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Prototypentheorie nach E. Rosch - Prototypen in abstrakten Kategorien?

Title: Prototypentheorie nach E. Rosch - Prototypen in abstrakten Kategorien?

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ines Meier (Author)

German Studies - Linguistics
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In dieser Arbeit soll versucht werden, einen Überblick über die Prototypentheorie, basierend auf den Arbeiten von E. Rosch, zu geben. Im Hauptteil wird unterteilt in das Prototypen- und das Basisebenenkonzept und einer Darstellung des Zusammenhangs zwischen beiden Konzepten. Den Abschluss des Theoriebereiches bildet eine Aufstellung zum Nutzen der Prototypensemantik. Der Schluss ist gleichzeitig eine praktische Anwendung der Theorie und besteht aus der Auswertung einer Untersuchung zu Prototypen in abstrakten Kategorien (mit StudentInnen). Dazu wurden 20 Studierende befragt, welches der für sie prototypischste Vertreter für die jeweilige abstrakte Kategorie sei. „Prototypen sind das Ergebnis einer perzeptuellen Klassifizierung der in sich strukturierten Welt durch menschliche Kategorienbildung.“ Diese Kategorisierung ist eine Spezifik menschlichen Denkens, eine mentale Operation, verschiedene Dinge zusammen zu ordnen. Jedesmal, wenn wir eine Sache als eine Spezies wahrnehmen, haben wir bereits kategorisiert. Diese Annahme über das menschliche Denken ist die Grundlage für die Erkenntnisse der Prototypentheorie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Prototypenkonzept

2.1. Begriffsentstehung und Begriffsentwicklung

2.2. Prototypenbildung

2.3. Prototypenrepräsentation

3. Das Basisebenenkonzept

3.1. Kennzeichen der Basisebene

3.2. Information, cue validity, Distinktivität

3.3. Zusammenhang zwischen Prototypenkonzept und der Basic Level Category

4. Nutzen der Prototypensemantik

4.1. Kategoriegrenzen und Kategorien

4.2. Eigenschaften

4.3. Hierarchische Wortschatzstruktur

4.4. Zur lexikalischen Semantik

5. Auswertung der Umfrage

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit gibt einen wissenschaftlichen Überblick über die von E. Rosch geprägte Prototypentheorie, erläutert die zentralen Konzepte der Prototypen- und Basisebenenstruktur und untersucht durch eine empirische Befragung, inwieweit sich dieses Modell auf abstrakte Kategorien übertragen lässt.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des Prototypenkonzepts
  • Strukturmerkmale der Basisebene und ihre kognitive Relevanz
  • Zusammenhang zwischen Prototypen und Kategorienbildung
  • Nutzen und Anwendungsmöglichkeiten der Prototypensemantik
  • Empirische Untersuchung zur Anwendbarkeit bei abstrakten Begriffen

Auszug aus dem Buch

2.1. Begriffsentstehung und Begriffsentwicklung

Den Ausgangspunkt und gleichzeitig den Bestandteil von der Arbeit Roschs bildet die These, dass ein Prototyp als zentrales, repräsentatives und typisches Mitglied innerhalb einer Kategorie existiert. Die Kategorien setzen sich nicht aus Exemplaren zusammen, die im gleichen Verhältnis zu ihr stehen, sondern die Idee ist, dass es Vertreter gibt, die besser als andere sind. „Die innere Struktur vieler natürlicher Kategorien besteht aus dem Prototyp der Kategorie [...] und den nicht - prototypischen Exemplaren, welche in einer Rangfolge angeordnet sind, die sich von den besten zu weniger guten Beispielen erstreckt. (E. Rosch)“

Rosch ordnet einigen ausgezeichneten Exemplaren eine Kernbedeutung zu, die für die semantische Referenz eine große Bedeutung haben. Sie geht davon aus, dass das Erlernen der semantischen Referenz zunächst über die besten Repräsentanten erfolgt und später auf die gesamte Kategorie ausgeweitet wird. Das größte Interesse jedoch legt Rosch auf die kognitiven Prototypen, da diese auch kategorienübergreifend zutreffen.

