Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu anhand "Das Elend der Welt"


Hausarbeit, 2018

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu
2.1 Die Habitustheorie
2.2 Die Feldtheorie
2.2.1 Das kulturelle Kapital
2.2.2 Das soziale Kapital
2.2.3 Das ökonomische Kapital
2.2.4 Die Kapitalumwandlung

3. Das Interview „Die Gewalt der Institution“

4. Theorie des sozialen Raumes anhand dem Interview „Die Gewalt der Institution“

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Das Werk „Das Elend der Welt“ von Pierre Bourdieu und weiteren Soziolog*innen und Forscher*innen erzählt über die Leiden von Männern und Frauen innerhalb ihres beruflichen und privaten Alltags. Die Probleme der Personen werden besonders deutlich, da sie durch qualitative Interviews dargestellt werden (vgl. Bourdieu et. al. 1997: 13). Auch ungefähr 20 Jahre nach der Erscheinung des Werkes existieren Leiden in der Gesellschaft, die auf den ersten Blick unerkannt bleiben. So wirft das Buch einen tiefergehenden Blick auf die Probleme der Menschen, und deren Ursprünge.

Die Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu aus dem Jahre 1982 schließt an die Interviews an, weil es dabei besonders um die Konstitution der sozialen Position im Raum geht, die durch die Lebensbedingungen, das soziale Umfeld und eigene Denk-, Handlungs- und Bewertungsschemata hervorgerufen wird (vgl. Abel; König 2016: 181f.). Die Anwendung der Theorie auf ein Interview aus dem Werk „Das Elend der Welt“, und zwar „Die Gewalt der Institution“, soll einen intensiveren Einblick in die Welt des Befragten liefern. Diese Hausarbeit beschäftigt sich somit mit der Fragestellung: Wie lässt sich die Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu auf das Interview „Die Gewalt der Institution“ aus dem Werk „Das Elend der Welt“ anwenden?

2. Die Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu hat mit seinem Werk „Die feinen Unterschiede“ aus dem Jahr 1982 die Theorie des sozialen Raumes aufgestellt, in der er erklärt, wie sich die soziale Position jedes Individuums im sozialen Raum der Gesellschaft erklären lässt (vgl. Abel; König 2016: 181). Der soziale Raum ist nach Bourdieu eine abstrakte Darstellung, die den Akteuren einen Überblick über die soziale Welt liefert und dabei einen objektiven Charakter besitzt. Die klassifizierten Objekte im sozialen Raum produzieren objektiv klassifizierte Praxisformen, in dem sie sich in ihrem Verhalten an ihrer Umwelt orientieren (vgl. Bourdieu 1982: 277).

Innerhalb des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu existieren, durch die Klassifizierung der Akteure, Prinzipien, die den Raum strukturieren. Die Strukturierungsprinzipien bestehen aus fundamentalen Gegensatzpaaren, wie arm und reich, sowie oben und unten, in die sich die klassifizierten Akteure einordnen (ebd.: 279). Durch die Struktur des sozialen Raumes wird es den Akteuren ermöglicht eine bestimmte Position innerhalb des Raumes einzunehmen, die auf den vermittelten Erfahrungen innerhalb der Gesellschaft beruht (ebd.: 285). Die Gegensatzpaare im sozialen Raum stellen den zentralen Gegensatz dar, bei dem sich der Nahrungskonsum eines Akteurs, nach der Höhe seines Einkommens richtet. Folglich können sich Akteure mit einem starken Einkommen eine größere Menge an Nahrungsmitteln, sowie teurere Nahrungsmittel leisten. Der sekundäre Gegensatz ist hingegen weniger präsent, da es sich dabei um die Unterschiede innerhalb der Mittelklasse handelt. Dieser Unterschied existiert zwischen Akteuren mit einem hohen kulturellen und niedrigen ökonomischen Kapital gegenüber Akteuren mit einem niedrigen kulturellen und hohen ökonomischen Kapital. Der zentrale Gegensatz ist deutlich ausdrucksstärker, weil er auf der einen Seite vom Luxus, und auf der anderen Seite von der Not dominiert wird. Somit ist der Lebensstil ein wichtiges Maß für die Existenzbedingungen eines Akteurs (ebd.: 288f.). Die allgemeine Konsumstruktur lässt sich nach Bourdieu in drei Kategorien gliedern. Akteure besitzen Ausgaben für die Nahrung, in dem sie zum Beispiel Lebensmittel kaufen oder ein Restaurant besuchen. Die zweite Kategorie umfasst die Ausgaben für den kulturellen Bereich, wenn Dinge wie Bücher, Zeitschriften, Schallplatten und Spielzeug gekauft werden, eine sportliche oder musikalische Tätigkeit ausgeübt wird und Schauspiel- und Theaterbesuche stattfinden. Als letzte und dritte Konsumkategorie gelten die Ausgaben für die Selbstdarstellung des Akteurs, die zum Beispiel durch den Kleidungskauf, die Schönheitspflege und die Einstellung von Dienstpersonal erfolgt (vgl. Bourdieu 1982: 299).

