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Wassermangel, ein weiltweites Konfliktfeld (!)(?)

Title: Wassermangel, ein weiltweites Konfliktfeld (!)(?)

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom Politologe Tim Pommeränig (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Ist jeder Mensch auf der Erde ausreichend mit Wasser versorgt, oder stehen in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Mengen zur Verfügung? Für den ersten Teil der Frage gibt es von mir ein klares nein und für den zweiten Teil ein kräftiges ja. Aber in Hinblick auf die hiermit verbundenen Probleme reicht diese Aussage nicht aus. Wasser ist nicht vermehrbar. Im Gegensatz zum Thema Luft ist Wasser noch kein großes politisches Thema, d.h. es steht noch nicht in dem Zentrum wie es, angesichts der Tragweite des Problems des Wassermangels in vielen Regionen der Erde, sein sollte. Immer mehr Menschen müssen sich die immer gleiche Menge an Wasser teilen. Dabei steigt der Wasserverbrauch pro Kopf der Weltbevölkerung stetig, noch schneller als die Anzahl der Menschen auf unserem Planeten. 80% der weltweiten Wasserressourcen werden von den Industriestaaten verbraucht, obwohl sie nur 20% der Weltbevölkerung ausmachen. Ebenfalls muss man in diesem Kontext das Augenmerk darauf richten, dass nur 2,5 % des Wassers auf der Erde Süßwasser ist und davon nur eine begrenzte Dosis für den Menschen nutzbar ist ohne den Wasserkreislauf und damit die Lebensgrundlagen zu zerstören. Die UNO hat in einer Studie festgestellt, dass Wasser nunmehr wertvoller als Gold ist. Folglich wird der Kampf ums Wasser in Mangelregionen, wie z.B. dem Nahen Osten, möglicherweise ansteigen. Im Vergleich zum Thema Energie, sieht die Situation beim Wasser gänzlich anders aus. Dabei droht neben dem Kampf ums Öl der Kampf um Wasser zur größten Gefahr für das Überleben auf unseren Planeten zu werden. Auch die Industriestaaten sind nicht frei von Wassermangel, allerdings in einem anderen Zusammenhang als z.B. die Staaten des Nahen Ostens, und stehen demnächst vor Problemen, die viele heutzutage für undenkbar halten. So könnte es in ferner Zukunft so sein, dass aus Gründen der mangelnden Wirtschaftlichkeit einzelne Regionen nicht mehr mit Trinkwasser versorgt werden. Es wäre aber auch erdenklich, dass sich die Konflikte entspannen und gerechte Varianten der Wasserverteilung und -zuteilung gefunden werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Grundlagen

1.1 Der Begriff Wassermangel

1.2 Dimensionen des Wassermangels

1.3 Regionale Wasserknappheit

2. Konfliktpotential

2.1 Krisenregionen

2.1.1 Der Nahe Osten (und andere Wassermangel-Regionen)

2.1.2 Die Industriestaaten

2.2 Konfliktfelder

2.3 Die Betroffenen

3. Lösungsansätze

3.2 Privatisierung der Wasserversorgung als Chance (?)

3.3 Nachhaltiges Wassermanagement

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konfliktpotential, das durch Wassermangel in verschiedenen Weltregionen entsteht, und geht dabei der zentralen Forschungsfrage nach: „Welche Konflikte birgt Wassermangel in den betroffenen Regionen?“

  • Definition und Dimensionen des Wassermangels
  • Analyse regionaler Krisenherde (z.B. Naher Osten)
  • Konfliktpotentiale in Industriestaaten
  • Kritische Beleuchtung der Wasserprivatisierung
  • Lösungsansätze durch nachhaltiges Wassermanagement

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Begriff Wassermangel

Ich möchte explizit daraufhinweisen, dass es für Wassermangel keine eindeutige Definition in den Lexika gibt, so kann man ihn in verschiedenen Umgebungen benutzen. Zum einen ist er in der Humanmedizin oder Botanik verortet, wo er aber einen anderen Sachverhalt beschreibt, der mit dieser Arbeit in keinem Zusammenhang steht.

Der Duden definiert einen Mangel, im Plural, als Fehler. Im Singular als Fehlen. Folglich deutet Wassermangel, sinngemäß, und im Rahmen dieser Hausarbeit auf das Fehlen von Wasser hin. Für Wasser einen Fehler zu finden und zu definieren halte ich für unmöglich. Gilt dieser Begriff eindeutig für die allgemein bekannten Regionen der Erde, deren Ausstattung an Wasser mangelhaft ist?

