Implementierung von online-basierten Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Services GmbH


Bachelorarbeit, 2020

86 Seiten, Note: 1,6

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Digitalisierung eines agierenden Wirtschaftsunternehmens
1.2 Vorstellung der Techem Energy Services GmbH
1.2.1 Unternehmensprofil
1.2.2 Organisation und Strategie im strategischen Procurement
1.3 Motivation zur Anwendung von Auktionen
1.3.1 Ziele dieser Arbeit
1.3.2 Vorgehensweise und Aufbau dieser Arbeit
1.4 Literaturreview

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Auktionstheorie
2.1.1 Definition der Auktion
2.1.2 Anwendung von Auktionen
2.2 Online-basierte Beschaffungsauktion
2.2.1 Definition der online-basierten Beschaffungsauktion
2.2.2 Potenziale von online-basierten Auktionen
2.2.3 Risiken von online-basierten Auktionen
2.3 Auktionsverfahren
2.3.1 Englische Auktion
2.3.1.1 Definition der Englischen Auktion
2.3.1.2 Gestaltung der Englischen Auktion
2.3.2 Holländische Auktion
2.3.2.1 Definition der Holländischen Auktion
2.3.2.2 Gestaltung der Holländischen Auktion
2.3.3 Gegenüberstellung der Auktionsverfahren
2.3.4 Auswahl des Auktionsverfahrens
2.4 Online-basierten Auktionen im Beschaffungsprozess
2.4.1 Prozesseinordnung der Auktion
2.4.2 Eignungsanalyse des Beschaffungsproduktes
2.4.2.1 Beschaffungsproduktanalyse
2.4.2.2 Beschaffungsmarktanalyse
2.4.2.3 Kombinationsportfolio
2.4.3 Lieferantenmanagement
2.4.4 Bewertung von online-basierten Auktionen
2.5 Prozess der Durchführung von online-basierten Auktionen
2.5.1 Vorbereitung der Auktion
2.5.2 Durchführung der Auktion
2.5.3 Nachbereitung der Auktion
2.6 Einordung anhand der Ontologie

3. Ist-Analyse
3.1 Rahmenbedingungen für online-basierte Auktionen im Unternehmen Techem
3.1.1 Technische Voraussetzungen
3.1.2 Datenerhebung
3.1.3 Beschaffungsprozesse
3.2 Beschaffungssituation und Problemstellung
3.2.1 Beschaffungsprodukt
3.2.2 Eignungsanalyse
3.2.2.1 Beschaffungsproduktanalyse
3.2.2.2 Beschaffungsmarktanalyse
3.2.2.3 Kombinationsportfolio
3.2.3 Lieferantenmanagement

4. Durchführung
4.1 Vorbereitung der Auktion
4.1.1 Auswahl des Auktionsverfahrens
4.1.2 Gestaltung der Auktionseigenschaften
4.1.3 Zusammenfassung des Auktionsdesigns
4.2 Durchführung der Auktion
4.3 Nachbereitung der Auktion

5. Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abstract

In der vorliegenden Arbeit soll eine Antwort auf die Frage gegeben werden wie online-basierte Auktionen zur Beschaffung im Unternehmen Techem Energy Services GmbH sinnvoll in der Abteilung „Procurement“ eingesetzt werden können.

Dabei werden wissenschaftlich fundiert die Motive für die Anwendung von Auktionen im Procurement aufgezeigt. Auf der Grundlage von Fachliteratur und Studien werden verschiedene Auktionstypen und deren Eigenschaften vorgestellt.

Es wird erläutert, wie Beschaffungsauktionen, welche online durchgeführt werden, systematisch gestaltet werden können.

Anhand eines praktischen Beispiels wird analysiert ob dieses Produkt geeignet ist, anhand einer online-basierten Beschaffungsauktion eingekauft zu werden.

Sofern dies zutrifft ergibt sich die zentrale Fragestellung der Auktionsgestaltung, sodass die Auktion letztendlich erfolgreich verläuft.

Die Auktionsgestaltung wird in dieser Arbeit schrittweise erläutert.

Abschließend wird der Auktionsverlauf dieser ersten online-basierten Einkaufsauktion im Unternehmen ausgewertet und das Ergebnis der Beschaffungsauktion wird interpretiert.

Abkürzungsverzeichnis

eRA Electronic Reverse Auction (elektronische Beschaffungsauktion)

ERP Enterprise Resource Planning

GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

IuK Informations- und Kommunikationstechnologie

MK-AP-Anschlusstück Messkapsel-Aufputz-Anschlusstück

TCO Total Cost of Ownership

Techem (ab Seite 13 abgekürzt für) Techem Energy Services GmbH

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verlauf der Englischen Auktion

Abbildung 2: Zeitlicher Ablauf der Englischen Auktion

Abbildung 3: Verlauf der Holländischen Auktion

Abbildung 4: Online-basierte Auktionen im Beschaffungsprozess

Abbildung 5: Beschaffungsgüter-Portfolio

Abbildung 6: Beschaffungsmarkt-Portfolio

Abbildung 7: Kombinations-Portfolio

Abbildung 8: Trichtermodell der Lieferantenauswahl

Abbildung 9: Nettoeinsparung beim Einsatz vonBeschaffungsauktionen

Abbildung 10: Prozess online-basierte Beschaffungsauktion

Abbildung 11: Ontologie zum vorliegenden Forschungsansatz

Abbildung 12: Beschaffungsgüter-Portfolio „MK-AP-Anschlussstück“

Abbildung 13: Beschaffungsmarkt-Portfolio „MK-AP-Anschlussstück“

Abbildung 14: Kombinations-Portfolio „MK-AP-Anschlussstück“

Abbildung 15: Trichtermodell der Lieferantenauswahl am Bsp. "MK-AP-Anschlussstück"

Abbildung 16: Auktionsverlauf MK-AP-Anschlussstück, 14.03.2018

Abbildung 17: MK-AP-Anschlussstück 160.124

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Gegenüberstellung der Verkaufs- und Einkaufsauktion

Tabelle 2: Ausgestaltung der Englischen Auktion unter dem Aspekt der Bieteranzahl

Tabelle 3: Gegenüberstellung der Auktionsverfahren

Tabelle 4: Leistungsbeschreibung MK-AP-Anschlussstück

Tabelle 5: Auktionsdesign der geplanten Auktion für das MP-AK-Anschlussstück

Tabelle 6: Nettoeinsparung eRA MK-AP-Anschlussstück

Tabelle 7: Rohdaten Englische Auktion: MK-AP-Anschlussstück

1. Einleitung

1.1 Digitalisierung eines agierenden Wirtschaftsunternehmens

„Ich kann nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es besser werden soll“ (Lichtenberg, 1796).