2.1 Die Habitustheorie

Die Theorie des Habitus findet sich in der Theorie des sozialen Raumes von Pierre Bourdieu wieder. Sie steht außerdem in direktem Zusammenhang mit der Feldtheorie (s. 2.2 Feldtheorie) und der Klassentheorie, ebenfalls nach Bourdieu. Im Mittelpunkt des Habitus steht ein gesellschaftlich geprägter Akteur, der die Vermittlung zwischen Objektivismus und Subjektivismus erfährt (vgl. Schwingel 1995: 59ff.).

Der Habitus wird von Kindheit an durch die „objektiv vorgegebenen materiellen und kulturellen Existenzbedingungen eines Akteurs, mithin die Lebensbedingungen seiner Familie und sozialen Klasse, die Grenzen seines Handelns, Wahrnehmens und Denkens“(Schwingel 1995: 66) geprägt. In der Laufbahn eines Akteurs ergeben sich immer wieder Veränderungen, die eine Anpassung des Habitus verlangen. Daher befindet sich der Habitus einer Person ständig im Wandel. Die Theorie ist ein Erzeugungsprinzip zur Erkenntnis der sozialen Welt, was folgende zwei Bereiche produziert: Die objektiv klassifizierten Formen der Praxis und das Klassifikationssystem dieser Formen zur Unterscheidung und Bewertung der Formen und Produkte. Er sorgt zudem für die Konstitution des Raumes der Lebensstile, in dem die unterschiedlichen Positionen der Akteure als Unterscheidungsmerkmale gelten. Zum Erzeugnis der Position im sozialen Raum werden die Eigenschaften einer Person, sowie die Werturteile über ihre eigenen Eigenschaften und über die von anderen herangezogen (vgl. Bourdieu 1982: 277f.).

Der Habitus gliedert sich in die strukturierte Struktur und die strukturierende Struktur. Die strukturierte Struktur ist der opus operatum, der einen systematischen Charakter besitzt, weil er bereits in der strukturierenden Struktur enthalten ist. Der opus operatum umfasst die Objektivationen vom Eigentum der Person, wie Häuser, Möbel, Autos und Kleidung, sowie die Praktiken und Verhaltensweisen in Form von sportlichen Betätigungen, Spielen und kultureller Aktivitäten. Die strukturierende Struktur nennt sich auch modus operandi, und verkörpert den subjektiven Teil des Habitus, also die Bewertung und Einordung der Objekte (ebd.: 279, 281f.).