In Ihrem Essay „Politische Antworten auf die globale Wasserkrise: Trends und Konflikte“ sprechen Axel Klaphake und Waltina Scheumann (2001) auch über die Definition des Wassermangels. Hierbei sprechen sie zum einen vom Wassermangel als ein relatives Konzept, das mit sozialen und ökonomischen Bedingungen in Beziehung steht. Man spricht beim Wasser dann von einem knappen Gut, wenn Probleme bezüglich der Bedürfnisbefriedigung nach ihm auftreten. Von absolutem Wassermangel kann nur gesprochen werden, wenn zu wenig Wasser zur Verfügung steht um selbst minimale Bedürfnisse (Trinkwasser, Hygiene) zu befriedigen. Diese Situation ist aber selbst in Trockengebieten nicht gegeben (Klaphake/Scheumann 2001). Zum anderen verweisen sie die gebräuchliche, von hydrologischer Seite entwickelten Indikatoren der Wasserknappheit. Diese orientieren sich entweder an der Relation Bevölkerung zu verfügbaren Wassermengen (demographische Dimension), oder sie setzen die genutzte zur gesamten - aber nicht notwendigerweise verfügbaren - Wassermenge ins Verhältnis (technische Dimension) (Klaphake/Scheumann 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Problem der begrenzten Wasserressourcen ein und begründet die Relevanz der Thematik für die globale Sicherheit.

1. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Wassermangel in seinen verschiedenen Dimensionen und setzt sich mit der regionalen Verteilung und der hydrologischen Knappheit auseinander.

2. Konfliktpotential: Der Hauptteil analysiert Krisenregionen wie den Nahen Osten, untersucht Konfliktfelder sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung.

3. Lösungsansätze: Hier werden technische und politische Lösungswege, wie das Projekt des großen Flusses in Libyen, die Privatisierung der Wasserversorgung und Konzepte nachhaltigen Wassermanagements, kritisch hinterfragt.

Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die globale Entwicklung der Wasserkrise.

Schlüsselwörter

Wassermangel, Wasserknappheit, Konfliktpotential, Naher Osten, Privatisierung, Trinkwasserversorgung, Nachhaltigkeit, Fossiles Grundwasser, Wasserverbrauch, Industriestaaten, Entwicklungsländer, Wassermanagement, Ressource Wasser, Globale Wasserkrise, Wasserrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert Wassermangel als ein weitreichendes globales Konfliktfeld und untersucht die Ursachen und Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsbestimmung, der Analyse von Krisenregionen, dem Konfliktpotential durch Wasserknappheit und der Evaluierung verschiedener Lösungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Konflikte, die durch Wassermangel in betroffenen Regionen entstehen, wissenschaftlich zu analysieren und kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung aktueller Berichte und Studien zur globalen Wassersituation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Krisenregionen (insbesondere den Nahen Osten), die Probleme in Industriestaaten, die Konfliktfelder sowie die Situation der betroffenen Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wassermangel, Konfliktpotential, Privatisierung, Nachhaltigkeit und globale Wasserressourcen sind zentrale Begriffe der Untersuchung.

Wie steht der Autor zur Privatisierung der Wasserversorgung?

Der Autor betrachtet die Privatisierung kritisch und hinterfragt, ob eine Kommerzialisierung des Menschenrechts auf Wasser tatsächlich effiziente und gerechte Lösungen bietet.

Was zeigt das Beispiel Libyen in der Arbeit?

Das Beispiel verdeutlicht die Ambivalenz technischer Großprojekte bei der Nutzung fossiler Grundwasservorkommen zur Sicherung der Wasserversorgung.

Warum wird Berlin als Beispiel in der Arbeit genannt?

Berlin dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, dass auch in vermeintlich wasserreichen Regionen durch Privatisierungsmaßnahmen Konfliktpotentiale entstehen können.

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Details

Title
Wassermangel, ein weiltweites Konfliktfeld (!)(?)
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
15062 Rechtl. & pol. Grundfragen einer neuen Weltordnung
Grade
2,0
Author
Diplom Politologe Tim Pommeränig (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V59324
ISBN (eBook)
9783638533003
ISBN (Book)
9783656793694
Language
German
Tags
Wassermangel Konfliktfeld Rechtl Grundfragen Weltordnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Politologe Tim Pommeränig (Author), 2005, Wassermangel, ein weiltweites Konfliktfeld (!)(?), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59324
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