Digitaler Wandel verändert die Beschaffung und den Einkauf nachhaltig. Diese gravierenden Veränderungen tragen wesentlich zu einer Kostensenkung bei. Unternehmen die sich konsequent selber digitalisieren, können dadurch wesentliche Effizienzsteigerungen erzielen. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Ein entscheidender Aspekt hierfür sind durchgängige, smarte und elektronische Logistiklösungen für eine dezentrale Beschaffung, über ein online-basiertes Procurement-Netzwerk (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., 2017).

Zudem haben sich in den letzten zehn Jahren, durch die zunehmende Globalisierung und der rasanten Digitalisierung, die Rahmenbedingungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt deutlich verändert (Petersen & Thode, 2015, p. 1 f.).

Denn zu den Auswirkungen gehören insbesondere der enorme Konkurrenzdruck und die erheblichen Unsicherheiten auf verschiedenen Ebenen (A.T. Kearney, 2015).

Diese Schlagzeilen aus den Medien zeigen bereits, wie aktuell und relevant die Thematik der Digitalisierung in der Beschaffung (englisch: procurement) ist.

Die Unternehmensleitungen sind mehr denn je gezwungen, ihre betrieblichen Abläufe und Geschäftsprozesse kontinuierlich zu überdenken und an die hochkompetitiven Märkte und die veränderten Erfordernisse anzupassen. Nur diejenigen Unternehmen können auf Dauer überleben, welche ihre Geschäftsprozesse im Sinne des schlanken Managements eng miteinander verzahnen. So kann es gelingen, größtmögliche Effizienz zu erreichen und die Rentabilitäten zu gewährleisten (Zollondz, 2013, p. 19 ff.).

Angesichts des erhöhten Wettbewerbs- und Kostendrucks, den erheblichen Effizienzsteigerungen in dem zentralen Bereich der Beschaffung und in allen damit verbundenen Bereichen, stehen die Unternehmensleitungen heute vor zahlreichen Herausforderungen (Schwartz, 2013).

So stehen auch im Unternehmen Techem Energy Services GmbH Veränderungen in der Unternehmensabteilung „Procurement“ bevor. Ein aktuelles Digitalisierungsprojekt im Procurement ist Gegenstand dieser Arbeit.

1.2 Vorstellung der Techem Energy Services GmbH

1.2.1 Unternehmensprofil

Die Techem Energy Services GmbH ist als Anbieter für Energiemanagement und Energieabrechnungen weltweit in der Immobilienbranche tätig. Die Kernkompetenzen der Techem Energy Service GmbH sind die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Wärme- und Wasserverbräuchen in Gebäuden und Wohnungen (Techem, 2018).

Diese Dienstleistungen werden durch Analysen und Monitoring des jeweiligen Verbrauchs ergänzt (Techem, 2018).

Im Folgenden ist mit „Techem“ die Techem Energy Services GmbH gemeint.

Der Aufgabenbereich von Techem umfasst neben umfangreichen Servicedienstleistungen und der Kundenbetreuung auch Installation, Vertrieb, Vermietung sowie die Wartung von Geräten. Das Leistungsspektrum von Techem richtet sich sowohl an die Immobilienwirtschaft im Business-to-Business-Bereich als auch an private Wohnungseigentümer im Business-to-Customer-Bereich (Techem, 2018).

Mit den von Techem angebotenen Dienstleistungen wird den Kunden die Basis für ein modernes Energiemanagement geschaffen (Techem, 2018).

Techem bieten den Kunden eine Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungs-kette von Wärme und Wasser in Immobilien an. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Senkung von zunehmend knapper werdenden Ressourcen und einen schonenden Umgang mit der Umwelt (Techem, 2018).

Mit diesen Lösungen werden zum Beispiel jedes Jahr rund 6,5 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart (Techem, 2018).

Damit trägt Techem zu dem Ziel der Bundesregierung bei, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2040 gegenüber dem Jahr 1990 zu senken (Bundesregierung, 2018).

Die Hauptgeschäftsstelle von Techem ist im hessischen Rhein-Main-Gebiet, in Eschborn (Techem, 2018). Das Zentrallager im nahegelegenen Liederbach fungiert als zentraler Knotenpunkt zur Distribution von Materialien zu den jeweiligen Unternehmensstandorten (Techem, 2016, p. 1).

Weltweit ist Techem in über 20 Ländern an 150 Standorten vertreten und beschäftigt rund 3.600 Mitarbeiter (Stand Januar 2018) (Techem and Procurement, 2019, p. 5 f.).

Techem erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 782,7 Millionen Euro (Statista, 2018).

Als weltweit operierender Dienstleister hat Techem circa elf Millionen Wohnungen im Service und setzt dafür über 51,2 Millionen Messgeräte ein. Dazu zählen zum Beispiel Heizkostenverteiler, Rauchwarnmelder, Wärme- und Wasserzähler. Es gibt manuelle und funkgesteuert Systeme, je nach Präferenz der Kunden (Techem, 2018).

Digitalisierung findet kontinuierlich bei Techem in verschiedenen Unternehmensbereichen statt. So werden aktuell Lösungen und Tools entwickelt, um beispielsweise Prozesse durch Digitalisierung zu vereinfachen (Techem, 2018).

1.2.2 Organisation und Strategie im strategischen Procurement

Die Abteilung „Procurement“ im Unternehmen Techem, wird vom Head of Procurement Herrn Lindner geleitet. Ihm ist ein Team aus dreizehn erfahrenen Einkäufern unterstellt. Jeder Einkäufer ist spezialisiert auf eine bestimmte Warengruppe, für welche er verantwortlich ist (Techem Bereichspräsentation Procurement, 2018, p. 5).

Beschafft werden sowohl Geräte und Dienstleistungen für das Kerngeschäft, als auch für den indirekten Bedarf von Techem. Für das Kerngeschäft werden zum Beispiel Messgeräte beschafft, welche bei den Kunden montiert werden oder auch Montagedienstleistungen. Zum indirekten Bedarf sind zum Beispiel Büromaterialien oder IT-Dienstleistungen zu zählen (Lindner, 2018).

Die Beschaffung erfolgt oft in Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen Fachabteilungen im Unternehmen. Der Grund hierfür ist die Abstimmung über bestimmte produktspezifische Merkmale (Techem Einkaufsprozesse, 2017, p. 4 ff.).

Die Ziele im Procurement sind die richtigen Geräte, Waren und Dienstleistungen mit dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu beschaffen. Die gesamtheitliche Betrachtung der Kriterien Gesamtkosten, Qualität, Risiko und die strategische Ausrichtung tragen dabei zur idealen Einkaufsentscheidung bei (Techem-Einkaufsstrategie, 2018, p. 3).

Um die intern festgelegten Ansprüche zu erfüllen, führt jeder Einkäufer zunächst ein zielgerichtetes Lieferantenmanagement durch (Techem-Einkaufsstrategie, 2018, p. 4).

