In Indien gibt es abseits der Besiedlungszentren weitläufige Nationalparks und Schutzgebiete. Unberührte Wildnisse sind jedoch auf wenige Reste zusammengeschrumpft und die Gefahr besteht, dass die unvergleichliche Natur bald für immer verloren geht.
Auf zahlreichen Streifzügen durch die indischen Dschungelgebiete und die Wälder Nepals hat Roman Nies viele Abenteuer erlebt und tiefe Einsichten in die Naturräume und deren Beziehung zum Menschen erhalten. Er schildert faszinierende Naturphänomene und berichtet von Begegnungen mit Menschen und ihren Problemwelten sowie vom Aufeinandertreffen mit wilden Tieren und Naturmächten.
Den Leser will er zum Miterleben und Nachempfinden, aber vor allem auch zum Nachdenken anregen. Naturschutz, Arterhaltung und die Freude an den mannigfachen Lebensformen sind nur eine Seite, auf die er aufmerksam machen möchte. Mit seinen Überlegungen über den Gesamtzusammenhang der Schöpfung und über Bedeutung und Aufgaben des Menschen bietet Roman Nies außerdem interessante Anknüpfungspunkte für jeden Naturliebhaber, seine eigene Einstellung zur Schöpfung zu überdenken.
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Patalidun – In Indiens Norden
1. Kapitel: Gefahr für richtige Männer?
2. Kapitel: Das Gesetz des Dschungels
3. Kapitel: Alptraum
Periyar – In Indiens Süden
4. Kapitel: Periyar – eine andere Welt
5. Kapitel: Der Zweikampf
6. Kapitel: Grüne Hügel und Wälder
7. Kapitel: In der Waldschule
8. Kapitel: Geistreiche Entdeckungsreise
Chitwan – In Nepals Dschungel
9. Kapitel: Zu den Nashörnern
10. Kapitel: Die Jagd nach dem Panther
Epilog
Zielsetzung & Themen
Das Werk schildert die persönlichen Reiseerlebnisse des Autors in den verschiedenen Naturräumen Indiens und Nepals. Dabei steht nicht nur die reine Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt im Vordergrund, sondern auch die philosophische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Verhältnis zur Natur, Naturschutz und der Suche nach spiritueller Erkenntnis im Kontext der Wildnis.
- Begegnungen mit der indischen und nepalesischen Tierwelt (u.a. Tiger, Elefanten, Nashörner, Leoparden).
- Die kritische Reflexion des Massentourismus und menschlicher Eingriffe in geschützte Ökosysteme.
- Philosophische und spirituelle Betrachtungen zur Schöpfung, Ethik und dem Sinn des Lebens.
- Kulturelle Einblicke in das Leben der lokalen Bevölkerung und deren Verhältnis zur Natur.
- Der Kontrast zwischen zivilisierter "Betonwelt" und der unberührten Wildnis als Ort der Selbstfindung.
Auszug aus dem Buch
1. Kapitel: Gefahr für richtige Männer?
Still! Horch! Ein Gedanke hatte einen Laut verursacht! Von wo war er hergekommen? Warum war ich stehengeblieben? Was ließ mich zögerlich den nächsten Schritt tun?
Der Ausblick ringsherum hatte nichts Großartiges zu bieten. Dessen ungeachtet, hatte mich ein merkwürdiges Gefühl der Verlassenheit beschlichen, das sichere Gesellschaft willkommen heißen würde. Es musste aus einem Versteck in der Wildnis, die mich umgab, gekrochen sein. Und nun rief es eine Reihe von unangenehmen Fragen hervor. Welche neuerliche Besonderheit ließ mich meine Sinne auf sich lenken oder spielte auch nur mit ihnen, um mich dann mit ungehörtem Gelächter zu entlassen, vielleicht noch mit der Aufforderung, die Unerklärlichkeit und Undurchschaubarkeit des bewussten Seins zu bedenken?
Ich hatte bedächtig um die Biegung des Weges gelugt, weil von hier die Langurenrufe gekommen waren, die, seit ich mich vom Rande des Waldes entfernt hatte, eine Ursache mutmaßen ließen, von der ich mir Abwechslung erhoffte. Von den Languren fehlte jede Spur. Und auch sonst zeigte sich nichts, nicht einmal ein geflügeltes Insekt. Wenn doch wenigstens Vogelgezwitscher die Stille durchbrochen hätte!
Zusammenfassung der Kapitel
Prolog: Einführung in die Thematik der Indienreise, die Problematik des Naturschutzes sowie die persönliche Motivation des Autors zur Erkundung entlegener Naturräume.
Patalidun – In Indiens Norden: Beschreibung der nördlichen Regionen mit einem starken Fokus auf die Beobachtung wilder Tiere und der Gefahr, die von der unberechenbaren Wildnis ausgeht.
Periyar – In Indiens Süden: Reise durch die südlichen Gefilde Indiens, bei der der Autor philosophische Fragen über die Natur und menschliche Zivilisation reflektiert.
Chitwan – In Nepals Dschungel: Berichte aus dem nepalesischen Nationalpark, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Schutz und der Begegnung mit dem Panzernashorn liegt.
Schlüsselwörter
Indien, Nepal, Dschungel, Nationalpark, Naturschutz, Tiger, Nashorn, Wildnis, Naturphilosophie, Tierbeobachtung, Reisereportage, Ökologie, Spiritualität, Ethik, Artenvielfalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch?
Das Buch ist eine Sammlung von Reiseberichten und philosophischen Reflexionen über Aufenthalte des Autors in indischen und nepalesischen Dschungelgebieten.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die Arbeit fokussiert sich auf Naturerlebnisse, Wildtierbeobachtungen, den Schutz der Lebensräume und die spirituelle Suche des Menschen im Einklang mit der Natur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser die Faszination der unberührten Natur nahezubringen und gleichzeitig zum Nachdenken über menschliches Fehlverhalten gegenüber der Umwelt anzuregen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine subjektive, erfahrungsbasierte Prosa mit stark reflektierenden und philosophischen Elementen, weniger um eine empirische naturwissenschaftliche Studie.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene geographische Abschnitte (Norden, Süden, Nepal), in denen spezifische Erlebnisse mit Tieren und Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung detailliert beschrieben werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Dschungel, Wildnis, Naturschutz, philosophische Reflexion, Tierbeobachtung und Mensch-Umwelt-Beziehung sind die tragenden Begriffe.
Wie nimmt der Autor Bezug auf die lokale Bevölkerung?
Der Autor zeigt ein tiefes Interesse an den Traditionen und dem Leben der lokalen Stämme, wie etwa der Tharus, und setzt deren naturnahes Leben in Kontrast zum modernen Materialismus.
Welche Rolle spielt die Tierwelt?
Tiere wie Tiger, Nashörner und Elefanten fungieren nicht nur als faszinierende Studienobjekte, sondern auch als mahnende Symbole für die Verletzlichkeit des Ökosystems.
- Arbeit zitieren
- Roman Nies (Autor:in), 2020, Auf Streifzug durch die Dschungel Indiens. Unterwegs in Indien und Nepal, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/592981