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Das sokratische Gespräch. Grenzen und Möglichkeiten

Philosophieren in der Schule

Título: Das sokratische Gespräch. Grenzen und Möglichkeiten

Trabajo Escrito , 2018 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Selina Ehret (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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Seit Beginn der Philosophie steht der Dialog im Zentrum und das Gespräch ist die grundlegendste Art der Kommunikation. Wir begegnen dabei anderen Menschen, können unser Denken artikulieren und sind dabei auf der Suche nach der Wahrheit. Obwohl das Gespräch so wichtig ist, wird dieses im Unterricht oft vernachlässigt beziehungsweise unterschätzt. Um unsere Meinungen austauschen und uns der Wahrheit nähern zu können, ist das sokratische Gespräch eine geeignete Wahl für den Unterricht. Das Philosophieren in der Schule hat sicherlich seine Vorzüge, ist aber bis heute eine viel diskutierte und schwierige Angelegenheit.

Im Folgenden soll darauf eingegangen werden, welchen Nutzen das Philosophieren mit Kindern im Unterricht bringen kann, aber auch welche Kritikpunkte dagegen sprechen. Zu Beginn wird ein knapper geschichtlicher Überblick zu den Anfängen der sokratischen Methode gegeben, folgend von der Weiterentwicklung nach Nelson. Über die Praxis und die Phasen des Gesprächsverlaufs geht es im Kapitel drei. Darauffolgend bezieht sich die Arbeit auf Möglichkeiten und Grenzen des sokratischen Gesprächs in der Schule und eine knappe Zusammenfassung beendet dann die Hausarbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND UND GRUNDLAGEN

2.1 DIE SOKRATISCHE METHODE

2.2 WEITERENTWICKLUNG DURCH LEONARD NELSON

3. PHASEN DES GESPRÄCHSABLAUFS

3.1 THEMENSTELLUNG

3.2 BEISPIELSUCHE

3.3 BEISPIELANALYSE

3.4 DISKURSIVE SUCHE WAHRER AUSSAGEN (‚REGRESSIVE ABSTRAKTION‘)

3.5 GESPRÄCHSABSCHLUSS (I.D.R. AUS ZEITLICHEN GRÜNDEN)

3.6 ZWISCHENPHASEN ALS METAGESPRÄCH(E)

4. DAS SOKRATISCHE GESPRÄCH IN DER SCHULE

4.1 GRÜNDE FÜR DAS PHILOSOPHIEREN MIT KINDERN UND JUGENDLICHEN

4.2 SCHWIERIGKEITEN IM UNTERRICHT

4.3 KRITIK AM PHILOSOPHIEREN MIT KINDERN

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen und die praktische Umsetzung des sokratischen Gesprächs im schulischen Unterricht. Dabei wird analysiert, wie diese Methode, die historisch auf Sokrates zurückgeht und von Leonard Nelson für Gruppen weiterentwickelt wurde, zur Förderung des selbstständigen Denkens beitragen kann, welche strukturellen Schwierigkeiten in der Schule bestehen und welche philosophischen Bedenken gegen das Philosophieren mit Kindern vorgebracht werden.

  • Historische Wurzeln der sokratischen Methode und ihre Weiterentwicklung durch Leonard Nelson.
  • Detaillierte Darstellung der Phasen eines sokratischen Gesprächsablaufs in der Praxis.
  • Pädagogische Anforderungen an Gesprächsleiter und Teilnehmer im schulischen Kontext.
  • Analyse der Chancen und Herausforderungen bei der Implementierung im Unterricht.
  • Philosophische Kritikpunkte am Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen.

Auszug aus dem Buch

3. Phasen des Gesprächsablaufs

Die Folgenden Phasen sollen einen Einblick in die konkrete Praxis geben, wobei Abweichungen möglich bzw. sogar sinnvoll sind. Dennoch bietet dieser Ablauf nur einen sehr äußerlichen Eindruck.

3.1 Themenstellung

Am Anfang der Gesprächsrunde wird ein Thema bekanntgegeben, das meist als Frage formuliert ist. Der Gesprächsleiter muss sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigen und ein Thema auswählen, dass allein über das Nachdenken bzw. Reflektieren bearbeitbar erscheint, man also nicht auf fremde Hilfe angewiesen ist. Die Themenstellung folgt keinen festen Regeln, sollte jedoch motivierend und informativ sein. Damit das Gespräch störungsfrei ablaufen kann, werden vorher noch die Rahmenbedingungen wie zeitlicher Ablauf u. Ä. geklärt (vgl. Draken 2011, S. 32ff) Diese Regeln müssen nicht selbst gewählt sein, sie können auch von Leonard Nelson und Gustav Heckmann übernommen werden, die die konstitutiven Regeln wie folgt formuliert haben:

„1. Jeder vernunftbegabte Mensch (ohne philosophische Vorbildung) kann teilnehmen. 2. Alle Teilnehmer/innen sind gleichberechtigt in ihrem Bemühen um Erkenntnis. 3. Alle Teilnehmer/innen sind zur Begründung ihrer Aussagen verpflichtet. 4. Ausgangspunkt der Gespräche ist die konkrete eigene Erfahrung (Arbeit am Beispiel). 5. Aus Alltagsurteilen werden die dahinter liegenden Grundsätze gewonnen (‚regressive Abstraktion‘). 6. Alle Teilnehmer/innen streben nach der Wahrheit. 7. Der angestrebte Konsens gilt als Indiz für eine ‚wahre‘ Aussage“ (Draken 2011, S. 34).