Ein Digitalisierungsprojekt wird aktuell in der Abteilung Procurement durchgeführt, mit dem allgemeinen Ziel, Beschaffungsprozesse zu vereinfachen und effektiver zu gestalten.

Dem Team im Procurement soll ein weiteres digitales Tool zur Verfügung gestellt werden. Anhand dieses Tools soll es möglich werden, online-basierten Auktionen zur Beschaffung von Produkten bzw. Dienstleistungen einzusetzen (Lindner, 2018).

Ein Konzept für den zielgerichteten Einsatz dieses Tools ist Gegenstand dieser Arbeit und wird im Folgenden konkretisiert.

1.3 Motivation zur Anwendung von Auktionen

1.3.1 Ziele dieser Arbeit

Die Zielstellung dieser Arbeit basiert unter anderem auf der folgenden Kernaussage, eines mit Herrn Lindner geführten Interviews: „Mit der Implementierung von Auktionen möchten wir den Verhandlungsprozess bei Commodities beschleunigen und höhere Einsparungen gegenüber den klassischen Verhandlungsmethoden erzielen. Am Ende geht es auch um die Transparenz für die Lieferanten, wie Einkaufsentscheidungen getroffen werden. Der Lieferant hat somit selber in der Hand, eine Vergabe zu erhalten. Die Auktionen werden niemals zu 100 Prozent die klassische Verhandlung abschaffen, da Geschäftsbeziehungen immer People-Business sind. Dennoch kann der Wettbewerb erhöht werden“ (Lindner, 2018).

Des Weiteren wurden die Ziele dieser Arbeit während einer zweimonatigen Einarbeitungsphase des Verfassers, im Procurement, gemeinsam mit dem Abteilungsteam definiert.

Die zentralen Forschungsfragen der vorliegenden Arbeit mit dem Thema „Implementierung von online-basierten Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Services GmbH“ lauten:

„Wie lassen sich Produkte für die geplanten online-basierten Auktionen identifizieren?“

Nach der Beantwortung dieser ersten Forschungsfrage, steht fest, ob ein Produkt für eine online-basierte Beschaffungsauktion geeignet erscheint.

Darauf aufbauend stellt sich dem Einkäufer die zweite Forschungsfrage:

„Wie lassen sich online-basierte Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Service GmbH gestalten, um erfolgreich zu verlaufen?“

Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, diese zwei Forschungsfragen anhand wissenschaftlicher Methoden zu beantworten. Dies erfolgt anhand eines praktischen Beispiels.

„Erfolgreich“ bedeutet im Zusammenhang mit der zweiten Forschungsfrage, dass ein Produkt anhand einer online-basierten Auktion zu einem niedrigeren Bezugspreis eingekauft wird, als mit einer in der Vergangenheit angewandten Beschaffungsmethode.

Das messbare Kriterium, anhand dessen der Erfolg der Auktion in dieser Arbeit nachvollzogen werden soll, ist der Nettoeinkaufspreis des Beschaffungsproduktes.

Die Implementierung von online-basierten Auktionen im Procurement bei Techem soll so erfolgen, dass jeder Einkäufer anhand einer nachvollziehbaren Vorgehensweise zielgerichtet Auktionen durchführen kann. Damit ist gemeint, dass er Auktionen effektiv und zielgerichtet für die Beschaffung einsetzen kann (Lindner, 2018).

Damit sollen anhand von Auktionen, Produkte bzw. Dienstleistungen mit entsprechender Qualität zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis eingekauft werden.

Der Einkäufer soll verschiedene Auktionstypen und Eigenschaften auswählen können. Diese werden im weiteren Verlauf dieser Arbeit näher erläutert.

Weiterhin soll das Auktions-Tool „neutral“ anwendbar sein und nicht nur auf eine bestimmte Produktgruppe bzw. Dienstleistung beschränkt sein.

Außerdem sollen weitere Potenziale von online-basierten Beschaffungsauktionen genutzt werden, welche mit online-basierten Auktionen in der Beschaffung einhergehen. Diese werden im Abschnitt 2.2.2 vorgestellt.

1.3.2 Vorgehensweise und Aufbau dieser Arbeit

Die zwei Forschungsfragen dieser Arbeit sollen schrittweise beantwortet werden. Zunächst werden im themenspezifischen Teil dieser Arbeit, die theoretischen Grundlagen gelegt. Dabei wird der Fokus speziell auf Auktionen in Bezug zu der elektronischen Beschaffung gelegt. Hierbei werden nur die für Techem relevanten Auktionsverfahren mit den jeweiligen Eigenschaften vorstellt, das heißt nur diese Auktionsverfahren, welche in der unternehmens-internen Software verfügbar sind. Aufgrund dessen werden einige Themenbereiche nur zur Einordnung genannt bzw. bewusst ausgegrenzt.

Im Anschluss wird die Beschaffungsmethode der online-basierten Auktionen in den Beschaffungsprozess eingeordnet.

Des Weiteren wird eine Analysemethode zur Eignungsprüfung von Produkten für online-basierte Auktionen vorgestellt. Diese dient dazu die gesammelten Informationen übersichtlich darzustellen bzw. messbar aufzubereiten.

Abschluss des theoretischen Teils ist eine Prozessdarstellung von Beschaffungsauktionen sowie die Ontologie. Anhand der Ontologie soll in dieser Arbeit der Zusammenhang der beteiligten Akteure an Auktionen bei Techem veranschaulicht werden.

In der darauffolgenden Ist-Analyse werden die Rahmenbedingungen im Procurement von Techem aufgezeigt.

Des Weiteren wird ein Produkt vorgestellt, welches beschafft werden soll. Dafür wird die zuvor im theoretischen Teil dargestellt Analysemethode praktisch angewendet. Darauf aufbauend wird das Auktionsdesign für das Beschaffungsprodukt entwickelt.

Im Praxisteil dieser Arbeit wird eine Auktion durchgeführt, wobei die vorgestellten Prozessschritte zur Anwendung von Beschaffungsauktionen durchlaufen werden.

Abgeschlossen wird diese Arbeit mit einem Fazit sowie einem Ausblick für den weiteren Einsatz von Auktionen in der Beschaffung von Techem.

1.4 Literaturreview

An dieser Stelle wird einen Überblick über die verwendete Literatur der vorliegenden Arbeit gegeben. Dabei wird zwischen der Literatur, welche sich konkret auf das forschungsbezogene Thema bezieht und der auf die Forschungsmethodik bezogenen Literatur unterschieden.

Zunächst bildet Fachliteratur zu den Themengebieten Beschaffung und Auktionen die theoretische Grundlage dieser Arbeit.

Um die wissenschaftlich korrekte Methodik auf die vorliegende Forschungsarbeit anzuwenden, bezieht die vorliegende Arbeit auch Literatur zum Gebiet Sozialforschung ein.