„Im Zuge zunehmender Kritik an ihrem Prototypenkonzept, stellt Rosch noch einmal ausdrücklich klar, dass ihr Begriff `Prototyp´ nicht ein bestimmtes Mitglied einer Kategorie meint, sondern dass bestimmte Mitglieder einer Kategorie über einen besonders hohen Grad an Prototypikalität verfügen und unter dem Begriff Prototyp subsumiert werden.“

Es stellt sich heraus, dass der Grundgedanke des Prototypen als bester Vertreter einer Kategorie zwar erhalten bleibt, Rosch diese enge Definition nun aber auflöst und somit den Prototypen an sich erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Prototypentheorie nach E. Rosch und erläutert die methodische Herangehensweise einer Untersuchung zur Anwendbarkeit bei abstrakten Kategorien.

2. Das Prototypenkonzept: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen der Prototypentheorie dar, beleuchtet die Entstehungsgeschichte, den Bildungsprozess von Prototypen sowie deren kognitive Repräsentation.

3. Das Basisebenenkonzept: Hier wird das System der vertikalen und horizontalen Kategorisierung erläutert, wobei insbesondere die kognitive Priorität und die ökonomische Bedeutung der Basisebene hervorgehoben werden.

4. Nutzen der Prototypensemantik: Es wird diskutiert, wie die Prototypensemantik die klassische Wortsemantik erweitert, indem sie unscharfe Kategoriegrenzen, Eigenschaften und die hierarchische Struktur des Wortschatzes integriert.

5. Auswertung der Umfrage: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Befragung von Studierenden, welche aufzeigt, dass die Anwendung der Prototypentheorie auf abstrakte Kategorien in der Praxis auf erhebliche Schwierigkeiten stößt.

Schlüsselwörter

Prototypentheorie, E. Rosch, Basisebene, Familienähnlichkeit, Kategorisierung, Kognition, Semantik, Prototypikalität, Cue Validity, Basiskategorien, Abstrakte Kategorien, Lexikalische Semantik, Kognitive Grammatik, Typizität, Merkmalsrepräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der von E. Rosch entwickelten Prototypentheorie und untersucht deren theoretische Fundamente sowie die Anwendbarkeit auf kognitive Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Prototypenkonzept, die Hierarchie der Basisebene, die semantische Kategorisierung und die kritische Prüfung des Modells anhand abstrakter Begriffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Nutzen der Prototypensemantik für die Linguistik aufzuzeigen und empirisch zu klären, ob auch abstrakte Kategorien durch das Prototypenmodell erklärbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Umfrage unter Studierenden, um Prototypen in abstrakten Kategorien zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die interne Struktur von Kategorien, das Basisebenenkonzept, die Bedeutung von Attributen (cue validity) und die Vorteile der Prototypensemantik gegenüber klassischen Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prototypentheorie, Basisebene, Kategorisierung, Familienähnlichkeit, kognitive Repräsentation und semantische Struktur.

Warum scheitert die Prototypentheorie laut der Autorin bei abstrakten Kategorien?

Die Umfrage zeigt, dass Probanden keine "besten Vertreter" für Begriffe wie Liebe oder Hoffnung benennen konnten, da diese nicht über eindeutige perzeptuelle Merkmale verfügen.

Welche Rolle spielt die Basisebene für die Kognition?

Die Basisebene wird als kognitiv am effizientesten eingestuft, da sie eine Balance zwischen Informationsreichtum und Unterscheidbarkeit bietet, was die Identifikation von Objekten erleichtert.

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Details

Title
Prototypentheorie nach E. Rosch - Prototypen in abstrakten Kategorien?
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für deutsche Philologie)
Course
Sagen und Meinen - zum Problem Sagen und Meinen - zum Problem sprachlicher Missverständnisse
Grade
2,3
Author
Ines Meier (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V59254
ISBN (eBook)
9783638532488
ISBN (Book)
9783656773146
Language
German
Tags
Prototypentheorie Rosch Prototypen Kategorien Sagen Meinen Problem Sagen Meinen Problem Missverständnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Meier (Author), 2002, Prototypentheorie nach E. Rosch - Prototypen in abstrakten Kategorien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59254
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