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Die Great Peace League im 17. Jhdt. - Charakteristika und Wandel ihrer Kriegführung unter dem Einfluß europäischer Kolonialmächte

Title: Die Great Peace League im 17. Jhdt. - Charakteristika und Wandel ihrer Kriegführung unter dem Einfluß europäischer Kolonialmächte

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Boris Kruse (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Summary Excerpt Details

Durch Jahrhunderte hindurch hatten die Völker derFive Nations Confederacybzw. derGreat Peace Leaguegroßen Einfluß auf Erfolg und Mißerfolg europäischer Siedlungsbestreben in Nordamerika. Ihr wesentliches Merkmal war eine unter indigenen Kulturen einzigartig komplexe politische und soziale Organisationsstruktur. Zudem hatten sie den Ruf, als kriegführende Macht von unvergleichlicher Unnachgiebigkeit und Härte zu sein. Ihre Rolle im Besiedelungsprozeß Nordamerikas durch die Europäer beschränkte sich bei weitem nicht auf die der räumlich von den Weißen immer weiter verdrängten Wilden, die allenfalls als Felljäger geschätzt wurden. Vielmehr gelang es den Völkern derGreat Peace Leaguein ihren Blütezeiten, einem diplomatischen und militärischen Gewicht aufzutreten, daß dem der europäischen Kolonialmächte ebenbürtig war. Die Aufgabe dieser Untersuchung wird es sein, die Kriegführung derFive Nations Confederacyim 17 Jhdt. darzustellen. Dazu sollen die Handelsbeziehungen als auch die politischen Verwicklungen ihres Umfeldes im Kontext ihrer ethnographischen Besonderheiten betrachtet werden. Wer sich mit einer Kultur befaßt, die von oraler Tradition bestimmt war und deren Geschichte zudem zum Spielball der unterschiedlichsten politischen und wirtschaftlichen Anschauungen und Mächte geworden ist, wird nicht umhin kommen, neben der Ethnie selbst auch die verschiedenen Aspekte der Geschichtsschreibung über sie zu betrachten. Um den unvoreingenommenen Blick auf die Kultur der Irokesen jedoch nicht schon eingangs durch eine Aufarbeitung der einzelnen Forschungspositionen zu verstellen, soll die Aufgabe einer kritischen Reflexion nicht nur der Rolle der Irokesen im 17.Jhdt., sondern auch der Forschungsdebatte über sie erst im letzten Arbeitsschritt unternommen werden- mit einem Schwerpunkt auf den Veröffentlichungen, die für diese Arbeit relevant waren. Zu Beginn werden vielmehr ihre Lebensgrundlagen und sozialen Eigenarten in den Mittelpunkt gerückt. Es folgt ein historischer Teil, in welchem die Beziehungen und die kriegerischen Verwicklungen zu den europäischen Siedlern und zu benachbarten Indianervölkern dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Great Peace League

2.1 Ethnographische Grundlagen

2.2 Soziale und politische Organisation

2.3 Besonderheiten der Kriegsführung

3. Diplomatische und militärische Beziehungen

3.1 Franzosen

3.2 Engländer

3.3 Holländer

3.4 Benachbarte Indianervölker

4. Der Handel als Kriegsursache?

4.1 Die Wirrungen der Forschung

4.2 Kulturelle Einheit oder politische Zweckgemeinschaft?

4.3 Auswirkungen auf die Konföderation

5. Schlußbemerkungen

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Untersuchung analysiert die Kriegsführung der Five Nations Confederacy im 17. Jahrhundert, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Handelsbeziehungen, politischen Verwicklungen im Umfeld und den ethnographischen Besonderheiten der Irokesen kritisch beleuchtet werden, um ein tieferes Verständnis ihrer Rolle in dieser Ära zu ermöglichen.

  • Ethnographische Grundlagen und soziale Struktur der Irokesen
  • Diplomatische und militärische Interaktionen mit den europäischen Kolonialmächten (Franzosen, Engländer, Holländer)
  • Kriegsführung als Ausdruck kultureller Identität und Rachemotivik
  • Kritische Reflexion der "Beaver Wars"-Theorie in der Forschungsgeschichte
  • Demographische Auswirkungen und das Spannungsfeld zwischen traditioneller Lebensform und kolonialer Bedrohung

Auszug aus dem Buch

2.3 Besonderheiten der Kriegführung

Böses konnte von den Irokesen nicht ohne Rache belassen werden. Daher wurde auf die verschiedensten Übel mit Krieg reagiert.

In vereinigenden Ritualen wie dem weiter oben angesprochenen Beerdigungsritual wurde der kollektive Hass des Dorfverbandes gegen böse Mächte von außerhalb geschürt.