Außerdem fundieren einige der im Theorieteil dieser Arbeit beschriebenen Eigenschaften sowie Potenzialen und Risiken von online-basierten Auktionen in der Beschaffung, auf durchgeführten Studien bzw. Umfragen.

Zunächst auf der Studie, die vom „Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.“ (BME) gemeinsam mit dem „Lehrstuhl für Industriebetriebslehre der Universität Würzburg“ und der „HTWK Leipzig“ durchgeführt wurde (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 1).

In dieser Studie ist der aktuelle Stand zur Anwendung von Systemen zur elektronischen Beschaffung in Unternehmen dargelegt. Zudem wird die zukünftige Nutzung dieser Systeme umfragebasiert untersucht. Insbesondere werden in dieser Studie Auktionen im Einkauf betrachtet (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 1 ff.).

Diese Studie fundiert auf einer Umfrage in 197 Unternehmen aus verschiedenen Branchen (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 1).

Einige der in dieser Arbeit gegebenen Handlungsempfehlungen zur Gestaltung von Auktionen in der Beschaffung basieren auf den Untersuchungen von Eichstädt. Er untersuchte Auktionen im Hinblick auf deren Anwendung in der Beschaffung. Für seine Arbeit wurden 100 Unternehmen befragt sowie 48 Fachleute interviewt (Eichstädt, 2008, p. 7).

Diese daraus gewonnen Erkenntnisse fließen in der vorliegenden Arbeit an den entsprechenden Stellen ein (Eichstädt, 2008, p. 7).

Die Unternehmensinformationen von Techem sowie die spezifischen Produktinformationen des im Praxisteil vorgestellten Produktes, stammen aus unternehmensinternen Quellen, Interviews sowie Beobachtungen des Verfassers dieser Arbeit.

Des Weiteren wird für die Einwicklung des Auktionsdesigns im praktischen Teil, auf eine Fallstudie zurückgegriffen. Diese Fallstudie wird herangezogen, da diese beschriebene Beschaffungssituation in gewisser Weise Ähnlichkeiten mit dem vorliegenden Beschaffungsfall aufweist.

2. The oretische Grundlagen

2.1 Auktionstheorie

Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen von Auktionen und Auktionsdesigns. Da der Fokus dieser Arbeit auf der Implementierung von online-basierten Auktionen im Procurement von Techem liegt, ist dies für das grundlegende Verständnis von Bedeutung.

2.1.1 Definition der Auktion

Eine Auktion ist eine mögliche Methode zur Preisbildung und zur Verteilung von einem angebotenen Gut. Dabei stehen mehrere Marktteilnehmer, das heißt die Teilnehmer der Auktion, in Konkurrenz zueinander. Diese Konkurrenzsituation zwischen den Bietern entsteht dadurch, indem die Bieter Gebote für das zur Auktion stehende Gut abgeben und sich dabei gegenseitig überbieten. Die Konkurrenzsituation wird bewusst anhand der Auktion herbeigeführt (Rieck, et al., 2015, pp. 15, 133).

Die Gebote sind dabei die Angebote des jeweiligen Preises der teilnehmenden Bieter. Aufgrund der konkurrierenden Marktteilnehmer, entsteht hierbei eine Wettbewerbssituation (Rieck, et al., 2015, pp. 15, 133 f.).

Der entscheidende Unterschied zu einer persönlichen und individuellen Preisverhandlung besteht darin, dass bei einer Auktion keine direkte Verhandlung zwischen Anbieter und Nachfrager stattfindet. Die Teilnehmer einer Auktion tauschen sich dabei nicht persönlich untereinander aus. Sie verhandeln indirekt und sind auf Abstand zueinander (Rieck, et al., 2015, p. 133).

Die Akteure einer Auktion stehen sich auf dem „Markt“ gegenüber (Rieck, et al., 2015, p. 16). Der „Markt“ ist der ökonomische Ort, auf dem die Anbieter und die Nachfrager aufeinandertreffen (Kotler, et al., 2011, p. 51).

Bezogen auf die vorliegende Betrachtung im Rahmen von E-Procurement ist der Markt ein elektronischer Markt. Auf diesem elektronischen Markt begegnen sich die Auktionsteilnehmer, das heißt die Anbieter und der Nachfrager, unter Nutzung von elektronischen Medien und tauschen darüber Informationen aus (Corsten & Gössinger, 2008).

Dieser elektronische Marktplatz ist in dieser Arbeit eine online-basierte Auktionsplattform, worauf im weiteren Verlauf dieser Arbeit an verschiedenen Stellen noch näher eingegangen wird.

Neben den Anbietern und den Nachfragern ist an einer Auktion noch der Auktionator beteiligt. Der Auktionator ist der Auktionsveranstalter. Er veranlasst die Auktion und steht den Bietern gegenüber. Je nach Auktionsrichtung kann der Auktionator Anbieter, Nachfrager oder auch ein neutraler Dritter sein (Berz, 2014, p. 27).

In dieser Arbeit nimmt der Auktionator die Rolle des Nachfragers ein. Auf die Auktionsrichtung wird genauer im Abschnitt 2.1.2 eingegangen.

Auktionen können verschiedenartig gestaltet werden, je nach Absicht des Auktions-veranstalters. Der Auktionsveranstalter initiiert die Auktion und verfolgt damit das Ziel, anhand des Auktionsdesigns, die Auktionsteilnehmer zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen (Haruvy & Jap, 2013, p. 241 ff.).

Mit dem Auktionsdesign ist die Gestaltung der Auktion gemeint, das heißt die Parameter der Auktion bzw. die Auktionseigenschaften. Diese Eigenschaften unterscheiden sich durch die Auktionsregeln (Rieck, et al., 2015, p. 133).

Jede Auktion verläuft nach festgelegten Regeln. Diese Auktionsregeln sind verbindlich den Auktionsteilnehmern, das heißt den Bietern, vor der Auktion bekannt zu geben. Während der Auktion dürfen diese Auktionsregeln nicht nachträglich geändert werden (Rieck, et al., 2015, p. 15).

2.1.2 Anwendung von Auktionen

Grundsätzlich können Auktionen nach zwei verschiedenen Richtungen unterschieden werden, abhängig für welchen Zweck sie angewendet werden. Die zwei möglichen Auktionsrichtungen sind die Verkaufsauktion und die Einkaufsauktion (Brüne, 2009, p. 116).

Die Auktionsrichtung ist davon abhängig, ob Auktionen für den Verkauf oder für den Einkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen angewendet werden (Brüne, 2009, p. 116).

Im Folgenden werden diese zwei Auktionsrichtungen genauer vorgestellt.

Die Verkaufsauktion dient dem Zweck, ein Produkt, welches von einem Anbieter zum Verkauf angeboten wird, anhand einer Auktion zu veräußern. Die Nachfrager für das Produkt bzw. die Dienstleitung sind die teilnehmenden Bieter dieser Auktion (Rieck, et al., 2015, p. 132 f.).