Die Struktur der Theorie des Habitus lässt sich in einer Gliederungskette darstellen. Jeder Akteur besitzt bestimmte Lebensbedingungen, die objektiv klassifizierbar sind und seine Position innerhalb der Struktur der Lebensbedingungen wiedergeben. Dazu zählen zum Beispiel die wohnliche Lage und Situation, die Anbindung an die Infrastruktur und der Zugang zu Nahrungsmitteln. Die Lebensbedingungen eines Akteurs bestimmen den Habitus, in dem sich der Akteur mit seinen Handlungsweisen an seine Umwelt anpasst und gleichermaßen sein soziales Umfeld bewertet. Der Habitus umschließt also die strukturierte und strukturierende Struktur. Durch den Habitus eines Akteurs werden auf der einen Seite klassifizierbare Praktiken und Werke erzeugt, und auf der anderen Seite entsteht für den Akteur ein System der Wahrnehmungs- und Bewertungsschemata, das er dauerhaft anwenden kann und welches seinen Geschmack widerspiegelt. Aus der Erzeugung der klassifizierbaren Praktiken produzieren sich die allgemeinen klassifizierbaren Praktiken und Werke des Akteurs. Am Ende der Gliederungskette folgt der Lebensstil des Akteurs, der sich aus den davor entstehenden Gliedern zusammensetzt. Dieser Ablauf der Gliederungskette erfolgt bei jedem Akteur und nimmt unter den Akteuren gegenseitig Bezug aufeinander, weil sich das System der Wahrnehmungs- und Bewertungsschemata nicht nur auf die eigenen Verhaltensweisen begrenzt, sondern auch die Einordung der Praktiken der anderen Akteuren verlangt, damit ein umfassenderes System entsteht (vgl. Abb. 2.1).

Der „Habitus erfasst lagespezifische Differenzen in Gestalt von Unterschieden zwischen klassifizierten und klassifizierenden Praxisformen (als Produkte des Habitus) […].“ (Bourdieu 1982: 279). Damit meint Bourdieu, dass in dem Verhalten von Akteuren Unterschiede bestehen, weil der Ursprung ihrer Handlung verschiedene Gründe besitzt. Die verschiedenen Verhaltensweisen unterstützen dabei die Klasseneinteilung, weil Differenzen zwischen den zugehörigen Klassen hervorgerufen werden. Die Verhaltensweisen eines Akteurs verkörpern dabei das Ergebnis des Habitus, das in Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata gegliedert werden kann, die rückwirkend mit der sozioökonomischen Lage des Akteurs verknüpft sind (vgl. Kruse 2012: 306). Die erste Perspektive des Habitus umfasst die alltägliche Wahrnehmung eines Akteurs der sozialen Welt. Das Denkschemata bildet die zweite Perspektive und lässt sich selbst in drei Teile gliedern. Das Denken des Akteurs wird von den Alltagstheorien und Klassifikationsmustern zur Interpretation und Einordnung der sozialen Welt, den Normen zur Beurteilung gesellschaftlicher Handlungen, sowie den geschmacksgeleiteten Maßstäben zur Bewertung kultureller Objekte und Praktiken geleitet. Und die dritte Perspektive, das Handlungsschemata sind die individuellen und kollektiven Handlungen von Akteuren. Alle drei Schemata des Habitus sind miteinander verflochten, wirken zusammen und finden größtenteils unbewusst statt (vgl. Schwingel 1995: 62).