Kriegerische Auseinandersetzungen mit anderen Irokesenvölkern oder auch –dörfern wurden als legitim angesehen, da sie sich gegen etwas außerhalb der Gemeinschaft Befindliches, unbekanntes und vermeintlich Böses wandten. Die Folge war, daß der Krieg in der Kultur der Haudenosaunee als Normalzustand angesehen wurde. Phasen des Friedens waren die Ausnahme und mußten durch den beständigen Austausch von Geschenken wieder erneuert werden.

Good an evil existed in everyone [...] The irony was that all people saw the world by their own lights, and evil existed mostly in the eye of the beholder. It is little wonder that competition for resources led the Iroquois into endless cycles of feuding, where every death led to an act of revenge that would in turn require its own vengeance.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage und Zielsetzung der Untersuchung zur Rolle der Irokesen im 17. Jahrhundert.

2. Die Great Peace League: Analyse der ethnographischen Grundlagen, sozialen Organisation und der besonderen Ausprägung der irokesischen Kriegführung.

3. Diplomatische und militärische Beziehungen: Untersuchung der Konflikte und Allianzen mit französischen, englischen und holländischen Akteuren sowie benachbarten Indianerstämmen.

4. Der Handel als Kriegsursache?: Kritische Auseinandersetzung mit der "Beaver Wars"-Theorie und Analyse der Faktoren, die zur Friedenskonfiguration der Konföderation führten.

5. Schlußbemerkungen: Fazit zur Bedeutung der irokesischen Tradition und ihrem Umgang mit den Herausforderungen der Kolonialzeit.

6. Bibliographie: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Irokesen, Great Peace League, Five Nations Confederacy, Haudenosaunee, Kriegsführung, Kolonialismus, Pelzhandel, Beaver Wars, Diplomatie, Covenant Chain, Kulturkontakt, Interethnische Konflikte, Ethnographie, Indianer Nordamerikas, 17. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konföderation der fünf Nationen der Irokesen (Five Nations Confederacy) im 17. Jahrhundert und untersucht deren charakteristische Kriegsführung unter dem Einfluss europäischer Kolonialmächte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen und politischen Struktur der Irokesen, ihren diplomatischen Beziehungen zu Europäern und anderen Stämmen sowie der Frage, inwiefern der Handel als Hauptursache für ihre kriegerischen Aktivitäten angesehen werden kann.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, die Irokesen nicht nur als Opfer europäischer Expansion darzustellen, sondern ihr Handeln aus ihrer eigenen kulturellen Logik, ihren Traditionen und ihrer komplexen politischen Struktur heraus verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor führt eine historische Untersuchung durch, die auf einer kritischen Reflexion der bestehenden Forschungsliteratur sowie der Auswertung historischer Berichte und ethnographischer Grundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der internen Organisation, die Analyse der kriegerischen und diplomatischen Verwicklungen mit Franzosen, Engländern und Holländern sowie eine kritische Hinterfragung der ökonomischen Theorien zur Entstehung der Kriege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Irokesen, Great Peace League, Kolonialismus, Pelzhandel, Covenant Chain und die kulturelle Identität der Haudenosaunee.

Wie unterscheidet sich die Kriegsführung der Irokesen laut der Arbeit von europäischen Strategien?

Die Irokesen integrierten Kriege als Normalzustand in ihre Kultur, oft motiviert durch Rache oder den Erhalt von sozialem Ruhm, während europäische Kolonialmächte eher auf formellen Friedensverträgen und territorialen Hegemonialansprüchen beharrten.

Welche Rolle spielten die Frauen innerhalb der Konföderation?

Die Irokesen waren matrilinear organisiert; die weiblichen Clanführerinnen spielten eine entscheidende Rolle bei der Kriegsplanung und der internen Beratung, bevor männliche Häuptlinge oder Sachems entsprechende Maßnahmen ergriffen.

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Details

Title
Die Great Peace League im 17. Jhdt. - Charakteristika und Wandel ihrer Kriegführung unter dem Einfluß europäischer Kolonialmächte
College
Free University of Berlin  (Institut für Ethnologie)
Course
Regional-Seminar: Krieg und Konflikt in Nordamerika: Die indianischen
Grade
1,0
Author
Boris Kruse (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V59284
ISBN (eBook)
9783638532747
ISBN (Book)
9783656773252
Language
German
Tags
Great Peace League Jhdt Charakteristika Wandel Kriegführung Einfluß Kolonialmächte Regional-Seminar Krieg Konflikt Nordamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Boris Kruse (Author), 2003, Die Great Peace League im 17. Jhdt. - Charakteristika und Wandel ihrer Kriegführung unter dem Einfluß europäischer Kolonialmächte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59284
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