Kulturell bedingt entwickelt sich Europa erst langsam in diese Richtung. Der Name Crowdfunding setzt sich aus "Crowd", zu deutsch Menge oder Masse, und "funding", Finanzierung oder Unterstützung, zusammen. Im Deutschen wird Crowdfunding auch oft Schwarmfinanzierung genannt. Bereits aus dem Namen ist abzuleiten, dass es sich beim Crowdfunding um eine Art finanzielle Unterstützung handelt, die von einer Masse an unterschiedlichen Investoren ausgeht. Hierbei werden verschiedene Projekte auf unterschiedlichen Plattformen unterstützt.
Seit 2010 wird Crowdfunding in der Praxis und Wissenschaft intensiv untersucht. Den größten Vorteil erkennen Experten an der erleichterten Überbrückung der sogenannten Finanzierungslücke, die in der Frühphase von Start-up Unternehmen entstehen kann. Finanzierungen von Venture-Capital-Gebern und Banken sind meist erst in späteren Entwicklungsphasen eines Start-ups möglich, weswegen die Gründer oft auf private Finanzen, Familie und Freunde sowie auf sogenannte Business Angels zurückgreifen, um der erwähnten Finanzierungslücke zu entkommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Hintergrund des Crowdfunding
2. Grundlagen des Crowdfunding
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2 Ausgestaltungsform und Methoden des Crowdfundings
2.2.1 Reward-based-Crowdfunding
2.2.2 Donation-based-Crowdfunding
2.2.3 Equity-based-Crowdfunding
2.2.4 Lending-based-Crowdfunding
2.3 Methode und Ablauf
3. Start-ups
3.1 Definition und Begriffserklärung
3.2 Finanzierung von Start-ups
4. Die Bedeutung von Crowdfunding für Start-ups
5. Regulatorische Betrachtung von Crowdfunding
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Crowdfundings als alternative Finanzierungsform für Start-ups, analysiert die verschiedenen methodischen Ausprägungen und bewertet die regulatorischen Rahmenbedingungen insbesondere in Österreich und der EU im Hinblick auf die Überbrückung der sogenannten Finanzierungslücke in der Gründungsphase.
- Grundlagen und Definitionen des Crowdfundings
- Differenzierung der Crowdfunding-Methoden (Reward-, Donation-, Equity-, Lending-based)
- Finanzierungsspezifika und Herausforderungen junger Unternehmen
- Bedeutung des Crowdfundings als Schnittstelle zwischen Investoren und Gründern
- Regulatorische Aspekte und Anlegerschutz im Rahmen des Alternativfinanzierungsgesetzes
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung und Hintergrund des Crowdfunding
Als im Jahr 1885 die Freiheitsstatue von Frankreich an die USA verschenkt wurde, weigerte sich der Gouverneur von New York, die Finanzierung für den Bau des Sockels zur Verfügung zu stellen. Auch eine Finanzierung über den Kongress blieb auf Grund von Uneinigkeit aus und so war es Joseph Pulitzer mit seiner Zeitung „The New York World“, der die New Yorker dazu brachte, innerhalb von fünf Monaten die Summe zu sammeln, die zum Bau des Sockels benötigt wurde. Ursprünglich ausgehend von der Sammlung von Spenden für Wohltätigkeitszwecke und Kreativprojekte in den USA, sind die Beträge des dort bis heute eingenommenen Kapitals im Bereich des spenden- und rewardbasierenden Crowdfunding unerreicht.