Insgesamt sind die Praxisformen und Werke eines Akteurs auf unbewusste Weise kohärent mit den Praxisformen der anderen Akteure innerhalb der gleichen Klasse. Die stilistische Affinität einer Klasse entsteht dabei durch eine objektive Abstimmung der Akteure (vgl. Bourdieu 1982: 281). Ebenfalls ähneln sich die Eigenschaften von Akteuren, die regelmäßig viel Zeit miteinander verbringen, zum Beispiel wie Freunde. Durch das Beobachten von unbewusstem oder bewusstem Verhalten, erfolgt eine gegenseitige Abstimmung der Akteure. Eine intensivere Wahrnehmung des Verhaltens wird erzielt, je stärker die unterschiedlichen Merkmale im Alltag miteinander verknüpft sind (vgl. Bourdieu 1982: 283). Bei der Verarbeitung von Informationen gilt der Geschmack eines Akteurs als praktischer Operator, der die aufgenommenen Dinge in distinktive Zeichen umwandelt. Die Dinge aus der physischen Ordnung wandeln sich in signifikante Unterscheidungen der symbolischen Ordnung um. Der Geschmack eines Akteurs drückt das aus, was er mag und mit was er sich gerne umgibt. Dadurch entwickelt er sich durch die Eigenschaften und Merkmale, die dem Akteur durch die Klassifikation im Habitus zugeteilt sind (ebd.: 284, 286).

Der Habitus gibt dem Akteur die Grenzen vor, in denen er handeln kann, wobei der Handlungsspielraum durch den Lebensraum und die Sozialisation in der Gesellschaft vorgegeben und festgelegt ist. Zwischen der Gesellschaft und dem Akteur herrscht daher ein innehabendes Verhältnis. Die Denk- und Handlungsschemata des Akteurs sind folglich das Ergebnis der kontinuierlichen Verankerung der Gesellschaft in der geistigen und körperlichen Befindlichkeit des Akteurs (vgl. Abels; König 2016: 184).

2.2 Die Feldtheorie

Die Feldtheorie schließt an die Habitustheorie an, und vervollständigt damit die Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu. Sie umfasst das Feld der Grandes école, das wissenschaftliche sowie religiöse Feld, das Feld der Macht, das Feld des Rechts, das Feld der Bürokratie und viele andere Felder (vgl. Bourdieu; Wacquant 1996: 124). Die Feldbegriffe lassen sich nach Bourdieu ausschließlich relational gliedern, da sie ein Netz von Positionen darstellen, die objektiv geprägt sind. Die Positionen der Akteure im Feld lassen sich durch die aktuelle und potentielle Situation in der Struktur der Distribution von verschiedenen Arten der Macht oder des Kapitals ermitteln. Der Zugang zu der Macht oder zum Kapital erfolgt durch spezifische Profite verschiedener Art. Nebenbei laufen alle Handlungen im Feld unbewusst ab, da sie sich nach keinen ausdrücklichen Regeln richten, weshalb Bourdieu die soziale Welt als objektive Relationen ansieht, die unabhängig vom Willen der Akteure geschehen. Damit die soziale Welt funktioniert, dürfen die Akteure die Struktur der Gesellschaft nicht hinterfragen, und ihren Glauben an den entsprechenden Einsatz für die soziale Welt sowie die zweifellose Anerkennung nicht verlieren. Die Kapitalgrundsorten, nach denen sich die Position eines Akteurs richtet, sind in allen Feldern vorhanden (ebd.: 126ff.).

Das Kapital verkörpert akkumulierte Arbeit, die subjektiver und objektiver Art sein kann. Bourdieu stellt das Kapital als „grundlegendes Prinzip der inneren Regelmäßigkeiten der sozialen Welt“ (Bourdieu 1983: 183) dar. Der Begriff des Kapitals produziert Profite für den einzelnen Akteur, reproduziert sich selbst und kann wachsen. Sobald ein Akteur eigene Arbeit durchführt, eignet er sich soziale Energie an. Die Verteilungsstruktur der verschiedenen Arten und Unterarten von Kapital beinhalten aber auch Zwänge, denen die Individuen ausgesetzt sind. Das Kapital existiert im Feld in verschiedenen Erscheinungsformen, die alle beachtet werden müssen, damit die Struktur der Gesellschaft funktioniert (vgl. Bourdieu 1983: 183f.).