Das dabei angebotene Produkt wird mittels einer Auktion meistbietend veräußert. Das heißt an den Bieter, welcher während der Auktion das höchste Gebot für das angebotene Produkt abgibt. Dieser Bieter bekommt damit den Zuschlag für das zur Auktion stehende Produkt. Er ist damit der Käufer dieses Produktes (Brüne, 2009, p. 116).

Die zweite Variante ist die Beschaffungsauktion. Diese wird in der Literatur auch als „Einkaufsauktion“ oder als „Reverse Auction“ bezeichnet. Diese Auktionsform ist die „Umkehrung“ der Verkaufsauktion (Brenner & Wenger, 2013, p. 88).

Im Unterschied zur Verkaufsauktion nehmen an der Beschaffungsauktion die Verkäufer als Bieter an der Auktion teil (Rieck, et al., 2015, p. 141).

Einkaufsauktionen sind Auktionen, die von dem Nachfrager veranstaltet werden. Das heißt der Einkäufer des nachfragenden Unternehmens initiiert diese Auktion (Meier & Stormer, 2012, p. 65).

Dabei gibt der Nachfrager, das heißt der Käufer, im Vorfeld dieser Auktion seine Präferenzen für ein Produkt bekannt. Für dieses Produkt stellen sich die Produktanbieter dem Wettbewerb anhand der Auktion (Meier & Stormer, 2012, p. 65).

Der Bestbietende der Einkaufsauktion erbringt eine Leistung. Dafür bekommt er den gebotenen Preis. Demnach kauft im Business-to-Business-Kontext der Einkäufer ein Produkt ein, dafür entrichtet er den durch die Auktion ermittelten Bezugspreis an den Verkäufer (Berz, 2014, p. 28).

Im Unterschied zu einer Verkaufsauktion, wobei das Ziel des Auktionators ein möglichst hoher Preis ist, verhält es sich bei einer Einkaufsauktion genau umgekehrt. Der Auktionator ist bestrebt am Ende der Auktion einen möglichst niedrigen Preis zu erzielen (Rieck, et al., 2015, p. 141).

Ein zusätzlicher Unterschied zu einer Verkaufsauktion besteht darin, dass von den verschiedenen Lieferanten auch minimal verschiedene Produkte angeboten werden. Demnach können sich die in der Auktion angebotenen Güter in kleinen Details unterscheiden. Der Einkäufer kennt nicht zwingend die genauen Produktdetails der angebotenen Güter, jedes einzelnen Lieferanten (Wannenwetsch, 2013, p. 339). Unter Umständen können die Lieferanten den Bedarf des Einkäufers nur unterschiedlich gut decken (Berz, 2014, p. 28). Deshalb ist ein entscheidender Erfolgsfaktor der Einkaufsauktion die Ausschreibung. Die Ausschreibung definiert die genauen Produktspezifikationen, dazu gehören zum Beispiel die Qualität, die Lieferzeit und der Service. Dabei ist wichtig ist, dass diese Leistungen vor der Auktion genau abgestimmt werden (Wannenwetsch, 2013, p. 339).

Anhand der Ausschreibung wird zudem der exakte Bedarf definiert. Dadurch bekommen alle Lieferanten, sprich die Bieter der Auktion, eine genaue Vorstellung von dem Bedarf des beschaffenden Unternehmens (Kollmann, 2016, p. 194).

Diese Unsicherheit besteht hingegen bei einer Verkaufsauktion nicht, weil anhand dieser Auktionsform nur genau ein Produkt angeboten wird (Rieck, et al., 2015, p. 28).

Im Unterschied zu Verkaufsauktionen wird bei Beschaffungsauktionen nicht zwingend ein Gewinner der Auktion bestimmt. Hierbei wird nur ein Parameter, der Preis, bestimmt. Die Auktion muss nicht zwingend der letzte Schritt der Verhandlung sein. Die Auktion könnte auch als Instrument zur Vorselektion genutzt werden. Darüber hinaus können zudem mehrere Lose zur Auktion ausgeschrieben sein (Wannenwetsch, 2013, p. 339 f.).

In dieser Arbeit entspricht zur Vereinfachung der Bestbietende auch dem Gewinner der Auktion. Eine Nachverhandlung im Anschluss der Auktion findet nicht statt. Zudem steht nur ein Produkt bzw. eine Dienstleistung zur Auktion. Auktionen mit mehreren Losen werden in dieser Arbeit nicht betrachtet.

In der nachfolgenden Tabelle 1 werden die in diesem Abschnitt beschrieben Merkmale der Verkaufsauktion und Einkaufsauktion zusammengefasst. Dabei sind die Unterschiede zwischen diesen zwei Auktionsrichtung gegenübergestellt.

Tabelle 1: Gegenüberstellung der Verkaufs- und Einkaufsauktion, Eigene Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Literatur ist meistens die Verkaufsauktion beschrieben. Zudem basieren fast alle Untersuchungen auf Verkaufsauktionen (Rieck, et al., 2015, p. 141). Jedoch lässt sich die Auktionstheorie für beide Auktionsrichtungen anwenden. Der Auktionsverlauf einer Verkaufsauktion ist genau spiegelverkehrt zum Auktionsverlauf der Einkaufsauktion (Berz, 2014, p. 31).

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden Auktionen aus Beschaffungssicht im Business-to-Business-Bereich betrachtet, das heißt Einkaufsauktionen.

Diese Betrachtung ist für Techem relevant, weil die im weiteren Verlauf beschriebenen Auktionen, im Procurement von Techem eingesetzt werden sollen.

2.2 Online-basierte Beschaffungsauktion

2.2.1 Definition der online-basierten Beschaffungsauktion

Eine Auktion ist in verschiedenen Weisen durchführbar. Zum einen können die Teilnehmer der Auktion physisch anwesend sein und ihre Gebote durch Handzeichen oder verbal abgeben (Rieck, et al., 2015, p. 117).

In dieser Arbeit wird jedoch die elektronische, online-basierte Durchführung von Auktionen betrachtet.

Bei dieser Art der Durchführung von Auktionen sind die Teilnehmer nicht physisch an einem Ort anwesend, denn bei dieser Art der Auktionsveranstaltung ist die Anwesenheit nicht erforderlich (Rieck, et al., 2015, p. 117 f.).

Bei einer elektronischen, online-basierten Auktion sind die Teilnehmer online über die Informations- und Kommunikationstechnologie (Abkürzung: IuK), dem Internet verbunden (Arnolds, et al., 2013, p. 418). Die Bieter nehmen hierbei online an der Auktion teil (Lüdtke, 2003, p. 8).