Zusätzlich zu diesen Regeln für das Gespräch gibt es noch die Regeln oder Anforderungen an die Teilnehmer:

„1. Nur eigene Überzeugungen äußern (‚Autoritäten‘ gelten nicht als Begründung), 2. Aktives Zuhören gegenüber jedem/r Teilnehmer/in zu üben (Zustimmungsfähigkeit überprüfen), 3. Wahrhaftigkeit (bei Nicht-Verstehen Rückfragepflicht) einzuhalten, 4. Das ‚bessere Argument‘ Standpunktveränderungen ermöglichen zu lassen, 5. Keiner soll um des schnellen Konsenses Willen Zweifel oer Gegenargumente zurückhalten, 6. Knappe Beiträge zur Sache erleichtern das Gespräch (nur einen Aspekt, keine ‚Vorträge‘), 7. Klare und verständliche Formulierung aller Aussagen sind gefordert und 8. Das Ernstnehmen aller Personen und Standpunkte im Gespräch ist Grundlage des Diskurses“ (Draken 2011, S. 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz des Gesprächs als grundlegende Kommunikationsform und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit hinsichtlich Geschichte, Praxis und Anwendung in der Schule.

2. GESCHICHTLICHER HINTERGRUND UND GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die sokratische Methode als Hebammenkunst und beleuchtet die Weiterentwicklung zum moderierten Gruppengespräch durch Leonard Nelson.

3. PHASEN DES GESPRÄCHSABLAUFS: Es werden die konkreten Phasen vom Thema bis zum Abschluss sowie die dazugehörigen Regeln für Teilnehmer und Gesprächsleiter detailliert dargestellt.

4. DAS SOKRATISCHE GESPRÄCH IN DER SCHULE: Dieses Kapitel untersucht die pädagogische Bedeutung, die praktischen Schwierigkeiten im Schulalltag und die philosophische Kritik am Philosophieren mit Kindern.

5. FAZIT: Das Fazit fasst den Nutzen der Methode zusammen, bekräftigt die Bedeutung der Förderung von Selbstständigkeit und betont die Rolle des sokratischen Gesprächs als lebendige Praxis.

Schlüsselwörter

Sokratisches Gespräch, Sokratische Methode, Leonard Nelson, Philosophieren mit Kindern, Mäeutik, Regressive Abstraktion, Gesprächsführung, Dialog, Urteilsbildung, Selbstdenken, Autonomie, Schulpraxis, Argumentation, Erkenntnis, Konsens.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des sokratischen Gesprächs im schulischen Bildungskontext, ausgehend von historischen Grundlagen bis hin zur praktischen Durchführung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der sokratischen Methode, die methodischen Phasen des Gesprächsablaufs und die Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Philosophierens in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen des sokratischen Gesprächs zur Förderung von eigenständigem Denken zu untersuchen und dabei die Herausforderungen im Schulalltag kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale theoretische Ansätze (Sokrates, Nelson, Heckmann) sowie aktuelle fachdidaktische Diskussionen auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Phasen des Gesprächsablaufs, die Anforderungen an die Beteiligten sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes in der Schule detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie sokratisches Gespräch, Mäeutik, Selbstdenken, Gesprächsführung und Philosophieren mit Kindern charakterisiert.

Welche Rolle spielt Leonard Nelson bei der Weiterentwicklung?

Nelson transformierte die ursprüngliche, dialogische sokratische Methode in ein moderiertes Gruppengespräch, um sie für Bildungsprozesse in der modernen Zeit nutzbar zu machen.

Welche wesentlichen Kritikpunkte werden von Philosophen angeführt?

Kritiker wie Platon, Locke und Kant bezweifeln, dass Kinder die notwendige Lebensreife oder den erforderlichen Vernunftgebrauch besitzen, um philosophisch ernsthaft zu arbeiten.

Warum ist die Sitzordnung für das sokratische Gespräch im Unterricht relevant?

Der Stuhlkreis wird als ideal angesehen, da er eine direkte Kommunikation und Blickkontakt ermöglicht, was dem traditionellen, frontalen Klassenzimmer-Setup widerspricht.

Ist das sokratische Gespräch als vollständiger Ersatz für den Unterricht gedacht?

Nein, die Arbeit legt nahe, dass es idealerweise in einzelnen Phasen des Unterrichts oder in außerschulischen Projekten Anwendung findet, um den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen des Schulalltags nicht zu überlasten.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
Das sokratische Gespräch. Grenzen und Möglichkeiten
Subtítulo
Philosophieren in der Schule
Universidad
University of Würzburg  (Pädagogik)
Curso
Gebiete der Schulpädagogik in vertiefter Form
Calificación
1,0
Autor
Selina Ehret (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
10
No. de catálogo
V593415
ISBN (Ebook)
9783346191120
ISBN (Libro)
9783346191137
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sokrates sokratisches Gespräch philosophieren Mittelschule Mittelschuldidaktik Schulpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Selina Ehret (Autor), 2018, Das sokratische Gespräch. Grenzen und Möglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593415
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