2.2.1 Das kulturelle Kapital

Insgesamt gibt es drei verschiedene Kapitalsorten, die Bourdieu aufstellt, um die Position eines Akteurs zu definieren: das Kulturelle, das Soziale und das Ökonomische. Das kulturelle Kapital meint allgemein die Fähigkeiten und Autoritäten eines Akteurs. Wenn ein Akteur viel kulturelles Kapital besitzt, ist das eine Besonderheit und es bildet die Basis für materielle und symbolische Erfolge. Darüber hinaus kann spezielles Kulturkapital auch einen Seltenheitswert besitzen, sobald es eine Form des Kapitals ist, die nicht häufig oder sogar nur vereinzelt in der Gesellschaft zu finden ist, wie zum Beispiel das Musizieren mit einer Mandoline. Die Aneignung von kulturellem Kapital wird von dem gesamten verkörperten, kulturellen Kapital der eigenen Familie beeinflusst. Durch die sozialen Kontakte innerhalb der Familie und die Weitergabe der Werte und Normen der Familienmitglieder verarbeitet man Informationen, die als kulturelles Kapital angerechnet werden. So eignet sich ein Akteur das Grundkulturkapital schnell und mühelos von klein auf an, sodass die gesamte Zeit der Sozialisation eine Zeit der Akkumulation von Kapital ist (vgl. Bourdieu 1983: 187f.).

Das kulturelle Kapital lässt sich zudem in drei Formen darstellen. Das erste ist das verinnerlichte, inkorporierte Kulturkapital, welches körpergebunden ist. Es umfasst dauerhafte Dispositionen des Organismus und setzt einen Verinnerlichungsprozess voraus, der zum Beispiel die Bildung als inkorporiertes Kulturkapital meint. Um diese Kapitalform zu erlangen muss der Akteur Zeit und Engagement investieren, wobei keine hundertprozentige Erfolgswahrscheinlichkeit besteht. Es ist zudem nicht durch Schenkung, Vererbung, Kauf oder Tausch zu erlangen, also nicht materiell, und löst sich auf, sobald der Träger stirbt beziehungsweise sein Gedächtnis verliert. Die Inkorporierung erfolgt meistens unbewusst, und ist durch die erste Aneignung des Akteurs geprägt, denn durch die Primärsozialisation vor dem Bildungsweg wird die zukünftige Einstellung und Verhaltensweise des Akteurs geleitet. Als weiterer Faktor dient die Bildungsdauer eines Akteurs, die Auswirkung auf das Ausmaß des inkorporierten Kulturkapitals hat. Abschließend dient das verinnerlichte, inkorporierte Kulturkapital als Besitztum und fester Bestandteil einer Person, das zum Habitus dazugehört (vgl. Bourdieu 1983: 186f.).

Die zweite Form des Kulturkapitals ist das objektivierte Kapital, welches materiell übertragbar ist und zur materiellen Aneignung oft ökonomisches Kapital benötigt. Zur symbolischen Aneignung von objektiviertem Kulturkapital wird hingegen inkorporiertes Kulturkapital verlangt, weil zum Beispiel der Besitz eines Kunstwerkes erst einen besonderen symbolischen Wert hat, wenn der Akteur auch was von Kunst versteht und das Kunstwerk interpretieren kann. Diese Form des kulturellen Kapitals ist nebenbei dem individuellen Willen entzogen, weil ein Akteur einen Gegenstand entweder besitzen kann, oder nicht besitzen kann. Bezüglich des objektivierten Kulturkapitals existiert kein Spielraum für subjektive Interpretation der Menge des Kapitals. Die Aneignung erfolgt im Feld der kulturellen Produktion, also in der Kunst, Wissenschaft etc., sowie dem Feld der sozialen Klassen (ebd.: 189f.).

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu anhand "Das Elend der Welt"
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Soziologie)
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V591665
ISBN (eBook)
9783346191496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bourdieu, elend, pierre, raumes, theorie, welt
Arbeit zitieren
Annkatrin Falke (Autor), 2018, Theorie des sozialen Raumes nach Pierre Bourdieu anhand "Das Elend der Welt", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591665

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