Damit schafft das Internet die erforderlichen Informationsbeziehungen, welche für die elektronische und online-basierte Einkaufsauktion notwendig sind (Brenner & Wenger, 2013, p. 88 ff.).

Die grundlegenden Auktionsmechanismen gelten auch für die online-basierten Auktionen (Lüdtke, 2003, p. 9). In dieser Arbeit wurden diese Mechanismen im Abschnitt 2.1 erläutert.

Eine elektronische, online-basierte Beschaffungsauktion im Business-to-Business-Bereich ist demzufolge eine Auktion, bei der die teilnehmenden Unternehmen den Preis zeitgleich verbunden über das Internet verhandeln. Die Verhandlung erfolgt dadurch, dass die Lieferanten, sprich die Bieter der Auktion, während der definierten Auktionsdauer ihre Gebote elektronisch und online-basiert abgeben (Brenner & Wenger, 2013, p. 88).

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der Begriff elektronische Beschaffungsauktion (englisch „elektronic reverse auction“) mit „eRA“ abgekürzt. Mit diesem Begriff ist eine elektronische online-basierte Beschaffungsauktion gemeint. Dabei ist das IuK zur Kommunikation der Beteiligten der Auktion das Internet.

Ein wesentliches Erfolgskriterium für die eRA ist die Ausschreibung (Berz, 2014, p. 27 f.). Eine Ausschreibung ist eine Verfahren zur Ermittlung des Angebotspreises als Vorbereitung zur Vergabe eines Auftrages. Anhand der Ausschreibung wird das Kaufinteresse einer Leistung möglichst genau beschriebenen bzw. bekanntgegeben. Potenzielle Anbieter werden anhand der Ausschreibung aufgefordert, Angebote zur Erbringung einer bestimmten Leistung abzugeben (Aichele & Schönberger, 2016, p. 27).

Als Ausschreibung wird in diesem Zusammenhang die öffentliche Bekanntmachung zur Beschaffung eines benötigten Produktes bzw. einer Dienstleistung und die Aufforderung zur verbindlichen Abgabe von Angeboten bezeichnet (Kortus-Schultes & Ferfer, 2005, p. 131).

Im Rahmen der eRA wird die Ausschreibung elektronisch veröffentlicht. Dies kann zum Beispiel auf der unternehmenseigenen Homepage erfolgen (Kortus-Schultes & Ferfer, 2005, p. 131).

Für die Durchführung von eRA ist eine Software erforderlich. Diese Software bildet die Benutzeroberfläche ab und beinhaltet die Funktionen der eRA (Meier & Stormer, 2012, p. 71 f.).

Für die Bereitstellung der notwendigen Software zur Durchführung der eRA, gibt es Dienstleister am Markt, welche die Software zu Verfügung stellen. Hierbei ist wichtig, dass die Neutralität im Vordergrund steht und der Anbieter der Software die Funktionsweise sicherstellt (Wannenwetsch, 2013, p. 340).

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen analogen Auktion können bei einer online-basierten Auktion zusätzliche Funktionalitäten implementiert werden. Durch diese Varianten der Durchführung entstehen zusätzliche Optionen für die Ausgestaltung der Auktion. Auf diesen Aspekt der Ausgestaltung und die damit verbunden Möglichkeiten im Hinblick auf das Auktionsdesign, wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit konkreter eingegangen (Brenner & Wenger, 2013, p. 89).

2.2.2 Potenziale von online-basierten Auktionen

In diesem Abschnitt werden die Potenziale von online-basierten Beschaffungsauktionen beschrieben und anhand einer Studie zur „Elektronische Beschaffung 2015 Stand der Nutzung und Trends“ belegt.

Die Potenziale von Beschaffungsauktionen sind für diese Arbeit von Bedeutung, da auf diese bei der Ausgestaltung von Aktionen, im Abschnitt 4.1 zurückgegriffen wird.

Ein entscheidender Aspekt für die Anwendung von Auktionen in der Beschaffung ist, dass der Bezugspreis von den zu beschaffenden Produkten häufig gesenkt werden kann (Laudon & Traver, 2013, p. 723). So können durch eRA bessere Konditionen im Vergleich zu klassischen Beschaffungsmethoden erreicht werden (Höveler, 2016).

Die Studie „Elektronische Beschaffung 2015 Stand der Nutzung und Trends“ bestätigt dieses Potenzial. Darin wurden 197 Unternehmen unter anderem zu diesem Aspekt befragt. So betrugen die durchschnittlichen Einsparungen des Einstandspreises durch die Einführung von eRA unter allen Unternehmen insgesamt 10,6 Prozent. Im Dienstleistungsbereich betrug die durchschnittliche Einsparung des Einstandspreises durch Auktionen sogar 13,9 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Beschaffungsmethoden (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 14).

Des Weiteren können durch eRA die Transaktionskosten stark gesenkt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Verhandlungen entstehen bei eRA nur geringe Transaktionskosten (Laudon & Traver, 2013, p. 213 f.).

So zeigt die Studie der 197 befragten Unternehmen, dass die Prozesskosten unter allen befragen Unternehmen durchschnittlich um 9,4 Prozent und im Dienstleistungssektor um 10,7 Prozent gesenkt werden konnten (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 14).

Ein weiterer Vorteil von eRA im Vergleich zu den klassischen Einkaufsverhandlungen ist die Transparenz. Für das Unternehmen, welches zur Beschaffung elektronische, online-basierte Auktionen einsetzt, eröffnet sich dadurch die Möglichkeit schnell und effizient eine Übersicht über die Preisstrukturen der teilnehmenden Lieferanten, das heißt den Bietern, zu erhalten (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., 2008, p. 263).

Die traditionellen Vertrauensbeziehungen werden in eRA durch faktenbasierte Beziehungen ersetzt und online-basiert sowie realitätsnah abgebildet (Höveler, 2016).

Dieser Vorteil von eRA bestätigt sich auch in der Studie, so konnten 37,5 Prozent der befragten Unternehmen einen starken und 12,5 Prozent einen sehr starken Anstieg der Transparenz feststellen (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 13).

Des Weiteren kann sich durch online-basierte Auktionen der Anbieterkreis erweitern. Lieferanten welche rund um den Globus lokalisiert sind, können über IuK an der Auktion teilnehmen. Die eRA ist somit nicht ortsgebunden (Laudon & Traver, 2013, p. 723). Aufgrund dessen entfallen zum Beispiele Reisekosten (Rieck, et al., 2015, p. 117).

Dieser Aspekt wird in der Studie bestätigt. So beurteilen 25,0 Prozent der befragten Unternehmen den Nutzen in Bezug zur Erweiterung des Anbieterkreises mit stark und 1,8 Prozent mit sehr stark (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 13).

