladen und zusätzlich direkt in eine Story-Map integriert. Primär nützt diese Arbeit zukünftigen Berechnungen in Bezug auf die Gletscherflächen, die genauer als zuvor sein werden.
Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut: Nach dieser kurzen Einleitung befassen sich Kapitel 2 und 3 mit dem theoretischen Rahmen zum Thema. Dabei geht es vor allem um die Grundlagen und die Hintergründe zum Gletscherinventar. Aber auch der Klimawandel soll kurz angeschnitten werden. Kapitel 4 behandelt schließlich den praktischen Teil, der sich wiederum in zwei Hauptbestandteile gliedert. Im ersten dieser Teile geht es wie bereits erwähnt um das Suchen und Beheben von topologischen Fehlern. Im zweiten Teil wird das Ödenwinkelkees im Salzburger Stubachtal auf Basis der neuesten momentan zur Verfügung stehenden Orthofotos von 2015 neu digitalisiert und mit dem Stand des Gletscherinventars 3 von 2009 verglichen. Anschließend folgt ein Kapitel, das alles in Form eines Fazits zusammenfassen und reflektieren soll.
Inhaltsverzeichnis
- 1 EINLEITUNG
- 2 GRUNDLAGEN ZUM GLETSCHERINVENTAR
- 2.1 ALLGEMEINES UND GESCHICHTE
- 2.2 METHODEN
- 2.2.1 Rekonstruktion mittels historischer Karten (GIO - LIA Maximum)
- 2.2.2 Photogrammetrische Verfahren zur Auswertung von Luftaufnahmen (GI1)
- 2.2.3 Gletscherinventar auf der Basis von Orthofotos (GI2 & GI3)
- 2.2.4 Höhenmodelle aus Airborne-Laser-Scanning-Befliegungen (GI3)
- 2.3 VERWENDETE SOFTWARE
- 2.4 BESCHREIBUNG DER GLETSCHERDATEN
- 3 KLIMAWANDEL UND GLETSCHERRÜCKGANG
- 3.1 ALLGEMEINES
- 3.2 GLETSCHER ALS KLIMAINDIKATOREN
- 3.3 GLETSCHERRÜCKGANG AM BEISPIEL DES HALLSTÄTTER GLETSCHERS AM DACHSTEIN
- 3.3.1 Periode 1: 1800 - 1856
- 3.3.2 Periode 2: 1856 – 1920
- 3.3.3 Periode 3: 1920 bis heute
- 4 PRAKTISCHER TEIL
- 4.1 TOPOLOGISCHE REGELN
- 4.2 WORKFLOW
- 4.2.1 Überarbeitung der Datensätze
- 4.2.2 Aktuelle Digitalisierung des Ödenwinkelkeeses
- 4.3 EINBINDUNG DER VIER DATENSÄTZE IN ARCGIS-ONLINE
- 4.4 STORY-MAP
- 4.5 PROBLEME UND HERAUSFORDERUNGEN
- 5 FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Überprüfung der topologischen Korrektheit des österreichischen Gletscherinventars. Das Ziel ist es, die vier vorhandenen Datensätze zu korrigieren und zu homogenisieren, um präzisere Berechnungen der Gletscherflächen zu ermöglichen.
- Analyse und Korrektur topologischer Fehler in den Gletscherdaten
- Entwicklung eines Workflows für die Überarbeitung der Datensätze
- Integration der korrigierten Datensätze in ArcGIS-Online für eine bessere Zugänglichkeit und Visualisierung
- Darstellung des Gletscherrückgangs als Folge des Klimawandels
- Bewertung der Bedeutung von Gletschern als Klimaindikatoren
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 legt die theoretischen Grundlagen zum Gletscherinventar dar, inklusive seiner Geschichte und der verschiedenen Methoden zur Datenerfassung. Kapitel 3 beleuchtet den Klimawandel und seine Auswirkungen auf Gletscher, wobei der Rückgang des Hallstätter Gletschers am Dachstein als Beispiel herangezogen wird. Kapitel 4 beschreibt den praktischen Teil der Arbeit, in dem die Datensätze auf topologische Fehler hin überprüft und korrigiert werden. Die Ergebnisse werden in ArcGIS-Online integriert und in einer Story-Map dargestellt.
Schlüsselwörter
Gletscherinventar, Österreichische Alpen, Topologie, Datenerfassung, Klimawandel, Gletscherrückgang, ArcGIS-Online, Story-Map.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Gletscherinventar?
Ein Gletscherinventar ist eine systematische Erfassung und Dokumentation von Gletscherflächen, deren Lage und Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Wie werden Gletscherdaten heute erfasst?
Moderne Methoden umfassen die Auswertung von Orthofotos, photogrammetrische Verfahren und Airborne-Laser-Scanning zur Erstellung von Höhenmodellen.
Warum gelten Gletscher als Klimaindikatoren?
Gletscher reagieren sehr sensibel auf Temperaturveränderungen und Niederschlagsschwankungen, weshalb ihr Rückgang ein deutliches Zeichen für den Klimawandel ist.
Was wurde am Ödenwinkelkees untersucht?
Das Ödenwinkelkees wurde auf Basis von Orthofotos von 2015 neu digitalisiert und mit dem Stand von 2009 verglichen, um den aktuellen Gletscherrückgang zu dokumentieren.
Was ist das Ziel der Überarbeitung der Datensätze in ArcGIS-Pro?
Ziel ist es, topologische Fehler zu beheben und die Daten zu homogenisieren, um zukünftige Flächenberechnungen präziser zu machen.
Was zeigt das Beispiel des Hallstätter Gletschers?
Es verdeutlicht den massiven Gletscherschwund seit dem Ende der Kleinen Eiszeit um 1850 bis in die heutige Zeit.
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- Daniel Ibetsberger (Author), 2019, Gletscherinventar, Klimawandel und Gletscherrückgang. Grundlagen und Workflow der Überarbeitung der Datensätze mit ArcGIS-Pro, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591652