Kulturell bedingt entwickelt sich Europa erst langsam in diese Richtung. Der Name Crowdfunding setzt sich aus „Crowd“, zu deutsch Menge oder Masse, und „funding“, Finanzierung oder Unterstützung, zusammen. Im Deutschen wird Crowdfunding auch oft Schwarmfinanzierung genannt. Bereits aus dem Namen ist abzuleiten, dass es sich beim Crowdfunding um eine Art finanzielle Unterstützung handelt, die von einer Masse an unterschiedlichen Investoren ausgeht. Hierbei werden verschiedene Projekte auf unterschiedlichen Plattformen unterstützt. Seit 2010 wird Crowdfunding in der Praxis und Wissenschaft intensiv untersucht. Den größten Vorteil erkennen Experten an der erleichterten Überbrückung der sogenannten Finanzierungslücke, die in der Frühphase von Start-up Unternehmen entstehen kann. Finanzierungen von Venture Capital-Gebern und Banken sind meist erst in späteren Entwicklungsphasen eines Start-ups möglich, weswegen die Gründer oft auf private Finanzen, Familie und Freunde sowie auf so genannte Business Angels zurückgreifen, um der erwähnten Finanzierungslücke zu entkommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Hintergrund des Crowdfunding: Dieses Kapitel erläutert die historische Herleitung des Begriffs und definiert Crowdfunding als Instrument zur Überbrückung von Finanzierungslücken bei Start-ups.
2. Grundlagen des Crowdfunding: Hier werden die theoretischen Definitionen sowie die vier zentralen Ausgestaltungsformen (Reward-, Donation-, Equity- und Lending-based) und der allgemeine Prozess der Projektabwicklung detailliert beschrieben.
3. Start-ups: Dieses Kapitel definiert Start-ups als junge, innovative Unternehmen und beleuchtet deren spezifische Finanzierungsstrategien wie Bootstrapping und Business Angels.
4. Die Bedeutung von Crowdfunding für Start-ups: Das Kapitel analysiert, wie Crowdfunding als Schnittstelle fungiert, um die Informationsasymmetrie zu verringern und den Zugang zu Kapital in schwierigen Marktphasen zu erleichtern.
5. Regulatorische Betrachtung von Crowdfunding: Es erfolgt eine Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich, insbesondere durch das Alternativfinanzierungsgesetz, sowie ein Ausblick auf die EU-weite Entwicklung.
6. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Crowdfunding eine effektive Alternative darstellt, um Start-ups unkompliziert zu Kapital zu verhelfen.
Schlüsselwörter
Crowdfunding, Schwarmfinanzierung, Start-ups, Finanzierungslücke, Equity-based-Crowdfunding, Lending-based-Crowdfunding, Venture Capital, Bootstrapping, Business Angels, Alternativfinanzierungsgesetz, Anlegerschutz, Transparenz-Prinzip, Alles-oder-Nichts-Prinzip, Marktpotenzial, Innovation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Nutzung von Crowdfunding als Finanzierungsinstrument für Start-ups, um die häufig auftretende Finanzierungslücke in der Gründungsphase zu schließen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Crowdfunding, die verschiedenen Finanzierungsmethoden, die Besonderheiten bei Start-ups und die rechtliche Regulierung in Österreich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Crowdfunding-Plattformen als Schnittstelle zwischen Kapitalgebern und Gründern agieren und welche Chancen und Risiken dabei bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Branchenberichten und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Crowdfunding-Arten, die Analyse der Bedürfnisse von Start-ups hinsichtlich Kapitalakquise sowie die regulatorische Betrachtung des Marktes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Crowdfunding, Start-up-Finanzierung, Schwarmfinanzierung und Alternativfinanzierungsgesetz beschreiben.
Was besagt das Alles-oder-Nichts-Prinzip im Crowdfunding?
Dieses Prinzip stellt sicher, dass der Kapitalsuchende das gesammelte Kapital nur erhält, wenn das vordefinierte Finanzierungsziel innerhalb eines bestimmten Zeitraums vollständig erreicht wird.
Welche Rolle spielt das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) in Österreich?
Das AltFG setzt gesetzliche Mindeststandards für den Betrieb von Crowdfunding-Plattformen und regelt den Anlegerschutz sowie die Informationspflichten für Emittenten.
- Arbeit zitieren
- Tanja Maria Aichholzer (Autor:in), 2020, Crowdfunding als Möglichkeit zur Finanzierung von Start-ups, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593445