Außerdem konnte ein Nutzen durch Auktionen in Bezug zur Wiederbeschaffungszeit nachgewiesen werden. So gaben 37,5 Prozent der befragten Unternehmen an, dass eRA eine starke oder sehr starke Auswirkung auf die Reduktion der Durchlaufzeit bzw. die Wiederbeschaffungszeit haben (Bogaschewsky & Müller, 2015, p. 13).

Ein weiterer Vorteil, kann sich anhand der Art und Weise der Durchführung ergeben. So werden durch eRA Preisverhandlungen entpersonalisiert, da sich Bieter und Nachfrager nicht persönlich treffen. Dadurch resultierend spielen kulturelle Unterschiede nur noch eine untergeordnete Rolle (Höveler, 2016).

2.2.3 Risiken von online-basierten Auktionen

Den Vorteilen von elektronischen, online-basierten Auktionen stehen andererseits auch Nachteile gegenüber. Die häufigsten Risiken werden in diesem Abschnitt dargelegt. Die Kenntnis dieser Risiken ist relevant für die Ausgestaltung der Auktion, um die Risiken möglichst zu minimieren.

Generell besteht bei Auktionen die Gefahr von Bieterkartellen. Ein Bieterkartell ist eine Gruppe von Bietern, die sich untereinander absprechen, um die Preisbildung günstig für sich zu beeinflussen. Zu diesem Kartell müssen nicht zwangsläufig alle teilnehmenden Bieter der Auktion gehören. Jedoch ist dieses Kartell umso wirksamer, je mehr Bieter sich daran beteiligen (Eichstädt, 2008, p. 125).

Bieterkartelle sind verboten, weil sie den Wettbewerb verzerren und andere Bieter diskriminieren (Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, 1998, p. 10 ff.).

Ein Bieterkartell wäre ein erheblicher Nachteil für das Beschaffungsunternehmen und andere Bieter die nicht zum Kartell gehören. Dadurch würde der Wettbewerb und damit verbunden die Preisbildung verzerrt (Rieck, et al., 2015, pp. 135, 145).

Des Weiteren besteht bei Auktionen das Risiko, dass Bieter an der Auktion teilnehmen, ohne aktiv mitzubieten. Dadurch wird die Bieterdynamik geschwächt und folglich wäre der Erfolg der Auktion gefährdet. In dem Fall ist die Motivation dieser teilnahmslosen, passiven Bieter, über die Auktion Informationen zu gewinnen. Von Interesse sind zum Beispiel Informationen über die Marktpreise oder die Konkurrenzsituation (Eichstädt, 2008, p. 156 f.).

2.3 Auktionsverfahren

In diesem Abschnitt sollen die zwei bekanntesten Auktionsverfahren in Bezug auf die Beschaffung vorgestellt werden. Diese Verfahren sind die Englische und die Holländische Auktion (Kollmann, 2013, p. 477 ff.).

Es gibt noch weitere Auktionsverfahren, zum Beispiel die Vickrey-Auktion (Schnellbächer, 2011, p. 9).

Für Techem ist nur das Englische und das Holländische Auktionsverfahren relevant. Diese Auktionsverfahrenen sind im unternehmensinternen System, das heißt auf der online-basierten Plattform von Techem verfügbar. Deshalb werden nur diese zwei Auktionsverfahren in dieser Arbeit vorgestellt.

Alle Auktionsverfahren haben allgemein das Ziel, Anbieter und Nachfrager möglichst optimal zusammenzuführen. Sie unterscheiden sich in den Auktionsregeln, welche sich im Auktionsdesign und Auktionsablauf niederschlagen (Kollmann, 2013, p. 477 ff.).

Die Auktionsverfahren werden zunächst allgemein vorgestellt. Anschließend folgen die jeweiligen Eigenschaften für die Einstellungen der Auktionen. Diese Reihenfolge ist dem Prozessablauf von Auktionen, wie im Abschnitt 2.5 vorgestellt, angepasst.

2.3.1 Englische Auktion

2.3.1.1 Definition der Englischen Auktion

Die Englische Auktion aus Beschaffungssicht betrachtet, ist eine absteigende Auktionsform. Der Interessent für ein Produkt, sprich der Einkäufer, schreibt dabei dieses Produkt aus. Auf dieses, vor der Auktion veröffentlichte Produkt, können während der Auktion die Auktionsteilnehmer bieten (Kollmann, 2013, p. 477).

Der Preis des zur Auktion stehenden Beschaffungsproduktes sinkt, indem die Bieter nacheinander immer niedrigere Preise, sprich die Gebote, abgeben. Dadurch sinkt der Preis des Produktes ausgehend vom Startpreis während der Auktion (Rieck, 2016, p. 237).

Nachdem definierten Zeitablauf der Auktion erhält der Bieter mit dem niedrigsten abgegebenen Gebot den Zuschlag für diese Auktion (Rieck, et al., 2015, p. 27 ff.).

Das niedrigste Gebot am Ende der Auktion entspricht damit dem Einkaufspreis für das zur Auktion ausgeschriebene Produkt. Der Bestbietende erhält den Beschaffungsauftrag für dieses Beschaffungsprodukt (Schnellbächer, 2011, p. 8 f.).

In der folgenden Abbildung 1 wird der Verlauf einer Englischen Auktion verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verlauf der Englischen Auktion, Eigene Darstellung in Anlehnung an (Arnold & Kasulke, 2007, p. 251)

In dieser beispielhaften Skizze der Abbildung 1 gibt es drei Bieter (Bieter A, B, C), welche an der Englischen Auktion teilnehmen. Die Bieter entsprechen bei dieser Einkaufsauktion den Lieferanten, die ein Produkt bzw. eine Dienstleistung anbieten, welche zuvor ausgeschrieben wurde.

Im Verlauf der Auktion unterbieten sich die Bieter gegenseitig. Bieter C gibt schließlich innerhalb der Auktionszeit das niedrigste Gebot ab. Damit bekommt der Bieter C den Zuschlag dieser Englischen Beschaffungsauktion.

Das heißt in diesem Beispiel ist der Bieter C der günstigste Anbieter für das Produkt. Damit bekommt er den Auftrag, dass Produkt zum Preis seines abgegebenen Gebots zu liefern.

2.3.1.2 Gestaltung der Englischen Auktion

Für die Englische Auktion gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, welche im Vorfeld der Auktion festzulegen sind (Deutsches Institut für interne Revision e.V., 2018, p. 167).

Die Auktionsparameter, welche für Techem relevant sind, werden im Folgenden vorgestellt.

Startpreis:

Der Startpreis definiert die Preisschwelle, mit dem die Bieter, das heißt die Lieferanten, mindestens in die Auktion einsteigen müssen. Höhere Preise sind nicht zugelassen (Mochón & Sáez, 2015, p. 140 ff.).

Der Startpreis beeinflusst den Verlauf der Auktion, weil durch diesen die Höhe der Gebotsabgaben begrenzt wird. Deshalb sollte der Startpreis so festgelegt werden, dass eine Gebotsabgabe der Auktionsteilnehmer unterhalb dieser Preisschwelle realistisch ist (Lüdtke, 2003, p. 131 f.).

Zur Bestimmung der Höhe des Startpreises, sollte die aktuelle Preissituation des zur Auktion stehenden Produktes auf dem Beschaffungsmarkt einbezogen werden. Ein realitätsferner Startpreis würde einen Akzeptanzverlust der Bieter bewirken. Damit wären sie in ihrer Gebotsabgabe gehemmt. Bei einer zu geringen Höhe des Startpreises könnten Bieter sogar von der Gebotsabgabe ausgeschlossen werden. Deshalb sollte bei der Ausgestaltung der Auktion ein zu niedriger Startpreis vermieden werden (Lüdtke, 2003, p. 131 f.).

Orientieren kann sich der Einkäufer bei der Festlegung des Startpreises zum Beispiel am historischen Preis, sofern das Produkt in der Vergangenheit schon einmal beschafft wurde. Dieser historische Preis ist der Betrag, zu dem der Einkäufer das ausgeschriebene Produkt bei dem letzten Einkauf bezogen hat (Lüdtke, 2003, p. 132).

Gebotsschritt:

Ein weiteres Gestaltungsmerkmal der Englischen Auktion ist die Höhe der Gebotsschritte (Eichstädt, 2008, p. 203).

In Bezug auf die Englische Beschaffungsauktion ist ein Gebotsschritt der Minimalbetrag um den ein weiteres Gebot, das aktuell niedrigste Gebot unterbieten muss, um zugelassen zu werden (Rieck, et al., 2015, p. 150).

Gebotsschritte werden implementiert, um dadurch den abwärts gerichteten Gebotsverlauf der Beschaffungsauktion wirkungsvoll zu unterstützen (Lüdtke, 2003, p. 138).

Zur Ermittlung der Gebotsschritte sollten zwei Faktoren einbezogen werden, welche gegeneinander abgewogen werden sollten. Die Gebotsschritte sollten weder zu klein noch zu groß festgelegt werden (Eichstädt, 2008, p. 203).

Kleine Gebotsschritte würden es jedem Bieter erlauben, genau bis zu seiner vorher festgelegten individuellen Preisgrenze zu bieten. Andererseits können kleine Gebotsschritte zu einem sehr langwierigen Bieterwettbewerb führen, weil jeder Lieferant immer nur ganz knapp den aktuellen Preis unterbieten könnte (Eichstädt, 2008, p. 203).

Große Gebotsschritte würden die Auktion beschleunigen, können jedoch dazu führen, dass die Auktionsteilnehmer nicht bis zu ihrem maximalen Preis bieten. Dieser Effekt kann auftreten, da den Bietern der sich ergebende Verkaufspreis zu niedrig erscheint, welcher durch den zu großen Gebotsschritt entsteht (Eichstädt, 2008, p. 203).

Auf Basis seiner Untersuchung hat Eichstädt eine Handlungsempfehlung abgegeben. Demnach sollte ein Gebotsschritt zwischen 0,5 und ein Prozent des Startpreises betragen (Eichstädt, 2008, p. 203).

Zeit:

Die Auktionszeit der Englischen Auktion ist in zwei Phasen untergeteilt, diese sind die Haupt- und die Verlängerungsphase (Wildemann, 2002, p. 40 f.).

Die erste Phase der Auktion ist immer die Hauptphase, welche durch einen festen Start- und Endtermin gekennzeichnet ist. Die Zeitspanne kann zwischen wenigen Minuten, über mehreren Tagen oder auch Wochen andauern. Der Normalfall der Hauptphase einer Beschaffungsauktion ist eine Dauer von ein bis zwei Stunden (Wildemann, 2002, p. 40 f.).

Die zweite Phase ist die Verlängerungsphase, wodurch die Auktion optional verlängert werden kann. Die Verlängerungsphase hat den Zweck, dass die Bieter auf kurz vor Auktionsende abgegebene Gebote reagieren können. Tritt dieser Fall ein, so wird die Hauptphase um die Verlängerungszeit ergänzt. Dadurch verlängert sich die Gesamtauktionszeit (Wildemann, 2002, p. 41 f.).

Wird nun wiederum kurz vor Auktionsende ein weiteres Gebot abgegeben, so wird der Auktionszeitraum folglich wieder verlängert. Trifft kein weiteres Gebot kurz vor Auktionsende ein, ist die Auktion nach dieser Verlängerungsphase beendet (Wildemann, 2002, p. 41 f.).

Um eine zu lange Gesamtlaufzeit der Auktion zu verhindern, sollten die Verlängerungsphasen auf eine Maximalanzahl beschränkt werden. Nachdem Erreichen dieser Maximalzahl der Verlängerungsdurchgänge würde die Auktion, trotz Eintreffen weiterer Gebote kurz vor Auktionsende, beendet werden (Wildemann, 2002, p. 41 f.).

Verlängerungsphasen werden implementiert um dadurch die Dynamik der Auktion zu steigern. Durch diesen Mechanismus wird der „Hammer“ eines Auktionators einer realen Auktion simuliert (Wildemann, 2002, p. 41).

Die genaue Dauer der Hauptphase sowie der Verlängerungsphasen sind im Vorfeld der Auktion in den Auktionsregeln zu definieren (Arnolds, et al., 2013, p. 419).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Zeitlicher Ablauf der Englischen Auktion, Eigene Darstellung in Anlehnung an (Wildemann, 2002, p. 40 f.).

In diesem Beispiel der Abbildung 2 gibt es die Hauptphase mit der Dauer von einer Stunde. Anschließend folgen optional, je nach Bieterverhalten, die fünf Verlängerungsphasen. Eine Verlängerungsphase kann beispielsweise eintreten, wenn innerhalb der letzten zwei Minuten vor Auktionsende der Hauptphase bzw. innerhalb der ersten vier Verlängerungsphasen ein Gebot abgegeben wird.

Die maximal fünf Verlängerungsphasen sind optional und haben jeweils eine Dauer von zehn Minuten.

Demzufolge beträgt die Auktionsdauer in dem Beispiel je nach Bieterverhalten minimal eine Stunde und maximal eine Stunde und 50 Minuten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten

Details

Titel
Implementierung von online-basierten Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Services GmbH
Hochschule
Technische Hochschule Mittelhessen
Note
1,6
Jahr
2020
Seiten
86
Katalognummer
V591656
ISBN (eBook)
9783346182104
ISBN (Buch)
9783346182111
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auktion, Einkauf, E-Procurement, Onlineauktion, Reverseauktion, Strategischer Einkauf
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Implementierung von online-basierten Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Services GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591656

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Implementierung von online-basierten Auktionen im strategischen Procurement der Techem Energy Services GmbH



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden